Asthma: kein Langzeitrisiko durch LABA, wenn…

Der Gebrauch von langwirksamen Beta-2-Mimetika (LABA) steht im Verdacht, langfristig die Häufigkeit von asthmabedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfällen zu erhöhen [zusammengefasst in 1].

Aber nur, wenn LABA allein – statt nach Leitlinie in Kombination mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) – angewandt werden. Das zeigte eine kanadische Fall-Kontroll-Studie an über 43.000 Asthmatikern in British Columbia [2]. Die „Fälle“ waren gut 3.300 Asthmatiker, die asthmabedingt ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten, „Kontrollen“ gut 43.000 Asthmatiker, die keinen einweisungspflichtigen Notfall erlitten hatten. Der Vergleich der Häufigkeiten der Therapie mit LABA allein, ICS allein und Kombination aus beiden zeigte, dass die Kombination kein höheres Risiko als ICS allein bedeutete, die LABA-Monotherapie jedoch sehr wohl.

Gut - Besser - Am Besten

Die Adhärenz hinsichtlich des ICS spielt demnach eine besonders große Rolle, wenn Asthmatiker zur Symptomkontrolle und Verbesserung der Lungenfunktion mit LABA behandelt werden.

In der Beratung ist ein Hinweis darauf, dass ICS Krankenhauseinweisungen und Todesfälle vermeiden helfen, sehr wichtig, da viele Patienten unerwünschte Wirkungen eher durch Corticoide als durch andere Arzneimittel befürchten.

Quellen:

[1] FDA Drug Safety Communication: New safety requirements for long-acting inhaled asthma medications called Long-Acting Beta-Agonists (LABAs) v. 18.02.2010. http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm200776.htm

[2] Sadatsafavi M et al.: Dispensation of long-acting β agonists with or without inhaled corticosteroids, and risk of asthma-related hospitalisation: a population-based study. Thorax 2014;69:328–334