Gesamtevaluation Seminare 2017

Wie auch schon in den letzten Jahren nahmen 2017 Apothekerinnen und Apotheker vor allem aus öffentlichen und Krankenhausapotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Online-Seminaren der Cap Campus Pharmazie GmbH teil.

Die an der Befragung mitwirkenden Teilnehmenden bewerteten jedes Seminar, an dem sie teilgenommen hatten, anonym. Die regelmäßige Evaluation dient als wichtige Qualitätssicherung und zur Weiterentwicklung der Seminare.

Einige Aspekte haben wir im Jahr 2017 nicht mehr abgefragt: In den Jahren 2012 bis 2016 haben wir zu den folgenden Statements zu den einzelnen Seminarelementen jeweils über 90% Zustimmung erhalten:

  • Das Studienmaterial hat mir einen leichten Einstieg in das jeweilige Thema ermöglicht und mein Wissen angemessen erweitert
  • Der Austausch in den Plenarforen hat die Auseinandersetzung mit den dort diskutierten Themen vertieft
  • Die Aufgabenstellungen für Teams und die Diskussionen in den Teams waren hilfreich für die Erarbeitung der Inhalte
  • Die Einzelaufgabe war hilfreich zur Vertiefung und als Anwendungsübung sowie
  • Der MC-Test bildete die Inhalte angemessen ab

Damit erscheint uns die Evidenz für die Eignung der Elemente, die in jedem Seminar die gleichen sind, hinreichend hoch.

Folgende Seminare wurden evaluiert: „Arzneimittelinteraktionen“, „Interpretation von Laborparametern“, „Angewandte Pharmakokinetik“, „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz“, „Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen“ und „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“.

Der Fragebogenrücklauf betrug 37,5%. Hier sehen Sie die Darstellung aller abgefragten Daten mit kurzen Erläuterungen, jedoch ohne Kommentare oder Interpretationen. Der genaue Wortlaut der Fragen und der zu bewertenden Aussagen ist jeweils unter der zugehörigen Grafik genannt. Abgefragt wurden die Bereiche:

 


Beruflicher Hintergrund

1. Das evaluierte Angebot der CaP Campus Pharmazie richtet sich an deutschsprachige approbierte Apotheker/innen aller Arbeitsumgebungen.

Es sind 50% der Befragten in eine öffenlichen Apotheke tätig, 25% im Krankenhaus und 25 % sonstiges

„Arbeiten Sie in einer Krankenhaus- oder in einer Offizinapotheke? Oder in einem anderen Umfeld? [in %]“

2. Klinische Pharmazie ist erst seit 2001 Bestandteil des Pharmaziestudiums. Apotheker/innen, die nach 2006 das Zweite Staatsexamen absolviert haben, können auf Vorkenntnisse in Klinischer Pharmazie aus dem Studium zurückgreifen, während diejenigen, die schon länger im Beruf stehen, die größere Praxiserfahrung haben.

54,5% hatten Klinische Pharmazie im Studium, 45,5% nicht

„War die klinische Pharmazie bereits Bestandteil Ihres Studiums?“

3. In den Seminaren tragen frisch approbierte und erfahrene Apotheker/innen mit ihrem unterschiedlichen Wissen und Erfahrungshorizont gleichermaßen zum Austausch bei.

33,3% arbeiten weniger als 5 Jahre, 25% schon 5-10 Jahre und 41,7% mehr als 10 ahre

„Berufserfahrung insgesamt in Jahren [in %]“

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Selbstmanagement der Teilnehmenden im Seminar

4. Teilnehmende können ihre Zeit innerhalb von gesetzten Intervallen frei einteilen. Je nach Vorkenntnissen, Interesse und Zeitbudget verbringen sie unterschiedlich viel Zeit im und mit dem Seminar.

75% benötigen zwischen 5-8 Stunden zur Bearbeitung

„Wie viele Zeitstunden haben Sie PRO WOCHE für die Arbeit in diesem Seminar aufgewendet? [in %]“

5. Das reine Online-Format erlaubt eine ortsflexible Teilnahme.

Meist wird von zu Hause gearbeitet

„Von wo aus haben Sie am Seminar teilgenommen, Studienmaterial gelesen oder Lösungen vorbereitet? (Mehrfachnennungen möglich)“

 

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Lernziele

6. Neben den curricular verankerten Zielen bringen Teilnehmende auch eigene Schwerpunkte ein, die mit den Möglichkeiten des moderierten Austauschs in den Seminarablauf integriert werden.

„Meine eigenen Ziele für dieses Seminar habe ich erreicht. [in %]“

7. Jedes Seminar hat curricular verankerte Zielsetzungen. Das Erreichen der sechs bis acht übergeordneten Ziele wird in der Abschlussbefragung evaluiert.

Ein Beispiel aus dem Seminar Arzneimittelinteraktionen:
„Ich bin imstande, über die Notwendigkeit einer Intervention zu entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas auszusprechen, das klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.“

Bezogen auf alle 2017 angebotenen Seminare ergaben sich folgende Durchschnittswerte:


Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Arzneimittelinteraktionen“ [in %]

  • Ich sehe mich in der Lage, die verfügbaren Interaktionsdatenbanken adäquat als Hilfsmittel zu nutzen und relevante Informationen über Arzneimittelinteraktionen zu beschaffen.
  • Ich kann pharmakokinetische Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und von Arzneimitteln mit Nahrungsmitteln in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln erkennen.
  • Ich kann pharmakodynamische Interaktionen in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln identifizieren.
  • Ich kann mögliche Inkompatibilitäten in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln erkennen.
  • Ich bin imstande, die klinische Relevanz einer zu erwartenden oder bereits manifesten Interaktion oder Inkompatibilität korrekt zu beurteilen.
  • Ich kann das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Therapieschemas hinsichtlich der Arzneimittelinteraktionen einschätzen
  • Ich kann über die Notwendigkeit einer Intervention entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas aussprechen, welches klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.


Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Interpretation von Laborparametern“ [in %]

  • Ich kann bewerten, welche Laborparameter in konkreten Situationen relevant sind.
  • Ich sehe mich in der Lage, unterschiedliche Laborparameter für dasselbe Organsystem (z.B. die Niere) zu bewerten und in ein klinisches Bild einzuordnen.
  • Ich kann in konkreten Situationen relevante Einflussfaktoren für Laborparameter benennen und bei der Interpretation der Labordaten angemessen einbeziehen.
  • Ich kann abschätzen, ob eine Pharmakotherapie z. B. aufgrund von veränderter Pharmakokinetik oder unerwünschter Wirkungen, die sich in Laborparametern zeigen, modifiziert werden muss.
  • Ich kann eine angemessene Empfehlung geben, ob bestimmte Parameter zum Zweck der Therapieoptimierung einem Monitoring unterzogen werden sollten.



Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“ [in %]

  • Ich verstehe die Bedeutung der Pharmakokinetik für die Dosisoptimierung.
  • Ich kann die Bedeutung pharmakokinetischer Parameter von Arzneistoffen erklären.
  • Ich kann Faktoren identifizieren, die einen Einfluss auf die Beziehung zwischen Dosis und Plasmakonzentration haben.
  • Ich kann die klinische Relevanz verschiedener Faktoren für die Pharmakokinetik von Arzneistoffen einschätzen.
  • Ich kenne die relevanten Fehlerquellen beim TDM und kann vor deren Hintergrund Arzneistoffspiegel interpretieren.
  • Ich kann Dosierungsschemata auf der Grundlage von pharmakokinetischen Kriterien und Patientendaten individualisieren.
  • Ich bin imstande, über die Notwendigkeit einer Intervention zu entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas auszusprechen, welches klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.

  • Ich kann die verschiedenen Typen unerwünschter Arzneimittelwirkungen beschreiben und ihnen Praxisbeispiele zuordnen.
  • Ich bin in der Lage, in einem Medikationsplan Ursachen für das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu identifizieren.
  • Ich kann entscheiden, welche unerwünschten Wirkungen ich in der Patientenberatung erwähnen sollte.
  • Ich kann in der Beratung angemessene Maßnahmen vorschlagen, um das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu vermeiden.
  • Ich kenne das nationale Pharmakovigilanz-System und bin in der Lage, daran aktiv teilzunehmen.
  • Ich kann Maßnahmen zur Verhinderung von Medikationsfehlern beurteilen.

 

  • Ich kann auf ausreichend verschiedene Quellen medizinisch-wissenschaftlicher Information zugreifen und bin der Lage, sie zu nutzen.
  • Ich sehe mich in der Lage, medizinische Originalliteratur zu einer arzneimittelbezogenen Fragestellung zu recherchieren.
  • Ich kann die Kriterien anwenden, die zur Beurteilung der Qualität von Veröffentlichungen wichtig sind.
  • Ich sehe mich in der Lage, arzneimittelbezogene Anfragen mithilfe der Recherche in geeigneten Informationsquellen adäquat zu beantworten.
  • Ich kann eine angemessene Empfehlung geben, ob bestimmte Parameter zum Zweck der Therapieoptimierung einem Monitoring unterzogen werden sollten.

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Inhalt und Aufgaben

8. Die Inhalte wurden von einer Expertengruppe praktisch und akademisch tätiger Apotheker/innen im Rahmen des EU-Projektes „Standards of Continuing Professional Development: Education in Specific Fields of Pharmacy on the European Level“ zusammengestellt und werden seither regelmäßig aktualisiert.

„Alle Themen, die mir zum Seminarthema wichtig waren, wurden behandelt. [in %]“

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9. Die Inhalte werden im Zusammenspiel von praxisnah verfasstem Studienmaterial, weiterführender Literatur, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und Plenarforen erarbeitet.

„Die Materialien, Aufgaben und Fragestellungen waren insgesamt angemessen praxisorientiert. [in %]“

 

 

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Moderation und Betreuung

10. Während der vierwöchigen Kern-Seminarzeit sowie der Vor- und Nachbereitungswoche lenken eine Fachmoderatorin und eine lernorganisatorische Moderatorin den Lernprozess und stehen den Teilnehmenden als Ansprechpartner zur Verfügung: mit zielgerichteter Forenmoderation, individuellem Feedback zu Lösungen und Lösungsprozessen, der Beantwortung individueller Fragen und aktiver Hilfestellung bei der Lernorganisation.

„Wie beurteilen Sie die Qualität der fachlichen Moderation und Betreuung? [in %]“

„Wie beurteilen Sie die Qualität der lernorganisatorischen Moderation und Betreuung? [in %]“

 

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Abschließend

11. Alle Teilnehmenden wurden um eine Gesamteinschätzung der Seminare und des Fortbildungsformats gebeten:

„Mit welcher Gesamtnote (gemessen an klassischen Schulnoten) bewerten Sie das Seminar?“

Gesamtnote: 1,8 (Standardabweichung ± 0,4)

„Das Seminar ist durch die zeitliche Flexibilität und die Verzahnung mit der Berufspraxis als berufsbegleitende Fortbildung geeignet. [in%]“

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Wir danken allen Teilnehmenden, die die Evaluation und Qualitätssicherung durch ihre Beteiligung an der Abschlussbefragung ermöglicht haben.