Newsletter Nr. 01/2020

Frau sitzt am Laptop

Chloroquin und Hydroxychloroquin: Da diese Wirkstoffe als Hoffnungsträger zur Behandlung von COVID-19 Patienten gelten und möglicherweise als Infektionsprophylaxe für Personen in Hochrisiko-Bereichen Einsatz finden könnten, haben wir ihnen gleich drei Blogartikel gewidmet.

Im Vergleich beider Wirkstoffe finden Sie Dosierungen bei COVID-19, klassischen Indikation und Eliminationsstörungen, Pharmakokinetik, wichtige unerwünschte Wirkungen und Interaktionen.

Im Literaturüberblick zu den Chinin-Abkömmlingen haben wir Artikel zu in vitro-Daten, Studienergebnissen, Übersichten und Meinungen gesammelt und bei Clinicaltrials nachgesehen, welche Studien derzeit unterwegs sind.

Chloroquinrezepturen: Wenn sich Chloroquin zur Therapie von COVID-19-Erkrankten als wirksam erweist, brauchen Kinder, Senioren mit Schluckbeschwerden oder Menschen mit Sondenernährung flüssige Darreichungsformen in passender Stärke. Von der ASHP gibt es Rezepturen für eine Suspension und einen Sirup.

Dyslipidämie: Weitere drei Blogartikel haben wir anlässlich der neuen ESC/EAS-Dyslipidämie-Leitlinie auf unsere Seite gestellt:

Kein Minimum beim Cholesterol: Unverändert ist das Prinzip der Kopplung von Intensität der Lipidsenkung an das atherosklerotische kardiovaskuläre Risiko (ASCVD). Neben der geänderten Einordnung in die vier Risikogruppen haben sich aber die Behandlungsziele verschärft. Wir geben Ihnen hier eine kurze Zusammenfassung der Neuerungen.

Wie bestimmt man das ASCVD-Risiko? ASCVD steht für ‚Atherosclerotic cardiovascular disease‘. Eine wichtige Determinante für die Begründung einer lipidsenkenden Therapie ist das Risiko eines Patienten, innerhalb von 10 Jahren eine solche ASCVD zu entwickeln. Es hilft also auch in der Apotheke bei der Medikationsanalyse, um die Verordnung eines Lipidsenkers nachzuvollziehen.

Monitoring bei lipidsenkender Therapie: Welche Werte sollen bei Patienten mit einer lipidsenkenden Therapie nach der aktuellen Dyslipidämie-Leitlinie wann bestimmt werden? Welche Empfehlungen gelten vor der Therapie, welche am Beginn und welche im Verlauf? Und wie soll man auf abweichende Werte reagieren? Die Zusammenfassung lesen Sie bei uns im Blog.

Orale Antikoagulation: Fehler vermeiden. Eine israelische Studie hat eine hohe Fehlerrate bei der Verordnung von Antikoagulazien gezeigt. Wir nehmen sie zum Anlass für einen Hinweis auf den noch druckfrischen Leitfaden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) „Orale Antikoagulation bei nicht valvulärem Vorhofflimmern„.

Leberschädigung als unerwünschte Arzneimittelwirkung: Bei der Beurteilung und beim Management der ‚DILI‘ hilft die neue EASL-Leitlinie, die wir Ihnen kurz vorstellen.

Ja, unsere Teilnehmenden haben derzeit viel zu tun. Wer feststellt, dass ein Seminar nebenher nicht zu schaffen ist, hat Anspruch auf unsere Sozialgarantie für einen Aufschub der Teilnahme. Es gibt aber auch ApothekerInnen, die sich in der häuslichen Quarantäne oder neben der Kinderbetreuung zuhause freuen, sich nebenbei fortbilden zu können. Oder Arbeitgeber, die froh sind, wenn davon betroffene Angestellte die Zeit zum Ausbau ihrer Kompetenzen nutzen können. Oder KollegInnen, die über ein Stück Normalität durch eine Fortbildung froh sind. Wir halten darum unser Online-Angebot auch in dieser Zeit aufrecht. Geplante Präsenzveranstaltungen werden auf Online-Formate umgestellt.

Allen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir, dass sie unbeschadet und guten Mutes durch die „Coronazeit“ kommen. Bleiben Sie gesund!

Jasmin Hamadeh ——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)-__—-(Klinische Pharmazie)
mit dem Campus-Team

                                             

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Newsletter Nr. 01/2019

Seminare für die Weiterbildung: Auch in diesem Jahr werden drei unserer Seminare in verschiedenen Weiterbildungsgebieten und -bereichen anerkannt: „Besondere Altersgruppen“, „Interaktionen“ und „Medizinische Literaturrecherche“. Termine und Anrechnungsmöglichkeiten finden Sie in unserem Blog, auch für die zukünftigen Stationsapotheker.

