Newsletter Nr. 10/2013

besser gemeinsam

Fortbildungs-Interaktionen: Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe hat die moderierten Campus-Pharmazie-Seminare intensiv geprüft und entschieden, die Seminarteilnahme ihrer Mitglieder finanziell zu fördern. Die Kammer erweitert auf diesem Weg ihr Fortbildungsangebot um kompetenzorientierte E-Learning-Einheiten in patientenorientierter Pharmazie.Anmeldung zu den Seminaren ist ab sofort möglich. Weitere Netzwerkpartner Apothkerkammer Westfalen-LippeInformationen finden Sie hier und auf den Seiten der Apothekenkammer Westfalen-Lippe.

 

Campus-Tag in Münster: Zum Auftakt der „Fortbildungs-Interaktion“ veranstalten wir am 20.11.13 von 14 bis 18 Uhr mit der Apothekerkammer Westfalen-Lippe einen Campus-Tag in Münster. In diesem „echten“ Treffen führen wir interessierte Kolleginnen und Kollegen entlang einer Fallbearbeitung durch den typischen Ablauf der Campus Pharmazie-Seminare. Mehr Informationen zum Ablauf finden Sie hier. Anmeldung zu dieser kostenlosen, mit 5 Fortbildungs-Punkten für Apotheker/innen aller Kammerbezirke honorierten Veranstaltung über die über den online-Fortbildungskalender der AkWL.

 

Diabetes und Niere: Ein Viertel aller Typ 2-Diabetiker hat eine diabetische Nierenschädigung. Wie Sie Patienten mit dieser Eliminationsstörung durch eine Anpassung der Arzneimitteltherapie unterstützen können, erfahren Sie hier.

 

Adventskalender 2013: Auch dieses Jahr möchten wir Sie mit einem klinisch-pharmazeutischen Adventskalender erfreuen und laden Sie herzlich ein, sich an der Gestaltung zu beteiligen. Als Dankeschön verlosen wir unter allen teilnahmeberechtigten Einsendern von Kalenderbeiträgen Plätze zu den Seminaren „Patienten mit Eliminationsstörungen“ (16.01.-12.02.14), „Arzneimittelinteraktionen“ (13.03.-09.04.14) und zum Case-Training (23.-29.01.14). Nähere Informationen hier.

 

Glückwunsch den Absolventen des Seminars Interpretation von Laborparametern: Alle Teilnehmenden haben die Anforderungen mit Bravour erfüllt und sind nun in der Lage, die gängigen Laborparameter in der Optimierung von Arzneimitteltherapien anzuwenden. Die Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen für die 26 Fortbildungspunkte der Kammer sind sehr verdient und unterwegs. Wir freuen uns über den Zuwachs im Alumni-Netzwerk.

 

Don’ts in der Krebstherapie: Die ASCO hat fünf medizinische Maßnahmen benannt, die in der Krebstherapie unterbleiben sollten. Wir haben Sie hier für Sie zusammengefasst.

 

Medikamente in der Stillzeit: Viele Arzneimittel werden in der Stillzeit aus Angst vor Nebenwirkungen beim Kind abgesetzt, oder es wird auf Flaschennahrung umgestellt. Dies ist seltener nötig, als viele denken, sagt die American Academy of Pediatrics, AAP. Mehr Informationen haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

 

Bildungsprämie verlängert: Die Vergabe der „Bildungsprämie“ wurde verlängert. Mit dieser staatlichen Förderung für berufliche Fort- und Weiterbildungen können Teilnehmer mit einer Übernahme von bis zu 50% der Seminargebühren unterstützt werden. Nähere Informationen finden Sie unter www.bildungspraemie.info, allgemeine Informationen zu Fördermöglichkeiten der Campus Pharmazie-Seminare auch hier.

 

dpv-Treffen: Über Merkmale und Möglichkeiten verschiedener E-Learning-Formate sprach Dorothee Dartsch am 19.10.13 auf Einladung des Deutschen Pharmazeutinnen-Verbandes beim 9. Europäischen Pharmazeutinnen-Treffen. Besonderer Fokus des Vortrags lag auf kompetenzorientierten Konzepten. Intensiv diskutiert wurde im Anschluss nicht nur das Zusammenspiel aus Methoden und Lernzielen, sondern auch die Frage, ob Fort- und Weiterbildung für Apothekerinnen und Apotheker verpflichtend sein sollte. Die Vortragsfolien und Weiterführendes hier.

 

Wir wünschen Ihnen einen erkältungsfreien November!

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

ASCO: Fünfmal „don’t“ in der Krebstherapie

Fünf medizinische Maßnahmen, die in der Krebstherapie vermieden werden sollen

Die Amerikanische Gesellschaft für Klinische Onkologie ASCO hat vorgestern das Ergebnis einer strukturierten Umfrage unter in ASCO-Komitees engagierten Onkologen veröffentlicht, welche Top-5 in der Behandlung von Krebspatienten vermieden werden sollten.

Der Hauptfokus lag auf einem pharmakoökonomischen Einsatz von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.

1. Zur supportiven Therapie bei Chemotherapien mit geringem oder moderatem emetogenen Potenzial sollen keine Antiemetika eingesetzt werden, die den hochemetogenen Therapien vorbehalten sind, es sei denn, ihre größere Wirksamkeit ist im Einzelfall erforderlich.

(Leitlinien zur antiemetischen Supportivtherapie vom Januar 2013 finden sich z.B. hier: MASCC – Entiemetic Guidelines.)

2. Bei metastasiertem Brustkrebs keine Kombinations-Chemotherapie einsetzen, wenn sie nicht zur sofortigen Symptomkontrolle notwendig ist. Kombinationen sollen wegen ihrer stärkeren unerwünschten Wirkung nur im kurativen Setting eingesetzt werden.

3. Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und PET in Verbindung mit Computertomografie (PET-CT) sollen nicht zum Routine-Follow-up bei Patienten eingesetzt werden, die die Initialtherapie abgeschlossen haben und keine Symptome zeigen, solange nicht belegt ist, dass diese Untersuchung das Therapieergebnis positiv beeinflusst.

4. Bei symptomfreien Männern mit einer weiteren Lebenserwartung von 10 oder weniger Jahren soll kein PSA-Screening erfolgen. Studien haben gezeigt, dass das PSA-Screening in dieser Gruppe keinen Überlebensvorteil erbringt.

5. Zielgerichtete Therapien sollen nicht eingesetzt werden, wenn die Tumorbiologie keinen Anhaltspunkt für eine Wirksamkeit der Therapie gibt.

Quelle: Schnipper et al.: American Society of Clinical Oncology 2013 Top Five List in Oncology. J Clin Oncol, published ahead of print on october 29, 2013 as 10.1200/JCO.2013.53.3943