Neue Asthma-Leitlinie

Die Fachgesellschaften European Respiratory Society (ERS) und American Thoracic Society (ATS) haben kürzlich neue Leitlinienempfehlungen zur Definition, Diagnostik und Therapie des schweren Asthmas herausgegeben.

Schweres Asthma liegt gemäß dieser Leitlinie vor, wenn die Asthmadiagnose gesichert ist, Co-Morbiditäten adäquat behandelt werden und die Asthmasymptomatik nur durch hoch dosierte inhalative Corticoide (ICS) in Kombination mit einem zweiten Controller und/oder systemischen Corticoiden kontrolliert werden kann oder trotz dieser Behandlung unkontrolliert bleibt.

Als hohe ICS-Dosis (für Erwachsene) gibt die Leitlinie z.B. eine Dosis von mehr als 2000µg Beclomethasondipropionat als FCKW-getriebenes Dosieraerosol oder Pulverinhalator bzw. mehr als 1000µg Beclomethasondipropionat als Tetrafluorethan(=HFA134a)- getriebenes Dosieraerosol.

Die Leitlinie enthält einige Empfehlungen zum Einsatz von sehr spezifischer Diagnostik als Basis für Therapieentscheidungen, z.B. die Zahl eosinophiler Granulozyten im Sputum oder abgeatmetes NO, und zur Therapie mit Anti-IgE-Antikörpern, Methotrexat, Makroliden und Antimykotika.

Quelle:

Chung KF et al.: International ERS/ATS guidelines on definition, evaluation and treatment of severe asthma. Eur Respir J 2014; 43: 343–373