Newsletter Nr. 05/2016

Windfahne bei Sturm

EuGH-Urteil: Rückenwind von Dritten: In stürmischen Zeiten ist der gut beraten, der den Wind zu seinem Freund machen kann. Dann werden viele der Reaktionen auf das EuGH-Urteil zu wirkungsvollem Rückenwind. Wir haben Ihnen ermutigende Argumente, Berichte und Meinungen in unserem Blog zusammengestellt.

 

Rabatt-Countdown: Nutzen Sie die letzten Tage unseres Frühbucher- und „EuGH-Trotz“-Rabatts: Bis zum 30.11.2016 erhalten Sie bei Ihrer verbindlichen Anmeldung 15% + 5 % Rabatt auf jedes gebuchte Seminar. Seminaranmeldung online.

 

Apotheker sind sicher und verträglich: „Sie haben doch gar nicht die Persönlichkeit für einen Rollenwechsel.“ Als Dr. Karen Lütsch das auf einer Konferenz hörte, hat es sie nicht nur verärgert, sondern zu einer Studie angeregt. Was ihre Literaturauswertung ergeben hat, stärkt das Profil der Apothekerinnen und Apotheker und verweist konstruktiv auf Rahmenbedingungen, die es – jenseits von Persönlichkeitsfragen – braucht, um Beratungskompetenz zu leben. Mehr dazu in unserem Blog.

 

Dann schreiben Sie dem Arzt doch einen Konsiliarbrief: Das ist eine der Ideen, die Dr. Karen Lütsch in unserem ersten Webinar vorgestellt hat. Warum nicht den Kommunikationsweg nutzen, der dem Arzt vertraut ist? Wir stellen Ihnen in unserem Blog einen knapp 2-minütigen Ausschnitt des Webinars zur Verfügung, in dem Sie sehen und hören, wie dieser Weg in Australien erfolgreich beschritten wurde.

 

FLAME-Studie zu COPD: Die doppelt bronchodilatierende Kombination aus langwirksamem Beta-2-Mimetikum (LABA) und langwirksamem Anticholinergikum (LAMA) ist der Kombination aus LABA und inhalativem Kortikosteroid (ICS) überlegen. In unserem Blog haben wir Ergebnisse, Studiendesign und Quellen für Sie zusammen gestellt.

 

Orale Diabetestherapie ausweiten? Eine Empfehlung des britischen NICE hat vorgestern beschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine Ausweitung der oralen Diabetes-Therapie auf Dreierkombinationen eine sinnvolle Alternative zum Übergang auf Insulin ist. Hintergründe hierzu sowie die Empfehlungen unserer Leitlinie zu oralen Kombinationen finden Sie in unserem Blog.

 

Vermeidbare Klinikeinweisungen: In Deutschland werden lt. OECD überdurchschnittlich viele Patienten mit Herzinsuffizienz, Asthma oder COPD wegen akuter Verschlechterung ungeplant ins Krankenhaus eingewiesen. Wegen arzneimittelbezogener Probleme? Kurzzusammenfassung und Quellenangaben in unserem Blog.

 

Mit (kurz vor) adventlichen Grüßen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

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Newsletter Nr. 04/2014

CaP-Logo in Tablet vor Meer

Medikationsmanagement: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie (wir haben berichtet) ist mit maximaler Teilnehmerzahl angelaufen. 40 Hamburger Apotheker/innen profitieren damit schon zum Auftakt von der neuen Netzwerkpartnerschaft. Am Präsenztermin stand die Kommunikation im Vordergrund. Um die Klinische Pharmazie wird es im Online-Teil gehen: In einem einwöchigen moderierten Case-Training nehmen die Teilnehmer drei Fälle unter die Lupe. Wir werden berichten.

