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Herzlich Willkommen: In diesem ersten Newsletter möchten wir Sie mit unserem Angebot moderierter online-Seminare für Apothekerinnen und Apotheker in Klinischer Pharmazie bekannt machen. Wir – das sind Mediendidaktikerin Jasmin Hamadeh (links) und Apothekerin Dr. Dorothee Dartsch (rechts). Gleichzeitig informieren wir Sie heute über aktuelle inhaltliche sowie lerntechnologische Diskussionen, vor deren Hintergrund wir unser Seminar-Angebot entwickelt haben.
Apotheke und Klinische Pharmazie: „Jeder Dollar Investition in pharmazeutische Dienstleistungen bringt vier Dollar Einsparung im Gesundheitswesen“ – so lautet die Begründung eines aktuellen US-amerikanischen Berichts für die Forderung nach Anerkennung und serviceorientierter Entlohnung der Apotheker. Klinische Pharmazie ist in den USA der zentrale Schwerpunkt in Aus-, Fort- und Weiterbildung. Lesen Sie mehr darüber hier (Link zum Blog-Artikel)
Seminarangebot: Dem Bedarf an Fortbildung in Klinischer Pharmazie möchten wir mit unserem Seminarangebot begegnen: Unsere Seminare basieren auf einem international erarbeiteten universitären Curriculum und umfassen Themen wie Laborparameter, Interaktionen, Eliminationsstörungen und Therapie für Patienten besonderer Altersgruppen. Zu Informationen über die Seminarinhalte und -Ziele sowie zu den Terminen.
Zertifiziert und akkreditiert: Teilnehmerschutz und Qualität unseres didaktischen Konzepts wurden von der Zentralstelle für Fernunterricht staatlich bestätigt – im Rahmen der Zertifizierung des Seminars „Arzneimittel-Interaktionen“. Zusätzlich wird für jeden Kurs die Akkreditierung der BAK beantragt, damit Fortbildungspunkte vergeben werden können. Für alle ZFU-zertifizierten Seminare nehmen wir ab sofort Anmeldungen entgegen, für alle anderen können Sie sich vormerken lassen.
Technologie-Trends in der akademischen Bildung: Der diesjährige – weltweit renommierte – „Horizon Report“ ist soeben auf Deutsch erschienen. Als Schlüsseltrends für die kommenden fünf Jahre identifiziert er u. a. die Notwendigkeit eines Miteinanders von Leben, Arbeiten und Lernen, die Profitabilität „kollektiver Intelligenz“ (z. B. durch Teamarbeit und Kommunikation) sowie den nachhaltigen Nutzen problemorientierten aktiven Lernens. Mit unserem Fortbildungsformat greifen wir diese Trends auf. „Vereinbarkeit“ sowie nachhaltiger Praxisbezug sind unsere Kernanliegen. Mehr dazu in unserer Leitidee.
Kaum technischer Aufwand: Bei aller Aufgeschlossenheit für neue Technologien: Wir freuen uns, dass wir unser Konzept auf der Lernplattform Moodle so umsetzen können, dass für die Seminar-Teilnahme ein internetfähiger Rechner und durchschnittliche Computerkenntnisse ausreichen.
Campus Pharmazie freut sich auf Sie
und wünscht frohe Ostern!
Das vierteljährlich erscheinende Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (Link) informiert aus den beiden Bundesoberbehörden BfArM und PEI zu aktuellen Aspekten der Risikobewertung von Arzneimitteln.
Für uns Apotheker besonders aktuell: Neue Erkenntnisse zu Umckaloabo®
Umckaloabo® enthält Wurzelextrakte aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides), die schon seit längerer Zeit im (bisher unbewiesenen) Verdacht stehen, UAW an der Leber hervorzurufen.
Im Rahmen eines seit Oktober 2011 laufenden Stufenplanverfahrens wird derzeit die verfügbare Literatur zusammengetragen und erneut ausgewertet. Der Verdacht stützt sich auf in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen aufgetretene Fälle von erhöhten Leberenzymen sowie mittlerweile 30 UAW-Meldungen (11 Hepatitis-, 8 Ikterusfälle und 3 Fälle von nicht näher bezeichneter Leberschädigung). Ein kausaler Zusammenhang zwischen Umckaloabo® und diesen UAW lässt sich wegen der gleichzeitigen Einnahme weiterer Arzneimittel mit hepatotoxischem Potenzial sowie der fehlenden Spezifität der Symptome (Hepatitiden beispielsweise können auch viral bedingt sein) nicht eindeutig herstellen, ist aber auch nicht auszuschließen.
