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ICS beim Asthma nun nach Bedarf?

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In der neuen Strategie zum Asthma-Management der Global Initiative for Asthma (GINA) finden sich deutliche Änderungen der Therapieempfehlungen für leichtes Asthma bei Erwachsenen und Jugendlichen. Bisher galt: Inhalatives Corticosteroid (ICS) muss regelmäßig (als Controller) angewendet werden, beim Asthmaanfall wird ein schnellwirksamer Bronchodilatator (als Reliever) eingesetzt.

Weil viele Patienten, die nur selten unter Asthma-Beschwerden leiden, der regelmäßigen ICS-Verwendung skeptisch gegenüberstehen, kommt es im „echten Leben“ anders als in Studien häufig zu einer Monotherapie mit inhalierten Betamimetika – und dies hat sich insofern als nachteilig erwiesen, als es darunter häufiger zu Exazerbationen und auch zu Todesfällen kommt.

Mehrere Studien haben in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass dieses Risiko reduziert werden kann, wenn man als Reliever nicht nur das Betamimetikum, sondern die Kombination mit einem ICS einsetzt. Daher empfiehlt GINA nun zur Behandlung von Asthmaanfällen und zur Vermeidung eines belastungsinduzierten Anfalls ein niedrig dosiertes ICS mit einem Betamimetikum.

Dies gilt auch für Patienten, die eine ICS-haltige Controller-Therapie verordnet bekommen.

Aktuell sind die Kombinationen in Deutschland allerdings nur als Controller zugelassen und können daher nur off-label als Reliever eingesetzt werden.

Quelle

Global Initiative for Asthma. Global Strategy for Asthma Management and Prevention. https://ginasthma.org/wp-content/uploads/2019/06/GINA-2019-main-report-June-2019-wms.pdf [Zugriff 16.12.2019]

Bildquelle: © hywards / Adobe Stock

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