Antikoagulation bei Krebspatienten: Zugelassen sind bislang Heparine und Vitamin K-Antagonisten, beide mit dem Nachteil der invasiven Applikation bzw. Therapieüberwachung. Immer mehr Studien untersuchen, ob die direkten oralen Antikoagulanzien auch in dieser Patientengruppe wirksam und sicher sind. Die aktuellen Empfehlungen der International Society on Thrombosis and Haemostasis haben wir für Sie zusammengefasst.

Medikationsanalysen in England: Eine qualitative Studie untersucht die Ansichten von Ärzten und Apothekern hinsichtlich Effizienz und Gründlichkeit bei der Medikationsanalyse. Wer von beiden der Effizienz und wer der Gründlichkeit den Vorzug gibt, lesen Sie auf unserer Website.

Colitis ulcerosa-Leitlinie: Die American Gastroenterological Association (AGA) hat im Januar eine neue Leitlinie zur Behandlung der gering- bis mäßiggradigen Colitis ulcerosa (CU) herausgegeben. Sie stellt orale und topische 5-Aminosylicylate, rektale Kortikosteroide und orales Budesonid ins Zentrum. Wir haben die Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

Jetzt ohne Stress ins Masterstudium „Clinical Pharmacy Practice“ starten: Mit unseren Veranstaltungen lässt sich die Zertifikatsstufe entspannt gestalten: Fangen Sie dieses Halbjahr 2019 mit einem Online-Seminar, z.B. „Eliminationsstörungen“, und einem oder zwei Fall-Workshops in Hamburg an (ein bisschen Platz haben wir da noch, aber nicht mehr viel), machen Sie ein weiteres Seminar, z.B. „Pharmakokinetik“, und die Hospitation im zweiten Halbjahr, das dritte Seminar („Interaktionen“) und die Sprachprüfung im ersten Halbjahr 2020 und starten im Herbst 2020 in die Diplomstufe. Der Masterabschluss folgt dann regulär im Frühjahr 2022.

Seminare vor den Sommerferien: In diesem Halbjahr haben wir noch drei Seminare für Sie, „Eliminationsstörungen“ (21.03.-17.04.), „Altersgruppen“ (11.04.-08.05.), „Interaktionen“ (30.05.-26.06.), sowie zwei Falldiskussions-Workshops am 30.03. und 15.06. in Hamburg. Unser Anmeldeformular finden Sie auf der Website.

Ergebnisse der Seminar-Evaluationen 2018: Die Ergebnisse sind jetzt online einzusehen.

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen Erfolg für das angelaufene Jahr!

Jasmin Hamadeh——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)–__–(Klinische Pharmazie)
——-mit dem Campus-Team

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Nach Blutung erneut antikoagulieren?

Bei Patienten, die unter gerinnungshemmender Therapie mit Vitamin K-Antagonisten (VKA) oder direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) eine größere Verletzung (z.B. Schädel-Hirn-Trauma, Hüftfraktur, abdominelle Verletzungen) erleiden, imponiert oft die Blutung. Kein Wunder, dass nach der Unterbrechung der Gerinnungshemmung und der Versorgung der Verletzung die Frage im Raum steht, ob die Antikoagulation wieder aufgenommen werden sollte.

Eine aktuelle dänische Registerstudie [1] versucht, diese Frage zu beantworten, indem die Daten von 4541 Trauma-Patienten (Alter: 30-100 Jahre) mit Vorhofflimmern als Indikation für die Antikoagulation aus den Jahren 2005-2016 ausgewertet wurden.

In den drei Jahren, die auf ein solches Ereignis folgten, hatten Patienten, bei denen die Antikoagulation wieder aufgenommen worden war, ein etwa um die Hälfte reduziertes Sterbe- sowie Schlaganfallrisiko gegenüber denen, bei denen auf die Wiederaufnahme der Gerinnungshemmung verzichtet wurde. Das Blutungsrisiko war für VKA um ein Drittel und für DOAK um 15% erhöht. Das Risiko für eine erneute Verletzung war in beiden Gruppen gleich.

Fazit:

Die Autoren folgern: Es erscheint nicht berechtigt, in Fällen wie den hier untersuchten auf die Fortsetzung der Antikoagulation zu verzichten.

