Newsletter Nr. 01/2019

Seminare für die Weiterbildung: Auch in diesem Jahr werden drei unserer Seminare in verschiedenen Weiterbildungsgebieten und -bereichen anerkannt: „Besondere Altersgruppen“, „Interaktionen“ und „Medizinische Literaturrecherche“. Termine und Anrechnungsmöglichkeiten finden Sie in unserem Blog, auch für die zukünftigen Stationsapotheker.

Antikoagulation bei Krebspatienten: Zugelassen sind bislang Heparine und Vitamin K-Antagonisten, beide mit dem Nachteil der invasiven Applikation bzw. Therapieüberwachung. Immer mehr Studien untersuchen, ob die direkten oralen Antikoagulanzien auch in dieser Patientengruppe wirksam und sicher sind. Die aktuellen Empfehlungen der International Society on Thrombosis and Haemostasis haben wir für Sie zusammengefasst.

Medikationsanalysen in England: Eine qualitative Studie untersucht die Ansichten von Ärzten und Apothekern hinsichtlich Effizienz und Gründlichkeit bei der Medikationsanalyse. Wer von beiden der Effizienz und wer der Gründlichkeit den Vorzug gibt, lesen Sie auf unserer Website.

Colitis ulcerosa-Leitlinie: Die American Gastroenterological Association (AGA) hat im Januar eine neue Leitlinie zur Behandlung der gering- bis mäßiggradigen Colitis ulcerosa (CU) herausgegeben. Sie stellt orale und topische 5-Aminosylicylate, rektale Kortikosteroide und orales Budesonid ins Zentrum. Wir haben die Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

Jetzt ohne Stress ins Masterstudium „Clinical Pharmacy Practice“ starten: Mit unseren Veranstaltungen lässt sich die Zertifikatsstufe entspannt gestalten: Fangen Sie dieses Halbjahr 2019 mit einem Online-Seminar, z.B. „Eliminationsstörungen“, und einem oder zwei Fall-Workshops in Hamburg an (ein bisschen Platz haben wir da noch, aber nicht mehr viel), machen Sie ein weiteres Seminar, z.B. „Pharmakokinetik“, und die Hospitation im zweiten Halbjahr, das dritte Seminar („Interaktionen“) und die Sprachprüfung im ersten Halbjahr 2020 und starten im Herbst 2020 in die Diplomstufe. Der Masterabschluss folgt dann regulär im Frühjahr 2022.

Seminare vor den Sommerferien: In diesem Halbjahr haben wir noch drei Seminare für Sie, „Eliminationsstörungen“ (21.03.-17.04.), „Altersgruppen“ (11.04.-08.05.), „Interaktionen“ (30.05.-26.06.), sowie zwei Falldiskussions-Workshops am 30.03. und 15.06. in Hamburg. Unser Anmeldeformular finden Sie auf der Website.

Ergebnisse der Seminar-Evaluationen 2018: Die Ergebnisse sind jetzt online einzusehen.

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen Erfolg für das angelaufene Jahr!

Jasmin Hamadeh——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)–__–(Klinische Pharmazie)
——-mit dem Campus-Team

Hier können Sie unseren Newsletter herunterladen: PDF-Datei

Bildnachweis: © contrastwerkstatt / Fotolia

Newsletter Nr. 04/2016

Lunch and Learn Sign, A teal hanging sign with text Lunch and Learn and a fork on a keyboard

Der Seminarfahrplan 2017 ist da! Frühbucherrabatt bis 30.11.2016: Unser Seminarkalender 2017 ist ab sofort online. Bis zum 30.11.2016 erhalten Sie bei Ihrer verbindlichen Anmeldung 15% Rabatt auf jedes gebuchte Seminar.

 

Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen 12.01. – 08.02.
Arzneimittelinteraktionen 26.01. – 22.02.
Angewandte Pharmakokinetik 27.04. – 24.05.
Interpretation von Laborparametern 25.05. – 21.06.
Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen 15.06. – 12.07.
Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation 07.09. – 04.10.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen 09.11. – 06.12.

 

Der Medikationsplan – jetzt verbindlich: Was der Patient dazu von Ihnen wissen muss: Seit zwei Wochen gibt es den Medikationsplan in „bundeseinheitlicher“ Form. Wie kann man den Plan für den Patienten in eine akkurate Arzneimitteltherapie übersetzen? Hilfen dazu finden Sie hier.

 

Neue Regeln für Metformin: Die EMA hat den Einsatz von Metformin bei Niereninsuffizienz neu bewertet und kommt zu dem Schluss, dass es unter bestimmten Bedingungen bis zu einer glomerulären Filtrationsrate von 30ml/min angewandt werden kann. Wir haben Ihnen hier eine Übersicht dazu zusammengestellt.

 

Neu beim Campus: Lunch & Learn-Webinare! Auftakt: „Interprofessionelle Kommunikation“: Verständigung mit den Ärzten ist im niedergelassenen wie im Krankenhaus-Bereich extrem bedeutsam. Wir starten unser neues Webinarangebot am 17.11.16 um 12:30 mit einer einstündigen interaktiven Online-Veranstaltung. Unser Gast: Dr. Karen Lütsch, die in Australien die Einführung des Medikationsmanagements begleitet hat. Informationen zu Dr. Lütsch sowie zur Teilnahme hier.

