Gesamtevaluation Seminare 2015

Auch im Jahr 2015 nahmen Apothekerinnen und Apotheker vor allem aus öffentlichen und Krankenhausapotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Online-Seminaren der Cap Campus Pharmazie GmbH teil.

„Absolut empfehlenswert! Nicht nur zeitlich sehr flexibel – man kann auch eigene Akzente setzen und bestimmte Teilgebiete besonders intensiv bearbeiten.“

(Teilnehmerstimme aus der anonymen Evaluation)

 

Die 64 Teilnehmenden bewerteten jedes Seminar, an dem sie teilgenommen hatten, anonym. Die regelmäßige Evaluation dient als wichtige Qualitätssicherung und zur Weiterentwicklung der Seminare.

Statistisch signifikante Bewertungsunterschiede zwischen öffentlichen und Krankenhausapothekern oder zwischen Apothekerinnen und Apothekern mit und ohne Studienkenntnisse in Klinischer Pharmazie gab es nicht. Folgende Seminare wurden durchgeführt:„Arzneimittelinteraktionen“, „Interpretation von Laborparametern“, „Angewandte Pharmakokinetik„, „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen„, „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz„, „Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen“ und „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“.

Der Fragebogenrücklauf betrug 55% und bildete die tatsächliche Verteilung zwischen Apothekerinnen und Apothekern in öffentlichen und Krankenhausapotheken und anderen Arbeitsumgebungen in den Seminaren ab, womit die Evaluation als repräsentativ für die Gesamtgruppe gilt. Hier sehen Sie die Darstellung aller abgefragten Daten mit kurzen Erläuterungen, jedoch ohne Kommentare oder Interpretationen. Der genaue Wortlaut der Fragen und der zu bewertenden Aussagen ist jeweils unter der zugehörigen Grafik genannt.Abgefragt wurden die Bereiche:

 


Beruflicher Hintergrund

1. Das evaluierte Angebot der CaP Campus Pharmazie richtet sich an deutschsprachige approbierte Apotheker/innen aller Arbeitsumgebungen.

V2_Arbeitsumfeld_15

„Arbeiten Sie in einer Krankenhaus- oder in einer Offizinapotheke? Oder in einem anderen Umfeld?“

2. Klinische Pharmazie ist erst seit 2001 Bestandteil des Pharmaziestudiums. Apotheker/innen, die nach 2006 das Zweite Staatsexamen absolviert haben, können auf Vorkenntnisse in Klinischer Pharmazie aus dem Studium zurückgreifen, während diejenigen, die schon länger im Beruf stehen, die größere Praxiserfahrung haben.

V2_Klin-Pharm-Studium_15

„War die klinische Pharmazie bereits Bestandteil Ihres Studiums?“

Hinsichtlich der Zufriedenheit mit den Seminarelementen und dem Erreichen der Lernziele gab es zwischen Teilnehmenden aus öffentlichen vs. Krankenhausapotheken sowie Teilnehmenden mit vs. ohne Vorkenntnisse der Klinischen Pharmazie aus dem Studium keine statistisch signifikanten Unterschiede.

3. In den Seminaren tragen frisch approbierte und erfahrene Apotheker/innen mit ihrem unterschiedlichen Wissen und Erfahrungshorizont gleichermaßen zum Austausch bei.

V2_Berufserfahrung_15

„Berufserfahrung insgesamt in Jahren“

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Selbstmanagement der Teilnehmenden im Seminar

4. Teilnehmende können ihre Zeit innerhalb von gesetzten Intervallen frei einteilen. Je nach Vorkenntnissen, Interesse und Zeitbudget verbringen sie unterschiedlich lange im und mit dem Seminar.

V2_Zeitaufwand_15

„Wie viele Zeitstunden haben Sie PRO WOCHE für die Arbeit in diesem Seminar aufgewendet?“

5. Das reine Online-Format erlaubt eine ortsflexible Teilnahme.

V2_Lernorte_15

„Von wo aus haben Sie am Seminar teilgenommen, Studienmaterial gelesen oder Lösungen vorbereitet? (Mehrfachnennungen möglich)“

6. Ab einer Woche vor der inhaltlichen Seminar-Laufzeit haben die Teilnehmenden bereits Gelegenheit, sich auf der Lernplattform mit dem Seminaraufbau und den Funktionalitäten vertraut zu machen.

V2_imKursschnellzurechtgefunden_15

„Ich habe mich im Kurs schnell zurecht gefunden.“

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Lernziele

7. Neben den curricular verankerten Zielen bringen Teilnehmende auch eigene Schwerpunkte ein, die mit den Möglichkeiten des moderierten Austauschs in den Seminarablauf integriert werden.

V2_eigeneZieleerreicht_15

„Meine eigenen Ziele für dieses Seminar habe ich erreicht.“

8. Jedes Seminar hat curricular verankerte Zielsetzungen. Das Erreichen der sechs bis acht übergeordneten Ziele wird in der Abschlussbefragung evaluiert.