Für einen kausalen Zusammenhang sprechen v.a.:
- ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Einnahme und Auftreten der Symptome
- das Abklingen von Symptomen nach Absetzen des Arzneimittels
- das Fehlen anderer Ursachen (Co-Medikation, Infektionen etc.)
Weitere Fälle von leberspezifischen UAW nach Einnahme von Umckaloabo® sollten gemeldet werden, um die Datenlage zu verbessern. Da es sich um ein OTC-Präparat handelt, sind hier in erster Linie wir Apotheker gefragt.
Der Pharmakovigilanz-Meldebogen für solche Beobachtungen kann hier vom BfArM heruntergeladen werden. Es handelt sich um lediglich eine Seite, die auszufüllen ist.
Ausfüllen und Einsenden ist auch online möglich.
Weitere Themen des aktuellen Newsletters sind u.a.:
- psychiatrische UAW von Montelukast in der Asthmatherapie (mit Fokus auf die Gruppe der Kinder und Jugendlichen)
- eventuell erhöhte Mortalität nach Behandlung mit Somatropin wird derzeit in einer europaweiten Studie untersucht
- Besonderheiten von Adsorbat-Impfstoffen: Ausflockungen sind keine Qualitätsmängel sondern produkttypisch: Diese Impfstoffe enthalten feine Partikel aus mit Antigen besetzten Aluminiumverbindungen, die während der Lagerung sedimentieren. Durch kräftiges, manchmal längeres Aufschütteln lässt sich wieder eine homogene Suspension herstellen. Diese Impfstoffe dürfen nicht eingefroren werden.
Wir freuen uns weitergeben zu können:
Das Seminar „Arzneimittel-Interaktionen“ ist unter Zulassungsnr. 7240112 zertifiziert von der Zentralstelle für Fernunterricht. Und damit haben wir auch staatlicherseits grünes Licht unter anderem für den Teilnehmerschutz unseres Angebots sowie für das didaktisches Konzept unserer bewährten moderierten online-Seminare zu Klinischer Pharmazie.
Nach dem Erfolg des „Prototypen“ gehen nun die weiteren Seminare zur Zertifizierung. Anfang April wird der Seminarplan 2012 veröffentlicht. Die maximale Teilnehmerzahl pro Seminar beträgt zwanzig, um einen konzentrierten und intensiv moderierter Austausch zu gewährleisten. Bei Interesse können Sie sich per Mail gern vormerken lassen.
Die orale Zytostatikatherapie ist für den Patienten komfortabler als die parenterale. Dies ist umso wichtiger, je erfolgreicher die palliative Krebstherapie wird.
Welche Aspekte sind in der Versorgung zu beachten, damit die orale Chemotherapie sicher abläuft?
- Adhärenz/Compliance: Ist hier besonders kritisch, weil a) der Therapieerfolg entscheidend von der Kontinuität der Therapie abhängt, b) auch orale Zytostatika unerwünschte Wirkungen auslösen (s.u.), c) viele orale Zytostatika aktuell sehr teuer sind. Lt. Einer aktuellen Publikation sind drei Dimensionen der Adhärenz für den onkologischen Therapieerfolg entscheidend: der prozentuale Anteil der korrekten Einnahmen, die Dauer der Therapie und das korrekte Timing der Einnahme [„Assessment and measurement of adherence to oral antineoplastic agents“ Spoelstra&Given, Semin Oncol Nurs. 2011 May;27(2):116-32].
- Einnahmehinweise: In den meisten Fachinformationen ist die Empfehlung „Einnahme nüchtern“ zu lesen. Diese Empfehlung beruht entweder auf bekannten Nahrungsmittelinteraktionen (z.B. bei Nilotinib) oder auf fehlenden Studiendaten zur gleichzeitigen Einnahme mit Nahrung. Da die Verträglichkeit oraler Zytostatika oft besser ist, wenn sie nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden, sollte im Einzelfall geprüft werden, ob die nüchterne Einnahme faktisch begründet ist oder nicht.
