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Für manche Patienten leichter und darum besser für die Adhärenz: Tabletten zusammen mit dem Frühstück einzunehmen statt eine halbe oder ganze Stunde vorher daran denken zu müssen. Aber geht das bei L-Thyroxin? Es ist ja bekannt, dass Kaffee, Milch, Ballaststoffe, Sojaprodukte und kalzium- oder eisenreiche Nahrungsmittel L-Thyroxin bei gleichzeitiger Einnahme binden und seine Wirksamkeit klinisch relevant verringern können.
Eine kleine niederländische Studie (n=88 Patienten ≥ 18 Jahre) zeigte, dass die TSH-Einstellung auch bei dieser Form der Einnahme bei genau so vielen Patienten stabil war wie bei Nüchterneinnahme (73 vs. 74%). Es wurde hier lediglich eine um 15% höhere L-Thyroxindosis benötigt, um die verminderte Bioverfügbarkeit auszugleichen und den euthyreoten Zustand zu erhalten. Die Einnahme mit dem Frühstück war aus Sicht der Patienten klar die bevorzugte Form.
Die Zusammensetzung des Frühstücks lag im Belieben der Patienten und wurde in einem Frühstücks-Tagebuch aufgezeichnet. TSH-Stabilität vor Studienbeginn, definiert als zwei TSH-Werte im Referenzbereich, war Bedingung für die Teilnahme. Der primäre Endpunkt, d.h. Stabilität der Schilddrüseneinstellung, war erreicht, wenn die TSH-Werte vor und nach der Studienphase um max. 1 mIU/l voneinander abwichen.
Die Studie war klein, und da wichtige Patientengruppen (z.B. Schwangere, Patienten mit Herzinsuffizienz oder Schilddrüsenkarzinom ausgeschlossen waren, lassen sich die Studienergebnisse auf solche Patienten nicht übertragen.
Aber: Die regelmäßige Einnahme von L-Thyroxin mit dem Frühstück ist möglicherweise mindestens genau so gut wie eine (unregelmäßige) Nüchtern-Einnahme, wenn Patienten Schwierigkeiten mit der Adhärenz haben. Die L-Thyroxindosis muss dann um ca. 15% erhöht werden.
Quelle
Willems JIA et al.: Fasting vs. Non-Fasting, Dose-Adjusted Levothyroxine Ingestion In Hypothyroidism: A Randomized Clinical Trial. J Clin Endocrinol Metab 2025 Dec 23:dgaf686. doi: 10.1210/clinem/dgaf686
Online-Seminare zum Thema
Um die patientenindividuelle Optimierung der Pharmakotherapie geht es in jedem unserer Seminare.
Die Schilddrüsen- und andere Parameter sind Thema im moderierten Online-Seminar „Interpretation von Laborparametern„. Sie lernen die Bedeutung der aus pharmazeutischer Sicht wichtigen Laboruntersuchungen kennen und erfahren, wie sie interpretiert und bei der Beurteilung von Therapien angemessen berücksichtigt werden.
Um Studien und andere medizinische Literatur, wie man sie findet, liest und bewertet, geht es im Seminar „Medizinische Literatur und Arzneimittelinformation“. Nach erfolgreichem Abschluss können Sie es ich für die Weiterbildung anrechnen lassen, falls Sie gerade Ihren Fachapotheker machen.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.
[Das Beitragsbild wurde mit Hilfe von KI generiert.]

Das Campus-Pharmazie-Team bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in unseren Seminaren, Case Trainings und Workshops für die Aktivität, die guten Ideen und Vorschläge rund um klinisch-pharmazeutische Fragen in unseren Foren und das Vertrauen in unsere Veranstaltungen. Es ist uns immer wieder eine Freude, Sie / euch bei der Erweiterung und beim Anwenden des Wissens zu begleiten und die AHA-Momente mitzuerleben, die dabei entstehen.
Die Termine für das nächste Halbjahr haben wir bereits in unserem Terminkalender stehen. Gleich das erste Seminar „Arzneimittelinteraktionen“ ist ein Pflichtseminar für die Zertifikatsstufe im Masterstudium Clinical Pharmacy Practice. Die Anmeldung ist noch möglich, und zwar hier.
Weil immer wieder die Frage nach den Terminen innerhalb der Seminare gestellt wird: Unser Konzept ist tatsächlich komplett asynchron, d.h. in den vier Wochen Seminarlaufzeit gibt es KEINE verpflichtenden Live-Online-Termine. Näheres zum Ablauf ist auf unserer Angebotsseite zu finden. Dazu gab es beispielsweise den folgenden Kommentar in der anonymen Evaluation: „Ich finde es sehr angenehm, dass man sich in seiner eigenen Zeit Gedanken zu dem Fall machen konnte und gleichzeitig das Gefühl hat, dabei betreut/moderiert zu werden.“
Einige Seminare sind auch in der Weiterbildung zum Fachapotheker anrechenbar. (Die Akkreditierung für Seminare im 2. Halbjahr wird noch beantragt.)
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in unseren Veranstaltungen oder an anderen Orten und wünschen Ihnen und euch wundervolle Weihnachten, fröhliche und erholsame Feiertage und einen guten Start in ein erfolgreiches, gesundes und tatkräftiges neues Jahr. Alles Gute für Sie und euch!
Dorothee, Tanja und Jasmin

Antidiabetika für Typ 2-Diabetes im Vergleich: In Deutschland haben gut 11% der Menschen einen diagnostizierten Typ 2-Diabetes. Kein Wunder, dass die Antidiabetika so oft in der Medikationsanalyse bzw. der erweiterten Polymedikations-Beratung bewertet werden müssen. Eine vergleichende Betrachtung der Wirkungen verschiedener Wirkstoffklassen finden Sie in unserem Blogartikel.
Leberfibrose-Scores: hilfreich für die pDL? Das Vorhandensein und der Schweregrad einer Leberfibrose können wichtige Determinanten für die hepatische Clearance von Arzneimitteln sein. Aber woher weiß man, dass ein Patient diese Erkrankung hat? Studien haben untersucht, wie gut die Korrelation zwischen Laborwert-Scores und der Fibrose sind. Wir stellen sie vor.
ÖAZ-Podcast: „Medikationsanalyse in der Praxis“ In der Folge 20 von „ÖAZ im Ohr – Der Podcast für pharmazeutisches Fachwissen“ geht es um die Polymedikation bei älteren Personen: Wann ist die Einnahme vieler Medikamente sinnvoll und wann wird sie zum Problem? Diese und andere Fragen habe ich mit der stv. Chefredakteurin Frau Dr. Irene Senn diskutiert. Hören Sie mal rein.
Medikamentenboxen – was darf rein? Medikamentenboxen helfen beim Überblick über Polymedikationen und gegen unbeabsichtigte Non-Adhärenz. Einer der Nachteile ist nach dem Ausblistern allerdings die Exposition der Tabletten, Kapseln und Dragees gegenüber Luft, Feuchtigkeit und Licht. Nicht alle Arzneimittel sind unter diesen Bedingungen lange genug – typischerweise eine Woche – stabil. Im Blog lesen Sie, was zu beachten ist und welche Wirkstoffe besser im Blister bleiben.
Neue AHA-Hypertonie-Leitlinie 2025: Die AHA hat eine neue Hypertonie-Leitlinie herausgegeben. Eine Auswahl aus den Top 10-Messages mit Relevanz für die Apotheke, inkl. der pDL „Blutdruckmessung mit Beratung“ und „Erweiterte Medikationsberatung“ haben wir im Blog zusammengestellt.
Zwei haben wir noch! Am 09.10. und 13.11.25 starten unsere letzten Seminare in diesem Jahr: „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“ bzw. „Angewandte Pharmakokinetik“. Für diese beiden haben wir ein besonderes Angebot für Sie: Jeweils drei Plätze vergeben wir im Doppelpack. Sie melden sich hier an und bringen kostenfrei eine*n Kolleg*in mit.
Veranstaltungstermine 2026: Es ist soweit – bestücken Sie Ihren Kalender mit den Seminarterminen des ersten Halbjahres 2026. Sie sind uns herzlich willkommen – melden Sie sich hier an. Wir starten gleich im Januar mit den „Arzneimittelinteraktionen“, gefolgt von „Arzneimitteltherapiesicherheit“. Die Akkreditierung in der Fortbildung wird für alle Seminare mit bis zu 26 Punkten beantragt. Akkreditierung in der Weiterbildung beantragen wir für die Seminare „AMTS“, „Altersgruppen“, „Interaktionen“ und „Literaturrecherche“.
Infoabend zum MSc Clinical Pharmacy Practice Fünf unserer Seminare und die Falldiskussions-Workshops werden strukturiert in diesem Masterstudiengang der Robert-Gordon University Aberdeen angerechnet und decken die erste von drei Stufen zum Masterabschluss ab. Wir bieten Interessierten einen unverbindlichen Infoabend am Di, 07.10.25 um 19:30 an. Melden Sie sich hier an!
Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen bunte Spätsommertage!
| Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik) mit dem | Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie) Campus-Team |
Details zu allen Themen auf unserer Website. Die hellblau hervorgehobenen Begriffe sind mit den entsprechenden Internetseiten verlinkt.
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Bildnachweis: © CaP | D. Dartsch