 

Fachinformationsdienst Pharmazie: Kennen Sie PubMed? Nun gibt es auch PubPharm, seit dem vergangenen Monat zugänglich über die Unibibliothek Braunschweig. Beide ermöglichen die Recherche nach klinischen Studien, Übersichtsarbeiten etc. In unserem Online-Seminar „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ lernen Sie vom 10.11. – 07.12.2016, wie das geht und schaffen Sie sich damit eine solide Grundlage für Ihre Medikationsanalysen.

 

Adventskalender 2016: Auch in diesem Jahr soll es auf große Nachfrage hin wieder einen Online-Adventskalender geben. Ihr persönliches Highlight zur patienten-orientierten Pharmazie nehmen wir gern mit auf. Sie sind herzlich willkommen, uns Ihren Beitrag bis zum 20.11.16 zu mailen.

 

Mit herbstlich-herzlichen Grüßen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Bildnachweis: © Karen Roach | fotolia.com

Hilfe Polymedikation! Eine erweiterte Medikationsanalyse

…von Dr. Kinet

Personen:

Medikation unter die Lupe nehmen (2)

  • Dr. P. Kinet, für ihre pharmakokinetische Expertise in allen Landen bekannte Apothekerin
  • Rena Clear, Apothekerin
  • Distrib Volum, Pharmazeut im Praktikum

 

Clear und Volum betreten das Büro von Dr. Kinet, um einen Fall zu besprechen. Kinet sitzt am Rechner und recherchiert in einer Leitlinie, überall liegen aufgeschlagene Lehrbücher und Papiere herum.

Kinet (freundlich): Guten Morgen, was haben Sie für mich?

Der Fall

Clear (holt tief Luft): Wir haben hier einen ziemlich komplexen Fall von Polymedikation für eine 74-jährige Frau. Sie bekommt:

  • Furosemid 40 mg 1-0-0
  • Salbutamol Dosieraerosol 0,1mg/ED n.B., aktuell fast jeden Tag eine Anwendung
  • Guaifenesin-Sirup 200 mg 1-1-1
  • Omeprazol 20 mg 1-0-0
  • Ranitidin 150 mg 0-0-1
  • Mirtazapin 15 mg 0-0-1
  • Calcium plus Vitamin D 600mg/400 I.E. 1-0-1
  • Letrozol 2,5 mg 0-0-1
  • Hustenbonbons mit Menthol

In ihrer Anamnese finden sich Herzinsuffizienz, chronischer Husten, Refluxerkrankung, Depression, Osteopenie und Brustkrebs. Laborwerte haben wir leider im Moment nicht.

Volum: Sie sagt, besonders der ständige Husten und die Luftnot machten ihr sehr zu schaffen. Und manchmal wacht sie nachts mit diesem typischen Brennen hinter dem Brustbein auf. Mit ihrer Medikation kommt sie aber nach eigener Aussage ganz gut zurecht.

Kinet: Haben Sie denn schon mit der Medikationsanalyse begonnen?

Patienten: Kriterien für potenziellen Nutzen

Volum: Ja klar, die Patientin ist einverstanden und erfüllt ja diverse Kriterien, die sie für eine Medi-Analyse prädestinieren: sie hat 12 Arzneimitteleinnahmen am Tag, mehr als vier chronische Erkrankungen, und unzureichendes Ansprechen auf die Therapie könnte hier auch im Spiel sein. Ein paar Punkte der Analyse sind erledigt, aber an einer Stelle hängen wir fest.

Kinet: Na dann schießen Sie mal los. Was haben Sie denn überprüft – und mit welchen Ergebnissen?

Pharmazeutische AMTS-Prüfung

Clear: Also zunächst mal sind alle Arzneimittel bis auf den Guaifenesin-Sirup verordnet. Den Sirup liefert die Apotheke regelmäßig auf ihre Bestellung hin, während sie die Hustenbonbons immer von ihrem Sohn mitgebracht bekommt.

Kinet (augenzwinkernd): Nett!

Clear: Äh… ja. Und sie nimmt alles schon ziemlich lange so ein, sagt sie, aber der Husten wird immer schlimmer. Bei den Dosierungsintervallen und Einnahmezeitpunkten haben wir nichts zu beanstanden, außer, dass die Dame das Omeprazol mit allen anderen Medikamenten direkt vor dem Frühstück einnimmt. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.

Volum (eifrig): Genau! Wenn die magensaftresistenten Tabletten nicht nüchtern eingenommen werden, bleiben sie so lange im Magen liegen, bis sie sich doch auflösen und der Wirkstoff im Sauren abreagiert. Ganz klar ein pharmakokinetisches Problem.

Kinet: Richtig, das halten wir schon mal fest. Weiter?