 

Spannende Themen im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 2/2014: Kein Codein für Kinder – neue Risikobewertung wegen Morphinintoxikation bei schnellen Metabolisierern von CYP2D6-Substraten. Nach Einnahme von Zolpidem sollen mindestens acht Stunden lang keine Tätigkeiten ausgeführt werden, die Reaktionsvermögen erfordern. Weitere Themen und Links hier.

 

NOAK überlegen und sicher: So lautet das Fazit einer Klarstellung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung. Weitere Details dazu hier.

 

Neue Adipositas-Leitlinie: Orlistat wird als einzige medikamentöse Option in der neuen interdisziplinären S3-Leitlinie zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ genannt. Die Indikation besteht, wenn ein Basisprogramm mit Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie nach 6 Monaten zu weniger als 5% Gewichtsabnahme geführt hat. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

ESC-Leitlinie zur peri-operativen kardio-vaskulären Therapie: Die Behandlungsoptionen bei schwerem Asthma nach neuer ERS/ATS-Guideline sind: hochdosierte systemische Corticoide, LABA, Tiotropium, Omalizumab. Für Interleukin-Antikörper müssen Wirksamkeit und Sicherheit erst noch gezeigt werden. Schlecht ist die Datenlage bei Kindern mit schwerem Asthma.

 

Ebenfalls ganz neu ist die ESC-Leitlinie zum Einsatz kardialer und gerinnungsaktiver Medikamente bei chirurgischen Eingriffen außerhalb des Herzens. Mehr dazu hier.

 

Neues Fallbeispiel: Auf unserer Website stellen wir Ihnen den Fall eines 86-jährigen Alzheimer-Patienten vor und diskutieren die Optionen seiner Schmerztherapie. In unseren Veranstaltungen erarbeiten die Teilnehmenden die Lösung für solche Kasuistiken und stärken so ihre Kompetenz in der patientenorientierten Pharmazie. Verschaffen Sie sich einen Eindruck anhand dieses Beispiels hier.

 

Noch Plätze frei: Was muss bei Kindern, Schwangeren und Senioren anders gemacht werden als bei Erwachsenen mittleren Alters? Wie finde und nutze ich medizinische Literatur wie Leitlinien etc.? Antworten darauf erhalten Sie vom 13.11. bis 10.12.14 in den Online-Seminaren „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Anmeldungen nehmen wir z. B. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

CaP Logo geschützt ist jetzt eine Marke: Haben Sie das ® in unserem Bild oben bemerkt? Seit Juli genießt Campus Pharmazie Markenschutz, damit Sie sicher sein können: Wo unser Logo drauf ist, stecken auch wirklich wir dahinter.

Mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Newsletter Nr. 03/2014

AMTS-Experte

Nicht ohne mein Kortikoid: Der Gebrauch von langwirksamen Beta-2-Mimetika (LABA) steht im Verdacht, langfristig die Häufigkeit von asthmabedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfällen zu erhöhen. Aber nur, wenn LABA allein – statt nach Leitlinie in Kombination mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) – angewandt werden. Lesen Sie mehr dazu hier.

 

Fachtagung Orale Krebstherapie: Immer häufiger werden Krebspatienten mit oral verfügbaren antineoplastischen Arzneimitteln behandelt. Auf der einen Seite ist das eine Erleichterung für die Patienten, die nicht mehr so häufig in die onkologische Arztpraxis kommen müssen, andererseits bedeutet dies ein erhöhtes Risiko für die korrekte Anwendung und macht die Beratung in der Apotheke besonders wichtig. Am 13. September 2014 können Sie sich dazu in München fortbilden. Informationen darüber hier.

