Newsletter Nr. 03/2019

Das richtige Maß für die Nierenfunktion. Wann darf die ‚estimated Glomerular Filtration Rate‘ (eGFR) zur Dosisanpassung verwendet werden, die inzwischen auf Laborberichten standardmäßig angegeben wird, und wann ist die Cockcroft & Gault-Gleichung empfohlen? Die Antwort finden Sie auf unserer Website. Auch in den Seminaren zu besonderen Altersgruppen und zu Eliminationsstörungen geht es u.a. um diese Frage.

Die FORTA-Liste als Datenbank: Forta – „Fit fOR The Aged“ ist ein Medikamenten-Klassifizierungssystem für die medikamentöse Therapie älterer Patienten. Als Papier- oder PDF-Liste werden Sie sie vielleicht schon kennen – jetzt gibt es sie auch als webbasierte Datenbank, die wir Ihnen auf unseren Seiten vorstellen.

54 Prozent der Erwachsenen lernen weiter: Die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland steigt: 2018 nahmen 54 % der 18- bis 64-Jährigen an entsprechenden Maßnahmen teil, ließ das Bildungsministerium im August 2019 wissen. Hochgerechnet seien das 28,1 Millionen Erwachsene. Wir bedanken uns bei denen, die unsere Veranstaltungen für die berufliche Weiterqualifizierung nutzen!

MediAnalyse-Workshop: In sieben Wochen (am 01.02.2020) steht erneut unser Workshop „Medikationsanalyse“ auf dem Programm, in dem eigene Fälle aus der Praxis vorgestellt und diskutiert werden. Anders als unsere Seminare ist dies eine Präsenzveranstaltung in Hamburg. Sie steht allen Apothekerinnen und Apothekern offen, die sich auf dem Gebiet der Medikationsanalyse fortbilden möchten.

Leitlinien Multimedikation und Medikamentenmonitoring: Die beiden Hausärztlichen Leitlinien werden seit einer Weile überarbeitet und sollen lt. Plan im Dezember 2019 fertiggestellt werden. Wir sagen Bescheid, sobald sie online sind.

Blutdrucksenker zur Nacht: Hypertonie, der “stille Killer”, ist der wirksamste vermeidbare Risikofaktor für vorzeitigen Tod und Morbidität. Eine große Studie aus Spanien zeigt, dass Hypertonie-Patienten ihre Antihypertensiva mit Ausnahme von Diuretika lieber zur Nacht als morgens nach dem Aufwachen einnehmen sollten. Die Ergebnisse haben wir für Sie zusammengefasst.

ICS beim Asthma nun nach Bedarf: In der neuen Strategie zum Asthma-Management der Global Initiative for Asthma (GINA) finden sich deutliche Änderungen der Therapieempfehlungen für leichtes Asthma bei Erwachsenen und Jugendlichen. Bisher galt: Inhalatives Corticosteroid (ICS) muss regelmäßig (als Controller) angewendet werden, beim Asthmaanfall wird ein schnellwirksamer Bronchodilatator (als Reliever) eingesetzt. Was sich hier geändert hat, finden Sie nebst weiterführenden Links auf unserer Website.

MediManagement im Krankenhaus: Die Anerkennung unseres Altersgruppenseminars als Seminar 6 in der Weiterbildung „Medikationsmanagement im Krankenhaus“ wurde erneut beantragt. Die Anmeldung für das am 16. Januar 2020 beginnende Seminar ist noch möglich.

Wir wünschen Ihnen eine wundervolle Weihnachtszeit! 🎄

Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Jasmin Hamadeh ——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)-__—-(Klinische Pharmazie)
mit dem Campus-Team

                                             

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Newsletter Nr. 05/2016

Windfahne bei Sturm

EuGH-Urteil: Rückenwind von Dritten: In stürmischen Zeiten ist der gut beraten, der den Wind zu seinem Freund machen kann. Dann werden viele der Reaktionen auf das EuGH-Urteil zu wirkungsvollem Rückenwind. Wir haben Ihnen ermutigende Argumente, Berichte und Meinungen in unserem Blog zusammengestellt.

 

Rabatt-Countdown: Nutzen Sie die letzten Tage unseres Frühbucher- und „EuGH-Trotz“-Rabatts: Bis zum 30.11.2016 erhalten Sie bei Ihrer verbindlichen Anmeldung 15% + 5 % Rabatt auf jedes gebuchte Seminar. Seminaranmeldung online.