Clear: Die Therapietreue scheint ok zu sein –zumindest machte die Patientin nicht den Eindruck, dass sie absichtlich Arzneimittel weglässt. Wir haben sie auch mit der etablierten Adhärenzfrage konfrontiert: „Jeder vergisst mal etwas. Wie oft ist es Ihnen im letzten Monat passiert, dass Sie Ihre Medikamente einzunehmen vergessen haben?“ Sie sagte, sie habe einen sehr geregelten Tagesablauf, morgens und abends würde sie auf jeden Fall immer an die Medikamente denken, weil sie sie in der Küchenschublade habe. (Nebenbei: Ich denke, die Lagerungsbedingungen sind in Ordnung.) Mittags passiert es ihr manchmal, dass sie den Sirup vergisst. Aber das ist ja auch nicht so sehr kritisch. Nur falls sich am Einnahmeschema mal was ändern sollte, sollte das mit bedacht werden.

Kinet: Guter Gedanke!

Clear: Dann haben wir die Interaktionen geprüft: Salbutamol und Furosemid können zusammen eine Hypokaliämie verursachen – das wäre schon wichtig, das mal zu überprüfen. Furosemid, Mirtazapin und Omeprazol haben alle das Risiko der Hyponatriämie. Und Omeprazol und Furosemid zusammen vermindern außerdem die Magnesiumresorption. Also wäre hier insgesamt eine Kontrolle der Elektrolyte inkl. Magnesium gut.

Kinet: Gibt es irgendwas, das eine Hypomagnesiämie bei dieser Patientin besonders kritisch machen würde? Zur Standard-Palette der Labordiagnostik gehört das ja nicht, und da wäre es gut, wenn man begründen kann, warum man diesen Wert braucht.

Clear: Hm… doch: Mit der Osteopenie hat die Patientin ja eine Vorstufe der Osteoporose. Das könnte sich bei Magnesiummangel verschlechtern.

Kinet: Genau, das sollten wir uns auch merken. Weiter?

Volum: Bei den Doppelverordnungen sind wir uns nicht einig. Ich würde sagen da gibt es eine, nämlich Omeprazol und Ranitidin. Das sind doch beides Säureblocker!

Clear (schüttelt den Kopf): Nein, Omeprazol plus Pantoprazol wäre eine Doppelverordnung. Das hier ist nur eine Kombination wie Furosemid und HCT. Nur dass bei den Säureblockern die Kombination ungewöhnlich und zu hinterfragen ist. Stimmt’s?

Kinet: Ja, das stimmt. Genauer gesagt, wäre Omeprazol plus Pantoprazol eine Pseudo-Doppelverordnung. Würde die Patientin zwei Präparate verordnet bekommen, die beide Omeprazol beinhalten, wäre das eine echte Doppelverordnung. Hier haben wir eine Kombination, die gemäß Leitlinie des American College of Gastroenterology aus 2013 in der Tat versucht werden kann, wenn trotz PPI nächtliche Reflux-Symptome auftreten. Es besteht jedoch die Gefahr der Gewöhnung, wenn die Kombination über mehrere Wochen eingenommen wird.

Volum: Wow – wie finden Sie denn bloß immer solche Leitlinien?

Kinet: Das geht meistens ganz schnell. Ich nehme eine ganz normale Suchmaschine und gebe den Namen der Erkrankung und das Wort „Leitlinie“ ein, bzw. „guideline“, wenn ich keine aktuelle Leitlinie auf Deutsch finden kann. Hier haben mich die Begriffe „guideline“ und „GERD“ (für gastroesophageal reflux disease“ im Handumdrehen zu der genannten Leitlinie gebracht. Was fehlt uns denn noch zu unserer Medikationsanalyse?

Volum: Anwendungsprobleme und Darreichungsform haben wir noch nicht genannt. Da haben wir keine Probleme gefunden. Die Darreichungsformen sind in Ordnung – das Schlucken der Tabletten macht der Patientin keine Schwierigkeiten, und mit dem Dosieraerosol kann sie auch erstaunlich gut umgehen. Das haben wir uns zeigen lassen.

Clear: Nebenwirkungen haben wir uns auch in der Fachinfo angesehen. Husten und Luftnot kommen gelegentlich, Depressionen häufig als Nebenwirkungen bei Letrozol vor. Der Punkt, an dem wir nicht weiterkommen, ist die Frage, ob der Husten hier ein Problem ist, das mit OTC-Präparaten behandelt werden kann oder sollte. Und die Patientin nimmt den Guaifenesin-Sirup und die Hustenbonbons ja schon lange, ohne dass der Husten sich bessern würde. Uns erscheinen die Grenzen der Selbstmedikation hier überschritten. Ob der ständige Verzehr von Hustenbonbons bei Reflux so günstig ist, weiß ich auch nicht…

Kinet (zu Volum): Was meinen Sie denn dazu?

Volum: Tja, hm, vielleicht das Letrozol oder eine bislang unerkannte Nebenwirkung von einem der anderen Arzneimittel? Oder vielleicht hängt der Husten mit einer der anderen Erkrankungen zusammen?

Clear (fällt ihm ins Wort): Ja richtig! Husten kann doch ein Symptom der Refluxerkrankung sein, oder?

