Zum Inhalt springen
Blog

Blog

Aktuelles aus der Welt der Klinischen Pharmazie

© praetorianphoto | iStock

Wollen Sie immer auf dem neusten Stand der Dinge sein? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter.

Einblicke in den ersten „Campus-Tag“: Fünfzehn engagierte Kolleginnen und Kollegen kamen am 11.08.12 unserer Einladung zum „Campus-Tag“ in der Hamburger Innenstadt nach. Illustrierende Einblicke haben wir in unserem Blog für Sie zusammengestellt.

Der nächste „Campus-Tag“ findet am 20.10.12 statt. Melden Sie sich gern schon an.

Unerwünschte Wirkung von Statinen am Auge:Neue Hinweise auf die alte Befürchtung, dass Statine das Risiko eines Grauen Stars erhöhen, gibt eine aktuelle retrospektive Auswertung der Daten von Patienten einer universitären Augenklinik.

Warum die Studie kein Anlass einer zurückhaltenderen Anwendung von Statinen in der kardiovaskulären Prävention sein sollte, lesen Sie in unserem Blog.

Sehr reger Start in den Seminaren „Laborparameter“ und „Arzneimittelinteraktionen:Seit dem 16.08. sind die Teilnehmer inhaltlich „bei der Arbeit“ und tauschen sich jetzt gerade – mit bemerkenswertem Engagement – in den ersten Forendiskussionen u. a. zu Fallbeispielen aus.

Dank einer bewährten Lernplattform und eines „Laufzettels“, der für ein aktives und effizientes Kennenlernen der Plattform und des Seminarkonzeptes erstellt wurde, verlief der inhaltliche Auftakt ungetrübt von technischen Fragestellungen.

In die vorgegebenen Aufgaben fließen gerade sehr spannende ‚ungeklärte Fälle‘ der Teilnehmenden ein, die intensiv diskutiert werden und zur Illustration der Seminarthemen beitragen.

„Grundlagenrabatt“ im Baukastenprinzip der Campus-Pharmazie-Seminare: „Interpretation von Laborparametern“ und „Arzneimittelinteraktionen“ bilden zusammen mit „Angewandte Pharmakokinetik“ und „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“ die Grundlagenseminare.

Sie sind die Basis für eine Reihe von Aufbauseminaren, zu denen das Seminar „Onkologie“ im nächsten Jahr den Auftakt macht.

Als „Grundlagenrabatt“ bieten wir Teilnehmern, die drei der Seminare absolviert haben, das vierte für 25% der regulären Gebühr an.

Parallel dazu gibt es Themenseminare, die unabhängig von Grundlagen- oder Aufbauseminaren besucht werden können: Aktuell sind das „Medizinische Literaturrecherche“ sowie „Patienten besonderer Altersgruppen„, 2013 wird das Angebot um „Patienten mit Eliminationsstörungen“ ergänzt.

Angewandte Pharmakokinetik” und “Medizinische Literaturrecherche” starten am 11.10.12: Und da der Herbst schneller kommt als man denkt, hier der Hinweis auf die Seminare, die im Oktober beginnen:

Für die genannten Seminare können Sie sich noch bis zum 20.09.12 anmelden. Sie erhalten jeweils bis zu 26 Fortbildungspunkte der Kammer. */

Igel in der Krebstherapie?Der Hedgehog (engl. Igel) Pathway wird mit einer Reihe von Krebserkrankungen in Verbindung gebracht, darunter Tumoren der Lunge, Speiseröhre, Pankreas und Prostata. Mit Vismodegib (Erivedge®) wurde Anfang des Jahres in den USA der erste Hedgehog Pathway Inhibitor zur Behandlung des Basalzellkarzinoms zugelassen.

In Europa ist die Behandlung derzeit nur im Rahmen einerPhase II-Studie der Firma Roche möglich.

Zugang zu einem Demo-Seminar: Wir haben ein Demo-Seminar eingerichtet, das an konkreten Bespielen den Aufbau der Seminare auf der Lernplattform zeigt und zum Ausprobieren einlädt.

Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie für einen Einblick die Zugangsdaten bekommen möchten.

Es grüßen Sie inmitten
lebhafter Forendiskussionen

Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation),
Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)

Newsletter als PDF-Datei

Und weil der erste Campus-Tag eine schöne Sache war – planen wir mit Freude gleich den zweiten:

Am Sonnabend, den 20.10.2012 laden wir Sie herzlich zum „Campus-Tag“ in die Hamburger Innenstadt ein, um eine Einführung in unsere moderierten online-Seminare zur Klinischen Pharmazie zu geben.

Die Veranstaltung wird bei der Apothekerkammer Hamburg mit fünf Fortbildungspunkten akkreditiert.

In einem „echten“ Treffen führen wir – Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie) und Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation) – Seminar-Teilnehmer und Interessierte entlang einer Fallbearbeitung durch den typischen Ablauf der Campus Pharmazie-Seminare.

Denn durch selbst Machen gewinnt man am besten einen Eindruck!

Deshalb erleben Sie am Campus-Tag von 11 – 15 Uhr:

  • wie alle profitieren, wenn man einen praktischen Fall mit Kolleginnen und Kollegen zusammen bearbeitet
  • wie sich die Zusammenarbeit auf einer Lernplattform online gestaltet
  • wie verschiedene Elemente eines online-Seminars ineinander greifen
  • und wie man das realistisch zeitlich einplanen kann.

Dabei bekommen Sie gleichzeitig einen Eindruck, welche Vorteile die online-Seminare im Hinblick auf zeitliche und räumliche Flexibilität mit sich bringen – und auch auf die Übertragung des Gelernten in die Berufspraxis.

Als Geschäftsführerinnen und Seminar-Moderatorinnen möchten wir dabei auch die Gelegenheit nutzen, uns vorzustellen und Ihnen vis-à-vis Frage und Antwort zu stehen. Und nach dem Informieren und Erleben lädt die Mönckebergstraße zu einem Bummel ein.

Also vormerken:
Campus-Tag, 20.10.2012, 11 – 15 Uhr, Hamburg, Mönckebergstraße
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, für Getränke und einen Imbiss ist gesorgt. Informationen zu Anschrift und Anfahrt bei Anmeldung.

Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

Am 11.08. haben wir Interessierte und Teilnehmer der aktuellen Seminare zum „Campus-Tag“ in die Hamburger Innenstadt eingeladen:

Ein herrlicher Sommertag – in schöner Umgebung

Die Teilnehmenden

Mit fünfzehn engagierten Apothekerinnen und Apothekern aus Hamburg und Umland, dem Emsland, Berlin, Hannover, Erlangen und München haben wir vier sehr anregende Stunden verbracht. Die Kolleginnen und Kollegen aus öffentlichen und aus Krankenhausapotheken, Berufsverbänden, Inhaber und Angestellte, Voll- und Teilzeit-Kräfte trugen konstruktiv ihre unterschiedlichen Perspektiven zur inhaltlichen Arbeit – aber auch zur Diskussion des Seminarkonzepts bei:

   

Das Konzept

Da „Selbst Machen“ im Fokus des „Campus-Tages“ stand, lösten die Teilnehmenden in Einzelaufgaben, in moderierten Teams und in einer Plenardiskussion ein exemplarisches Fallbeispiel.

Frau P.R., 69 Jahre alt, neu diagnostizierte Typ2-Diabetikerin, deutlich übergewichtig (BMI 38,7kg/m²; 109,2kg Körpergewicht) soll mit… (Hier finden Sie das vollständige Fallbeispiel)

Auf ihren eigenen Laptops, Netbooks, Smartphones etc… konnten die Teilnehmenden über WLAN sehen und ausprobieren, wie diese Seminararbeit online auf der Lernplattform aussieht…

 

Sie erfuhren auch, was man am effektivsten in konzentrierter Einzelarbeit lernt und wie das in den online-Seminaren umgesetzt wird:

Die Besucher erlebten, wo es Sinn macht, dass alle Beteiligten zu einer Fragestellung beitragen: im „echten Leben“ – wie auch online in Plenarforen.

 

Es war eine Freude zu sehen, wie engagiert und kompetent die Besucher in die inhaltliche Arbeit eingestiegen sind – aber auch, wie interessiert sie nachvollzogen haben, wie das Seminarkonzept der Campus Pharmazie aufgebaut ist, wie es auf der Lernplattform umgesetzt ist und welche Herausforderungen und Vorteile es für sie individuell bedeutet.

Rückmeldungen

Bei der Frage nach ihrer individuellen Einschätzung zeigte sich, dass einige Besucher skeptisch waren, ob sie ein Seminar zeitlich bewältigen können. Andererseits schätzten sie die zeitliche Flexibilität sehr – vor allem in Kombination mit verbindlichen Enddaten für einzelne Aktivitäten. Einige äußerten die Sorge, dass Teamarbeit online evtl. schwer effektiv umzusetzen sei. Gleichzeitig wurde der Wert der kontinuierlichen Moderation hoch eingeschätzt, die u.a. die Teamarbeit erleichtert und für fachlich umfassende Lösungen sorgt.

Sehr positive Rückmeldung bezog sich auf den Praxisbezug und die Anwendungsorientierung des Konzeptes. In dem Zusammenhang wurde auch der kollegiale Austausch und die Möglichkeit zur Vernetzung als deutliches Plus bewertet.

Kosten-Nutzen Verhältnis

Auch die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der Seminare wurde diskutiert. Dabei hat uns natürlich sehr gefreut, dass aus dem Teilnehmerkreis selbst der Vergleich zu dem ein oder anderen ‚vor Ort-Seminar‘ gezogen wurde – mit der Schlussfolgerung, dass in Anbetracht der mindestens 32 Stunden effektiver Lernzeit die Seminargebühr nicht überdurchschnittlich ist, vor allem, wenn man zeitlichen und finanziellen Aufwand durch Reisen zum Fortbildungsort mit bedenkt.

Die Fragen und Anregungen nehmen wir u. a. mit auf in unsere Seminar-Evaluationen und werden Sie darüber auf dem Laufenden halten, wie die Teilnehmenden der aktuellen Seminare diese Punkte einschätzen und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Für den „Campus-Tag“ haben wir einen Demo-Seminar auf der Lernplattform eingerichtet, das das Seminarkonzept an konkreten Beispielen deutlich macht. Bei Interesse fragen Sie uns gern nach den Zugangsdaten.

Allen Besuchern noch einmal herzlichen Dank für Ihr engagiertes Mitmachen. Allen anderen Interessierten wünschen wir weiterhin großen Fortbildungshunger. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen Appetit machen können…

Der nächste „Campus-Tag“ findet am 20.10.2012 statt.  Melden Sie sich gern schon an…

Über Rückmeldungen, Anregungen und Fragen freuen sich
Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie) und
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Unser besonderer Dank geht an Dr. Marion Bruhn-Suhr, die für Besucherfragen zu den Erfahrungen der Seminare an der Universität Hamburg zur Verfügung stand – und die für uns so schöne und lebendige Fotos von der Veranstaltung gemacht hat.

und heute der offizielle Startschuss für die Anmeldungen zu den Seminaren „Angewandte Pharmakokinetik“ und „Medizinische Literaturrecherche„;
Laufzeit Do 11.10. bis Mi 07.11.2012

Für beide Seminare liegen die Zulassungen der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) sowie die Akkreditierungen der Bundesapotheker vor. Sie erhalten für die Seminare jeweils bis zu 26 Fortbildungspunkte.

Aus didaktischen und organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich – und natürlich stehen wir bei Fragen immer gern zur Verfügung.

Aus aktuellem Anlass auch noch einmal der Hinweis auf Fördermöglichkeiten für die Teilnahme an unseren Seminaren: Etliche Teilnehmer konnten bereits von öffentlichen Förderungen in Höhe bis zu 50% der Seminargebühren profitieren.

Schon als Statine erstmals zugelassen wurden, gab es Befürchtungen, dass ihre Anwendung das Risiko eines Grauen Stars erhöhen könnten, weil Cholesterol ein wichtiger Bestandteil der Linsenmembran ist und für die Transparenz der Linse sorgt. Mit der zunehmenden Anwendung wurden diese Bedenken jedoch zerstreut.

Nun gibt es infolge einer Studie neue Hinweise auf eine solche unerwünschte Wirkung von Statinen: Machan et al.1  untersuchten retrospektiv knapp 6400 Patientenakten von Patienten, die zwischen Januar 2007 und Januar 2008 eine universitäre Augenklinik besuchten, und entnahmen Daten zur Katarakt-Diagnose und –Therapie, Diabetes mellitus, Statintherapie und demografischen Parametern.

Von den eingeschlossenen Patienten erhielten 738 eine Statintherapie, etwa ein Drittel von ihnen waren Typ 2-Diabetiker. Letztere haben bereits infolge ihrer Erkrankung ein um 86% erhöhtes Katarakt-Risiko. Auch in der Gruppe der Statin-Patienten war die Wahrscheinlichkeit einer Katarakt-Diagnose (nach Korrektur für Alter, Geschlecht, Rauchen, Hypertonie und Diabetes) mit einem Odds Ratio von 1.57 (95%-CI 1.15–2.13), also um 57% erhöht.

