Newsletter Nr. 04/2018

Herbstlaub auf einem Laptop

Von einem Psychopharmakon zum anderen: Übersichtliche Hilfestellung beim Umstellen bietet die niederländische Website „Psychiatrie-net“ mit ihren Switchtabellen. Davon gibt es eine für Stimmungsstabilisierer / Phasenprophylaktika, eine für Antipsychotika und eine für Antidepressiva. Wir haben den Informationsgehalt für Sie auf unserer Website dargestellt.

 

MSc Clinical Pharmacy Practice-Infoabend in München: am 12.10.18 von 19:30-21:00 nahe Messe München Ost, gut geeignet für alle Expopharm- und DAT-Besucher und KollegInnen aus München und Umgebung. Referentinnen: Dr. D. Dartsch (Hamburg), I. Donat (Aberdeen). Anmeldeschluss ist heute (na gut, morgen, 22.09.18) Kostenlos, begrenzte Teilnehmerzahl, Ortsangabe folgt nach Anmeldung.

 

Lebenslanges Lernen stärkt Innovation: Wer in einer komplexen Arbeitsumgebung eigenverantwortlich arbeitet, so wie Apothekerinnen und Apotheker, und dabei regelmäßig flankierende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wahrnimmt, bringt Innovation ins Unternehmen. Lesen Sie unsere Kurzdarstellung der FiBS-Studie auf unserer Website.

 

Apotheker in die Notaufnahmen! Mit dem vierten Artikel ist unsere Mini-Serie komplett, in der wir Studien zum Nutzen von Apothekern und pharmazeutischen Leistungen in der Notaufnahme vorgestellt haben. Die vierte Studie belegt, dass vor allem die Arzneimittelanamnese durch Apotheker die Häufigkeit nicht nur potenzieller, sondern manifester unerwünschter Ereignisse statistisch signifikant senkt.

 

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmazie: Am 3./4.11.18 geht es in Hamburg um das Thema „Auf Herz und Nieren geprüft – Pharmakotherapie bei Niereninsuffizienz“. Das ist für KollegInnen aus öffentlichen und Krankenhausapotheken gleichermaßen relevant. Die Anmeldung läuft bis 01.10. Programm, Anmeldung und weitere Infos auf der Website der DGKPha. Dr. Dorothee Dartsch ist Tagungspräsidentin.

 

Der Seminarfahrplan 2019 ist da! Mit Frühbucherrabatt: Da ist er wieder: Unser Seminarkalender 2019 ist ab sofort online. Bis zum 15.10.18 erhalten Sie bei Ihrer verbindlichen Anmeldung 15% Rabatt auf jedes gebuchte Seminar.

Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen 10.01. – 06.02.
Interpretation von Laborparametern 31.01. – 27.02.
Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen 21.03. – 17.04.
Arzneimittelinteraktionen 30.05. – 26.06.
Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation 05.09. – 02.10.
Angewandte Pharmakokinetik 03.10. – 30.10.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Pharmakovigilanz 07.11. – 04.12.

 

Mit herzlichen Grüßen in den Herbst

Jasmin Hamadeh——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)–__–(Klinische Pharmazie)
——-– mit dem Campus-Team –

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Bildnachweis: © alexkich/ Fotolia

Was Apotheker in der direkten Patientenversorgung können sollen

Das American College of Clinical Pharmacy hat die Anforderungen an Apotheker aktualisiert, die in der direkten Patientenversorgung tätig sind. Dabei versteht es unter „direkter Patientenversorgung“ nicht jedweden direkten Kontakt zwischen Apotheker und Patient, sondern:

„die direkte Betrachtung und Einschätzung des Patienten und seiner arzneimittelbezogenen Bedürfnisse, den Beginn, die Modifizierung oder die Beendigung seiner individuellen Arzneimitteltherapie sowie die laufende Begleitung seiner Pharmakotherapie, jeweils in Zusammenarbeit mit anderen Heilberuflern“.