Die AHA hat eine neue Hypertonie-Leitlinie herausgegeben [1]. Hier eine Auswahl aus den Top 10-Messages mit Relevanz für die Apotheke, inkl. der pDL „Blutdruckmessung mit Beratung“ und „Erweiterte Medikationsberatung“:
Für die Motivation und Adhärenzförderung
Hypertonie ist der häufigste, aber auch der am besten beeinflussbare Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Schlaganfall, Demenz, chronische Nierenerkrankung und Gesamtmortalität.
Wirksame nicht-medikamentöse „Hebel“, um den Blutdruck zu senken, sind: Normalgewicht halten oder erreichen, herzgesunde, kaliumreiche und natriumarme Ernährung (z. B. nach der DASH-Diät [Dietary Approaches to Stop Hypertension]), ein regelmäßiges moderates Bewegungsprogramm, Stressbewältigung und Verzicht auf oder Reduktion des Alkoholkonsums auf ein unschädliches Maß.
Für die Beurteilung der Messwerte:
- Normaler Blutdruck ist definiert als <120 mmHg systolisch und <80 mmHg diastolisch.
- Erhöhter Blutdruck: 120-129 mmHg systolisch und <80 mmHg diastolisch.
- Hypertonie im Stadium 1: 130-139 mmHg systolisch oder 80-89 mmHg diastolisch.
- Hypertonie im Stadium 2: ≥140 mmHg systolisch oder ≥90 mmHg diastolisch.
Das generelle Therapieziel liegt bei <130/80 mmHg für alle Erwachsenen. Individuelle Zielbereiche gelten für Personen, die institutionelle Pflege benötigen, eine begrenzte Lebenserwartung haben oder schwanger sind.
Wie intensiv die Therapie begonnen werden sollte, hängt auch vom 10-Jahres-Risiko für arteriosklerotisch Herz-Kreislauf-(ASCVD-)Erkrankungen ab, das dieser Leitlinie zufolge mit dem 2023 entwickelten PREVENT-Rechner geschätzt werden sollte. Er basiert auf Daten für die US-amerikanische Bevölkerung.
Algorithmus für die Therapieentscheidung

Blutdruck-Zielwerte
Um das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Mortalität zu reduzieren, sollte der systolische Blutdruck auf unter 130, der diastolische auf unter 80 mmHg gesenkt werden. Idealerweise sollten die Patient*innen zusätzlich motiviert werden, den systolischen Blutdruck auf unter 120 mmHg zu senken.
Anmerkung: Mit dem Idealziel von unter 120/80 mmHg geht die amerikanische Leitlinie weiter als es derzeit die europäischen tun, und begründet dies mit dem BPROAD (Blood Pressure Control Target in Diabetes) und dem PREVER-Prevention trial [2,3]. Die europäischen und deutschen Leitlinien formulieren <130/80 mmHg als Ziel, für Ältere auch <140/80 oder <140/90 mmHg [4-6].
Für die Ressourcen im Gesundheitswesen:
Die multidisziplinäre und teamorientierte Betreuung von Menschen mit hohem Blutdruck durch Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte, Ernährungsberater u.a. ist wirksam hinsichtlich der Arzneimittelversorgung und der Erreichung der Therapieziele durch Unterstützung der Patienten nach deren individuellem Bedarf. Sie sollte lokal für Screening, Prävention und Therapiebegleitung genutzt werden.
Online-Seminare zum Thema
Um die patientenindividuelle Optimierung der Pharmakotherapie geht es in jedem unserer Seminare. Der Aspekt der Therapieziele ist dabei von großer Bedeutung. Das Therapieziel hängt davon ab, was die Leitlinien evidenzbasiert empfehlen – aber auch davon, welche Konstellation an Risikofaktoren, Begleiterkrankungen, Vortherapien, aktueller Medikation und Prioritäten der betreffende Patient mitbringt.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.
Quellen
[1] Jones DW et al.: Guideline for the Prevention, Detection, Evaluation and Management of High Blood Pressure in Adults: A Report of the American College of Cardiology/American Heart Association Joint Committee on Clinical Practice Guidelines. Circulation. 2025 Aug 14. doi: 10.1161/CIR.0000000000001356
[2] Bi Y et al.: Intensive blood-pressure control in patients with type 2 diabetes. N Engl J Med. 2025; 392(12):1155-1167
[3] Fuchs SC et al.: Effectiveness of chlorthalidone plus amiloride for the prevention of hypertension: the PREVER-Prevention randomized clinical trial. J Am Heart Assoc.
2016; 5:e004248
[4] McEvoy JW et al.: 2024 ESC Guidelines for the management of elevated blood pressure and hypertension. Eur Heart J 2024; 45:3912-4018
[5] Mancia G et al.: 2023 ESH Guidelines for the management of arterial hypertension The Task Force for the management of arterial hypertension of the European Society of Hypertension: Endorsed by the International Society of Hypertension (ISH) and the European Renal Association (ERA). J Hypertens 2023; 41:1874-2071
[6] Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie – Langfassung, Version 1.0. 2023. DOI: 10.6101/AZQ/000502

Medikamentenboxen helfen beim Überblick über Polymedikationen und gegen unbeabsichtigte Non-Adhärenz. Sie ermöglichen auch, dass jemand anders die Tabletten und Kapseln für den Patienten stellt, wenn dieser wegen eingeschränkter Kognition, Sehfähigkeit oder wegen mangelndem manuellen Geschick dazu nicht (mehr) in der Lage ist.
Einer der Nachteile ist nach dem Ausblistern allerdings die Exposition der Tabletten, Kapseln und Dragees gegenüber Luft, Feuchtigkeit und Licht. Nicht alle Arzneimittel sind unter diesen Bedingungen lange genug – typischerweise eine Woche – stabil.
Was passieren kann
Brausetabletten nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und beginnen zu zerfallen. Buccal- und Sublingualtabletten und -filme sind dafür gemacht, mit wenig Feuchtigkeit schnell zu zerfallen – das geschieht u.U. auch in der Dosette. Die Aufnahme von Feuchtigkeit geschieht auch, wenn der Wirkstoff hygroskopisch ist, z.B. bei Natriumvalproat. Andere Wirkstoffe, z.B. Furosemid und Nifedipin sind sehr lichtempfindlich und daher v.a. nicht für Dosetten mit transparentem Deckel geeignet. In Ciclosporin-Weichkapseln ist Ethanol enthalten, um die Löslichkeit des Immunsuppressivums zu gewährleisten. Nach dem Ausblistern verdampft er mit der Zeit.
Ungeeignet ist wochenweises Stellen auch für Bedarfsmedikamente, Arzneimittel, für die sich die Dosierung häufig ändert oder deren Anwendung von bestimmten Bedingungen (z.B. der Höhe des Blutdrucks oder der Herzfrequenz) abhängig gemacht wird.
Bei CMR-Stoffen ist andererseits das Expositions- und Kontaminationsrisiko zu berücksichtigen. Falls sie in Dosetten gestellt werden müssen, sollten sie in eine separate Box gefüllt werden, die eine entsprechende Kennzeichnung erhält.
Damit es nicht zum Wirkungsverlust oder zu unerwünschten Wirkungen kommt, sollten manche Arzneimittel also besser in der Primärverpackung bleiben. Einen Überblick über die Grundsätze gibt die folgende Liste.
für Medikamentenboxen in der Regel nicht geeignete Arzneimittel [1,2]
- Arzneimittel, die nach Bedarf oder in variabler Dosierung verabreicht werden
- Arzneimittel, die nicht in fester oraler Darreichungsform erhältlich sind
- Arzneimittel, die durch Licht, Luft oder Feuchtigkeit instabil werden, z. B. aufgrund von sprudelnden, dispergierbaren oder hygroskopischen Eigenschaften (also Brause-, Bukkal-, Sublingual- und Schmelztabletten)
- Arzneimittel mit lichtempfindlichen Wirkstoffen (z.B. Furosemid, Nifedipin, Tamoxifen)
- Arzneimittel, die im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen (z.B. Bromelain)
- Arzneimittel, die Wasser aus der Luft aufnehmen (z.B. Alfacalcidol, Baclofen, Cabergolin, Dabigatran, Na-Valproat, Oxybutynin, Venlafaxin, Arzneimittel, die in Braunglasflaschen mit Trockenmittel verpackt sind, z.B. manche Levodopa-Präparate)
- Ciclosporin-Weichkapseln (der für die Löslichkeit benötigte, in den Kapseln enthaltene Ethanol entweicht)
- Arzneimittel mit besonderen Abständen zu Mahlzeiten (z. B. Einnahme auf nüchternen Magen – PPI, L-Thyroxin), es sei denn, dafür sind noch Extrafächer übrig
- Arzneimittel mit besonderen Einnahmemodalitäten (z.B. Bisphosphonate)
- Zytotoxische Präparate oder generell kanzerogene, mutagene oder reproduktionstoxische Arzneimittel (es sei denn, die Vorteile einer verbesserten Therapietreue überwiegen das erhöhte Expositionsrisiko durch das Stellen).
Eine umfangreiche Übersicht von Wirkstoffen mit Angaben zur Haltbarkeit in Medikamentenboxen findet sich bei Church et al. [3]. Und der Specialist Pharmacy Service des NHS erstellt eine Datenbank – zu der geht es hier entlang.
Die Entscheidung zugunsten der Stabilität hat allerdings zur Folge, dass Patienten u.U. mit zwei Systemen parallel umgehen müssen und vielleicht mehr Fehler machen. Hier müssen Arzneimittelsicherheit und Arzneimitteltherapiesicherheit gegeneinander abgewogen werden.
Online-Seminare zum Thema
Um die Arzneimitteltherapiesicherheit und unerwünschte Arzneimittelwirkungen geht es auch in den gleichnamigen Seminaren.
Das Seminar „Arzneimitteltherapiesicherheit“ bringt vier wichtige Themen unter ein Dach: das Erkennen, Bewerten und Lösen arzneimittelbezogener Probleme, die Erläuterung zur Anwendung beratungsintensiver Arzneiformen, die Förderung der Therapietreue sowie die Medikationsanalyse / das Medikationsmanagement.
Im Seminar „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“ geht es um Nebenwirkungen und Medikationsfehler, die Beratung zu diesem sensiblen Thema, Patienten und Wirkstoffe mit erhöhtem Risiko, Kausalität und Pharmakovigilanz.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.
Literatur
[1] Etty-Leal, M.G. et al.: The role of dose administration aids in medication management for older people. J Pharm Pract Res 2017; 47:241-247
[2] Elliott RA: Appropriate use of dose administration aids. Aust Prescr 2014;37:46–50
[3] Church C et al.: How stable are medicines moved from original packs into compliance aids? Pharm J 2006; 276:75-81