Sollten Statine also zurückhaltender verordnet werden? Sollten Patienten die ihnen verordneten Statine besser nicht einnehmen?

Der wichtigste Aspekt, der in dieser Frage berücksichtigt werden sollte, ist die Nutzen-Risiko-Abwägung: Der Nutzen besteht in der relativ gut abgesicherten Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen mit oft sehr einschneidenden bis tödlichen Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das hier beschriebene Risiko (es gibt natürlich auch noch weitere Risiken) ist die Einschränkung bzw. der Verlust der Sehfähigkeit – ohne Frage ebenfalls ein sehr einschneidendes Ereignis.

Die Studie von Machan et al. weist aber einige Limitationen auf, die einen Verzicht auf Statine aufgrund der möglichen okulären Risiken als nicht gerechtfertigt erscheinen lassen: Zum einen handelt es sich um eine retrospektive Erhebung, aus der per se kein kausaler Zusammenhang abgeleitet werden kann. Zum anderen wurde jegliche Linsentrübung als Katarakt-Diagnose akzeptiert, unabhängig davon, ob sie den Patienten beeinträchtigte geschweige denn einen chirurgischen Eingriff notwendig machte. Katarakt-Patienten wurden also sehr sensitiv identifiziert, so dass das Risiko in dieser Studie tendenziell eher überschätzt werden dürfte.

Noch wichtiger: Es gibt auch gute Hinweise, dass Statine aufgrund ihrer antientzündlichen Wirkung einen protektiven Effekt haben. So zeigten u.a. Tan et al.2  in einer prospektiven Kohortenstudie (!) an 2.335 Patienten, dass eine Statintherapie das Kataraktrisiko um rund 50% senkte (hazard ratio 0,52; 95%-CI 0.29-0.93).

Insofern müssen die oben aufgeworfenen Fragen für Patienten mit nachgewiesener Hypercholesterolämie mit ’nein‘ beantwortet werden. Zurückhaltung ist dagegen sicher bei Patienten geboten, deren Cholesterolspiegel nicht erhöht ist: Statine hätten dort ihr typisches Nebenwirkungspotenzial, der Nutzen hinsichtlich kardiovaskulärer Erkrankungen fehlt jedoch.
Quellen:

1 CM Machan et al.: Age-Related Cataract Is Associated with Type 2 Diabetes and Statin  Use. Optom Vis Sci 2012; 89:1165–1171

2 JS Tan et al.: Statin use and the long-term risk of incident cataract: the Blue Mountains Eye Study. Am J Ophthalmol. 2007; 143(4):687-9

Ergänzung am 16. September 2013:

Auf dem Jahreskongress der europäischen Kardiologen wurde das Ergebnis einer neuen Metaanalyse von 14 Studien mit 2,4 Millionen Patienten zur Entwicklung des grauen Stars unter Statintherapie vorgestellt: Patienten unter Statinen hatten ein um 20% geringeres Risiko, einen grauen Star zu entwickeln (Prof. John B. Kostis, Robert Wood Johnson Medical School in New Brunswick, ESC-Jahrenkongress in Amsterdam 31.8.-4.9.2013). Dieses Ergebnis relativiert die o.g. retrospektive Analyse deutlich.

Campus-Tag am 11.08.2012 in Hamburg:

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie ein online-Seminar funktioniert?

Beim Campus-Tag führen wir in einem „echten“ Treffen (von 11 – 15 Uhr) Teilnehmer und Interessierte entlang einer Fallbearbeitung durch den typischen Ablauf der Campus Pharmazie-Seminare.

 Erleben Sie,

  • wie sich die Zusammenarbeit auf einer Lernplattform online gestaltet
  • wie verschiedene Elemente eines online-Seminars ineinander greifen
  • wie alle profitieren, wenn man einen praktischen Fall mit Kolleginnen und Kollegen zusammen (online) bearbeitet
  • und wie man das realistisch zeitlich einplanen kann.

Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Ihnen, Ihre Fragen und das kollegiale Miteinander. Anmeldungen zur kostenlosen Veranstaltung bis zum 06. August 2012.

Essay „Virtuell virtuos“: Zu der gleichnamigen Präsentation gibt es jetzt auch eine Erläuterung in Textform.

Achtung – fertig – los: Am Donnerstag, 09.08. erhalten die angemeldeten Teilnehmer ihre Zugangsdaten zu ihren Seminaren ‚Arzneimittelinteraktionen‘ bzw. ‚Interpretation von Laborparametern‘, um sich mit der Lernplattform vertraut zu machen. Wir begrüßen dazu Kolleginnen und Kollegen aus Offizin- und Krankenhausapotheken in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz und freuen uns über die abwechslungsreiche Mischung, von der alle Teilnehmenden profitieren werden.

The Winners Are: Die glücklichen Gewinnerinnen unserer STARTER-Verlosung vom Juli wurden inzwischen benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!

Startschuss für Gentherapie in Europa: Erstmals hat das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) die Zulassung eines Gentherapeutikums in Europa befürwortet. Mit Glybera® (Alipogene tiparvovec) sollen Erwachsene mit Lipoprotein-Lipase-Defizienz behandelt werden, wenn sie trotz Einhaltung der nötigen fettarmen Diät unter schwerer Pankreatitis leiden. Glybera® nutzt ein Adeno-assoziiertes Träger-Virus, um funktionierende LPL-Gene in Muskelzellen einzuschleusen. Die Zulassung durch die European Medicines Agency wird nun erwartet. Aus Sicherheitsgründen soll ein Register mit Patientendaten geführt werden, das auch der EMA unmittelbar zur Verfügung steht. [Quelle: http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Press_release/2012/07/WC500130146.pdf]

Sommerfrische Lernplattform: Pünktlich zum Seminarstart können wir – und damit natürlich auch unsere Teilnehmer –  vom neuesten Update unserer Lernplattform Moodle profitieren (Version 2.3). Wir haben es dort schon einmal hübsch gemacht. Unsere Teststudenten Konrad Klinik und Olivia Offizin fühlen sich schon wohl und haben die ersten Foren bereits mit ihren Beiträgen eröffnet.

BAK Akkreditierungen eingetroffen: Die Seminare ‚Medizinische Literaturrecherche‘ und ‚Angewandte Pharmakokinetik‘ sind je 26 Fortbildungspunkte „wert“. Pharmakokinetik ist eine wichtige Grundlage v.a. für das Verständnis der Pharmakotherapie bei besonderen Patientengruppen wie Kindern, Senioren oder Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankungen. Im Seminar ‚Literaturrecherche‘ geht es um valide und pragmatische Lösungen und Hilfsmittel für die Beschaffung und Weitergabe von Arzneimittelinformationen. Anmeldeschluss für beide Seminare ist der 09. August 2012.

