Aut idem-Substitution von Antiepileptika

In der aktuellen Ausgabe von Pharmacotherapy berichten Ripple Talati et al.1 von der University of Connecticut/Hartford Hospital, Evidence-Based Practice Center, Hartford, Connecticut, dass zu Beginn einer antiepileptischen Therapie die Einstellung auf ein Originalpräparat verglichen mit der Einstellung auf ein bioäquivalentes Generikum die gleichen Ergebnisse hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit erzielen. Der Wechsel zwischen Originalpräparat und Generika führt dagegen möglicherweise zu vermehrten und längeren Klinikaufenthalten. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren durch eine umfassende Auswertung von 71 klinischen Studien für den qualitativen und 18 Studien für den quantitativen Vergleich. Die meisten Studien bezogen sich auf Carbamazepin, Phenytoin oder Valproinsäure. Allerdings hatten die meisten der Studien eine limitierte Evidenz, da es sich um Beobachtungsstudien und/oder Studien mit geringer Fallzahl oder kurzer Laufzeit handelte.

1 R Talati et al., Efficacy and Safety of Innovator versus Generic Drugs in Patients with Epilepsy: A Systematic Review. Pharmacotherapy 2012;32(4):314–322.