In der Folge 20 von „ÖAZ im Ohr – Der Podcast für pharmazeutisches Fachwissen“ geht es um die Polymedikation bei älteren Personen: Wann ist die Einnahme vieler Medikamente sinnvoll und wann wird sie zum Problem? Wie kann man systematisch vorgehen, um arzneimittelbezogene Probleme zu identifizieren und zu lösen? Welche Hilfsmittel kann man nutzen?
Ich habe mich über die Einladung der Österreichischen Apothekerzeitung zu diesem Podcast sehr gefreut und ein anregendes Gespräch dazu mit der stv. Chefredakteurin Dr. Irene Senn geführt. Hören Sie mal rein oder lesen Sie das Transkript.
Online-Seminare zum Thema
Um die Arzneimitteltherapie bei geriatrischen Patienten geht es in unserem moderierten Online-Seminar „Arzneimitteltherapie für Patienten besonderer Altersgruppen„. Außerdem gehören dazu die pädiatrischen und schwangeren Patientinnen. Nicht nur die veränderte Pharmakokinetik (die vertieft im Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“ behandelt wird) spielt hier eine Rolle, sondern z.B. auch die Vermeidung alterstypischer unerwünschter Wirkungen durch die Auswahl eines geeigneten Wirkstoffs.
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Das Vorhandensein und der Schweregrad einer Leberfibrose können wichtige Determinanten für die hepatische Clearance von Arzneimitteln sein. Zur exakten Abklärung stellt die Leberbiopsie den Referenzstandard dar. Dennoch können auch Konstellationen nicht-invasiver serologischer Marker Anhaltspunkte liefern. Sie werden beispielsweise mit dem „Vier-Faktoren-Score“ (FIB-4) oder dem „Forns-Index“ erfasst. Beide wurden allerdings für Patienten entwickelt, die mit viralen Hepatitiden bereits ein bekanntes Risiko für eine eingeschränkte Leberfunktion haben. Ob sie auf Menschen ohne diese Vorerkrankungen übertragbar sind, ist noch nicht geklärt.
Die beiden Tests
FIB-4 [2]: Der FIB-4-Score ist ein nicht-invasiver Test, der die biochemischen Standardwerte (Thrombozyten (THR), Alanin-Aminotransferase (ALT), und Aspartat-Aminotransferase (AST) mit dem Alter kombiniert. Die Formel lautet:

Für den FIB-4-Score wurden in der Originalstudie zwei Cut-off-Werte validiert: ein niedriger Cut-off von 1,45, um eine mindestens schwere Fibrose wahrscheinlich auszuschließen, und ein hoher Cut-off von 3,25, um eine mindestens schwere Fibrose wahrscheinlich zu bestätigen.
Forns-Index [3]: Dieser Index kombiniert die Thrombozyten, Gamma-Glutamyltransferase (GGT), Cholesterol und das Alter. Die Formel lautet:

Die Cut-offs für diesen Test wurden in der ersten Studienphase festgelegt und validiert: ein niedriger Cut-off von 4,2 zum wahrscheinlichen Ausschluss einer mindestens signifikanten Fibrose und ein hoher Cut-off von 6,9 zur wahrscheinlichen Bestätigung einer mindestens signifikanten Fibrose.
Die vergleichende Bewertung
Ein aktueller Cochrane Review [1] hat die diagnostische Genauigkeit beider Instrumente anhand von Studien zur chronischen Hepatitis C vergleichend untersucht. Hier die Ergebnisse:
Sowohl der FIB-4-Score als auch der Forns-Index können für die Erstbeurteilung der Leberfibrose (bei Menschen mit chronischer Hepatitis C) in Betracht gezogen werden.
Liegt der FIB-4-Score unter dem niedrigen Cut-off-Wert von 1,45, hat der Patient wahrscheinlich keine schwere Fibrose oder gar Zirrhose.
Liegt der Forns-Index über dem hohen Cut-off-Wert von 6,9, hat der Patient wahrscheinlich eine mindestens signifikante Fibrose.
Die Anfälligkeit für Verzerrungen in den 62 eingeschlossenen Studien mit insgesamt 100.605 Teilnehmern wurde in dem Review als hoch eingeschätzt. Es ist also durchaus möglich, dass künftige Studien das Ergebnis noch verändern.
Der zitierte Review ging ausschließlich der Frage der prognostischen Validität nach. Ob Dosisanpassungen auf der Grundlage der Scores vorgenommen werden können, ist offen. Dennoch könnte die Verwendung in der Apotheke, z.B. in der Medikationsanalyse oder erweiterten Medikationsberatung, helfen, Patienten zu identifizieren, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Lebererkrankung haben.
Bedeutung für die Pharmakokinetik
Um festzustellen, ob für einen Patienten bei Wirkstoffauswahl und Dosierung eine Lebererkrankung berücksichtigt werden muss, stützen wir uns auf dokumentierte Leber- und Gallendiagnosen und Laborparameter. Allerdings gibt es keinen einzelnen Leberparameter, der die Physiologie der Leber, insbesondere die hepatische Metabolisierung, verlässlich anzeigt. Insbesondere die für die Biotransformation relevanten CYP-Enzyme, Glucuronidasen und hepatischen Transporter sind für eine direkte Messung nicht einfach zugänglich. Da die Scores verschiedene Laborparameter, Symptome und Komorbiditäten kombinieren, könnten sie ein verbessertes Tool zur Therapieoptimierung darstellen. In einer weiteren Studie [4] wurden vier Scores im Hinblick auf die Korrelation mit einer therapierelevanten Funktionseinschränkung der Leber untersucht: der MELD (der gut mit dem älteren und evtl. besser bekannten Child-Pugh-Score korreliert ist), der FIB-4, der AST to platelet ratio index (APRI) und der NAFLD-Fibrosis Score (NFS). Nur der NFS wurde für Patienten entwickelt, die keine Virushepatitis, sondern „nur“ eine diagnostizierte Fettlebererkrankung haben. Er wird wie folgt berechnet:

Ein NFS von < -1,455 zeigt keine bis maximal moderate Fibrose an, liegt der Wert über 0,675 hat der Betroffene wahrscheinlich eine ausgeprägte Fibrose oder eine Zirrhose. Liegt der Score dazwischen, lässt er keine Einstufung zu.
Keiner der Scores konnte die Einstufung „moderate Übereinstimmung“ erreichen. Zwischen einer therapierelevanten Lebererkrankung und dem MELD sowie dem FIB-4 gab es eine mäßige („fair“) Korrelation, zwischen der Lebererkrankung und dem NFS bzw. dem APRI war die Korrelation schwach („slight“). Keiner der Scores war auf der untersten Stufe („poor“) korreliert.
Weitere Tests
Weitere einfache Scores aus Routinelaborwerten sind hier aufgeführt (Richtigkeit oder Vollständigkeit wurden für diesen Artikel nicht überprüft.)
Fazit
FIB-4 und MELD können einen schwachen Anhaltspunkt dafür liefern, ob ein Patient eine Leberfibrose aufweist, die bei der Auswahl und Dosierung von Wirkstoffen berücksichtigt werden sollte. Ob Patienten bessere Therapieergebnisse haben, wenn einer der Scores zur Therapieplanung eingesetzt wird, müsste in einem RCT untersucht werden.
Online-Seminare zum Thema
Um die Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Lebererkrankungen geht es in unserem moderierten Online-Seminar „Patienten mit Eliminationsstörungen„. Außerdem gehören dazu die Patienten mit Niereninsuffizienz, Polymorphismen und multimorbide Patienten. Nicht nur die veränderte Pharmakokinetik (die vertieft im Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“ behandelt wird) spielt hier eine Rolle, sondern auch die Erkennung dieser Patienten in der Apotheke und die Berücksichtigung der Nebenwirkungsprofile, um die Begleiterscheinungen der Erkrankungen an sich nicht weiter zu verstärken.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.
Quellen
[1] Huttman M et al.: Liver fibrosis stage based on the four factors (FIB-4) score or Forns index in adults with chronic hepatitis C. Cochrane Database Syst Rev. 2024 Aug 13;8(8):CD011929
[2] Sterling RK et al.: APRICOT Clinical Investigators. Development of a simple noninvasive index to predict significant fibrosis in patients with HIV/HCV coinfection. Hepatology. 2006 Jun;43(6):1317-25
[3] Forns X et al.: Identification of chronic hepatitis C patients without hepatic fibrosis by a simple predictive model. Hepatology. 2002 Oct;36(4 Pt 1):986-92
[4] Golla K et al.: Hepatic Impairment as a Risk Factor for Drug Safety: Suitability and Comparison of Four Liver Scores as Screening Tools. J Clin Med. 2023 Oct 27;12(21):6814