 

Apotheker sind sicher und verträglich: „Sie haben doch gar nicht die Persönlichkeit für einen Rollenwechsel.“ Als Dr. Karen Lütsch das auf einer Konferenz hörte, hat es sie nicht nur verärgert, sondern zu einer Studie angeregt. Was ihre Literaturauswertung ergeben hat, stärkt das Profil der Apothekerinnen und Apotheker und verweist konstruktiv auf Rahmenbedingungen, die es – jenseits von Persönlichkeitsfragen – braucht, um Beratungskompetenz zu leben. Mehr dazu in unserem Blog.

 

Dann schreiben Sie dem Arzt doch einen Konsiliarbrief: Das ist eine der Ideen, die Dr. Karen Lütsch in unserem ersten Webinar vorgestellt hat. Warum nicht den Kommunikationsweg nutzen, der dem Arzt vertraut ist? Wir stellen Ihnen in unserem Blog einen knapp 2-minütigen Ausschnitt des Webinars zur Verfügung, in dem Sie sehen und hören, wie dieser Weg in Australien erfolgreich beschritten wurde.

 

FLAME-Studie zu COPD: Die doppelt bronchodilatierende Kombination aus langwirksamem Beta-2-Mimetikum (LABA) und langwirksamem Anticholinergikum (LAMA) ist der Kombination aus LABA und inhalativem Kortikosteroid (ICS) überlegen. In unserem Blog haben wir Ergebnisse, Studiendesign und Quellen für Sie zusammen gestellt.

 

Orale Diabetestherapie ausweiten? Eine Empfehlung des britischen NICE hat vorgestern beschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine Ausweitung der oralen Diabetes-Therapie auf Dreierkombinationen eine sinnvolle Alternative zum Übergang auf Insulin ist. Hintergründe hierzu sowie die Empfehlungen unserer Leitlinie zu oralen Kombinationen finden Sie in unserem Blog.

 

Vermeidbare Klinikeinweisungen: In Deutschland werden lt. OECD überdurchschnittlich viele Patienten mit Herzinsuffizienz, Asthma oder COPD wegen akuter Verschlechterung ungeplant ins Krankenhaus eingewiesen. Wegen arzneimittelbezogener Probleme? Kurzzusammenfassung und Quellenangaben in unserem Blog.

 

Mit (kurz vor) adventlichen Grüßen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Bildnachweis: © by studio | fotolia.com

Asthma: kein Langzeitrisiko durch LABA, wenn…

Der Gebrauch von langwirksamen Beta-2-Mimetika (LABA) steht im Verdacht, langfristig die Häufigkeit von asthmabedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfällen zu erhöhen [zusammengefasst in 1].

Aber nur, wenn LABA allein – statt nach Leitlinie in Kombination mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) – angewandt werden. Das zeigte eine kanadische Fall-Kontroll-Studie an über 43.000 Asthmatikern in British Columbia [2]. Die „Fälle“ waren gut 3.300 Asthmatiker, die asthmabedingt ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten, „Kontrollen“ gut 43.000 Asthmatiker, die keinen einweisungspflichtigen Notfall erlitten hatten. Der Vergleich der Häufigkeiten der Therapie mit LABA allein, ICS allein und Kombination aus beiden zeigte, dass die Kombination kein höheres Risiko als ICS allein bedeutete, die LABA-Monotherapie jedoch sehr wohl.

Gut - Besser - Am Besten

Die Adhärenz hinsichtlich des ICS spielt demnach eine besonders große Rolle, wenn Asthmatiker zur Symptomkontrolle und Verbesserung der Lungenfunktion mit LABA behandelt werden.

In der Beratung ist ein Hinweis darauf, dass ICS Krankenhauseinweisungen und Todesfälle vermeiden helfen, sehr wichtig, da viele Patienten unerwünschte Wirkungen eher durch Corticoide als durch andere Arzneimittel befürchten.

Quellen:

[1] FDA Drug Safety Communication: New safety requirements for long-acting inhaled asthma medications called Long-Acting Beta-Agonists (LABAs) v. 18.02.2010. http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm200776.htm

[2] Sadatsafavi M et al.: Dispensation of long-acting β agonists with or without inhaled corticosteroids, and risk of asthma-related hospitalisation: a population-based study. Thorax 2014;69:328–334