Sehr viele der geforderten Kompetenzen halten auch wir für wichtig, um Apothekerinnen und Apotheker hierzulande nachhaltig als Heilberufler zu stärken. Darum verfolgen wie sie als Ziele in unseren Seminaren und Case Trainings.

Die in verschiedenen Bereichen vom ACCP geforderten Kompetenzen sind diese:

Direkte Patientenversorgung:

  • die arzneimittelbezogenen Probleme und Bedürfnisse des Patienten erkennen und priorisieren können
  • die Pharmakotherapie hinsichtlich Angemessenheit, Wirksamkeit, Sicherheit, Adhärenz und Wirtschaftlichkeit beurteilen können
  • arzneimittelbezogene Probleme lösen und Therapievorschläge entwickeln können
  • das Therapiergebnis verfolgen können
  • mit anderen Heilberuflern zusammenarbeiten können, um optimale Ergebnisse für den Patienten zu erzielen
  • die Rolle und Verantwortlichkeiten der beteiligten Heilberufler berücksichtigen können

Pharmakotherapie:

  • vertieftes Wissen der Pharmakologie, der Pharmakotherapie, der Pathophysiologie sowie der Anzeichen, der Symptome und des Verlaufs von Erkrankungen haben und anwenden können
  • relevante Information aus der biomedizinischen, klinischen, epidemiologischen und sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Literatur finden, bewerten, interpretieren und aufnehmen können
  • wissenschaftliche / klinische Evidenz als Basis für therapeutische Entscheidungen einsetzen können
  • über Wissen und Erfahrung verfügen, wie es für die Zertifizierung in einer oder mehrerer der „BPS specialties“ (US-spezifische Fortbildungsbereiche) verlangt wird
  • das Pharmakotherapiewissen aktuell halten und ausbauen können

Gesundheitsversorgung:

  • Versorgungssysteme und Gesundheits-Informatik nutzen können, um die Versorgung zu optimieren
  • an der Identifizierung system-basierter Fehler und deren Lösung mitwirken können
  • arzneimittelbezogene Probleme lösen können, um die allgemeine Gesundheit und Qualitätsindikatoren des Gesundheitswesens zu verbessern
  • Pharmakoökonomie und Kosten-Outcome-Analysen auf die Versorgung anwenden können
  • an der Entwicklung von Lösungen zur Schnittstellenproblematik mitwirken können
  • Prozesse entwickeln können, um die Arznbeimittelanwendung zu optimieren

Kommunikation:

  • effektiv mit Patienten, versorgenden Anghörigen, anderen Heilberuflern und Interessenvertretern kommunizieren können
  • klare und knappe Mitteilungen für anderen Heilberufler erstellen können
  • professionelle und zielgruppengerechte schriftliche Mitteilungen erstellen können
  • mündliche Komunikation der jeweiligen Zielgruppe und dem jeweiligen Kontext angemessen gestalten können
  • mit der angemessenen Durchsetzungsfähigkeit und Empathie sowie dem angemessenen Selbstvertrauen und Respekt für den Adressaten kommunizieren können

Professionalität:

  • die höchsten Standards der Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit einhalten
  • sich für ein vertrauensvolles Miteinander mit dem Patienten einsetzen und dessen Wohl zum Ziel haben
  • Vorbild gegenüber Studierenden, Auszubildenden und Kollegen sein
  • die klinische Pharmazie durch professionelle Nachwuchsarbeit und Engagement in Fachgesellschaften voranbringen

Lebenslange Fort- und Weiterbildung:

  • sich der Exzellenz und dem lebenslangen Lernen verpflichten
  • sich selbst und seine Kompetenzen kritisch einschätzen und weiterentwickeln können
  • Strategien für die persönliche Weiterentwicklung durch lebenslange Fortbildung entwicklen und verfolgen können
  • fachliches Wissen an Studierende, Auszubildende und andere Heilberufler weitergeben können
  • Zertifizierungen aufrecht erhalten, um sicherzustellen, dass das therapeutische Wissen stets aktuell ist

Quelle:

JJ Saseen et al.: ACCP Clinical Pharmacist Competencies. Pharmacotherapy 2017; doi: 10.1002/phar.1923

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