In Deutschland haben gut 11% der Menschen einen diagnostizierten Typ 2-Diabetes. Unter den über 80-Jährigen sind es sogar gut 30% (Erhebung 2022, Gesundheitsatlas Deutschland des WIdO).
Kein Wunder, dass die Antidiabetika so oft in der Medikationsanalyse bzw. der erweiterten Polymedikations-Beratung bewertet werden müssen. Neben der Wirksamkeit spielen dafür auch das Hypoglykämierisiko und der Effekt auf das Körpergewicht eine wichtige Rolle.
Folgekomplikationen beim Typ 2-Diabetes sind atherosklerotische Gefäß- und neurologische Veränderungen, die kardiovaskuläre Erkrankungen, Erblindung, Niereninsuffizienz, Fuß- und Beinamputationen und letztlich eine um 15% höhere Mortalität nach sich ziehen. Anderereits sind diese Folgen aber durch die heutigen therapeutischen Möglichkeiten weitgehend vermeidbar. Die zentralen Säulen der Therapie bei Typ 2 Diabetes sind:
- Senkung der Blutglucose in einen optimalen Bereich (für die meisten Erwachsenen sollte der HbA1c <7% liegen, im Alter weniger streng; Vermeidung von Hypoglykämien ist wichtig)
- Senkung des LDL-Cholesterols; bei vorliegender kardiovaskulärer Erkrankung um mindestens 50% und auf einen Zielwert von <55 mg/dl (<1,4 mmol/l)
- Einstellung des Blutdrucks in einen optimalen Bereich, d.h. für die meisten Erwachsenen <130/80 mmHg (vorrangig mit einem Inhibitor des Renin-Angiotensin-Aldosterin-Systems)
- Thrombozytenaggregations-Hemmer zur Sekundärprävention
- bei Übergewicht: Gewichtsreduktion (dauerhafte Reduktion um 10% senkt das Risiko für Folgekomplikationen signifikant und kann zur Reversion des Typ 2-Diabetes führen)
Hierfür sind abgesehen von Arzneimitteln auch Ernährungsumstellung und Bewegungsprogramme als nicht-medikamentöse Maßnahmen wichtig.
Die aktuellsten Empfehlungen zur Therapie des Diabetes sind die Standards der American Diabetes Association. Sie werden jährlich aktualisiert. Die o.g. Zielwerte sind den 2025er Standards entnommen.
Online-Seminare zum Thema
Um die Medikationsanalyse und die erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation geht es auch in unserem Seminar „Arzneimitteltherapiesicherheit„. Zusätzlich besprechen wir dort die Erkennung und Bewertung von arzneimittelbezogenen Problemen, die Beratung zu „schwierigen“ Arzneiformen und die Therapietreue. Das Seminar ist für die Weiterbildung zum Fachapotheker akkreditiert.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.

Auch in diesem Jahr sind unsere Seminare AMTS und Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation in den Weiterbildungen zum Fachapotheker für Allgemeinpharmazie, für Klinische Pharmazie und für Arzneimittelinformation akkreditiert, und zwar
Akkreditierungen im Fachapotheker für Allgemeinpharmazie
- Das Seminar „Arzneimitteltherapiesicherheit“ ist akkreditiert als
- Seminar A.2: Medikationsanalyse und -management in der Apotheke,
- Seminar A.7: Förderung der Therapietreue und
- Seminar A.8: Beratungsintensive Arzneiformen und
- Das Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ ist akkreditiert als
- Seminar A.3: Arzneimittelinformation in der Apotheke
Akkreditierung im Fachapotheker für Klinische Pharmazie
- Das Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ ist akkreditiert als
- Seminar 5: Arzneimittelinformation
Akkreditierung im Fachapotheker für Arzneimittelinformation
Das Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ ist akkreditiert als
- Seminar 1: Recherche, Bewertung und Weitergabe von Arzneimittelinformationen
Sie finden die Seminare auch hier im ABDA-Kalender.
Die Seminare beginnen am 20.02. (AMTS) bzw. am 22.05.2025 (Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation) und laufen asynchron für vier Wochen. Falls Sie sich gerade fragen, wie man neben dem Beruf noch vier Wochen am Stück ein Seminar absolvieren soll, sehen Sie sich an, wie unsere Seminare funktionieren. Sie teilen Ihre Zeit frei ein, es gibt wirklich(!) keine Fixtermine. Kosten, Rabatte und Förderungen haben wir Ihnen ebenfalls übersichtlich aufgelistet.
Bildnachweis: © Towfiqu Barbhuiya / Fotolia

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Das Jahr ist um, und wir möchten uns herzlich bei euch und Ihnen für das Vertrauen, die Teilnahmen an unseren Veranstaltungen, die gemeinsamen Lern-Momente und die Aha-Erlebnisse bedanken.
Auch dieses Jahr hatten wir unsere acht Seminare am Start, sowie vier Case Trainings und Workshops, die Bestandteile der pDL-Pflichtschulung und des Hamburger AMTS-Zertifikats sind, und die wir gemeinsam mit der Apothekerkammer Hamburg anbieten. Wir freuen uns auch weiterhin über die Zusammenarbeit mit den Universitäten in Bonn, Heidelberg, Tübingen und Aberdeen, wo unsere Seminare in verschiedenen postgradualen Masterprogrammen angerechnet werden.
Immer wieder werden wir gefragt: „Wann sind denn die Live-Termine, und muss ich mir für die Dauer der Veranstaltung Urlaub nehmen?“ Live-Termine gibt es nur für die eintägigen Workshops – dafür braucht es u.U. tatsächlich einen Urlaubstag. Die siebentägigen Case Trainings und vierwöchigen Seminare laufen komplett asynchron. Während der Laufzeit besteht rund um die Uhr und sieben Tage die Woche Zugang zum Kurs. Sie lesen, schreiben, denken, recherchieren, lösen die Aufgaben, analysieren Fallbeispiele, tauschen sich aus, bekommen Feedback dann, wenn es in Ihren Kalender passt. Das läuft berufsbegleitend – kein Urlaub nötig.
Wer jetzt denkt: „Ach so! Ja, dann kann das ja passen“, ist herzlich eingeladen, einen Blick in unseren Kalender zu werfen, uns für weitere Fragen zu kontaktieren, sich anzumelden.
Link zum Kalender: https://www.campus-pharmazie.de/termine/
Link zur Anmeldung: https://www.campus-pharmazie.de/termine/#Anmelde-Formular
Die ersten Seminare des Jahres sind die „Arzneimittelinteraktionen“ und die „Arzneimitteltherapiesicherheit“. Beide sind bereits mit je 26 Fortbildungspunkten akkreditiert. Die nächste Gelegenheit für die pDL-Pflichtschulung (auch für Mitglieder anderer Kammern) bietet sich Ihnen gleich im Januar mit einem Vortrag am 08.01. (14:00-18:00) und einem Case-Training vom 16.-22.01. – beides online.
Wir wünschen euch und Ihnen friedliche und fröhliche Festtage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! Gerne sind wir auch in 2025 wieder für Sie da!
Mit herzlichen und kollegialen Weihnachtsgrüßen
Dorothee Dartsch
Jasmin Hamadeh
Tanja Reinhold-Wellner