Die Ergebnisse der Studie im einzelnen:

  • Fortsetzung der Antikoagulation: 77,3 % (VKA: 60,6 %; DOAK: 16,7 %); Verzicht auf Antikoagulation: 22,7 %.
  • Medianes Alter: 80 (VKA-Gruppe), 81 (DOAK-Gruppe), 81 (Gruppe ohne Antikoagulation)
  • CHA2DS2-VASc (baseline): 4 in allen Gruppen
  • HAS-BLED (baseline): 2 in den Gruppen mit erneuter Antikoagulation, 3 in der Gruppe ohne Antikoagulation

 

  • Absolutes Sterberisiko: 15,3 % (VKA-Gruppe), 15,1 % (DOAK-Gruppe), 19,5 % (Gruppe ohne Antikoagulation)
  • Absolute Reduktion der Mortalität: durch VKA 4,2 %, durch DOAK 4,4 %
  • Absolutes Schlaganfallrisiko: 3,4 % (VKA-Gruppe), 2,8 % (DOAK-Gruppe), 4,0 % (Gruppe ohne Antikoagulation)
  • Absolutes Blutungsrisiko: 4,8 % (VKA-Gruppe), 3,6 % (DOAK-Gruppe), 4,2 % (Gruppe ohne Antikoagulation)
  • Absolutes Trauma-Risiko: 4,4 % (VKA-Gruppe), 4,0 % (DOAK-Gruppe), 4,4 % (Gruppe ohne Antikoagulation)

 

  • Hazard Ratio für Mortalität: VKA-Gruppe 0,48 [95%-Konf.-Int. 0,42-0,53]; DOAK-Gruppe 0,55 [0,47-0,66]
  • Hazard Ratio für Schlaganfall: VKA-Gruppe 0,56 [0,43-0,72]; DOAK-Gruppe 0,54 [0,35-0,82]
  • Hazard Ratio für Blutung: VKA-Gruppe 1,30 [1,03-1,64]; DOAK-Gruppe 1,15 [0,81-1,63]
  • Hazard Ratio für erneutes Trauma: VKA-Gruppe 0,93 [0,73-1,18]; DOAK-Gruppe 0,87 [0,60-1,27]

Quelle:

[1] Staerk L et al.: Resumption of oral anticoagulation following traumatic injury and risk of stroke and bleeding in patients with atrial fibrillation: a nationwide cohort study. Eur Heart J. 2017 Nov 18. doi: 10.1093/eurheartj/ehx598. [Epub ahead of print]

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Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern

Gut - Besser - Am BestenVorhofflimmern (VHF) ist schon jetzt häufig – ca. 1,8 Mio Menschen in Deuschland leiden an dieser Form der Herzrhythmusstörung [1] – und die Diagnosezahlen steigen, vermutlich bedingt durch höheres Durchschnittsalter der Gesellschaft, längeres Überleben bei Herzerkrankungen, die ein VHF begünstigen, bessere Diagnostik und erhöhte Wahrnehmung der Erkrankung [2].

Weil das VHF das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um den Faktor 5 erhöht, ist es wichtig, die Bildung von Blutgerinnseln durch eine gerinnungshemmende Therapie zu unterbinden, insbesondere dann, wenn Risikofaktoren vorliegen. Solche Faktoren werden im so genannten CHA2DS2-VASc Score erfasst.

Gerade ist die neue Leitlinie [3] veröffentlicht worden, an der erstmals neben Kardiologen auch Herzchirurgen und Schlaganfall-Experten beteiligt waren.

Vitamin K-Antagonist oder direktes orales Antikoagulanz?

Hauptpfeiler der gerinnungshemmenden Therapie bei VHF-Patienten bleiben Vitamin K-Antagonisten und die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK). Die Hemmung der Thrombozytenaggregation mit ASS100 (und selbst die duale Hemmung mit ASS100 und Clopidogrel) ist den Vitamin K-Antagonisten sowohl hinsichtlich der Haupt- als auch der Nebenwirkungen unterlegen und wird daher nicht empfohlen.

Welches DOAK?

Bei der Auswahl des antikoagulierenden Wirkstoffs, also Vitamin K-Antagonist (Phenprocoumon oder Warfarin) versus Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban (alle drei direkte Faktor X-Inhibitoren) und Dabigatran (direkter Thrombininhibitor) liegen die DOAK in der Empfehlungsliste für die Neueinstellung erstmals vorn, weil sie in Studien seltener zu Schlaganfällen durch Hirnblutungen geführt und die Mortalität insgesamt stärker gesenkt haben. Voraussetzung ist allerdings, dass die Indikation für ein DOAK gegeben ist – für Patienten mit mechanischen Herzklappen-Prothesen sind nur Vitamin K-Antagonisten zugelassen. Wer gut auf einen Vitamin K-Antagonisten eingestellt ist, sollte dabei bleiben, wer darunter schlecht kontrollierbare INR-Werte hat, auf ein DOAK umgestellt werden.