 Wir wünschen allen Teilnehmern einen guten Start und auch allen anderen erkenntnisreiche Wochen und interessante Kontakte – bis zum nächsten Newsletter

  Jasmin Hamadeh  (Mediendidaktik),
Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)

Newsletter als PDF-Datei

Erstmals hat das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) die  Zulassung eines Gentherapeutikums in Europa befürwortet. Mit Glybera® (Alipogene tiparvovec) sollen Erwachsene mit Lipoprotein-Lipase-(LPL-) Defizienz behandelt werden können, wenn sie trotz Einhaltung der nötigen fettarmen Diät unter schwerer Pankreatitis leiden.
 
Die Erkrankung / Indikation
LPL-Defizienz ist eine sehr seltene, autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung, die mit Chylomikronen-Akkumulation und 10- bis 100-fach erhöhten Triglycerid-Serumspiegeln einhergeht. (Chylomikronen transportieren die im Darm absorbierten Fette zur Leber und in andere Organe, wo die Triglyceride normalerweise durch LPL hydrolysiert und dann weiter verwendet werden.) Sie äußert sich zumeist bereits im Kindesalter durch starke, kolikartige Bauchschmerzen, wiederholte Entzündungen des Pankreas und Gedeihstörung. Die Pankreatits kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen und in eine chronische Pankreasinsuffizienz übergehen.
 
Therapieoptionen bisher
Die einzige Therapieoption bestand bisher in einer drastisch fettreduzierten  Diät, in der weniger als 20% des Energieinhalts über Fette geliefert wird. Auf Fibrate oder Niacin zur medikamentösen Senkung der Triglyceride sprechen diese Patienten kaum an. Selbst bei Patienten, die die nötigen Disziplin und Compliance zur Einhaltung der Diät aufbringen, gelingt es selten, die Folgen v.a. für die Bauchspeicheldrüse komplett zu vermeiden.
 
Krankheitsursache
Neben den ca. 70 LPL-Mutationen, die die Funktion bis hin zum völligen Verlust einschränken, kann das Krankheitsbild auch durch Mutationen in mit LPL „zusammen arbeitenden“ Co-Faktoren ausgelöst werden. Da in solchen Fällen die Einschleusung intakter LPL-Genkopien nichts nützt, muss vor einer Gentherapie durch Genotypisierung sichergestellt sein, dass eine LPL-Mutation der Erkrankung zugrunde liegt.
 
Gentherapeutikum
Glybera® nutzt ein nicht-replizierendes und nicht ins Genom integrierendes Adeno-assoziiertes Träger-Virus, um LPL-Gene mit mutationsbedingt sogar erhöhter Funktion in Muskelzellen einzuschleusen. Da die Genkopien als epigenetisch im Zytoplasma verbleiben, ist die Behandlung trotzdem langfristig.
 
Klinik
Appliziert wird Glybera® unter Spinalanästhesie an mehreren Stellen intramuskulär in die unteren Extremitäten. Inzwischen gibt es Daten aus zwei Beobachtungs-, drei open-label Interventionsstudien und einer retrospektiven Auswertung von Patientenakten.
Die Verträglichkeit erscheint bis auf die zu erwartenden Reaktionen an den Applikationsstellen gut. Für die Beurteilung der Wirksamkeit lassen sich derzeit bis zu drei Jahre Follow-up überblicken: Glybera® scheint die Häufigkeit der Pankreatits-Anfälle zu senken und andere Parameter des Triglyceridstoffwechsels zu verbessern. Dabei hielt die Reduktion des Triglyceridspiegels nur einige Monate an, aber eine Veränderung der Chylomikronen, verbesserte Toleranz gegenüber Nahrungsfetten sowie eine Abnahme der Häufigkeit und/oder Intensität der Pankreatitiden war auch nach zwei Jahren noch zu beobachten. Einschränkend muss erwähnt werden, dass sie Patientenzahlen aus den bisherigen Studien noch sehr klein und alle Wirkungen noch an größeren Kollektiven zu bestätigen sind.
 
Fazit
Die Zulassung durch die European Medicines Agency wird nun erwartet. Aus Sicherheitsgründen soll ein Register mit Patientendaten geführt werden, das auch der EMA unmittelbar zur Verfügung steht.

Angesichts bisheriger Hoffnungen und Enttäuschungen mit Gentherapeutika (z.B. für Mucoviszidose) wird es vor allem wichtig sein, die langfristige Sicherheit und die Wirksamkeit auf „harte“ klinische Endpunkte genau zu untersuchen. Den Patientinnen und Patienten mit genetisch eindeutig definierten Erkrankungen ist ein Fortschritt in der kausalen Gentherapie absolut zu wünschen.

[Quellen: http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Press_release/2012/07/WC500130146.pdf und D. Gaudet et al., Gene therapy for lipoprotein lipase deficiency. Curr Opin Lipidol 2012, 23:310–320]

von: Dorothee Dartsch

Und es ist soweit:
Heute hat Rechtsanwalts Christian Schuler (u.a. Fachanwalt für Medizinrecht in der Kanzlei Roggelin & Partner) mit großer Freude die vier Gewinner der STARTER-Seminarplätze gezogen.

Die Gewinnerinnen…

… für eine kostenlose Teilnahme an den Seminaren „Laborparameter“ / „Arzneimittelinteraktionen“, Laufzeit Do 16.08. – Mi 12.09.2012 sind:

„Laborparameter“:
– Anja Sievers
– Carina Pfister

„Arzneimittelinteraktionen“:
– Dorothee Atzler
– Gudrun Likus

Herzlichen Glückwunsch!
Wir freuen uns auf Sie und benachrichtigen Sie per e-Mail, wie es weiter geht.

Und die anderen?

  • Gehen vielleicht in sich, ob ihnen eine Teilnahme auch mit Seminargebühr wertvoll und möglich ist.
  • Prüfen ggf. die Förderungsoptionen ihrer Fortbildung (etliche unserer Teilnehmer werden bereits staatlich gefördert).
  • Kommen – falls Sie Interesse und Gelegenheit haben, zu unserem kostenlosen „Campus-Tag“ am 11.08.2012 in die Hamburger Innenstadt. Eine Veranstaltung, zu der alle Seminar-Teilnehmer und Interessierten eingeladen sind. Anhand einer Fallbearbeitung führen wir von 11 – 15 Uhr u. a. durch einen typischen Ablauf unserer Seminare.