Kinet: Sehr gut, ihr beiden. Natürlich kann sowas immer eine bislang unerkannte Nebenwirkung sein. Da könnte man z.B. mal bei Eudravigilance nachsehen, ob es dazu schon Spontanberichte gab. Die Pharmakovigilanz-Datenbank ist ja jetzt öffentlich. Aber für wahrscheinlicher halte ich hier auch einen Zusammenhang mit den Grunderkrankungen. Was den Reflux angeht, hatten wir ja schon eine Möglichkeit zur Optimierung: die korrekte Einnahme von Omeprazol. Wie ist denn die aktuelle Dosierung zu beurteilen?

Clear: Laut Fachinfo ist 20mg/d die normale Dosis, kann aber auch auf 40mg/d gesteigert werden. Wenn nach 8 Wochen keine Besserung eingetreten ist, muss man weiter überlegen. Eine pauschale altersbedingte Dosisanpassung ist nicht nötig. Wichtig ist die nüchterne Einnahme, die in unserem Fall nicht gegeben ist. Ich denke, die Patientin sollte das erstmal mit ihren 20mg/d optimieren, bevor die Dosis gesteigert wird.

Kinet: Ganz genau, Frau Clear. Könnte noch eine andere Erkrankung der Patientin mit Husten einhergehen?

Clear: Ja – die Herzinsuffizienz, wenn sie schlecht eingestellt ist.

Volum: Stimmt ja! Dann staut sich das Wasser in der Lunge und bewirkt Husten, vor allem im Liegen. Darum sollten solche Patienten mit höher gelagertem Oberkörper liegen.

Kinet: Jawohl, und Letzteres ist auch gut bei Reflux, um nächtliche Symptome zu vermeiden. Wie beurteilen Sie denn die Herzinsuffizienztherapie?

Clear: Man beginnt mit einem Hemmstoff des Renin-Angiotensin-Systems und nimmt einen Betablocker dazu, falls die Symptome durch die Monotherapie noch nicht kontrolliert sind. Diuretika gibt man dazu, falls Wasserretention auftritt, sonst erstmal nicht. Wenn immer noch Symptome da sind, kommt als nächstes ein Mineralcorticoid-Antagonist wie Spironolacton dazu.

Kinet: Sagt wer?

Clear: Sagt die aktuelle ESC-Leitlinie.

Kinet: Prima. Herr Volum, Sie haben ja mitgeschrieben. Wollen Sie mal kurz zusammenfassen, was wir haben?

Lösungsansätze

Volum: Klar. Also: 1.) Husten und Luftnot sind die zentralen Probleme für die Patientin. Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit sind sie Anzeichen einer nicht ausreichend therapierten Refluxerkrankung und/oder Herzinsuffizienz. Das heißt beide Therapien sollten umgehend optimiert werden. Für den Reflux wäre das die vorschriftsmäßig nüchterne Einnahme von Pantoprazol 20mg/d. Falls das nicht reicht, könnte die Dosis für 2 Monate verdoppelt werden. Für die Herzinsuffizienz sollte ein ACE-Hemmer angesetzt werden, falls nötig gefolgt von einem Betablocker. Das Diuretikum kann dann vielleicht entfallen, aber dazu müsste man wohl erstmal mehr über die Herzinsuffizienz wissen. 2.) Wir brauchen die Elektrolytwerte einschließlich Magnesium.

Kinet: Das haben Sie sehr schön zusammengefasst. Sie sehen skeptisch aus, Frau Clear. Möchten Sie noch etwas ergänzen?

Clear: Nein, ich überlege nur, ob man wegen des Hustens vielleicht besser erstmal ein Sartan statt des ACE-Hemmers nimmt. Sonst wird vielleicht ein Symptom ‚Husten‘ zum ACE-Hemmer-Husten, und man kann das schlecht auseinanderhalten bzw. übersieht die Wirkung und deutet die Zusammenhänge falsch.

Kinet: Sehr guter Gedanke, den sollten Sie in die Liste der Vorschläge an den Arzt aufnehmen.

Clear: Kann denn das Ranitidin weggelassen werden, wenn das Omeprazol korrekt eingenommen wird?

Kinet: Ich wäre da erstmal vorsichtig, denn gastrointestinale Erosionen können ja zu Blutungen führen, und dann sollte man die Kombitherapie erstmal zumindest für ein paar Tage belassen, bis wir abschätzen können, ob die optimierte PPI-Einnahme sich positiv bemerkbar macht. Wenn die PPI-Dosis verdoppelt werden sollte, könnte man allerdings die abendliche Ranitidingabe durch PPI ersetzen. Neben den Elektrolyten wäre hier übrigens auch das Blutbild gut zu haben, denn daran könnte man erkennen, ob die Patientin akut blutet.

Volum: ich habe noch eine Frage, und zwar: wofür bekommt die Patientin denn das Salbutamol?

Kinet: Das ist eine gute Frage. Frau Clear, haben Sie eine Erklärung dafür?

Clear: Ich denke wegen des Hustens, oder? Vielleicht ist es ja eine COPD. Aber wenn nicht, d.h. wenn der Husten tatsächlich mit den Erkrankungen zusammenhängt und durch die Therapieoptimierung abklingt, könnte Salbutamol doch abgesetzt werden, oder denke ich falsch?