 

Neuer Netzwerkpartner: die Apothekerkammer Hamburg: Wir freuen uns, als neuen Partner in unserem Fortbildungsnetzwerk die Apothekerkammer Hamburg zu begrüßen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

Campus Pharmazie bei der ADKA-Jahrestagung: Beim 39. ADKA-Kongress vom 15. bis 18. Mai 2014 in Hamburg stellen wir die Evaluationsergebnisse aller Seminare des Jahres 2013 vor und beteiligen uns mit einem Poster-Beitrag zum Thema „Hypertonie-Leitlinien: Empfehlungen von allen Seiten“ am wissenschaftlichen Programm. Der Beitrag beleuchtet die Übereinstimmungen und Unterschiede der um den Jahreswechsel erschienenen europäischen, amerikanischen und kanadischen Leitlinien zur antihypertensiven Therapie.

 

Seminar „Unerwünschte Wirkungen und Pharmakovigilanz“: Dieses Seminar ist gerade gestartet. Passend zum Thema ist aktuell ein Artikel über iatrogene neurologische Störungen erschienen, der hier kurz zusammengefasst ist. Gerade bei neurologischen UAW ist es schwierig, diese als UAW zu erkennen, weil die neurologischen Veränderungen so viele Gesichter haben können. Wird die Störung nicht als UAW erkannt, sondern für eine neue Erkrankung gehalten, entstehen Verordnungskaskaden, die wiederum das Risiko für weitere UAW durch die neuen Wirkstoffe und ihre Interaktionen erhöhen.

 

Medikationsmanagement mit der AKHH: Die Apothekerkammer Hamburg und Campus Pharmazie bieten gemeinsam an: „Medikationsanalyse – die Basis für das Medikationsmanagement“. Die Veranstaltung besteht aus einem Präsenzseminar mit Einführung ins Thema und praktischen Übungen zur Kommunikation mit Patienten am 05.07.2014 und einem Online-Training, in dem die Medikationsanalyse an drei Fällen aktiv geübt wird, damit Sie sie im Anschluss auch im Alltag einsetzen können. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Aktionsangebot zur 2. Jahreshälfte: Unsere Veranstaltungen in der 2. Jahreshälfte finden Sie in unserem Fortbildungskalender. Auf alle Anmeldungen bis zum 31. Mai 2014 erhalten Sie 10% Rabatt.

 

Mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Asthma: kein Langzeitrisiko durch LABA, wenn…

Der Gebrauch von langwirksamen Beta-2-Mimetika (LABA) steht im Verdacht, langfristig die Häufigkeit von asthmabedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfällen zu erhöhen [zusammengefasst in 1].

Aber nur, wenn LABA allein – statt nach Leitlinie in Kombination mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) – angewandt werden. Das zeigte eine kanadische Fall-Kontroll-Studie an über 43.000 Asthmatikern in British Columbia [2]. Die „Fälle“ waren gut 3.300 Asthmatiker, die asthmabedingt ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten, „Kontrollen“ gut 43.000 Asthmatiker, die keinen einweisungspflichtigen Notfall erlitten hatten. Der Vergleich der Häufigkeiten der Therapie mit LABA allein, ICS allein und Kombination aus beiden zeigte, dass die Kombination kein höheres Risiko als ICS allein bedeutete, die LABA-Monotherapie jedoch sehr wohl.

Gut - Besser - Am Besten

Die Adhärenz hinsichtlich des ICS spielt demnach eine besonders große Rolle, wenn Asthmatiker zur Symptomkontrolle und Verbesserung der Lungenfunktion mit LABA behandelt werden.

In der Beratung ist ein Hinweis darauf, dass ICS Krankenhauseinweisungen und Todesfälle vermeiden helfen, sehr wichtig, da viele Patienten unerwünschte Wirkungen eher durch Corticoide als durch andere Arzneimittel befürchten.

Quellen:

[1] FDA Drug Safety Communication: New safety requirements for long-acting inhaled asthma medications called Long-Acting Beta-Agonists (LABAs) v. 18.02.2010. http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm200776.htm

[2] Sadatsafavi M et al.: Dispensation of long-acting β agonists with or without inhaled corticosteroids, and risk of asthma-related hospitalisation: a population-based study. Thorax 2014;69:328–334