Vielleicht dürfen wir auch Sie dort begrüßen?

Und Ihnen allen stehen wir – wie immer – für Fragen gern zur Verfügung.
Mit besten Nachverlosungs-Grüßen!

allgemeine Informationen und aktuelle Termine zum Campus Tag, finden Sie hier.

Am Sonnabend, den 11.08.2012 laden wir Sie herzlich zum „Campus-Tag“ in die Hamburger Innenstadt ein, um eine Einführung in unsere moderierten online-Seminare zur Klinischen Pharmazie zu geben.

Die Veranstaltung ist bei der Apothekerkammer Hamburg mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.

In einem „echten“ Treffen führen wir – Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie) und Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation) – Seminar-Teilnehmer und Interessierte entlang einer Fallbearbeitung durch den typischen Ablauf der Campus Pharmazie-Seminare.
Denn durch selbst Machen gewinnt man am besten einen Eindruck!

Deshalb erleben Sie am Campus-Tag von 11 – 15 Uhr:

  • wie alle profitieren, wenn man einen praktischen Fall mit Kolleginnen und Kollegen zusammen bearbeitet
  • wie sich die Zusammenarbeit auf einer Lernplattform online gestaltet
  • wie verschiedene Elemente eines online-Seminars ineinander greifen
  • und wie man das realistisch zeitlich einplanen kann.

Dabei bekommen Sie gleichzeitig einen Eindruck, welche Vorteile die online-Seminare im Hinblick auf zeitliche und räumliche Flexibilität mit sich bringen – und auch auf die Übertragung des Gelernten in die Berufspraxis.Als Geschäftsführerinnen und Seminar-Moderatorinnen möchten wir dabei auch die Gelegenheit nutzen, uns vorzustellen und Ihnen vis-à-vis Frage und Antwort zu stehen.

Und nach dem Informieren und Erleben lädt die Mönckebergstraße zu einem Bummel ein – oder Sie schließen sich uns für ein Hamburger Kaffee- und Kultur-Programm an.

Also vormerken:
Campus-Tag, 11.08.2012, 11 – 15 Uhr, Hamburg, Mönckebergstraße
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, für Getränke und einen Imbiss ist gesorgt. Um Anmeldung wird gebeten. Informationen zu Anschrift und Anfahrt bei Anmeldung.

Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

Sie haben es wahrscheinlich schon gesehen:
Bis einschließlich 02.07.2012 können Sie sich um einen von 2 x 2 kostenlosen STARTER-Seminarplätzen bewerben.

Damit alle sicher sein können, dass tatsächlich jede und jeder die gleiche Chance hat, gezogen zu werden, findet die Verlosung der vier STARTER-Seminarplätze unter Aufsicht des Hamburger Rechtsanwalts Christian Schuler statt. Er ist u.a. Fachanwalt für Medizinrecht in der Kanzlei Roggelin & Partner.

Wir freuen uns auf das (Wieder-)Treffen mit Herrn Schuler am Dienstag (03.07.2012) – und werden umgehend über die Auslosung berichten und alle Verlosungs-Teilnehmern per e-Mail informieren.

Die vier Apothekerinnen oder Apotheker, die einen Platz gewonnen haben, senden uns bis Fr. 06.07.2012 eine Kopie ihres Pharmazeutischen Zeugnisses oder der Approbationsurkunde als Nachweis der Teilnahmeberechtigung und damit ist ihnen der Seminarplatz sicher.

Vier kostenlose STARTER-Plätze: Gewinnen Sie einen unserer vier kostenlosen STARTER-Plätze: Nehmen Sie bis zum 02.07.2012 an der Verlosung von je zwei Plätzen in den beiden Start-Seminaren teil. Die Gewinner werden am 03.07.2012 unter Aufsicht ausgelost. Für alle anderen:

Letzte Tage STARTER-Rabatt: Profitieren Sie noch bis zum 05.07.12 vom STARTER-Rabatt und sparen 25 %.

Förderung „Weiterbildungsbonus“ für Campus Pharmazie-Teilnehmer: Gute Nachrichten für alle, die ihr Beratungswissen in unseren Seminaren erweitern möchten: Erste Anträge zum „Weiterbildungsbonus” wurden bewilligt und bescheren den Antragstellern aktuell eine Übernahme von bis zu 50% der Seminargebühren. Informieren Sie sich, ob auch für Sie Förderungen möglich sind.

Teilnehmerstimmen zu den Seminaren haben wir von unseren „Ehemaligen“ für Sie eingeholt:

„Spannend für mich war, wie die anderen Teilnehmer an die gleiche Fragestellung herangingen; dies hatte einen besonders hohen Lerneffekt für mich. Das Erproben der neuen Kenntnisse an praktischen Fragestellungen baute mir eine Brücke für den beruflichen Alltag. Von den Kenntnissen profitiere ich bis heute.“
(M. Hartig, Chefapotheker im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift; Apotheker für Klinische Pharmazie und für Arzneimittel-Information – Seminarteilnehmer 2008 und 2009)

„Der Kontakt im Seminar ist länger und intensiver als bei den üblichen Abend- oder Wochenendveranstaltungen. Es braucht eine gute Moderation. Jemanden, der sich fachlich gut auskennt und die Schwerpunkte setzt. Das war es, was mir an unserem Kurs so gut gefallen hat.

Mein persönliches Fazit: eine interessante, spannende und moderne Art des Lernens. Gut geeignet, den beruflichen Horizont zu erweitern.“
(P. Garski, Apothekerin in der Rheinstein-Apotheke Berlin – Seminarteilnehmerin 2009 und 2010) 

Auf alle Fälle praxisnah: Wie das in online-Seminaren aussehen kann?
Bei uns z. B. so:

Frau P.R., 69 Jahre alt, neu diagnostizierte Typ2-Diabetikerin, deutlich übergewichtig, soll mit Glibenclamid und Simvastatin behandelt werden. In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung sind erhöhte Kreatinin- und LDL-Cholesterolkonzen-trationen festgestellt worden.Wie bewerten Sie die geplante Therapie?“

Aufgabenstellungen wie diese lösen Apotheker/innen in unseren Seminaren miteinander. Jedes Teammitglied stellt in einem vorgegebenen Zeitraum von zwei Wochen Bausteine der Lösung in ein Forum ein. Mit Unterstützung der Moderatoren wird daraus Schritt für Schritt eine korrekte, umfassende Lösung erarbeitet. Innerhalb der zwei Wochen ist jedes Teammitglied frei, die eigenen Seminar-Arbeitszeiten nach eigenen Möglichkeiten zu bestimmen.