Innerhalb der DOAK sollte die Auswahl nach Nierenfunktion (die geringste renale Clearance haben Apixaban und Rivaroxaban) und Interaktionen mit Begleitmedikation (Rivaroxaban-Abbau deutlich abhängig von CYP 3A4, Apixaban weniger, Edoxaban weitgehend unabhängig) erfolgen.

Darüber hinaus ist aktuell eine Meta-Analyse veröffentlicht worden, derzufolge Rivaroxaban den anderen DOAK hinsichtlich vaskulärer unerwünschter Vorkommnisse überlegen ist. In Bezug auf den Schlaganfall scheinen Apixaban und Rivaroxban besser zu sein als Dabigatran oder Edoxaban, Dabigatran wiederum scheint den anderen überlegen bei der Senkung der Mortalität sowie der Vermeidung von Blutungsereignissen und Herzinfarkten [4].

Für den Fall, dass zur Ersteinstellung alle DOAK in Frage kommen, könnten diese Daten zur individuell optimierten Wirkstoffauswahl, je nach Vorerkrankungen des Patienten, herangezogen werden.

Quellen

[1] M Kip et al., Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern, Thiemeverlag 2015

[2] RB Schnabel et al., Vorhofflimmern: Prävalenz und Risikofaktorenprofil in der Allgemeinbevölkerung. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(16): 293–9.

[3] 2016 ESC Guidelines for the management of atrial fibrillation developed in collaboration with EACTS.

[4] L Guo et al., Comparative Efficacy of Clinical Events Prevention of Five Anticoagulants in Patients with Atrial Fibrillation (A Network Meta-Analysis). Am J Cardiol 2016 (in press, 16.11.2016)

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Patienten mit Schlaganfall-Risiko erkennen

Antikoagulation: weniger Thromboembolien, mehr Blutungen

Um zu entscheiden, welche Patienten mit Vorhofflimmern unter dem Strich von einer Antikoagulation profitieren, hat sich der CHADS2-Score etabliert. Er summiert die bei einem Patienten vorliegenden Risikofaktoren für Schlaganfall.

Seit der Etablierung haben sich jedoch neue Risikofaktoren ergeben, so dass eine Weiterentwicklung zum CHA2DS2-VASc vorgeschlagen wurde. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass das weiterentwickelte Verfahren das Risiko von Patienten mit Vorhofflimmern besser beschreibt [1, 2].

Die folgenden Risikofaktoren sind beim CHA2DS2-VASc zu berücksichtigen:

  • Herzinsuffizienz (1 Punkt)
  • Bluthochdruck (1 Punkt)
  • Alter: ab 65 1 Punkt, ab 75 2 Punkte
  • Diabetes (1 Punkt)
  • früherer Schlaganfall bzw. TIA oder Thromboembolie (2 Punkte)
  • weibliches Geschlecht (1 Punkt)
  • Gefäßkrankheit (1 Punkt)

Indikatorarzneimittel für Vorhofflimmern sind v.a. Sotalol, Flecainid, Propafenon, Amiodaron und Dronedaron. Bei Patienten, die diese Wirkstoffe verordnet bekommen, sollte nach den o.g. Risikofaktoren gefragt werden. Bereits bei einem Score von 1 (also dem Vorliegen eines einzigen Risikofaktors – das ist bei Frauen sowie Patienten über 65 bereits ohne weitere Erkrankungen gegeben) sollte der Patient danach gefragt werden, ob er eine gerinnungshemmende Therapie bekommt. Wenn nicht, sollte diese Frage mit dem Arzt besprochen werden.

[1] ESC Pressekonferenz „Heart and Stroke“, 31.08.2013

[2] A Geth et al.: Stroke events in patients with CHADS2 scores 0 and 1 in a contemporary population of patients with atrial fibrillation: results from the German AFNET registry. Abstract # 4381 ESC, Amsterdam 2013

Newsletter Nr. 05/2013

neue Perspektive

Online-Case-Trainings: Am ersten Case-Training nahmen die 20 Gewinner der Geburtstagsverlosung teil – etwa jeweils zur Hälfte KollegInnen aus öffentlichen und aus Krankenhausapotheken, darunter drei Kolleginnen aus Österreich. Moderiert von Prof. Dr. Dorothee Dartsch entfaltete sich entlang dreier Fallbeispiele eine lebhafte Online-Diskussion zu Lösungsstrategien arzneimittelbezo­ge­ner Probleme. Zum Abschluss der gemeinsamen Online-Woche wurden die Musterlösungen veröffentlicht.

