Gesamtevaluation Seminare 2012

Im 2. Halbjahr 2012 nahmen insgesamt 49 Apothekerinnen und Apotheker an den Seminaren der Cap Campus Pharmazie GmbH teil. Die Teilnehmenden bewerteten jeweils das Seminar, an dem sie zwischen August und Dezember 2012 teilgenommen haben. Angeboten wurden die Themen: „Arzneimittelinteraktionen“, „Interpretation von Laborparametern“, „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ sowie „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“.

Der Fragebogenrücklauf betrug 80%, womit die Evaluation repräsentativ für die Gesamtgruppe ist. Hier sehen Sie die Darstellung aller abgefragten Daten mit kurzen Erläuterungen, jedoch ohne Kommentare oder Interpretationen. Der genaue Wortlaut der Fragen und der zu bewertenden Aussagen ist jeweils unter der zugehörigen Grafik genannt.

Abgefragt wurden die Bereiche:

Erläuterung zu den „trifft zu – trifft nicht zu-Fragen“:


Beruflicher Hintergrund

1. Das evaluierte Angebot der CaP Campus Pharmazie richtet sich an deutschsprachige approbierte Apotheker/innen aller Arbeitsumgebungen.

„Arbeiten Sie in einer Krankenhaus- oder in einer Offizinapotheke?“

2. Klinische Pharmazie ist erst seit 2001 Bestandteil des Pharmaziestudiums. Apotheker/innen, die nach 2006 das Zweite Staatsexamen absolviert haben, können auf Vorkenntnisse in Klinischer Pharmazie aus dem Studium zurückgreifen, während diejenigen, die schon länger im Beruf stehen, die größere Praxiserfahrung haben.

„War die klinische Pharmazie bereits Bestandteil Ihres Studiums?“

3. In den Seminaren tragen frisch approbierte und erfahrene Apotheker/innen mit ihrem unterschiedlichen Wissen und Erfahrungshorizont gleichermaßen zum Austausch bei.

„Berufserfahrung insgesamt in Jahren“

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Selbstmanagement der Teilnehmenden im Seminar

4. Teilnehmende können ihre Zeit innerhalb von gesetzten Intervallen frei einteilen. Je nach Vorkenntnissen, Interesse und Zeitbudget verbringen sie unterschiedlich lange im und mit dem Seminar.

„Wie viele Zeitstunden haben Sie PRO WOCHE für die Arbeit in diesem Seminar aufgewendet?“

5. Das reine online-Format erlaubt eine ortsflexible Teilnahme.

„Von wo aus haben Sie am Seminar teilgenommen, Studienmaterial gelesen oder Lösungen vorbereitet? (Mehrfachnennungen möglich)“

6. Ab einer Woche vor der inhaltlichen Seminar-Laufzeit haben die Teilnehmenden bereits Gelegenheit, sich auf der Lernplattform mit dem Seminaraufbau und den Funktionalitäten vertraut zu machen.

„Ich habe mich im Kurs schnell zurecht gefunden.“

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Lernziele

7. Neben den curricular verankerten Zielen bringen Teilnehmende auch eigene Schwerpunkte mit ein, die sich durch die Möglichkeiten des moderierten Austauschs in den Seminarablauf integrieren lassen.

„Meine eigenen Ziele für dieses Seminar habe ich erreicht.“

8. Jedes Seminar hat curricular verankerte Zielsetzungen. Das Erreichen der 6 – 8 übergeordneten Ziele wird in der Abschlussbefragung evaluiert.

Ein Beispiel aus dem Seminar Arzneimittelinteraktionen:
„Ich bin imstande, über die Notwendigkeit einer Intervention zu entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas auszusprechen, das klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.“

Bezogen auf alle 2012 angebotenen Seminare ergaben sich folgende Durchschnittswerte:


Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Arzneimittelinteraktionen“ (Durchlauf 1)

 

Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Arzneimittelinteraktionen“ (Durchlauf 2)

  • Ich sehe mich in der Lage, die verfügbaren Interaktionsdatenbanken adäquat als Hilfsmittel zu nutzen und relevante Informationen über Arzneimittelinteraktionen zu beschaffen.
  • Ich kann pharmakokinetische Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und von Arzneimitteln mit Nahrungsmitteln in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln erkennen.
  • Ich kann pharmakodynamische Interaktionen in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln identifizieren.
  • Ich kann mögliche Inkompatibilitäten in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln erkennen.
  • Ich bin imstande, die klinische Relevanz einer zu erwartenden oder bereits manifesten Interaktion oder Inkompatibilität korrekt zu beurteilen.
  • Ich kann das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Therapieschemas hinsichtlich der Arzneimittelinteraktionen einschätzen
  • Ich kann über die Notwendigkeit einer Intervention entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas aussprechen, welches klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.


Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Interpretation von Laborparametern“

  • Ich kann bewerten, welche Laborparameter in konkreten Situationen relevant sind.
  • Ich sehe mich in der Lage, unterschiedliche Laborparameter für dasselbe Organsystem (z.B. die Niere) zu bewerten und in ein klinisches Bild einzuordnen.
  • Ich kann in konkreten Situationen relevante Einflussfaktoren für Laborparameter benennen und bei der Interpretation der Labordaten angemessen einbeziehen.
  • Ich kann abschätzen, ob eine Pharmakotherapie z. B. aufgrund von veränderter Pharmakokinetik oder unerwünschter Wirkungen, die sich in Laborparametern zeigen, modifiziert werden muss.
  • Ich kann eine angemessene Empfehlung geben, ob bestimmte Parameter zum Zweck der Therapieoptimierung einem Monitoring unterzogen werden sollten.



Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“

  • Ich kann auf ausreichend verschiedene Quellen medizinisch-wissenschaftlicher Information zugreifen und bin der Lage, sie zu nutzen.
  • Ich sehe mich in der Lage, medizinische Originalliteratur zu einer arzneimittelbezogenen Fragestellung zu recherchieren.
  • Ich kann die Kriterien anwenden, die zur Beurteilung der Qualität von Veröffentlichungen wichtig sind.
  • Ich sehe mich in der Lage, arzneimittelbezogene Anfragen mithilfe der Recherche in geeigneten Informationsquellen adäquat zu beantworten.


Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen

  • Ich habe einen umfassenden Überblick über die therapierelevanten physiologischen Faktoren der besprochenen Patientengruppen.
  • Ich weiß, welche arzneimittelbezogenen Probleme bei Kindern relevant sind.
  • Ich kann die mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen angemessen einsetzen, um arzneimittelbezogene Probleme bei Kindern zu lösen.
  • Ich weiß, welche arzneimittelbezogenen Probleme in der Schwangerschaft und Stillzeit relevant sind.
  • Ich kann die mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen angemessen einsetzen, um arzneimittelbezogene Probleme in der Schwangerschaft und Stillzeit zu lösen.
  • Ich weiß, welche arzneimittelbezogenen Probleme bei geriatrischen Patienten relevant sind.
  • Ich kann die mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen angemessen einsetzen, um arzneimittelbezogene Probleme bei geriatrischen Patienten zu lösen.


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Inhalt und Aufgaben

9. Die Inhalte wurden von einer Expertengruppe praktisch und akademisch tätiger Apotheker/innen im Rahmen eines EU-Projektes zusammengestellt und werden seither regelmäßig aktualisiert.

„Alle Themen, die mir zum Seminarthema wichtig waren, wurden behandelt.“

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10. Die Inhalte werden im Zusammenspiel von praxisnah verfasstem Studienmaterial, weiterführender Literatur, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und Plenarforen erarbeitet.

„Das Studienmaterial hat mir einen leichten Einstieg in das jeweilige Thema ermöglicht und mein Wissen angemessen erweitert.“

„Die Materialien, Aufgaben und Fragestellungen waren insgesamt angemessen praxisorientiert.“

11. In drei Plenarforen von je einer Woche Dauer werden Fachdiskussionen zu übergreifenden und vertiefenden Fragestellungen moderiert durchgeführt.

„Der Austausch in den Plenarforen hat die Auseinandersetzung mit den dort diskutierten Themen vertieft.“

12. Eine komplexe Anwendungsaufgabe wird in Team von 3 – 5 Teilnehmenden über einen Zeitraum von zwei Wochen mit prozessbegleitendem Feedback gelöst.

„Die Aufgabenstellungen für Teams und die Diskussionen in den Teams waren hilfreich für die Erarbeitung der Inhalte.“

13. In einem Zeitraum von drei Wochen wird eine Einzelaufgabe gelöst, zu der die Teilnehmenden individuelles Feedback bekommen.

„Die Einzelaufgabe war hilfreich zur Vertiefung und als Anwendungsübung.“

13. Ein 20 Fragen umfassender Multiple Choice-Test prüft Wissen und Anwendung in engeren Kontexten ab.

„Der MC-Test bildete die Inhalte angemessen ab.“

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Moderation und Betreuung

14. Während der vierwöchigen Kern-Seminarzeit sowie der Vor- und Nachbereitungswoche lenken eine Fachmoderatorin und eine lernorganisatorische Moderatorin den Lernprozess und stehen den Teilnehmenden als Ansprechpartner zur Verfügung: zielgerichtete Forenmoderation, individuelles Feedback zu Lösungen und Lösungsprozessen, Beantwortung individueller Fragen, aktive Hilfestellung bei der Lernorganisation

„Wie beurteilen Sie die Qualität der fachlichen Moderation und Betreuung?“

„Wie beurteilen Sie die Qualität der lernorganisatorischen Moderation und Betreuung?“

15. Ein großer Teil der Seminargebühr dient der Finanzierung der intensiven Moderation.

„Könnte die Moderation zugunsten niedrigerer Kursgebühren aus Ihrer Sicht reduziert werden?“

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Abschließend

16. Alle Teilnehmenden wurden um eine Gesamteinschätzung der Seminare und des Fortbildungsformats gebeten:

„Mit welcher Gesamtnote (gemessen an klassischen Schulnoten) bewerten Sie das Seminar?“

„Das Seminar ist durch die zeitliche Flexibilität und die Verzahnung mit der Berufspraxis als berufsbegleitende Fortbildung geeignet.“

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Wir danken allen Teilnehmenden, die durch ihre Beteiligung an der Abschlussbefragung eine repräsentative Evaluation ermöglicht haben.