1 Monat / 1 Thema / 1 Zertifikat: Diesem Prinzip folgen unsere Seminare. Mit in sich abgeschlossenen Themenblöcken, die in vier Wochen mit je acht Stunden Lerneinsatz bearbeitet werden, wollen wir zur Vereinbarkeit von Arbeit, Fortbildung und Privatleben beitragen.

Erfolgreicher Vortrag zur Jahrestagung der AG-F: Am 01.06.2012 verfolgten die e-Learning-Experten der Arbeitsgemeinschaft für das Fernstudium an Hochschulen (AG-F) interessiert, wie sich unser Seminarkonzept in den Durchläufen bei der Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg 2008-2011 und bis heute entwickelt hat. Sie zeigten sich beeindruckt, wie den spezifischen Herausforderungen der Fortbildung für Apotheker/innen begegnet wird. Seminarkonzept und Präsentation stießen auf großen Beifall.

Serviceseite „Linkliste für Apotheker“: Neu auf unserer Website finden Sie ab sofort nützliche Links zu ausgewählten Internetseiten mit pharmazeutisch relevanten Informationen, Links zu Fachzeitschriften sowie zu Fachorganisationen. Übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen
und wünschen Ihnen einen schönen Sommer!

Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik) und Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)

Newsletter als PDF-Datei

Warum nicht mal Glück haben?

Für die STARTER-Seminare:

vergeben wir je zwei kostenfreie Plätze.

Einfach bis Montag 02.07.2012, 24 Uhr über das online-Formular bewerben.
Am 03.07.2012 werden die Gewinner unter Aufsicht des Hamburger Anwalts Christian Schuler, u. a. Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Roggelin & Partner gezogen und umgehend informiert.Wir freuen uns über jeden, für den eine kostenlose Seminarteilnahme ein Geschenk ist.
 

Die Verlosung ist nun gechlossen. Wir freuen uns, dass Sie sich so rege beteiligt haben und über Ihre vielen positiven Rückmeldungen.
Heute Nachmittag (Di 03.07.2012) informieren wir über die Ergebisse der Ziehung.

Der Rechtsweg sowie eine Barauszahlung oder Übertragung des Gewinns auf andere Seminare oder auf Dritte ist ausgeschlossen. Jeder Bewerber wird nur einmal berücksichtigt.

Erste Erfahrungen zeigen: Es lohnt sich, Förderungen zu beantragen.

Gute Nachrichten für Apotheken, die ihr Personal zur Klinischen Pharmazie qualifizieren möchten:  Erste Anträge zum „Weiterbildungsbonus” für Seminare der Campus Pharmazie wurden bewilligt und bescheren den Antragstellern aktuell eine Übernahme der Hälfte der Seminargebühren.

Der Europäischen Sozialfond (ESF) und die Freie und Hansestadt Hamburg fördern mit diesem Bonus Unternehmen gezielt für Qualifizierungsmaßnahmen – um einem Fachkräftemangel vorzubeugen und Wettbewerbsvorteile auszubauen.

Vielleicht können auch Sie persönlich oder Ihre Apotheke vor diesem Hintergrund gefördert werden? Informieren Sie sich, welche Fördermöglichkeiten für Einzelpersonen und Unternehmen Bund und Länder für Ihre Fortbildungsabsichten anbieten.

Hier haben wir für Sie Einstiegs-Informationen zum Thema „Förderungen“ zusammengetragen.

Wir möchten Sie ausdrücklich ermutigen, Förderwege für sich oder Ihr Unternehmen zu suchen, wünschen Ihnen dabei viel Erfolg und unterstützen Sie darin gern,

Dr. Dorothee Dartsch und Jasmin Hamadeh

Bildnachweis: © mohamed hassan | pixabay

In unseren Seminaren geht das zum Beispiel so:

Frau P. R., 69 Jahre alt, neu diagnostizierte Typ2-Diabetikerin, deutlich übergewichtig (BMI  38,7kg/m²; 109,2kg Körpergewicht) soll mit Glibenclamid und Simvastatin behandelt werden. In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung sind erhöhte Kreatinin- und LDL-Cholesterolkonzentrationen im Serum aufgefallen (Kreatinin: 1,22mg/dl; normal 0,66-1,09 mg/dl, LDL-Cholesterol: 243mg/dl, normal <160mg/dl).

  1. Welche pharmakokinetischen Parameter sind vermutlich bei dieser Patientin grundsätzlich verändert?
  2. Sollte die Dosierung der Arzneimittel proportional zum erhöhten Körpergewicht dieser Patientin erhöht werden?
  3. Was könnten Gründe sein, bei dieser Patientin das eigentlich bei Übergewicht vorzuziehende Metformin nicht zu wählen?
  4. Sind Interaktionen zu erwarten?
  5. Welche unerwünschten Wirkungen sollten mit der Patientin besprochen und welche Details dazu erläutert werden?
  6. Welche die Compliance fördernden Maßnahmen sind hier sinnvoll?

 
Dies ist ein beispielhafter Fall, den Teilnehmer/innen in einem unserer Seminare in einer kleinen Gruppe von 3-5 Personen lösen. Das geschieht im Rahmen eines Forums auf einer Lernplattform, in dem jedes Teammitglied in einem vorgegebenen Zeitraum von zwei Wochen Bausteine der Lösung einstellt. Und so könnte es aussehen:

  • Donnerstagabend 22.45: Kollege A beschreibt die Ergebnisse eines Interaktions-Checks
  • Freitagmorgen 06:10: Kollegin B teilt ihre Einschätzung der Laborparameter mit und hat auch schon die Kreatinin-Clearance berechnet.
  • Sonnabendmittag 13:50: Kollegin C nimmt Stellung dazu und ergänzt ihre Betrachtung der unerwünschten Wirkungen sowie ihre Hypothese zur Frage, warum hier kein Metformin verordnet wurde.
  • Sonnabendnacht 23:20: Kollege D hat dem Seminarmaterial die Veränderungen pharmakokinetischer Parameter bei Adipositas entnommen und bezieht diese Grundlagen auf den Fall.
  • Montagmorgen 09:45: Kollegin B hat heute Vormittag frei und stellt eine Zusammenfassung des aktuellen Standes ein.
  • Montagmorgen 11:30: Die Fachmoderatorin gibt ein kurzes Feedback, welche Teile der Aufgabe schon gut abgedeckt sind und was noch fehlt.
  • Und so geht es weiter, bis…

…eine umfassende, korrekte Lösung entsteht, die den Teilnehmern gezielte Herangehensweisen und Fachwissen für die Beratung vermittelt und von der Beteiligung der ganzen Gruppe profitiert. Die Zeitangaben können natürlich auch ganz anders aussehen – innerhalb des Zeitrahmens ist jede(r) frei, eine Zeit zu wählen, die für sie oder ihn passt.