Kinet: Nein, das ist ganz richtig gedacht. Für eine abschließende Beurteilung wissen wir noch nicht genug über den Husten. Auch Sirup und Hustenbonbons sind vermutlich verzichtbar. Aber das Salbutamol loszuwerden, wäre warum erstrebenswert?

Clear: Weil die Patientin Herzinsuffizienz hat und Salbutamol zumindest bei schwerer Ausprägung kontraindiziert wäre.

Volum: Und falls sie einen Betablocker bekommt, könnte es da eine Wirkungsabschwächung geben.

Kinet: Super. Das haben Sie sehr gut analysiert. Ich bin gespannt, ob der Arzt Ihren Vorschlägen folgen wird. Aber denken Sie immer dran: Für die bisherige Therapie kann es gute Gründe geben – Darum seien Sie nicht enttäuscht, wenn nicht alles umgesetzt wird.

Newsletter Nr. 01/2015

 

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Netzwerkpartnerschaften: Unsere Netzwerkpartnerschaften mit den Apothekerkammern Westfalen-Lippe und Hamburg, ADEXA und der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Krankenhausapotheker sind verlängert. Als Mitglied eines Netzwerkpartners profitieren Sie z.B. von Rabatten auf unsere Fortbildungsangebote.

 

Interaktionsdatenbanken im Netz: Eine Kurzbeschreibung der Datenbank Epocrates, die in der Basisversion frei zugänglich ist, finden Sie auf unserer Webseite. Epocrates gibt sehr kurzgefasste Interaktionsmeldungen, die sich vor allem zum schnellen Screening eignen.

 

Arzneimitteltherapie bei Senioren: Die Einstufung von Beschwerden als unerwünschte Arzneimittelwirkungen fällt bei Polymedikation besonders schwer. Wertvolle Hilfe zur Optimierung der Therapie bei Senioren bieten Leitlinien, die speziell auf diese Patientengruppe zugeschnitten sind. Eine Sammlung solcher Leitlinienadressen finden Sie ebenfalls hier bei uns auf der Website.

 

Literaturrecherche: Für die Literaturrecherche braucht man zu allererst eine konkrete Fragestellung. Hilfestellung dabei kann die TRIP-Datenbank liefern..

 

Medikationsanalyse und -management: Zwei Veranstaltungen mit der Apothekerkammer Hamburg können Sie nutzen, um ins Medikationsmanagement einzusteigen.

 

Cotrim + ACE-Hemmer = Hyperkaliämie: Die antibiotische Behandlung von ACE-Hemmer-Patienten mit Cotrim kann zu einem pharmakodynamisch additiv erhöhten Serumkalium führen, das Risiko des plötzlichen Herztodes ist dadurch erhöht.

 

Notfallkontrazeption und Körpergewicht: Eine veränderte Pharmakokinetik von Levonorgestrel und Ulipristalacetat verringert möglichweise deren Effektivität und erhöht das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft.

 

Angewandte Pharmakokinetik“ und „Interpretation von Laborparametern: Diese beiden Seminare zu wichtigen Grundlagen der Therapieoptimierung laufen in Kürze wieder, und zwar vom 23.04. bis 20.05.15. Anmeldungen nehmen wir bis Mitte März über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

Gut vernetzt und
mit kollegialen Grüßen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Newsletter Nr. 05/2014

Herbstseminare ohne das Haus zu verlassen

Medikationsmanagement lohnt sich: Eine Studie zum Medikationsmanagement für psychiatrische Patienten belegt: Für 52% verbesserte sich durch das ‚MM‘ der Gesundheitszustand. 93% der Patienten bezeichneten es als ‘extrem’ oder ‘sehr’ hilfreich. Für jeden eingesetzten Dollar wurden 2,8 Dollar eingespart. Details dazu hier.

 

Praxisnahe Fortbildung Medikationsanalyse: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie war praxisnah und erfolgreich. Das zeigt die anonyme Evaluation der mit 40 Teilnehmern ausgebuchten Veranstaltung. Intensität der Auseinandersetzung und Zeitaufwand wurden als zwei Seiten der Medaille genannt – doch ganz überwiegend mit einem Fazit wie:

„Es hat mich wieder ein Stück nach vorne gebracht. Macht Lust auf mehr und meine Kunden in der Apotheke schaue ich auch schon ganz anders an (vor allem natürlich die Medikation)“ Lesen Sie mehr dazu hier.

 

„Die Kunst, die richtige Dosis zu finden“: Dieser Präsenzvortrag (Referentin: D. Dartsch) am 19.11. ist der nächste Termin der gemeinsamen Fortbildungen in Hamburg. Hier geht es um die angewandten Aspekte der Pharmakokinetik. Interessierte können dieses Thema im kommenden Jahr im korrespondierenden Online-Seminar vertiefen (23.04. – 20.05.2015). Der Vortrag steht allen kostenlos und ohne Anmeldung offen. Infos zu Zeit und Ort über die AKHH.

 

Benzodiazepingebrauch und Alzheimer: Eine aktuelle kanadische Fall-Kontrollstudie zeigt eine Korrelation des Einsatzes von Benzodiazepinen mit Alzheimer-Erkrankungen – ein ursächlicher Zusammenhang? Lesen Sie zu der Diskussion der Theorien mehr hier.