Therapeutisch verwendete Antikörper finden sich in sehr unterschiedlichen Indikationen auf dem Markt. Da es sich um Makromoleküle handelt, unterliegen sie nicht denselben pharmakokinetischen Prozessen wie die niedermolekularen Wirkstoffe. Eine aktuelle Übersichtsarbeit [1] beschreibt, was der Körper mit diesen Therapeutika macht. Und beantwortet die Frage: Ist bei besonderen Patientengruppen möglicherweise die Dosis anzupassen?
Absorption
IgG können nicht p.o. gegeben werden, da sie im sauren Milieu und wegen der proteolytischen Enzyme im Magen nicht stabil sind. Die gängigsten Applikationswege sind daher die i.v.- und die s.c.-Gabe. Nach s.c.-Gabe werden die IgG langsam absorbiert: Es dauert etwa 2 bis 4 Tage, bis maximale Plasmakonzentrationen erreicht werden. Auch im subkutanen Gewebe sind proteolytische Enzyme zugegen, die die Bioverfügbarkeit senken. Dieser Prozess kann eine Sättigungskinetik aufweisen. Bei kritischen Indikationen, z.B. der Gabe von humanem IgG wegen eines Immundefekts, kann die Bioverfügbarkeit durch die gleichzeitige Gabe von Hyaluronidase erhöht werden, die die Gewebepermeabilität erhöht und die Absorption aus dem subkutanen Depot beschleunigt.
Distribution
Nach intravenöser oder subkutaner Gabe gelangt das IgG zunächst ins Plasma und anschließend (wie auch i.v.-applizierte IgG) in das Interstitium und die Gewebe. Die zugrundeliegenden Mechanismen sind konvektiver und rezeptorvermittelter Transport. Vor allem die Zellen der Niere, Leber, Lunge und Haut tragen Rezeptoren für den Fc-Teil des Antikörpers auf der Oberfläche, über die die IgG in Zellen aufgenommen werden. Auch das lymphatische System trägt zur Distribution bei. Die Blut-Hirn-Schranke können IgG nur begrenzt passieren. Im Liquor werden daher nur 0,1-1 % des IgG-Serumspiegels erreicht.
Elimination
Die klassischen renalen und hepatischen Eliminationswege für niedermolekulare Wirkstoffe spielen bei IgG keine Rolle: Die Moleküle sind etwa 150 kDa groß und gelangen daher nur in Form von Fragmenten in den Primärharn. Sie sind auch kein Substrat für die hepatischen Phase-I- und -II-Enzyme. Statt dessen stellt die o.g. rezeptorvermittelte Endozytose einen Eliminationsweg dar, ebenso wie die unspezifische Aufnahme durch Gewebe. Auch rezeptorvermittelte Prozesse sind sättigbar. Daher kann eine Dosiserhöhung zu einer nichtlinearen, überproportionalen Zunahme an Wirkung führen.
Besondere Patientengruppen
Für die Pharmakokinetik in besonderen Patientengruppen ist die Evidenz generell dünn. Vermutlich ist nach derzeitiger Datenlage und auf theoretischer Grundlage keine Dosisänderung nötig bei geriatrischen Patienten, Adipositas, Patienten mit Niereninsuffizienz oder eingeschränkter Leberfunktion.
Online-Seminare zum Thema
Um die Anwendung pharmakokinetischer Zusammenhänge auf praktische Fragestellungen geht es auch in unserem Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“. Wir sehen uns die physiologischen Vorgänge an, die dabei helfen, pharmakokinetische Größen wie Verteilungsvolumen, Halbwertszeit, renale und hepatische Clearance zu verstehen. Und zu entscheiden, wann z.B. bei Patienten mit über- oder unterdurchschnittlichem Körpergewicht eine Dosisanpassung nötig ist.
Das Seminar ist eine wichtige Grundlage für das Verständnis von z.B. pharmakokinetischen Interaktionen oder von Dosisanpassungen an Organfunktionen.
Das Seminar startet in Kürze, aber noch ist die Anmeldung möglich!
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.
Quelle
[1] Mahmood I, Li Z.: Immunoglobulin therapies for primary immunodeficiency diseases (part 1): understanding the pharmacokinetics. Immunotherapy. 2024;16(13):879-894

Update : Simva-, Atorva- und Rosuvastatin im Vergleich sowie Umgang mit Statin-Makrolid-Kombinationen: Statine werden häufig verordnet. Sie sind z.T. sehr abhängig von bestimmten Eliminationswegen, tauchen „gefühlt“ in jeder zweiten Interaktionswarnung auf und haben als seltene, aber gefürchtete unerwünschte Wirkung die Schädigung von Muskelzellen. Pharmakokinetische Unterschiede ermöglichen bei Problemen eine Optimierung der Therapie durch Wechsel des Statins. Eine vergleichende Betrachtung und Lösungsvorschläge für Interaktionen mit Makroliden finden Sie in unseren Blogartikeln.A
Medikamente als Indikatoren für Leberzirrhose: Eine Leberzirrhose hat Einfluss auf die hepatische Metabolisierung vieler Arzneistoffe und verändert daher deren Pharmakokinetik. In solchen Fällen müssen entweder Wirkstoffe mit leberunabhängiger Elimination gewählt oder die Dosierungen an die hepatische Clearance des Patienten angepasst werden. Näheres zu Indikatoren für die Leber haben wir in unserem Blog zusammengestellt.
Welche Arzneimittel „auf die Leber gehen“: Stellen alle Arzneimittel ein Risiko für die Leber dar? Nein, nur wenige. Welche Wirkstoffe mit einem hohen hepatotoxischen Risiko verbunden sind, stellen wir Ihnen auf unserer Website vor.
Pharmakokinetik und Dosisanpassung bei Antikörpern Therapeutisch verwendete Antikörper finden sich in sehr unterschiedlichen Indikationen auf dem Markt. Da es sich um Makromoleküle handelt, unterliegen sie nicht denselben pharmakokinetischen Prozessen wie die niedermolekularen Wirkstoffe. Wir haben eine aktuelle Studie für Sie zusammengefasst, die beschreibt, was der Körper mit diesen Therapeutika macht, und die Frage beantwortet: Ist bei besonderen Patientengruppen möglicherweise die Dosis anzupassen?
Angewandte Pharmakokinetik: Eins haben wir noch! Am 7.11.24 startet unser Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“. Es ist nicht nur eine wichtige Grundlage für viele ABP (Einnahmemodalitäten, Interaktionen, Dosisanpassungen bei besonderen Patientengruppen…), sondern kann auch im Rahmen des Internationalen Masterstudiums „Clinical Pharmacy Practice“ der Robert Gordon University in Aberdeen angerechnet werden. Hier melden Sie sich zum Seminar an.
Veranstaltungstermine 2025: Es ist soweit – bestücken Sie Ihren Kalender mit den Seminarterminen des nächsten Jahres. Sie sind uns herzlich willkommen – melden Sie sich hier an. Wir starten gleich im Januar mit den „Arzneimittelinteraktionen“, gefolgt von „Arzneimitteltherapiesicherheit“. Die Akkreditierung in der Fortbildung wird für alle Seminare mit bis zu 26 Punkten beantragt. Akkreditierung in der Weiterbildung beantragen wir für die Seminare „AMTS“, „Altersgruppen“, „Interaktionen“ und „Literaturrecherche“.
Starten Sie in die pDLs zur Erweiterten Medikationsberatung? Zusammen mit der Apothekerkammer Hamburg bieten wir die Schulung nach BAK-Curriculum „Medikationsanalyse als Prozess“ an. Es besteht aus mehreren Online-Elementen: a) eine Live-Schulung, b) ein Case Training, in dem Sie aktiv in einer kleinen Gruppe und unter Anleitung eine Medikationsanalyse durchführen und c) eine Live-Diskussionsrunde mit Input und Erfahrungsaustausch. Termine und Anmeldung über uns oder die Apothekerkammer Hamburg.
Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen goldene Herbsttage!
| Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik) mit dem | Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie) Campus-Team |
Details zu allen Themen auf unserer Website. Die hellblau hervorgehobenen Begriffe sind mit den entsprechenden Internetseiten verlinkt.
Hier können Sie unseren Newsletter herunterladen: PDF-Datei
Bildnachweis: © CaP | D. Dartsch

Ab sofort können Sie sich für unsere Veranstaltungen im Jahr 2025 anmelden. Hier sind alle Formate und Termine auf einen Blick:
Sie haben ein Thema, das Sie systematisch vertiefen möchten?
Dies sind unsere bewährten 4-wöchigen Seminare. Input bekommen, interaktiv Aufgaben rund um ein Seminarthema bearbeiten und dazu persönliches Feedback bekommen (doch, wirklich, ohne obligatorische Live-Termine!):
- Arzneimittelinteraktionen 16.01. – 12.02.2025*
- Arzneimitteltherapiesicherheit 20.02. – 19.03.2025*
- Interpretation von Laborparametern 24.04. – 21.05.2025
- Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation 22.05. – 18.06.2025*
- Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen 19.06. – 16.07.2025*
- Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen 04.09. – 01.10.2025
- Unerwünschte Arzneimittelwirkungen 09.10. – 05.11.2025
- Angewandte Pharmakokinetik 13.11. – 10.12.2025
Für die mit einem * gekennzeichneten Seminare wird wieder die Anerkennung in einer oder mehreren Fachapotheker-Weiterbildungen beantragt. Mehr zum Konzept
Sie möchten Ihr Wissen an einem Fall erproben?
Hier sind die Termine für unsere einwöchigen Case Trainings. Ein kleines Team, ein vorgegebener Fall, fachliche Anleitung (ebenfalls ohne festgelegte Live-Termine):
- 16.-22.01.2025
- 24.-30.04.2025
- 04.-10.09.2025
- 13.-19.11.2025
Das Case Training ist ein Baustein der pDL-Pflichtschulung „Medikationsanalyse als Prozess“ nach BAK-Curriculum. Mehr zum Konzept
Sie möchten Feedback zu Ihrer Medikationsanalyse bekommen?
Hier sind die Termine für unsere halb- bis eintägigen Workshops. Eine eigene Medikationsanalyse vorstellen, die Fälle der Anderen mitdenken, kollegiales Feedback erhalten und geben, sicher werden (Live Online):
- 28.02.2025
- 14.06.2025
- 24.09.2025
- 28.11.2025
Die Workshops sind Teil des Hamburger AMTS-Zertifikats der Apothekerkammer Hamburg. Mehr zum Konzept
Sie streben einen Master-Abschluss an?
Dann informieren Sie sich über die Anerkennung unserer Veranstaltungen im Masterstudium Clinical Pharmacy Practice der Universität Aberdeen. Das ist ein international anerkannter Studiengang für Apotheker*innen aus aller Welt.
Alternativ steht Ihnen das Masterstudium AMTS der Universitäten Bonn, Heidelberg und Tübingen offen – auch dort werden Seminare als Wahlpflichtmodule angerechnet. Dieser Studiengang ist interprofessionell konzipiert, u.a. für Apotheker*innen.
Unser Angebot ist…
- Praxisorientiert
- Firmenunabhängig
- Mit der Berufstätigkeit vereinbar
- Erprobt und per Evaluation bewährt
- Zertifiziert (BAK, Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht)
Alle Termine finden Sie auch auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite.