Wie diese Art der Fallstudienarbeit ins Seminarkonzept integriert ist, können Sie z.B. hier erfahren.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung gibt in ihrer jüngsten Ausgabe von „Wirkstoff aktuell“ Empfehlungen zur rationalen Antibiotikatherapie bei unkomplizierten Harnwegsinfekten. Neben spezifischen Hinweisen zur Wahl des optimalen Wirkstoffs je nach Patientengruppe enthält die Veröffentlichung eine Übersicht über die Therapiekosten, die Pharmakologie, das Wirkungsspektrum, unerwünschte Wirkungen und Vorsichtsmaßnahmen sowie Hinweise zur Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Die Empfehlung ist kostenfrei als pdf über die folgende Seite verfügbar:
http://www.kbv.de/ais/12905.html

Gern sind wir am Freitag 01.06.2012 anlässlich der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Fernunterricht an Hochschulen (AG-F) der Einladung nachgekommen, unser Seminarkonzept und die Erfahrungen damit einem fachkundigen und interessierten Publikum vorzustellen.

Unter dem Titel

haben wir die Herausforderungen praxisnaher, berufsbegleitender Fortbildungen geschildert sowie die Lösungsstrategien, die wir im Rahmen moderierter online-Seminare dazu entwickelt haben. Wichtig war uns, auch den Aufwand eines solchen Formats greifbar und kalkulierbar zu machen – aber auch den Nutzen, der dem gegenüber steht.

Das sehr engagierte Publikum konnte die analysierten Fragestellungen aus eigener Erfahrung sehr gut nahvollziehen und zeigte sich beeindruckt von den aus ihrer Sicht überzeugenden und gut umsetzbaren Lösungen, die wir zur Diskussion gestellt haben.

Im Anschluss an den Vortrag wurde intensiv über Möglichkeiten nachgedacht, ein solches Format strukturell besser in die Fortbildungs-, Zertifizierungs- und Föderungslandschaft einzubinden – und Anbietern, Kooperationspartnern sowie möglichen Teilnehmern das Konzept sowie seinen erheblichen Nutzen zu vermitteln.

Wir danken allen Beteiligten auch auf diesem Weg für den anregenden Austausch.
Es war uns eine Freude.

Erste Anmeldungen eingegangen: Ein erfreulicher Auftakt: Neben den vielen positiven Rückmeldungen zu unserer Unternehmensgründung gehen nun auch die ersten Anmeldungen für die Start-Seminare „Arzneimittel-Interaktionen“ und „Laborparameter“ bei uns ein. Denken Sie bitte daran: Für einen intensiven und effizienten Austausch beschränken wir die Teilnehmerzahl pro Seminar auf 20. Bis zum 01.07.2012 profitieren Sie von unserem Starterrabatt von 25%.

News von der ADKA-Tagung (I): Hans-Peter Lipp (Apo Uniklinik Tübingen) stellte in der Rubrik „Top10-Papers 2012“ einen Diskussionsbeitrag vor, dem zufolge eine Einnahme von Abirateronacetat (und manchen anderen oralen Zytostatika) mit fettreicher Nahrung die Bioverfügbarkeit drastisch erhöht*. Ist also Nahrung, die zum Arzneimittel eingenommen wird, „das pharmakoökonomisch interessanteste Essen überhaupt“, weil man durch die erhöhte Bioverfügbarkeit nur einen Bruchteil der Dosis bräuchte? „Nein“, sagt Lipp, denn Interaktionen zwischen Arznei- und Nahrungsmitteln unterliegen nicht nur sehr hohen inter-, sondern auch intraindividuellen Schwankungen, so dass ein solches Vorgehen zu inakzeptablen Dosisschwankungen führen würde.

BAK Fortbildungspunkte: In unseren Start-Seminaren „Arzneimittel-Interaktionen“ und „Laborparameter“ können Sie bis zu 25 bzw. 26 Fortbildungspunkte für Ihr persönliches Fortbildungszertifikat erreichen. Sie erhalten von uns nach Seminarabschluss eine Bescheinigung über die erreichten Punkte zur Vorlage bei der Kammer.

Vortrag zur Jahrestagung der AG-F: Unter dem Titel „Virtuell virtuos: Zeit fürs Detail und Raum fürs Miteinander. Lösungen für didaktische und organisatorische Herausforderungen – am Beispiel moderierter online-Seminare für Apotheker“ stellen wir am 01.06.2012 anlässlich der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für das Fernstudium an Hochschulen (AG-F) das Konzept unserer Seminare vor – und diskutieren unsere Erfahrungen aus den Seminardurchläufen an der Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg. Wir freuen uns, damit auch einen Beitrag zur Ehrung von Dr. Marion Bruhn-Suhr anlässlich ihrer Pensionierung zu leisten. Sie hat uns in der AWW miteinander bekannt gemacht und durch ihren dortigen Einsatz die Seminare mit aus der Taufe gehoben.

Campus Pharmazie-Seminare von der Umsatzsteuer befreit: Gute Nachrichten für alle, die sich privat bzw. nicht über ihren Arbeitgeber zu unseren Seminaren anmelden: Die Seminare sind umsatzsteuerbefreit gemäß §4 Nr. 21 a) bb) des UStG. D. h. auf die Seminargebühr müssen keine zusätzlichen 19% Umsatzsteuer gezahlt werden.

News von der ADKA-Tagung (II): Bei der Dosisanpassung an die Nierenfunktion wird diese in aller Regel anhand der Kreatininkonzentration im Serum abgeschätzt. Dafür gibt es verschiedene Gleichungen, von denen die MDRD-Formel deshalb so beliebt ist, weil in ihr das in der Klinik oft schwer zu ermittelnde Körpergewicht des Patienten nicht auftaucht. Walter Haefeli (Klin. Pharmakol. Uni Heidelberg) stellte jedoch dar, dass dies ein Trugschluss ist: Die MDRD-Gleichung schätzt die Nierenfunktion eines Menschen mit einer Körperoberfläche von 1,73m². Haben wir einen Patienten, dessen KOF davon erheblich abweicht, so muss die berechnete Nierenfunktion um die tatsächliche KOF korrigiert werden. Somit wird das Gewicht des Patienten doch benötigt, will man keine „Hausnummern“ erhalten.

