Öfter mal den Eisenhaushalt untersuchen

Eine kürzlich erfolgte Auswertung von Registerdaten [1] zeigt: Knapp die Hälfte der untersuchten Herzinsuffizienz-Patienten hatte einen unerkannten Eisenmangel, knapp ein Fünftel sogar eine Anämie. Bei fast jedem zehnten Patienten lag beides vor. Nicht nur, dass Eisenmangel und Anämie mit eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit einhergingen, die verminderte Effizienz des Sauerstofftransports bedeutet auch eine zusätzliche Belastung des Herzens.

Daher sollte bei Patienten mit Herzinsuffizienz in regelmäßigen Abständen der Eisenstatus bestimmt und auf eine Anämie hin untersucht werden. Wichtige Laborparameter dafür sind: Ferritin, Transferrin und die Transferrinsättigung für den Eisenhaushalt bzw. Hämoglobin, MCV, MCH und Retikulozyten für die Anämie.

Ein Eisenmangel bei Patienten mit Herzinsuffizienz sollte per Eisensubstitution behandelt werden, anstatt mit Erythropoietin, da Letzteres ein erhöhtes Risiko für Thromboembolien bedeutet [2].

Quellen:

[1] S von Haehling et al.: Prevalence and clinical impact of iron deficiency and anaemia among outpatients with chronic heart failure: The PrEP Registry. Clin Res Cardiol (2017). doi:10.1007/s00392-016-1073-y

[2] ESC-Leitlinie „Diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure“ (2016)

Bildnachweis: © ap_i / Fotolia

Ein Gedanke zu „Öfter mal den Eisenhaushalt untersuchen

  1. Pingback: Newsletter Nr. 01/2017 | Campus Pharmazie

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir die folgenden Informationen registrieren: Für die Kommentarfunktion auf dieser Seite werden neben Ihrem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, Ihre E-Mail-Adresse und, wenn Sie nicht anonym posten, der von Ihnen gewählte Nutzername gespeichert. Weitere Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.