Newsletter Nr. 02/2018

Präsenz-Workshop ‚Falldiskussionen‘ in HH am 28.04.2018: Die Diskussion von Medikationsanalyse-Fallbeispielen in diesem Workshop ist eine hervorragende Gelegenheit, auf diesem Gebiet sicherer und schneller zu werden. Noch sind Plätze frei. Jetzt anmelden – Anmeldeschluss ist in wenigen Tagen (30.03.2018).

 

Apotheker zum Medikationsmanagement in die Pflegeheime: In England ist das der Plan, weil Pilotversuche gezeigt haben, dass diese Maßnahme die Notaufnahmen und die Arzneimittelkosten verringerte. Eine kurze Zusammenfassung und den Link zur Pressemeldung finden Sie auf unserer Website.

 

Wiederaufnahmen ins Krankenhaus wegen Arzneimitteln: Neue Übersichtsarbeit zeigt: Bei einem Fünftel aller Patienten, die kurz nach Entlassung aus dem Krankenhaus erneut aufgenommen werden müssen, ist die Arzneimitteltherapie schuld daran. Knapp 70% dieser arzneimittelbezogenen Wiederaufnahmen wären vermeidbar gewesen – z.B. durch eine umfassende Medikationsanalyse.

 

Neue Asthma-Leitlinie: Ende 2017, zehn Jahre nach der letzten Auflage, ist die Asthma-Leitlinie aktualisiert worden, um neuen Erkenntnissen zur Entstehung, zur Diagnostik und zur Therapie des Bronchialasthmas Rechnung zu tragen. Die aktuellen Therapieempfehlungen für Erwachsene in neuerdings fünf Stufen stellen wir Ihnen auf unserer Website vor.

 

Medikationsfehler durch verwirrende Stärkeangaben: Aus den Meldungen von (Beinahe-)Medikationsfehlern finden sich im aktuellen Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des BfArM und PEI Beispiele, wie verwirrende Angaben zur Stärke in den Arzneimittelbezeichnungen die Patientensicherheit gefährden – durch Dosierungsfehler z.B. bei Arzneimitteln mit Flupentixol, Valproinsäure und Methotrexat. Für Sie zusammengefasst auf unserer Website.

 

Neuer Netzwerkpartner VAAÖHerzlich willkommen, Österreich! Mitglieder des Verbandes der Angestellten Apotheker Österreichs finden unsere Veranstaltungen nun auch auf der VAAÖ-Website und erhalten 10% Netzwerkrabatt bei der Buchung unserer Veranstaltungen.

 

Seminar- & Workshop-Termine, 1. Halbjahr: Am 12. April startet das Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“, am 10. Mai „Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen“ und am 07. Juni „Arzneimittelinteraktionen“. Die ersten beiden Präsenz-Workshops im Master-Modul „Pharmazeutische Versorgung“ finden am 28. April und am 30. Juni 2018 statt, jeweils von 09:00 bis maximal 18:30 in Hamburg. Das „Komplettpaket“ aus diesen fünf Veranstaltungen berechtigt Sie, im Herbst 2018 direkt in die Diplomstufe des Masterstudiengangs einzusteigen. Jetzt anmelden.

 
Mit herzlichen Grüßen!

Jasmin Hamadeh——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)———–__–(Klinische Pharmazie)
———– mit dem Campus-Team –

Bildnachweis: © contrastwerkstatt / Fotolia

Newsletter Nr. 04/2014

CaP-Logo in Tablet vor Meer

Medikationsmanagement: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie (wir haben berichtet) ist mit maximaler Teilnehmerzahl angelaufen. 40 Hamburger Apotheker/innen profitieren damit schon zum Auftakt von der neuen Netzwerkpartnerschaft. Am Präsenztermin stand die Kommunikation im Vordergrund. Um die Klinische Pharmazie wird es im Online-Teil gehen: In einem einwöchigen moderierten Case-Training nehmen die Teilnehmer drei Fälle unter die Lupe. Wir werden berichten.

 

Spannende Themen im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 2/2014: Kein Codein für Kinder – neue Risikobewertung wegen Morphinintoxikation bei schnellen Metabolisierern von CYP2D6-Substraten. Nach Einnahme von Zolpidem sollen mindestens acht Stunden lang keine Tätigkeiten ausgeführt werden, die Reaktionsvermögen erfordern. Weitere Themen und Links hier.