Ein Beispiel aus dem Seminar Arzneimittelinteraktionen:
„Ich bin imstande, über die Notwendigkeit einer Intervention zu entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas auszusprechen, das klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.“

Bezogen auf alle 2015 angebotenen Seminare ergaben sich folgende Durchschnittswerte:

V2_curriculareLernzieleerreicht_15

V2_AIA_15
Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Arzneimittelinteraktionen

  • Ich sehe mich in der Lage, die verfügbaren Interaktionsdatenbanken adäquat als Hilfsmittel zu nutzen und relevante Informationen über Arzneimittelinteraktionen zu beschaffen.
  • Ich kann pharmakokinetische Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und von Arzneimitteln mit Nahrungsmitteln in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln erkennen.
  • Ich kann pharmakodynamische Interaktionen in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln identifizieren.
  • Ich kann mögliche Inkompatibilitäten in einem gegebenen Therapieschema mit adäquaten Hilfsmitteln erkennen.
  • Ich bin imstande, die klinische Relevanz einer zu erwartenden oder bereits manifesten Interaktion oder Inkompatibilität korrekt zu beurteilen.
  • Ich kann das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Therapieschemas hinsichtlich der Arzneimittelinteraktionen einschätzen
  • Ich kann über die Notwendigkeit einer Intervention entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas aussprechen, welches klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.


V2_LAB_15

Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Interpretation von Laborparametern“

  • Ich kann bewerten, welche Laborparameter in konkreten Situationen relevant sind.
  • Ich sehe mich in der Lage, unterschiedliche Laborparameter für dasselbe Organsystem (z.B. die Niere) zu bewerten und in ein klinisches Bild einzuordnen.
  • Ich kann in konkreten Situationen relevante Einflussfaktoren für Laborparameter benennen und bei der Interpretation der Labordaten angemessen einbeziehen.
  • Ich kann abschätzen, ob eine Pharmakotherapie z. B. aufgrund von veränderter Pharmakokinetik oder unerwünschter Wirkungen, die sich in Laborparametern zeigen, modifiziert werden muss.
  • Ich kann eine angemessene Empfehlung geben, ob bestimmte Parameter zum Zweck der Therapieoptimierung einem Monitoring unterzogen werden sollten.


V2_PK_15
Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“

  • Ich verstehe die Bedeutung der Pharmakokinetik für die Dosisoptimierung.
  • Ich kann die Bedeutung pharmakokinetischer Parameter von Arzneistoffen erklären.
  • Ich kann Faktoren identifizieren, die einen Einfluss auf die Beziehung zwischen Dosis und Plasmakonzentration haben.
  • Ich kann die klinische Relevanz verschiedener Faktoren für die Pharmakokinetik von Arzneistoffen einschätzen.
  • Ich kenne die relevanten Fehlerquellen beim TDM und kann vor deren Hintergrund Arzneistoffspiegel interpretieren.
  • Ich kann Dosierungsschemata auf der Grundlage von pharmakokinetischen Kriterien und Patientendaten individualisieren.
  • Ich bin imstande, über die Notwendigkeit einer Intervention zu entscheiden und Empfehlungen bezüglich geeigneter Änderungen eines Therapieschemas auszusprechen, welches klinisch relevante Interaktionen beinhaltet.

V2_ALT_15
Curriculare Lernziele erreicht: Seminar „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen

  • Ich habe einen umfassenden Überblick über die therapierelevanten physiologischen Faktoren der besprochenen Patientengruppen.
  • Ich weiß, welche arzneimittelbezogenen Probleme bei Kindern relevant sind.
  • Ich kann die mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen angemessen einsetzen, um arzneimittelbezogene Probleme bei Kindern zu lösen.
  • Ich weiß, welche arzneimittelbezogenen Probleme in der Schwangerschaft und Stillzeit relevant sind.
  • Ich kann die mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen angemessen einsetzen, um arzneimittelbezogene Probleme in der Schwangerschaft und Stillzeit zu lösen.
  • Ich weiß, welche arzneimittelbezogenen Probleme bei geriatrischen Patienten relevant sind.
  • Ich kann die mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen angemessen einsetzen, um arzneimittelbezogene Probleme bei geriatrischen Patienten zu lösen.


V2_UAW_15

  • Ich kann die verschiedenen Typen unerwünschter Arzneimittelwirkungen beschreiben und ihnen Praxisbeispiele zuordnen.
  • Ich bin in der Lage, in einem Medikationsplan Ursachen für das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu identifizieren.
  • Ich kann entscheiden, welche unerwünschten Wirkungen ich in der Patientenberatung erwähnen sollte.
  • Ich kann in der Beratung angemessene Maßnahmen vorschlagen, um das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu vermeiden.
  • Ich kenne das nationale Pharmakovigilanz-System und bin in der Lage, daran aktiv teilzunehmen.
  • Ich kann Maßnahmen zur Verhinderung von Medikationsfehlern beurteilen.