 

Patientenalter als Schnittstelle: Ein Drittel der jungen Rheumatiker bricht an der Schwelle zum Erwachsenwerden die Therapie ab. Das Berliner TransitionsProgramm (BTP) will mit 2-jährigen integrierten Versorgungspfaden Abhilfe schaffen. Den Link und weitere Informationen finden Sie hier.

 

Herbstseminare ohne das Haus zu verlassen: Am 13.11.2014 starten die Online-Seminare „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Bis zum 10.12. sind Sie in der Lage einzuschätzen, was bei Kindern, Schwangeren und Senioren beachtet werden muss, bzw. in der Lage, medizinische Literatur wie Leitlinien etc. zu finden und zu nutzen. Letzte Anmeldungen nehmen wir bis zum 03.11. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

Seminar „Interpretation von Laborparametern“ erfolgreich abgeschlossen: Anfang Oktober ging ein hochgradig engagierter Durchlauf dieses Seminars zu Ende. Die Teilnehmer bewerteten alle Elemente (Skript, Einzelaufgabe, Plenarforen, Teamaufgabe und Test) als sehr geeignet. Über die Rückmeldungen freuen wir uns sehr:

„Intensivste Fortbildung Apothekenpraxis-rele-vanter Themen vorbereitend für Medikationsmanagement aller Grade mit bester pharmazeutischer und pädagogischer Betreuung.“

„Toller fachlicher und inhaltlicher Austausch mit sehr engagierten Kollegen.“

 

Sichere Asthmatherapie in der Schwangerschaft: Neue Daten zum Einsatz des gegen IgE gerichteten Antikörpers Omalizumab bei schwangeren Frauen mit Asthma liefert die EXPECT-Studie. Details dazu hier.

 

Frisch bestärkt und
mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Newsletter Nr. 04/2014

CaP-Logo in Tablet vor Meer

Medikationsmanagement: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie (wir haben berichtet) ist mit maximaler Teilnehmerzahl angelaufen. 40 Hamburger Apotheker/innen profitieren damit schon zum Auftakt von der neuen Netzwerkpartnerschaft. Am Präsenztermin stand die Kommunikation im Vordergrund. Um die Klinische Pharmazie wird es im Online-Teil gehen: In einem einwöchigen moderierten Case-Training nehmen die Teilnehmer drei Fälle unter die Lupe. Wir werden berichten.

 

Spannende Themen im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 2/2014: Kein Codein für Kinder – neue Risikobewertung wegen Morphinintoxikation bei schnellen Metabolisierern von CYP2D6-Substraten. Nach Einnahme von Zolpidem sollen mindestens acht Stunden lang keine Tätigkeiten ausgeführt werden, die Reaktionsvermögen erfordern. Weitere Themen und Links hier.

 

NOAK überlegen und sicher: So lautet das Fazit einer Klarstellung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung. Weitere Details dazu hier.

 

Neue Adipositas-Leitlinie: Orlistat wird als einzige medikamentöse Option in der neuen interdisziplinären S3-Leitlinie zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ genannt. Die Indikation besteht, wenn ein Basisprogramm mit Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie nach 6 Monaten zu weniger als 5% Gewichtsabnahme geführt hat. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

ESC-Leitlinie zur peri-operativen kardio-vaskulären Therapie: Die Behandlungsoptionen bei schwerem Asthma nach neuer ERS/ATS-Guideline sind: hochdosierte systemische Corticoide, LABA, Tiotropium, Omalizumab. Für Interleukin-Antikörper müssen Wirksamkeit und Sicherheit erst noch gezeigt werden. Schlecht ist die Datenlage bei Kindern mit schwerem Asthma.

 

Ebenfalls ganz neu ist die ESC-Leitlinie zum Einsatz kardialer und gerinnungsaktiver Medikamente bei chirurgischen Eingriffen außerhalb des Herzens. Mehr dazu hier.

 

Neues Fallbeispiel: Auf unserer Website stellen wir Ihnen den Fall eines 86-jährigen Alzheimer-Patienten vor und diskutieren die Optionen seiner Schmerztherapie. In unseren Veranstaltungen erarbeiten die Teilnehmenden die Lösung für solche Kasuistiken und stärken so ihre Kompetenz in der patientenorientierten Pharmazie. Verschaffen Sie sich einen Eindruck anhand dieses Beispiels hier.

 

Noch Plätze frei: Was muss bei Kindern, Schwangeren und Senioren anders gemacht werden als bei Erwachsenen mittleren Alters? Wie finde und nutze ich medizinische Literatur wie Leitlinien etc.? Antworten darauf erhalten Sie vom 13.11. bis 10.12.14 in den Online-Seminaren „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Anmeldungen nehmen wir z. B. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

CaP Logo geschützt ist jetzt eine Marke: Haben Sie das ® in unserem Bild oben bemerkt? Seit Juli genießt Campus Pharmazie Markenschutz, damit Sie sicher sein können: Wo unser Logo drauf ist, stecken auch wirklich wir dahinter.

Mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Newsletter Nr. 08/2012

Adventskalender zur Klinischen Pharmazie: Zusammen mit ehemaligen Teilnehmern unserer Seminare schenken wir Ihnen im Advent nützliche Tipps rund um die Klinische Pharmazie: Jeden Tag öffnen wir auf unserer Website ein klinisch-pharmazeutisches Türchen für Sie: Fallbeispiele, Linktipps, Literaturempfehlungen… Lassen Sie sich überraschen.

 

Unser Weihnachtsgeschenk für Sie: Für jedes Seminar, das vor Weihnachten 2012 gebucht wird, gewähren wir einen Weihnachtsrabatt von 20%.  Machen Sie damit sich selbst oder Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein nachhaltiges Geschenk. Hier zu weiteren Rabatt- und Förderungsoptionen.

 

Abschluss des Seminars „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation: „Macht weiter so! Online-Learning ist die Zukunft und mit solch motivierenden Moderatoren sicher erfolgreich!“, so lautet ein Seminar-Abschlussgeschenk an uns. Von uns gibt es einen ganz besonderen Glückwunsch an die Teilnehmer: Alle haben die Anforderungen an das Zertifikat erfüllt. Welche Ziele die Teilnehmenden hatten und wie sie das Seminar bewerten. Hier mehr dazu.

 

Neues aus Österreich: Auch die Österreichische Apothekerkammer akkreditiert unsere Online-Seminare: Die Seminare „Arzneimittelinteraktionen“ und „Pharmakotherapie besonderer Altersgruppen“ werden mit je 25 Fortbildungspunkten bewertet. Die Bewertung ist der der Bundesapothekerkammer in Deutschland sehr ähnlich: pro 45min Seminaraktivität wird ein Punkt vergeben. Wir bereiten die Akkreditierung weiterer Seminare vor.Welchen Nutzen unserer Seminare auch für Apotheker/innen bringen, die nicht in Deutschland arbeiten, lesen Sie hier.

 

Campus-Tag in Berlin: Am 28.11.2012 fand der erste Campus-Tag in Berlin statt. Wie bei den vergangenen Campus-Tagen in Hamburg stellten wir anhand eines Fallbeispiels unser Konzept und die Zusammenarbeit im Seminar vor: zum Mitmachen und Ausprobieren. Die sehr engagierten Besucher befragten und erkundeten vor allem den Nutzen der Moderation und Betreuung sowie des zeitlich flexiblen Austauschs in festgelegten Zeiträumen. Herzlichen Dank für diesen anregenden Austausch!Sie wünschen sich einen Campus-Tag in Ihrem Kammerbezirk? Sprechen Sie uns an!

 

Was ist ein ‚moderiertes Online-Seminar‘?: Unsere Teilnehmer beschreiben das z.B. so:

„Seminare über eine Internetplattform mit Lernmaterial zum Lesen sowie Diskussionsforen, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und einem MC-Test zum Kursthema. Für jeden Teil konstruktives fachliches Feedback sowie organisatorische Unterstützung und zwar fast rund um die Uhr von den Moderatorinnen. Daneben anregender Austausch und Lernen von anderen Kollegen in Deutschland und im Ausland.“

„Es handelt sich um eine sehr interessante Alternative zu abendlichen oder Wochenendpräsenzseminaren. Der Kontakt mit einem Themenkomplex und den anderen Teilnehmern dauert länger und ist deshalb intensiver. Die Zeiteinteilung ist flexibler, erfordert aber Selbstdisziplin.“

 

Zimtstern und Pomeranzenschale: Die Rinde von Cinnamomum ceylanicum bzw. C. cassia und die Schale von Citrus aurantium sind in dieser Jahreszeit beliebte Gewürze. In „gewürzüblicher“ Dosierung geht von keinem der beiden eine Gefahr aus. Jedoch enthält Cassia Zimt Cumarine und Bitterorange das ephedrinähnliche Synephrin, weshalb beide nicht in übermäßigen Mengen konsumiert werden sollten. Recht deutlich widerlegt ist inzwischen, dass Zimt in höherer Dosierung den Blutzuckerspiegel senkt. Zimtsterne gleichen daher den glykämischen Effekt von Weihnachtsstollen leider nicht aus.

 

Einen angenehmen Jahresausklang
und einen guten Start in ein
erkenntnisreiches neues Jahr, wünschen Ihnen

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Abschlussbewertung „Literaturrecherche“

Danke, es war eine gute Zeit des kollegialen Austauschs und des
miteinander Lernens.
“ So hieß es in der Abschlussbewertung des Seminars  „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“.

Die Evaluation des Seminars  „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„, an der sich 11 von 13 Teilnehmenden beteiligten, ergab auch für dieses Thema eine sehr positive Bewertung: Als Gesamtnote (gemessen an klassischen Schulnoten) wurde dem Seminar im Durchschnitt eine „1,5“ ausgestellt.

Ziele erreicht? 

Die inhaltlichen Zielsetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für dieses Seminar waren:

  • „Werkzeuge“ für die Literaturrecherche erhalten
  • Überblick über verwendbare Datenbanken gewinnen
  • vorhandene Recherche-Skills verfeinern und erweitern
  • Tipps für eine gute, gründliche aber trotzdem zeiteffiziente medizinische Literaturrecherche für die Beantwortung alltäglicher Fragestellungen erhalten
  • Studien interpretieren können

Ein weiteres Ziel war, mit motivierten Kollegen Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse zu bekommen.