 

NOAK überlegen und sicher: So lautet das Fazit einer Klarstellung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung. Weitere Details dazu hier.

 

Neue Adipositas-Leitlinie: Orlistat wird als einzige medikamentöse Option in der neuen interdisziplinären S3-Leitlinie zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ genannt. Die Indikation besteht, wenn ein Basisprogramm mit Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie nach 6 Monaten zu weniger als 5% Gewichtsabnahme geführt hat. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

ESC-Leitlinie zur peri-operativen kardio-vaskulären Therapie: Die Behandlungsoptionen bei schwerem Asthma nach neuer ERS/ATS-Guideline sind: hochdosierte systemische Corticoide, LABA, Tiotropium, Omalizumab. Für Interleukin-Antikörper müssen Wirksamkeit und Sicherheit erst noch gezeigt werden. Schlecht ist die Datenlage bei Kindern mit schwerem Asthma.

 

Ebenfalls ganz neu ist die ESC-Leitlinie zum Einsatz kardialer und gerinnungsaktiver Medikamente bei chirurgischen Eingriffen außerhalb des Herzens. Mehr dazu hier.

 

Neues Fallbeispiel: Auf unserer Website stellen wir Ihnen den Fall eines 86-jährigen Alzheimer-Patienten vor und diskutieren die Optionen seiner Schmerztherapie. In unseren Veranstaltungen erarbeiten die Teilnehmenden die Lösung für solche Kasuistiken und stärken so ihre Kompetenz in der patientenorientierten Pharmazie. Verschaffen Sie sich einen Eindruck anhand dieses Beispiels hier.

 

Noch Plätze frei: Was muss bei Kindern, Schwangeren und Senioren anders gemacht werden als bei Erwachsenen mittleren Alters? Wie finde und nutze ich medizinische Literatur wie Leitlinien etc.? Antworten darauf erhalten Sie vom 13.11. bis 10.12.14 in den Online-Seminaren „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Anmeldungen nehmen wir z. B. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

CaP Logo geschützt ist jetzt eine Marke: Haben Sie das ® in unserem Bild oben bemerkt? Seit Juli genießt Campus Pharmazie Markenschutz, damit Sie sicher sein können: Wo unser Logo drauf ist, stecken auch wirklich wir dahinter.

Mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Spannende Themen im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 2/2014

Medikation unter die Lupe nehmen (2)Themen der Ausgabe vom Juni 2014 sind u. a.:

  • Codein: Risiko der Morphinintoxikation bei der Behandlung von Husten und Erkältungskrankheiten bei Kindern und Jugendlichen
  • Zolpidem im Zusammenhang mit eingeschränkter Fahrtüchtigkeit, Verkehrsunfällen und Schlafwandeln – europäisches Risikobewertungsverfahren
  • Europäisches Risikobewertungsverfahren zur dualen Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems
  • Kieferosteonekrosen und schwere Hypokalzämien unter Therapie mit Denosumab
  • Der Parallelimport von Humanarzneimitteln – neue regulatorische Herausforderungen im Bereich der Pharmakovigilanz
  • Abgeschlossene und laufende pharmakoepidemiologische Studien zur Stärkung der Nutzen-Risiko-Bewertung (Narkolepsie, Impfrisiken allgemein und in der Frühschwangerschaft)
  • Hinweise auf aktuelle Rote-Hand-Briefe und Sicherheitsinformationen

Alle Bulletins zur Arzneimittelsicherheit finden Sie unter

http://www.pei.de/bulletin-sicherheit

 

Newsletter Nr. 09/2013

Allen Newsletterlesern wünschen wir einen goldenen Herbst.

Fortbildungskalender 2014: Der Herbst läutet bei uns nicht das Jahresende ein, sondern das neue Jahr: Der neue Campus-Fortbildungskalender ist da. Hier zum Download als PDF für Sie.

Profitieren Sie von 20% Frühbucherrabatt bei Anmeldungen bis zum 31.10.2013.

Die Termine im Überblick finden Sie am Ende des Newsletters.