V2_ELI_15

  • Ich kenne die Indikatoren, an denen Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankungen erkennbar sein können.
  • Ich kann erklären, wie sich Nieren- und Lebererkrankungen bzw. genetische Polymorphismen auf die Pharmakotherapie auswirken.
  • Ich kann erkennen, ob die Nieren- oder Leberfunktion bzw. genetische Polymorphismen für die Therapie mit einem bestimmten Wirkstoff berücksichtigt werden müssen.
  • Ich kann einen angemessenen Dosierungsvorschlag für einen Patienten mit Niereninsuffizienz machen.
  • Ich kann einen angemessenen Dosierungsvorschlag für einen Patienten mit Lebererkrankung machen.

V2_LIT_15

  • Ich kann auf ausreichend verschiedene Quellen medizinisch-wissenschaftlicher Information zugreifen und bin der Lage, sie zu nutzen.
  • Ich sehe mich in der Lage, medizinische Originalliteratur zu einer arzneimittelbezogenen Fragestellung zu recherchieren.
  • Ich kann die Kriterien anwenden, die zur Beurteilung der Qualität von Veröffentlichungen wichtig sind.
  • Ich sehe mich in der Lage, arzneimittelbezogene Anfragen mithilfe der Recherche in geeigneten Informationsquellen adäquat zu beantworten.
  • Ich kann eine angemessene Empfehlung geben, ob bestimmte Parameter zum Zweck der Therapieoptimierung einem Monitoring unterzogen werden sollten.

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Inhalt und Aufgaben

9. Die Inhalte wurden von einer Expertengruppe praktisch und akademisch tätiger Apotheker/innen im Rahmen des EU-Projektes „Standards of Continuing Professional Development: Education in Specific Fields of Pharmacy on the European Level“ zusammengestellt und werden seither regelmäßig aktualisiert.

V2_allewichtigenThemenbehandelt_15

„Alle Themen, die mir zum Seminarthema wichtig waren, wurden behandelt.“

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10. Die Inhalte werden im Zusammenspiel von praxisnah verfasstem Studienmaterial, weiterführender Literatur, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und Plenarforen erarbeitet.

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„Das Studienmaterial hat mir einen leichten Einstieg in das jeweilige Thema ermöglicht und mein Wissen angemessen erweitert.“

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„Die Materialien, Aufgaben und Fragestellungen waren insgesamt angemessen praxisorientiert.“

11. In drei Plenarforen von je einer Woche Dauer werden Fachdiskussionen zu übergreifenden und vertiefenden Fragestellungen moderiert durchgeführt.

V2_Plenarforen-auseinandersetzung vertieft_15

„Der Austausch in den Plenarforen hat die Auseinandersetzung mit den dort diskutierten Themen vertieft.“

12. Eine komplexe Anwendungsaufgabe wird in Team von 3 – 5 Teilnehmenden über einen Zeitraum von zwei Wochen mit prozessbegleitendem Feedback gelöst.

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„Die Aufgabenstellungen für Teams und die Diskussionen in den Teams waren hilfreich für die Erarbeitung der Inhalte.“

13. In einem Zeitraum von drei Wochen wird eine Einzelaufgabe gelöst, zu der die Teilnehmenden individuelles Feedback bekommen.

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„Die Einzelaufgabe war hilfreich zur Vertiefung und als Anwendungsübung.“

14. Ein 20 Fragen umfassender Multiple Choice-Test prüft Wissen und Anwendung über den gesamten Seminarinhalt hinweg ab.

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„Der MC-Test bildete die Inhalte angemessen ab.“

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Moderation und Betreuung

15. Während der vierwöchigen Kern-Seminarzeit sowie der Vor- und Nachbereitungswoche lenken eine Fachmoderatorin und eine lernorganisatorische Moderatorin den Lernprozess und stehen den Teilnehmenden als Ansprechpartner zur Verfügung: mit zielgerichteter Forenmoderation, individuellem Feedback zu Lösungen und Lösungsprozessen, der Beantwortung individueller Fragen, aktiver Hilfestellung bei der Lernorganisation.

V2_Quali-Fachmoderation_15

„Wie beurteilen Sie die Qualität der fachlichen Moderation und Betreuung?“

V2_Quali-Lernorganisation_15

„Wie beurteilen Sie die Qualität der lernorganisatorischen Moderation und Betreuung?“

16. Ein großer Teil der Seminargebühr dient der Finanzierung der intensiven Moderation.

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„Könnte die Moderation zugunsten niedrigerer Kursgebühren aus Ihrer Sicht reduziert werden?“

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Abschließend

17. Alle Teilnehmenden wurden um eine Gesamteinschätzung der Seminare und des Fortbildungsformats gebeten:

„Mit welcher Gesamtnote (gemessen an klassischen Schulnoten) bewerten Sie das Seminar?“

Gesamtnote: 1,7 (Standardabweichung ± 0,7)

„Das Seminar ist durch die zeitliche Flexibilität und die Verzahnung mit der Berufspraxis als berufsbegleitende Fortbildung geeignet.“

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Wir danken allen Teilnehmenden, die durch ihre Beteiligung an der Abschlussbefragung eine repräsentative Evaluation ermöglicht haben.

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