 

Die Rückmeldungen bestätigen: Ein großer Vorteil der Foren-Diskussion ist die Zeit zum Recherchieren und Weiterdenken – Eine wichtige Basis, um durch aktive Teilnahme nachhaltig Erkenntnisse zu gewinnen. Case-Trainings werden im 2. Halbjahr 2013 in regelmäßiger Folge zum Preis von 148,- (inkl. MwSt.) angeboten. Weitere Informationen hier.

 

Neues Website-Fallbeispiel: Für die, die nicht bis zur nächsten Case-Training-Woche warten möchten: Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ab sofort hier über den folgenden Fall mitzudiskutieren: Patient, 75 Jahre, Medikation Phenprocoumon, Simvastatin, Metoprolol, schnellwirksamer NO-Donor, Allopurinol, Amitriptylin, bekommt wegen einer hochgradigen Koronarverengung einen Stent implantiert. Aufgelöst wird der Fall am Dienstag, 11.06.

 

Neues von der ADKA: Der 38. Wissenschaftliche Kongress der ADKA in Dresden stand unter dem Motto „Versorgungssicherheit und Arzneimittelqualität: die Krankenhausapotheke im Spannungsfeld der globalisierten Märkte“. Was die Einbindung der Apotheker in die Arzneimitteltherapie mit Anschnallpflicht und dem Zauberlehrling zu tun hat, lesen Sie einer Zusammenstellung der wichtigsten Statements der Grußwortredner hier.

 

Infektiologie – was ist neu?: Statine sind Li­pidsenker mit zusätzlichen Wirkungen. Bringen sie auch in der Sepsisbehandlung einen Vorteil? Eine Studie, die dieser Frage nachgegangen ist, finden Sie ebenso hier wie die wichtigsten Empfehlungen der neuen Leitlinie zur antibiotischen Behandlung des diabetischen Fußes.

 

Kardiologische Studien – was Sie gelesen haben sollten: In Dresden wurden im Rahmen der „Top Paper 2013“ zwei spannende kardiologische Studien vorgestellt: Zum einen der optimierte Betablocker-Einsatz nach Herzinfarkt, zum anderen die dreifache Antikoagulation bei perkutaner Koronarintervention. Die Ergebnisse finden Sie hier.

 

Seminar „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz“ kurz vor Halbzeit: Am 23.05. startete das frisch zertifizierte Online-Seminar „Unerwünschte Wirkungen und Pharmakovigilanz„. In der ersten Woche beurteilten die Teilnehmenden anhand von zwei Fallbeispielen den fraglichen Zusammenhang zwischen Arzneimitteleinnahme und Symptomschilderung. Die vielfältigen Erfahrungen der KollegInnen aus dem Offizin- und Klinikbereich erweitern auch in diesem Seminar den Blick auf die Thematik auf konstruktive Weise. In der Woche zuvor schlossen rundum zufriedene TeilnehmerInnen die Seminare „Interaktionen“ und „Besondere Altersgruppen“ ab.

 

Moderierte Online-Seminare – ein Format für berufstätige Mütter: Zwei Kleinkinder, Teilzeitarbeit und dazu noch eine Fortbildung – kann das gehen? Wir haben es im Seminar „Laborparameter“ testen lassen. Fazit: „Das Besondere an diesem Format war für mich die freie Zeiteinteilung und zeitnahes, aktives Feedback einer Professorin, die man alles fragen konnte. Ein riesengroßer Vorteil ist, dass man sich die Zeit selber einteilen kann, keinen Babysitter braucht und keine Zeit mit Autofahren zu einem Veranstaltungsort verliert.“ Lesen Sie das ganze Interview hier.

 

Bereits im (herbstlichen) Juni an den (hoffentlich sommerlichen) September denken: Nach den Sommerferien und bevor die Erkältungssaison beginnt, könnte doch ein guter Zeitpunkt für Sie sein, eine Fortbildung von Zuhause auszuprobieren? Wir starten im September – nach der Seminar-Sommerpause – mit „Angewandter Pharmakokinetik„, ab Oktober „Interpretation von Laborparametern“ und, neu im Programm: „Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen“. Anmeldungsformular sowie weitere Termine und Informationen hier.

 

Mit besten Grüßen vom Elbstrom

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)