Newsletter Nr. 04/2015

Spätsommer/Frühherbst

 

Erweiterte Polymedikations-Analyse: In unserem Blog analysiert Dr. Kinet wieder einmal detektivisch einen spannenden Polymedikationsfall, assistiert von Apothekerin Rena Clear und PhiP Distrib Volum. Wie hätten Sie es gemacht?

 

Arbeitgeber investieren mehr in die Fortbildung: Das Handelsblatt online berichtet: Deutsche Unternehmen investieren immer mehr in das Know-how ihrer Mitarbeiter – vor allem mittlere und große Betriebe. Kleine haben noch Nachholbedarf. Wer in Qualität und Fortbildung investiert, kann Zuschüsse beantragen. Einen Kurzbericht zum Leitfaden der Stiftung Warentest finden Sie hier.

 

Seminare 2016 und Frühbucherrabatt: Unser Seminarkalender 2016 ist jetzt online. Ab sofort und bis zum 31.10.15 erhalten Sie bei Ihrer verbindlichen Anmeldung einen Rabatt von 15%.

 

UAW durch Aufnahmemedikation: Kritische Wirkstoffgruppen nach Patientenalter, ermittelt in der JADE-Studie, finden Sie hier.

 

Unerkannte medizinische Probleme im Alter häufig: Die Berliner Altersstudie hat erste Kernergebnisse der 2. Runde veröffentlicht. Wir haben die für Apotheker relevanten Punkte zusammengefasst.

 

Seminar „Besondere Altersgruppen“: Zwei Besonderheiten melden wir für dieses Seminar (05.11. – 02.12.2015):
1.) Wir freuen uns, einen Geriatrie-erfahrenen Facharzt für klinische Pharmakologie für drei Seminartage als Co-Moderator im Forum zu begrüßen.
2.) Korrespondierend mit diesem Seminar gibt es vorab gemeinsam mit der Apothekerkammer Hamburg einen Vortrag über Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit: 23.09. 20 Uhr im Institut für Pharmazie, Referentin ist Dr. Dorothee Dartsch.

 

Campus-Tag in Münster: Am 16.09.15 ist der Campus-Pharmazie zu Gast bei der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Wir stellen von 14 bis 18 Uhr Konzept und Ablauf unserer moderierten Online-Seminare am Fallbeispiel vor. Interessenten sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei und ist mit 5 Fort-bildungspunkten akkreditiert. Anmeldung erbeten über die AKWL.

 

Nicht-relevante Interaktionen sind ja zur Abwechslung auch mal was Schönes! Topisches Diclofenac und ASS: Eine Interaktion, die die Thrombozytenaggregationshemmung durch ASS beeinträchtigt, ist hier vermutlich nicht zu erwarten. Clopidogrel und PPI: Auch für diesen häufigen Auslöser von Warnsymbolen beim Interaktions-Check ist wohl Entspannung möglich.

 

Kollegial grüßen in den Spätsommer
und Frühherbst: 

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Fallbeispiel Sodbrennen und Müdigkeit: Lösung

Zum Fallbeispiel der alten Dame mit Sodbrennen und Müdigkeit bekommen Sie nun die „Auflösung“:

Problem Sodbrennen: Die Patientin wurde darüber aufgeklärt, dass sie ihren PPI min. 30 Minuten vor dem Essen und ohne das Riopan einnehmen soll, da es die Wirksamkeit des PPI stark herabsetzt.

Problem Müdigkeit: Bei gleichzeitiger Behandlung mit Bromazepam und Omeprazol können erhöhte Plasmakonzentrationen von Bromazepam resultieren, da Omeprazol ein CYP2C19-Inhibitor ist und die Elimination von Bromazepam hemmt. Nach ärztlicher Rücksprache wurde Omeprazol durch Pantoprazol 40mg ausgetauscht, das zwar ein Substrat, aber kein klinisch relevanter Inhibitor für CYP2C19 ist.

Die Kundin kam nach 8 Tagen wieder in die Apotheke und hat sich sehr für meine Hilfe bedankt: das Sodbrennen tritt nicht mehr auf, Riopan braucht sie gar nicht mehr zusätzlich, und müde fühlt sie sich auch nicht mehr, sondern kann wieder klare Gedanken fassen.

Wenn ich doch bloß ihr Hausarzt wäre. Dafür denkt sie jeden Abend vor dem Schlafengehen an ihren neuen Lieblingsapotheker, sagte sie.

Dank für dieses Fallbeispiel an: Axel Lampe, Hamburg