Stellen alle Arzneimittel ein Risiko für die Leber dar? Nein. Man kann die Antwort aus der Datenbank Livertox ziehen, die kumulierte Fallberichte auswertet, daraus das hepatotoxische Potenzial ableitet und zudem mögliche Mechanismen darstellt. Hier fließen Verordnungszahlen nicht ein. Wenn man also wissen möchte, wie häufig ein Arzneimittel tatsächlich zu einer Schädigung der Leber führt, braucht man Studien wie die von Torgersen et al. [1], die entsprechende Fallberichte aus der US-amerikanischen ‚Veterans‘ Affairs‘-Gesundheitsversorgung aus den Jahren 2000 bis 2021 ausgewertet hat.
Demnach sind die häufigsten Verursacher, die auch bei uns auf dem Markt sind:
[Die Buchstaben in Klammern geben die Livertox-Kategorie nach Zahl der publizierten Fälle mit arzneimittelbedingtem Leberversagen wieder (A ≥ 50 Fälle; B 12-49 Fälle; C 4-11 Fälle), die Zahlen die adjustierten Inzidenzraten aus der vorliegenden Studie in Ereignissen pro 10.000 Personenjahre.]
- Erlotinib (C; 19,7)
- Lenalidomid oder Thalidomid (C; 13,7)
- Chlorpromazin (A; 12,0)
- Metronidazo l(C; 11,8)
- Prochlorperazin (C; 11,6)
- Isoniazid (A: 10,5)
- Moxifloxacin (B; 9,3)
- Azathioprin (A; 7,7)
- Levofloxacin (B; 7,2)
- Clarithromycin (B; 6,7)
- Ketoconazol (A; 6,1)
- Fluconazol (B; 6,0)
- Captopril (B; 5,8)
- Amoxicillin/Clavulansäure (A; 5,4)
- Sulfamethoxazol/Trimethoprim (A; 5,1)
- Ciprofloxacin (B; 5,1)
Die Livertox-Kategorie hängt vom hepatotoxischen Potenzial, also der „Gefährlichkeit“, und vom Alter des Wirkstoffs ab (bei neueren kann es noch nicht so viele Publikationen geben wie bei alten). Welches Arzneimittel auf diesen Listen erscheint, hängt dagegen vom hepatotoxischen Potenzial und von der Verordnungshäufigkeit ab. Sie sind folglich nicht vergleichbar. Und die gleiche Art der Untersuchung würde bei uns eventuell zu leicht abweichenden Ergebnissen kommen, z.B. weil die Antibiotika nicht gleich häufig verordnet werden. Dennoch bieten sowohl die Datenbank also auch die Studie eine gute Orientierung zur Beurteilung des Risikos, z.B. in der umfassenden Medikationsanalyse.
Quelle:
Torgersen J et al.: Severe Acute Liver Injury After Hepatotoxic Medication Initiation in Real-World Data. JAMA Intern Med 2024; 184(8):943-952
Online-Seminare zum Thema
Um die Therapieoptimierung bei Patienten mit Lebererkrankungen geht es in unserem moderierten Online-Seminar „Eliminationsstörungen„. Hier vertiefen Sie Ihre Kompetenz zur Anpassung der Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen sowie Polymorphismen. In Aufgaben und gemeinsamen Diskussionen trainieren Sie, den Optimierungsbedarf zu erkennen und Empfehlungen zu geben.
Um Hepatotoxizität und andere unerwünschte Wirkungen geht es im moderierten Online-Seminar „Unerwünschte Wirkungen und Pharmakovigilanz„. Hier trainieren Sie die Beurteilung, bei welchen Patienten und bei welchen Wirkstoffen mit einem erhöhten Risiko unerwünschter Wirkungen zu rechnen ist, und erhalten Arbeitshilfen, um zu entscheiden, ob ein Symptom in kausalem Zusammenhang mit der Anwendung eines Arzneimittels stehen kann.
Die Termine für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.

Eine Leberzirrhose hat Einfluss auf die hepatische Metabolisierung vieler Arzneistoffe und verändert daher deren Pharmakokinetik. Das heißt, in solchen Fällen müssen entweder Wirkstoffe mit leberunabhängiger Elimination gewählt oder die Dosierungen an die hepatische Clearance des Patienten angepasst werden.
Bei welchen Patienten in der Medikationsanalyse ein genauer Blick auf Leberwerte, Medikation und Dosierungen geworfen werden sollte, lässt sich an Indikator-Arzneimitteln erkennen, die zur Therapie der Folgekomplikationen der Leberzirrhose feststellen.
Folgen einer Leberzirrhose
Eine Zirrhose entsteht bei langfristiger Schädigung der Hepatozyten (z.B. durch Hepatitiden oder Alkohol.) Dabei wird funktionales Lebergewebe zunehmend durch Bindegewebe ersetzt. Dies geht mit erhöhtem Widerstand des zirrhotischen Lebergefäßsystems gegen den Blutfluss in der Portalvene einher. Wenn das überhandnimmt, kommt es zur Dekompensation:
Die portale Hypertonie setzt sich „rückwärts“ in die Gefäße des Gastrointestinaltrakts fort, die daraufhin Ösophagusvarizen bilden. Blutungen hieraus sind mit hoher Mortalität verbunden und erfordern daher Prävention. Im Versuch der Gegenregulation zur Entlastung des Portalsystems, entstehen a) der Aszites – eine umfangreiche Wasseransammlung im Bauchraum – und b) der portosystemische Shunt – zusätzliche Blutgefäße, die das Blut aus der Portalvene um die Leber herum direkt in die Vena cava inferior leiten. Insbesondere Ammoniak und Amine, die normalerweise in der Leber eliminiert werden, gelangen so in den Hauptkreislauf und ins Gehirn und können eine hepatische (oder portosystemische) Enzephalopathie verursachen. Entgegen der Erwartung und trotz meist erhöhtem INR-Wert ist bei Leberzirrhose nicht das Blutungs-, sondern das venöse Thromboembolierisiko erhöht.
Pharmakotherapie bei Leberzirrhose
Folgende Arzneimittel werden leitliniengerecht eingesetzt, um der Dekompensation vorzubeugen bzw. die Komplikationen zu behandeln:
| Wirkstoff | Wirkungen |
| Carvedilol, (Propranolol) | Senkung des portalen Drucks, Risikoreduktion für Folgekomplikationen |
| Statine | Cholesterol-unabhängige antiinflammatorische und vasodilatierende Wirkungen in der Leber |
| Spironolacton (bis 400mg/d), Eplerenon | Vermindert Aszites |
| Furosemid, Torasemid | Hyperkaliämie unter K-sparenden Diuretika (leitliniengerechte Verordnungskaskade) |
| Lactulose | Vermindert intestinale Ammoniaksynthese und -resorption |
| Rifaximin | Vermindert intestinale Ammoniaksynthese und -resorption |
| L-Ornithin-L-Aspartat | Erhöht den Ammoniakumsatz und senkt den Ammoniakspiegel |
| LMWH, (DOAK, VKA) | Senkung des Risikos für Thromboembolien |
Als hilfreich bei Lebererkrankung werden Präparate mit Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn beworben. Diesbezügliche Selbstmedikation oder entsprechende Fragen und Wünsche danach können ebenfalls ein Indikator sein.
Quellen
Biggins SW et al.: Diagnosis, Evaluation, and Management of Ascites, Spontaneous Bacterial Peritonitis and Hepatorenal Syndrome: 2021 Practice Guidance by the American Association for the Study of Liver Diseases. Hepatology 2021; 74(2):1014-1048
EASL Clinical Practice Guidelines on the management of hepatic encephalopathy. J Hepatol 2022; 77(3):807-824
Guixé-Muntet S, et al.: Pathophysiology and therapeutic options for cirrhotic portal hypertension. Lancet Gastroenterol Hepatol 2024; 9(7):646-663
Khaled NB et al.: Medikamentöse Therapie bei Patientenmit Leberzirrhose. Aktueller Stand und zukünftige Entwicklungen. Gastroenterologie 2022; 17:335–347
Online-Seminare zum Thema
Um die Therapieoptimierung bei Patienten mit Lebererkrankungen geht es in unserem moderierten Online-Seminar „Eliminationsstörungen„. Hier vertiefen Sie Ihre Kompetenz zur Anpassung der Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen sowie Polymorphismen. In Aufgaben und gemeinsamen Diskussionen trainieren Sie, den Optimierungsbedarf zu erkennen und Empfehlungen zu geben.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.