- Interaktionen: Die Tyrosinkinaseinhibitoren („Nibs“) werden überwiegend über CYP-Enzyme abgebaut und können diese inhibieren. Daraus resultieren zahlreiche relevante Interaktionen mit anderen CYP-Substraten, -Inhibitoren und –Induktoren. Auch im pharmakodynamischen Bereich kann es zu Interaktionen, z.B. synergistischer QT-Zeit-Verlängerung kommen.
- UAW: Bei oralen Zytostatika, die zur Gruppe der Tyrosinkinaseinhibitoren gehören, stehen UAW an Haut und Schleimhäuten im Vordergrund. Allgemein gilt: Werden Patienten zu den UAW nicht im Vorfeld kompetent beraten, kann die Adhärenz stark beeinträchtigt sein.
- Gefährdung anderer: Es versteht sich eigentlich von selbst, dass Packungen mit Zytostatika so aufbewahrt werden müssen, dass keine Verwechslungen geschehen und dass sie nicht in die Hände von Kindern gelangen können.
- Umweltbelastung: Zytostatika können auch in der Umwelt „UAW“ hervorrufen, z.B. die Bakterien in Klärwerken dezimieren. Sie gelangen einerseits durch die Ausscheidung unveränderter Wirkstoffe dorthin, was sich momentan kaum verhindern lässt, aber auch (bei fehlender Adhärenz oder Verordnung zu großer Packungen) über den Müll. Kein Arzneimittel gehört ins Abwasser! Der bessere Weg ist die Verbrennung mit dem Hausmüll. Auch bei der Entsorgung muss eine Gefährdung anderer ausgeschlossen sein.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass orale Zytostatika per se Arzneimittel mit einem hohen Erklärungs- und Beratungsbedarf sind. Neben der des behandelnden Arztes ist hier die Kompetenz des Apothekers gefragt. Eine Hilfestellung in der Beratung von Patienten in oralen Zytostatikatherapien gibt die DGOP-Kampagne „Orale Zytostatikatherapie – sicher und effektiv durch gemeinsame Beratung“, die sicherlich den meisten von Ihnen bekannt ist. Sie können sich in dieser Kampagne aktiv als Referent(in) beteiligen oder auch Ihre Kompetenz als Kursteilnehmer(in) ausbauen. (Um Missverständnissen vorzubeugen: Weder sind wir an den Oralia-Kursen der DGOP noch ist die DGOP an unseren Seminaren beteiligt.)
Mit kollegialem Gruß,
Dorothee Dartsch

Wie jedes Jahr findet auch in diesem am letzten Januar-Wochenende der Norddeutsche Zytostatika-Workshop NZW statt. In diesem Jahr sogar sage und schreibe zum 20. Mal!
Zum 20. Mal wird also Harburg, im südelbischen Hamburg gelegen, zum Treffpunkt für onkologisch interessierte Apothekerinnen und Apotheker, Ärztinnen und Ärzte, PTAs und pharmazeutische Unternehmen aus dem In- und Ausland.
Das Programm ist umfangreich. Aktuell zähle ich vier verschiedene Zertifikatskurse, 19 Workshops zu unterschiedlichen Themen, 23 Vorträge, drei Satelliten-Symposien und ein interaktives berufspolitisches Forum. Zusätzlich finden Info-Veranstaltungen zur Oralia Initiative der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) statt. Hier sind Apotheken aufgerufen, sich zu beteiligen, um die Beratung von Krebspatienten zu optimieren, die mit oral einzunehmenden Zytostatika behandelt werden.
Der parallel angebotene PTA-Kongress umfasst sieben Vorträge und drei Workshops. Nach aktuellem Stand tragen 93 Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Europa und Übersee zum Gelingen dieser Veranstaltungen bei.
Ich muss sagen, es ist eine organisatorische Meisterleistung, dieses informative und hochkarätige Fortbildungsangebot zu realisieren. Dazu gratuliere ich Klaus Meier, dem Präsidenten der DGOP, und seinem Team sehr herzlich. Vielen Dank!
Ich freue mich auf den Kongress und berichte später von den Highlights.
Herzliche Grüße,
Dorothee Dartsch
Bildnachweis: © geralt | pixabay
Wie auch die Campus Pharmazie GmbH befindet sich diese Homepage im Aufbau.
Der Start der ersten Seminare ist für das zweite Quartal 2012 geplant.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns gern eine e-Mail: info(at)campus-pharmazie.de