 

Optimale kardiovaskuläre Therapie bei Patienten über 85: Können Therapieempfehlungen, die auf Studien mit jüngeren Erwachsenen beruhen, auf Patienten jenseits der 80 angewandt werden? Für die Empfehlung, nach einem Herzinfarkt eine Kombination aus ASS, ACE-Hemmer / AT1-Blocker, Betablocker und Lipidsenker einzusetzen, scheint das zu gelten. Mehr Informationen hier.

 

„Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“: In diesem Seminar betrachten wir die besonderen pharmazeutischen Herausforderungen bei der Therapie der Patientengruppen Kinder, Senioren und Schwangere sowie Stillende. Neben der Frage der Übertragbarkeit von Studienergebnissen aus anderen Patientengruppen (s.o.) sind hier eine Reihe von pharmakokinetischen, ‑dynamischen und funktionalen Unterschieden zu beachten, um eine sichere Arzneimitteltherapie zu gewährleisten. Nächster Lauf: 07.11.–04.12.13. Mehr Informationen hier.

 

Copeptin: ein neuer Herzinfarktparameter Gerade in kritischen Situationen wie dem Verdacht auf einen Herzinfarkt wünscht man sich einen sensitiven und spezifischen Laborparameter, der sofort messbar reagiert. Copeptin, ein Glykoprotein, könnte sich als ein solcher Parameter erweisen. Erste Studien wurden jüngst beim Kongress der Europäischen Kardiologen vorgestellt. Ein Kurzbericht dazu hier.

 

„Interpretation von Laborparametern: Dieses Seminar startet am kommenden Donnerstag mit Teilnehmenden aus öffentlichen und Krankenhausapotheken. Campus-Seminar-Erfahrene sowie „Neuzugänge“, Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bereits dabei, sich miteinander und mit dem Seminarmaterial vertraut zu machen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

 

„Angewandte Pharmakokinetik“ erfolgreich abgeschlossen: Noch drei Tage bis zum inhaltlichen Abschluss des Seminars „Angewandte Pharmakokinetik„, aber schon jetzt ist klar, dass alle Teilnehmerinnen sich weit mehr als im Rahmen der Mindestanforderungen für das Zertifikat im Seminar engagiert haben. Noch eine letzte Systematisierung und Abrundung des wichtigen Grundlagenthemas, dann versenden wir mit Freuden eine neue Runde Zertifikate.

 

Neues Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des BfArM erschienen: mit Informationen zu Methylphenidat, Masern- und HPV-Impfung und den ersten Erfahrungen zur Meldung von UAW-Verdachtsfällen durch Verbraucher.

 

Patienten mit Schlaganfallrisiko erkennen: Wenn Sie wissen möchten, an welchen Indikatorarzneimitteln Sie Patienten mit Vorhofflimmern erkennen und wie Sie deren Schlaganfallrisiko einschätzen können, finden Sie hier mehr Informationen dazu. Diese Informationen könnten Sie auch gleich im Online-Case Training (s.u.) anwenden.

 

Online-Case Training: Soll Frau R. mit Vorhofflimmern und KHK ein Statin einnehmen? Herr D. bekommt Furosemid, Quinapril und Metformin und fühlt sich akut unwohl – was ist da los? Kann Herr M., der unter Schlafstörungen, Depression und KHK leidet, mit einem Benzodiazepin behandelt werden?

 

Im Online-Case-Training eine Woche lang mit KollegInnen drei knifflige Fälle diskutieren und lösen: 14.-20.11.2013. Jetzt anmelden!

 

Mit herbstlichen, kollegialen Grüßen,

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Der Campus Pharmazie-Fortbildungskalender 2014

„Arzneimitteltherapie bei Patienten bei Eliminationsstörungen“

16.01. – 12.02.2014

„Arzneimittelinteraktionen“

13.03. – 09.04.2014

„Angewandte Pharmakokinetik“

01.05. – 28.05.2014

„Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“

01.05. – 28.05.2014

„Interpretation von Laborparametern“

04.09. – 01.10.2014

„Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“

13.11. – 10.12.2014

„Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“

13.11. – 10.12.2014

„Case Training“:  23. – 29.01.  |  03. – 09.04.  |  12. – 18.06.  |  18. – 24.09.2014

 

Paracetamol – wirksam und sicher!