Frisch aus dem Druck – Informationsmaterial zum Weitergeben: Allen Interessierten senden wir gern Erst-Informationen und Anmeldeunterlagen zu unserem Seminarangebot zu. Auch zum Weitergeben und als Anlass zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Teilen Sie uns einfach telefonisch oder per e-Mail mit, wie viele Exemplare Sie brauchen.
Fax / Tel. : +49 (0) 40 – 18 17 07 98
eMail: info(at)campus-pharmazie.de

Wir freuen uns, wenn Sie
uns ins Gespräch bringen

Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik) und Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)

Newsletter als PDF-Datei
*M. J Ratain: Flushing oral oncology drugs down the toilet.
J Clin Oncol. 2011; 29(30):3958-9


Wir freuen uns, Sie heute über den offiziellen Anmeldebeginn für die Seminare „Arzneimittel-Interaktionen“ und „Interpretation von Laborparametern“ zu informieren.

Alle Seminare der Campus Pharmazie werden zur Zertifizierung bei der Zentralstelle für Fernunterricht sowie zur Akkreditierung bei der BAK eingereicht, sodass Sie sicher sein dürfen, dass das Angebot bzgl. Qualität und Teilnehmerschutz durch diese Stellen geprüft wurde.

Für die beiden o.g. Seminare haben wir nun sowohl die Zulassung als auch die Akkreditierungsbestätigung erhalten. Die anderen Kurse folgen.

Wenn Sie ein Seminar erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten Sie von uns ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme und eine Bescheinigung über 25 Fortbildungspunkte, die Sie bei der zuständigen Landesapothekerkammer einreichen. Haben Sie nur Teile des Seminars – z.B. eine Einzel- oder Teamaufgabe – erfolgreich bearbeitet, erhalten Sie eine Bescheinigung über die damit erworbenen Fortbildungspunkte.

Beachten Sie die Frist für den Starterrabatt in Höhe von 25%.

Es grüßen herzlich
Dr. Dorothee Dartsch und Jasmin Hamadeh

In der aktuellen Ausgabe von Pharmacotherapy berichten Ripple Talati et al.1 von der University of Connecticut/Hartford Hospital, Evidence-Based Practice Center, Hartford, Connecticut, dass zu Beginn einer antiepileptischen Therapie die Einstellung auf ein Originalpräparat verglichen mit der Einstellung auf ein bioäquivalentes Generikum die gleichen Ergebnisse hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit erzielen. Der Wechsel zwischen Originalpräparat und Generika führt dagegen möglicherweise zu vermehrten und längeren Klinikaufenthalten. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren durch eine umfassende Auswertung von 71 klinischen Studien für den qualitativen und 18 Studien für den quantitativen Vergleich. Die meisten Studien bezogen sich auf Carbamazepin, Phenytoin oder Valproinsäure. Allerdings hatten die meisten der Studien eine limitierte Evidenz, da es sich um Beobachtungsstudien und/oder Studien mit geringer Fallzahl oder kurzer Laufzeit handelte.

1 R Talati et al., Efficacy and Safety of Innovator versus Generic Drugs in Patients with Epilepsy: A Systematic Review. Pharmacotherapy 2012;32(4):314–322.

…bringt 4 Dollar Einsparung im Gesundheitswesen“

So lautete die Begründung1 des US amerikanischen Apothekers und Konteradmirals Scott F. Giberson bei der Jahrestagung der Amerikanischen Pharmazeutischen Gesellschaft APhA im März 2012 in New Orleans für seine Forderung nach Anerkennung und serviceorientierter Entlohnung der Apotheker.
Giberson ist ‚Chief Pharmacy Officer‘ im U.S. Public Health Service Commissioned Corps, das zum amerikanischen Äquivalent der Gesundheitsbehörde gehört, und hat in dieser Funktion Einfluss auf die Strukturen der öffentlichen Gesundheitsversorgung in den USA. Er gab im Dezember 2011 den Bericht „Improving Patient and Health System Outcomes through Advanced Pharmacy Practice”2  heraus, in dem ein neues Modell für das Apothekensystem vorgestellt wird.
Seine Vision ist die offizielle Anerkennung des Apothekers als ‚health care provider‘. Darunter ist ein Gesundheitsdienstleister zu verstehen, der in der Lage ist, das klinische Therapieergebnis zu verbessern, den Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung zu erleichtern und zur Kostendämpfung beizutragen. Giberson fordert dabei lediglich, anzuerkennen, was amerikanische Apotheker bereits jetzt als Dienstleistung erbringen. Als ‚health care provider‘ solle der Apotheker je nach Umfang seiner Serviceleistungen entlohnt werden.
Als Vorteile sieht er vor allem eine höhere Versorgungsqualität, leichteren Zugang für Patienten zu Gesundheitsleistungen und eine Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Als zusätzlicher Nebeneffekt erhöht sich durch die Maßnahmen die Arbeitszufriedenheit für Apotheker.
In den USA sind klinisch-pharmazeutische Dienstleistungen weiter entwickelt als bei uns. In Kliniken beispielsweise ist der Apotheker fester Bestandteil des medizinischen Teams, seine Arbeit und sein Nutzen sind umfangreich in wissenschaftlichen Studien dokumentiert, Apotheker sind stark in klinische Forschungsprojekte eingebunden. Mit diesen Funktionen geht die Aufgabe der Apotheken weit über die rein logistische Sicherstellung der Arzneimittelversorgung hinaus.
Klinische Pharmazie ist in den USA ein zentraler Schwerpunkt der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auf dieser Grundlage ist eine Wahrnehmung der oben genannten Aufgaben erst möglich. Bei uns in Deutschland machen nach wie vor Chemie und Biologie den größten Teil des universitären Curriculums aus. Umso wichtiger ist ein umfassendes Angebot für Fort- und Weiterbildung in Klinischer Pharmazie, das sich nicht auf die – selbstverständlich auch sehr relevante  -Krankenhauspharmazie beschränkt sondern für alle Apotheker zugeschnitten ist. Hierzu gibt es bereits einige Angebote in traditionellem Präsenzunterricht. Und mit der „Campus Pharmazie“ kommt nun die Klinische Pharmazie als neues eLearning-Angebot auch zu Ihnen nach Hause.

———————————————-

1 Pharmacist Providers Can Save System $4 for Every $1 Spent. An Expert Interview With Scott F. Giberson, RPh, PhC, MPH [http://www.medscape.com/viewarticle/760805_print]

2  Giberson S, Yoder S, Lee MP. Improving Patient and Health System Outcomes through Advanced Pharmacy Practice. A Report to the U.S. Surgeon General. Office of the Chief Pharmacist. U.S. Public Health Service. Dec 2011.