Erneut sind unsere Seminare Interaktionen und AMTS in der Weiterbildung zum Fachapotheker für Allgemeinpharmazie akkreditiert, und zwar
- das Seminar „Interaktionen“ als Seminar A.6 „Interaktionsmanagement in der Apotheke“ mit 8 Stunden und
- das Seminar „AMTS“ als Seminar A.2: Medikationsanalyse und -management in der Apotheke, Seminar A.7: Förderung der Therapietreue und Seminar A.8: Beratungsintensive Arzneiformen. Sie finden sie auch hier im ABDA-Kalender.
Die Seminare beginnen am 18.01. (Interaktionen) bzw. am 15.02.2024. (AMTS) und laufen asynchron für vier Wochen. Falls Sie sich gerade fragen, wie man neben dem Beruf noch vier Wochen am Stück ein Seminar absolvieren soll, sehen Sie sich an, wie unsere Seminare funktionieren. Sie teilen Ihre Zeit frei ein, es gibt wirklich(!) keine Fixtermine. Kosten, Rabatte und Förderungen haben wir Ihnen ebenfalls übersichtlich aufgelistet.
Bildnachweis: © magele-pictures / Fotolia

Die Kombination einiger Vertreter der Statine und der Makrolid-Antibiotika kann zu Myopathien und im Extremfall zur Rhabdomyolyse führen. Die Interaktion beruht auf dem Enzym CYP 3A4 und den hepatischen Transportern OATP 1B1 oder 1B3 (physiologische Rolle: Aufnahme von z.B. Gallensalzen aus dem Blut in Hepatozyten zum Weitertransport ins biliäre System). Sie tritt dann auf, wenn das Makrolid genau die Struktur blockiert, für die das betreffende Statin ein Substrat ist. In der Folge ist die Halbwertszeit des Statins verlängert. Wenn die Dosis gleich bleibt, steigt daher seine Konzentration – u.U. in den toxischen Bereich.
Interaktionsdatenbanken warnen zuverlässig vor der Interaktion und geben auch generelle Empfehlungen, wie damit umzugehen ist. Allerdings bringen Patienten individuelle Einflussfaktoren mit, Lieferengpässe verhindern die Umstellung auf einen nicht-interagierenden Wirkstoff, und überhaupt tauchen diese Warnmeldungen ja bevorzugt dann auf, wenn kein Arzt erreichbar ist.
Oft sind darum individuelle Lösungsvorschläge oder auch kurzfristige individuelle Entscheidungen gefordert. Das erfordert eine Bewertung der Risiken – sowohl des Risikos der gemeinsamen Einnahme als auch des Risikos auf den Verzicht auf das Statin oder das Makrolid.
Die folgende Tabelle stellt die Bedeutung von CYP3A4 und OATP 1B1/1B3 für die Statine und Makrolide dar:

Aus der Tabelle lässt sich ableiten, dass Azithromycin das Makrolid mit dem geringsten Interaktionspotenzial für die Statine darstellt. Einzelne Fallberichte beschreiben auch hier eine Rhabdomyolyse, die genaue Ursache dafür ist aber nicht klar.
Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin sind für Rosuva-, Fluva- und Pravastatin in der Regel kein Problem. Die Kombination mit Simvastatin ist für beide Makrolide kontraindiziert (berichtet sind AUC-Anstiege unter 40mg/d Simvastatin um Faktor 10 und mehr) – kann auf das jeweilige Makrolid nicht verzichtet werden, sollte Simvastatin pausieren.
Für die Kombination von Atorvastatin mit Clari-, Ery- oder Roxithromycin ist ein differenzierteres Vorgehen beschrieben (der AUC-Anstieg unter 10mg/d Atorvastatin durch die drei o.g. Makrolide liegt nur in der Größenordnung von Faktor 2 bzw. bei Faktor 4,5 für 80mg/d): Nach Möglichkeit sollte auch diese Kombination vermieden werden, z.B. indem Atorvastatin vorübergehend gestoppt wird. Bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko sollte allerdings keine Statinpause erfolgen, um das Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiko nicht zu erhöhen. Kann weder vom Makrolid noch vom Atorvastatin abgewichen werden, kann die Atorvastatindosis vorübergehend auf maximal 20mg/d reduziert werden.
Wenn Erythromycin nicht kurzfristig als Antibiotikum, sondern langfristig als Prokinetikum eingesetzt wird, so dass eine permanente Interaktion besteht, sollte bevorzugt auf Rosuva-, Fluva- oder Pravastatin umgestellt oder alternativ Atorvastatin dauerhaft auf 20mg/d begrenzt werden. Die aktivierende Wirkung von Erythromycin auf die intestinale Motilität kann die Spiegel dieser und anderer Statine geringfügig senken, was aber klinisch als nicht relevant gilt.
Patienten sollten darüber informiert werden, worauf zu achten ist und wann sie sich an einen Arzt wenden sollten. Myopathiesymptome umfassen beidseitige unerklärbare Muskelschwäche oder -schmerzen bevorzugt in den langen Muskeln des Rückens und der Beine. Später kommt es zur Dunkelfärbung des Urins. Treten derartige Symptome auf, muss das Statin sofort gestoppt werden, um eine Schädigung der Niere durch die Anflutung der aus den Muskelzellen freigesetzten Proteine zu vermeiden.
Quellen:
SPS: Managing interactions between macrolides and statins. Stand: 24. November 2023. https://www.sps.nhs.uk/articles/managing-interactions-between-macrolides-and-statins/
Lipp HP: Auswahl von Statinen vor dem Hintergrund neu verfasster Lipidleitlinien. Arzneimitteltherapie 2020; 38:117-24
Kalliokoski A et al.: Impact of OATP transporters on pharmacokinetics. Br J Pharmacol 2009 Oct; 158(3):693-705
Abu Mellal A et al.: The clinical significance of statins-macrolides interaction: comprehensive review of in vivo studies, case reports, and population studies. Ther Clin Risk Manag 2019; 15:921-936
Online-Seminare zum Thema
Um die Bewertung und den Umgang mit Wechselwirkungen geht es in unserem moderierten Online-Seminar „Arzneimittelinteraktionen“. Hier vertiefen Sie Ihre Kompetenz zur Einschätzung von Interaktionen zwischen Arzneimitteln untereinander sowie mit Nahrungsmitteln und Medizinprodukten. In Aufgaben und gemeinsamen Diskussionen trainieren Sie, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und Empfehlungen zu geben.
Den Termin für den nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an.

Auch in diesem Jahr ruft die WHO vom 6.-12. November zur #MedSafetyWeek auf, um die Awareness für Verdachtsfallmeldungen als Signalgeber für Arzneimittel-Risiken zu stärken und zur Meldung von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen zu motivieren.
Laut AMK ist die Zahl der Meldungen in den Pandemiejahren um 25% zurückgegangen [1]. Gründe sind u.a. die deutliche Mehrbelastung der Apotheker*innen und der vorübergehende Rückgang der Patientenkontakte in dieser Zeit. Das sollte sich nun wieder ändern, denn zwar ist die Belastung immer noch hoch, aber die Patientenkontakte sind jedenfalls wieder da.
Die UAW-Meldung ist mühsam und zeitaufwändig? Na ja… Im Schnitt werden für die Meldung 5-15 Minuten benötigt [2], und es reichen die folgenden Angaben:
- Initialen, Alter und Geschlecht der Patientin oder des Patienten
- beobachtete Beschwerden
- verdächtigte Arzneimittel
- Ihr Name und Anschrift der Apotheke
Infos zum Meldeverfahren, Meldeformulare und den Online-Zugang zur Medlung finden Sie auf der AMS-Seite https://www.abda.de/fuer-apotheker/arzneimittelkommission/amk/.
Online-Seminare zum Thema
Wer es genauer wissen will: Um Nebenwirkungen, Beratung dazu, Kausalitätsbewertung und die UAW-Meldung geht es in unserem moderierten Online-Seminar „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“, das am 12.10.23 startet.
Die Termine für den jeweils nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an – am besten gleich.
Quellen
[1] AMK – Zahlen, Daten, Fakten; https://www.abda.de/fuer-apotheker/arzneimittelkommission/amk/zahlen-und-fakten/ (abgerufen 02.10.2023)
[2] AMK: AMK-Umfrage zum Rückgang der Meldungen. PZ 23.02.2023 07:00 Uhr.