Im soeben kommunizierten Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des PEI ist die Datenlage zu Paracetamol (PCM) angesichts der Diskussionen um Wirksamkeit und Sicherheit zusammengefasst dargestellt.

Das Ergebnis ist:

  • PCM ist bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber erwiesenermaßen wirksam.
  • Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann es zwar zu einem – meist vorübergehenden – Anstieg der Leberparameter kommen, die aber nicht als Ausdruck einer Leberschädigung zu werten sind. Eine klinisch relevante Leberschädigung tritt bei Beachtung der Dosierungsvorschriften nicht auf.
  • Hinsichtlich des Risikos für gastrointestinale oder kardiale unerwünschte Wirkungen ist PCM den NSAR überlegen.
  • In der Schwangerschaft ist PCM nach wie vor das Mittel der Wahl bei Schmerzen und Fieber. Verdachtsmomente, dass PCM beim Kind zu Asthma oder Lageanomalien des Hodens führen könnten, haben sich nicht bestätigt. (Die Forderung, PCM nur wenn wirklich nötig und dann in der niedrigsten wirksamen Dosis und so kurz wie möglich anzuwenden, bleibt davon unberührt.)

Quelle: Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, Ausgabe 3/2012, 13.9.2012

Neues aus dem Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (1. Ausgabe 2012)

Das vierteljährlich erscheinende Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (Link) informiert aus den beiden Bundesoberbehörden BfArM und PEI zu aktuellen Aspekten der Risikobewertung von Arzneimitteln.

Für uns Apotheker besonders aktuell: Neue Erkenntnisse zu Umckaloabo®
Umckaloabo® enthält Wurzelextrakte aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides), die schon seit längerer Zeit im (bisher unbewiesenen) Verdacht stehen, UAW an der Leber hervorzurufen.

Im Rahmen eines seit Oktober 2011 laufenden Stufenplanverfahrens wird derzeit die verfügbare Literatur zusammengetragen und erneut ausgewertet. Der Verdacht stützt sich auf in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen aufgetretene Fälle von erhöhten Leberenzymen sowie mittlerweile 30 UAW-Meldungen (11 Hepatitis-, 8 Ikterusfälle und 3 Fälle von nicht näher bezeichneter Leberschädigung). Ein kausaler Zusammenhang zwischen Umckaloabo® und diesen UAW lässt sich wegen der gleichzeitigen Einnahme weiterer Arzneimittel mit hepatotoxischem Potenzial sowie der fehlenden Spezifität der Symptome (Hepatitiden beispielsweise können auch viral bedingt sein) nicht eindeutig herstellen, ist aber auch nicht auszuschließen.
Für einen kausalen Zusammenhang sprechen v.a.:

  • ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Einnahme und Auftreten der Symptome
  • das Abklingen von Symptomen nach Absetzen des Arzneimittels
  • das Fehlen anderer Ursachen (Co-Medikation, Infektionen etc.)

Weitere Fälle von leberspezifischen UAW nach Einnahme von Umckaloabo® sollten gemeldet werden, um die Datenlage zu verbessern. Da es sich um ein OTC-Präparat handelt, sind hier in erster Linie wir Apotheker gefragt.

Der Pharmakovigilanz-Meldebogen für solche Beobachtungen kann hier vom BfArM heruntergeladen werden. Es handelt sich um lediglich eine Seite, die auszufüllen ist.
Ausfüllen und Einsenden ist auch online möglich.

Weitere Themen des aktuellen Newsletters sind u.a.:

  • psychiatrische UAW von Montelukast in der Asthmatherapie (mit Fokus auf die Gruppe der Kinder und Jugendlichen)
  • eventuell erhöhte Mortalität nach Behandlung mit Somatropin wird derzeit in einer europaweiten Studie untersucht
  • Besonderheiten von Adsorbat-Impfstoffen: Ausflockungen sind keine Qualitätsmängel sondern produkttypisch: Diese Impfstoffe enthalten feine Partikel aus mit Antigen besetzten Aluminiumverbindungen, die während der Lagerung sedimentieren. Durch kräftiges, manchmal längeres  Aufschütteln lässt sich wieder eine homogene Suspension herstellen. Diese Impfstoffe dürfen nicht eingefroren werden.