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Baldrian

Baldrian – wirklich eine sichere Empfehlung?

© Xuejun li | stock.adobe.comBaldrian enthält Valepotriate und Mono- und Sesquiterpen-haltige etherische Öle und reagiert mit dem GABA-Rezeptor. Deshalb wird er als Schlaf- und Beruhigungsmittel eingesetzt. Aber selbst dieses seit Jahrhunderten genutzte und wegen seiner guten Verträglichkeit und keinen beschriebenen Interaktionen gerne empfohlene Arzneimittel, kann in Einzelfällen zu hepatotoxischen Effekten führen, die mit einer Latenzzeit von drei bis zwölf Wochen auftreten. Die Leberschädigung ist zumeist moderat und verschwindet wenige Wochen nach Absetzen des jeweiligen Präparates wieder. Baldrian gehört damit auch weiterhin zu den nebenwirkungsarmen Empfehlungen, vorhersagen lassen sich diese Art der Reaktionen einzelner Patienten leider nicht. Informationen zur Hepatotoxizität von Wirkstoffen –chemisch definierten und pflanzlichen– findet man unter www.livertox.nih.gov.
für diesen Beitrag herzlichen Dank an Dr. C. Schäfer, Düsseldorf

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