Statine werden häufig verordnet. Sie sind z.T. sehr abhängig von bestimmten Eliminationswegen, tauchen „gefühlt“ in jeder zweiten Interaktionswarnung auf und haben als seltene, aber gefürchtete unerwünschte Wirkung die Schädigung von Muskelzellen. Pharmakokinetische Unterschiede ermöglichen bei Problemen eine Optimierung der Therapie durch Wechsel des Statins.
Wirksamkeit und Dosis
Statine senken die Sterblichkeit und die Häufigkeit von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Die Zieldosis wird nach angestrebter Wirkung auf das LDL-Cholesterol festgelegt, die wiederum vom kardiovaskulären Risiko abhängt (s. Tab.). Vor allem bei älteren Patienten wird oft niedriger begonnen und nach Verträglichkeit auftitriert.
| Risiko | Intensität | Wirkstoff | Dosis |
| Niedrig | Gering (LDL-C-Senkung ca 30%) | Simvastatin | 10 mg |
| Moderat | Moderat (LDL-C-Senkung ca 30-50%) | Atorvastatin Rosuvastatin Simvastatin | 10-20 mg 5-10 mg 20-40 mg |
| Hoch | Hoch (LDL-C-Senkung ca 50%) | Atorvastatin Rosuvastatin | 40-80 mg 20-40 mg |
| Sehr hoch | Hoch (LDL-C-Senkung ca 50%) | Atorvastatin Rosuvastatin | 40-80 mg 20-40 mg |
Anforderungen an die Einnahme
Da die Cholesterolsynthese in der Leber nachts am aktivsten ist, wirken Statine in der Nacht am stärksten. Simvastatin, mit einer Halbwertszeit von weniger als 5 Stunden, sollte daher am Abend eingenommen werden. Bei Atorva- und Rosuvastatin mit Halbwertszeiten von 14 und 19 Stunden, spielt die Zeit der Einnahme keine Rolle – ein Vorteil, wenn die Einnahme am Abend häufig vergessen wird.
Eliminationswege
In der Elimination von Simva- und Atorvastatin spielt CYP 3A4 eine wichtige Rolle. Atorvastatin ist zudem ein Substrat von p-Glykoprotein (pGp). Rosuvastatin dagegen wird nur zu einem irrelevanten Anteil über 2C9 metabolisiert, der größte Teil verlässt den Körper unverändert über den biliären Weg (Galle/Darm/Faezes). Damit ist Rosuvastatin nicht von CYP 3A4-Modulatoren in der weiteren Medikation betroffen.
Verträglichkeit
Muskelbeschwerden, die ursächlich auf das Statin zurückzuführen sind, kommen bei einem von 100 Patienten unter moderat intensiver Therapie im ersten Behandlungsjahr vor, Studien weisen aber auf einen ausgeprägten Noceboeffekt hin, so dass mehr als einer von 100 Patienten über Muskelsymptome klagt. Auch Leberwerte können unter Statintherapie ansteigen. Wenn Beschwerden auftreten und die Indikation für ein Statin besteht, sollte auf ein anderes Statin in niedriger Dosis gewechselt werden.
Bei jeder Intensivierung, sprich: Dosiserhöhung, muss der erwartete Nutzen gegen das Risiko neu auftretender Beschwerden abgewogen werden, die zum Therapieabbruch und zu künftigen Widerständen gegen die Einnahme eines Statins führen.
Verordnungsvorgaben
Im Medikationskatalog der KBV für Fettstoffwechselstörungen sind Simva- und Atorvastatin als „Standard“, Rosuvastatin dagegen als „Reserve“ eingeordnet. Für den überwiegenden Anteil der (GKV-)Patienten sollen primär die Standards verordnet werden. Reserve-Wirkstoffe sind „relevanten“ Patientengruppen vorbehalten, für die Standardwirkstoffe weniger gut geeignet sind.
Fazit
Bei Problemen mit einem Statin lohnt oft ein Wechsel auf einen anderen Wirkstoff dieser Familie. Rosuvastatin geht am wenigsten Interaktionen ein. Für seinen Einsatz braucht es aber einen konkreten Grund. Allein das Vorhandensein einer bislang komplikationsfrei vertragenen Interaktion ist nicht unbedingt hinreichend. Pharmakokinetische oder andere Anhaltspunkte für ein höheres Komplikationsrisiko der Standard-Statine dagegen u.U. schon.
Online-Seminare zum Thema
Um solche Fragestellungen geht es in unseren moderierten Online-Seminaren „Angewandte Pharmakokinetik“ und „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“, die nach der Sommerpause angeboten werden.
Die Termine für den jeweils nächsten Lauf finden Sie auf unserer Termineseite. Details zum Ablauf unserer Seminare, was sie von den üblichen Live-Online-Veranstaltungen unterscheidet und was sie kosten, finden Sie auf unserer Angebotsseite. Und hier melden Sie sich an – am besten gleich.
Quellen
AkdÄ-Leitfaden „Medikamentöse Cholesterinsenkung zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse“ 1. Aufl., Juli 2023.
DGK Pocket Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Dyslipidämien“ 2. überarb. Aufl. 2019. Borm Brückmeier Verlag GmbH.
Visseren FLJ et al.: 2021 ESC Guidelines on cardiovascular disease prevention in clinical practice: Developed by the Task Force for cardiovascular disease prevention in clinical practice with representatives of the European Society of Cardiology and 12 medical societies With the special contribution of the European Association of Preventive Cardiology (EAPC), European Heart Journal 2021: 42(34): 3227–3337.
KBV-Medikationskatalog „Fettstoffwechselstörungen“ 2023.
(Letzter Zugriff: 28.07.2023)
Bildquelle: © Ron Lach | Pexels

Das frisch für die Weiterbildung zum Fachapotheker für Allgemeinpharmazie akkreditierte Seminar „Arzneimitteltherapiesicherheit“ startet wieder am 20. Februar. Noch können Sie sich anmelden!
Es deckt die folgenden Weiterbildungsseminare ab:
- Seminar A.2: Medikationsanalyse und -management in der Apotheke (6 Std.)
- Seminar A.7: Förderung der Therapietreue (6 Std.)
- Seminar A.8: Beratungsintensive Arzneiformen (5 Std.)
Themen und Inhalte
Es geht um die AMTS als Prinzip zur Verbesserung der pharmazeutischen Versorgung, das Erkennen, Bewerten und Lösen von arzneimittelbezogenen Problemen, um komplexe und daher beratungsintensive Arzneiformen, um Medikationsanalyse und Medikationsmanagement sowie um die Therapietreue. Mit diesen Inhalten ist das Seminar eine ideale Grundlage für die honorierten pharmazeutischen Dienstleistungen in der öffentlichen Apotheke und für die Etablierung des Medikationsmanagements in der öffentlichen wie in der Krankenhausapotheke.
Lernziele
- Anhand von mind. zwei Beispielen den Einsatz von Maßnahmen zur Sicherung der AMTS erläutern können, die im Arbeitsbereich der/des Teilnehmenden wichtig sind.
- Arzneimittelbezogene Probleme erkennen und klassifizieren sowie ihre Relevanz darstellen können.
- Adäquate Lösungsvorschläge für arzneimittelbezogene Probleme formulieren können.
- Beratungsintensive Arzneiformen benennen und ihre Anwendung, Aufbewahrung und Entsorgung patientengerecht erläutern können.
- Die Bedeutung und den Ablauf der pharmazeutischen Medikationsanalyse und des Medikationsmanagements für die AMTS erläutern können.
- Die AM-bezogenen Daten aus den verschiedenen Quellen erfassen können, die am Arbeitsplatz üblicherweise zur Verfügung stehen.
- Patienten nennen und erkennen können, die von Medikationsanalyse und Medikationsmanagement besonders profitieren.
- Ursachen für und Maßnahmen gegen mangelnde Therapietreue erläutern können.
- Strategien zur Förderung der Therapietreue eines Patienten anwenden können.
„Ich konnte hier wirklich viel mitnehmen!“ hat uns eine Teilnehmerin aus dem ersten Lauf dieses Seminars im vergangenen Jahr zurückgemeldet. Das freut uns zu hören.
Ablauf
Sie wissen nicht, ob Sie es schaffen, in den vier Wochen Seminar-Laufzeit am Ball zu bleiben? Das Seminarkonzept mit den langen Bearbeitungszeiträumen, das auf Fixtermine durchweg verzichtet, und unsere lernorganisatorische Moderatorin unterstützen Sie dabei. Außerdem sind der fachliche Austausch unter den Teilnehmenden und die inhaltliche Moderation bei den Aufgaben unserer Erfahrung nach sehr motivierend. Aber wir wissen ja auch, dass das Leben nicht zu 100% planbar ist. Sollte etwas Unerwartetes passieren und Ihnen einen Strich durchs Seminar machen, steigen Sie einfach aus und beim nächsten Lauf an derselben Stelle wieder ein. Es geht Ihnen nichts verloren.
Info
Unsere Seminarpreise und Rabattoptionen finden Sie gesammelt auf einer Extraseite, und hier schnallen – nein, melden – Sie sich an.
Bildnachweis: © cfarnsworth | pixabay


