Gut 80 % der Befragten gaben an, ihre eigenen Ziele voll erreicht zu haben.

Wir fragten nach dem Seminar, ob die folgenden Aussagen für die Teilnehmenden zutreffen. Bei jeder Aussage ist angegeben, wie viel Prozent der Befragten mit „voll oder überwiegend zutreffend“ antworteten.

  • Ich kann auf ausreichend verschiedene Quellen medizinisch-wissenschaftlicher Information zugreifen: knapp 75%.
  • Ich kann medizinische Originalliteratur zu einer arzneimittelbezogenen Fragestellung zu recherchieren und Kriterien anwenden, die zur Beurteilung der Qualität von Veröffentlichungen wichtig sind: gut 80%.
  • Ich kann arzneimittelbezogene Anfragen mithilfe der Recherche in geeigneten Informationsquellen adäquat zu beantworten: über 90%.

Moderation und Betreuung

Die fachliche Moderation und Betreuung wurde ausnahmslos mit „sehr gut“ bewertet, Die lernorganisatorische Betreuung mit durchschnittlich 1,18 (gemessen an klassischen Schulnoten).

Keiner der Befragten würde befürworten, die Moderation zugunsten einer niedrigeren Seminargebühr zu verringern.

Aussagen zum Seminarkonzept

Über 90% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden, dass (überwiegend) alle Themen, die ihnen zum Seminarthema wichtig waren, behandelt wurden – und das angemessen praxisorientiert Ebenfalls über 90% bestätigten, dass das Seminar durch die zeitliche Flexibilität und die Verzahnung mit der Berufspraxis als berufsbegleitende Fortbildung geeignet sei.

Wir baten die Teilnehmenden, interessierten Kolleginnen und Kollegen das Seminarkonzept in zwei oder drei Sätzen zu beschreiben, hier eine Auswahl:

„Seminare über eine Internetplattform mit Lernmaterial zum Lesen sowie Diskussionsforen, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und einem MC-Test zum Kursthema. Für jeden Teil konstruktives fachliches Feedback sowie organisatorische Unterstützung und zwar fast rund um die Uhr von den Moderatorinnen und daneben anregender Austausch und Lernen von anderen Kollegen in Deutschland und im Ausland.“

„Die Seminare sprechen die Kollegen an, die sich in begrenzter Zeit fundiert und zeitlich flexibel weiterbilden möchten. Die Seminarinhalte sind in einer Form gestaltet, dass sie einen Beitrag dazu leisten, spezielle Probleme der täglichen Arbeit stärker zu analysieren und effizienter zu bearbeiten.“

„Sehr intensive, praxisorientierte und trotzdem berufsfreundliche Weiterbildung. Sehr kompetente und intensive Moderation.“


Nach dem Seminar ist vor dem Seminar

Die konstruktiven Bewertungen und Anregungen aller Evaluationen nutzen wir intensiv für die Qualitätssicherung unserer Seminare. Das Seminar „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ findet im kommenden Jahr wieder im Oktober/November statt (Do 10.10. – Mi 06.11.13) und kann wie alle anderen Seminare im Jahr 2013 noch bis Weihnachten 2012 mit 20% Rabatt gebucht werden.

 

 

Newsletter Nr. 04/2012

Campus-Tag am 11.08.2012 in Hamburg:

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie ein online-Seminar funktioniert?

Beim Campus-Tag führen wir in einem „echten“ Treffen (von 11 – 15 Uhr) Teilnehmer und Interessierte entlang einer Fallbearbeitung durch den typischen Ablauf der Campus Pharmazie-Seminare.

 Erleben Sie,

  • wie sich die Zusammenarbeit auf einer Lernplattform online gestaltet
  • wie verschiedene Elemente eines online-Seminars ineinander greifen
  • wie alle profitieren, wenn man einen praktischen Fall mit Kolleginnen und Kollegen zusammen (online) bearbeitet
  • und wie man das realistisch zeitlich einplanen kann.

Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Ihnen, Ihre Fragen und das kollegiale Miteinander. Anmeldungen zur kostenlosen Veranstaltung bis zum 06. August 2012.

Essay „Virtuell virtuos“: Zu der gleichnamigen Präsentation gibt es jetzt auch eine Erläuterung in Textform.

Achtung – fertig – los: Am Donnerstag, 09.08. erhalten die angemeldeten Teilnehmer ihre Zugangsdaten zu ihren Seminaren ‚Arzneimittelinteraktionen‘ bzw. ‚Interpretation von Laborparametern‘, um sich mit der Lernplattform vertraut zu machen. Wir begrüßen dazu Kolleginnen und Kollegen aus Offizin- und Krankenhausapotheken in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz und freuen uns über die abwechslungsreiche Mischung, von der alle Teilnehmenden profitieren werden.

The Winners Are: Die glücklichen Gewinnerinnen unserer STARTER-Verlosung vom Juli wurden inzwischen benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!

Startschuss für Gentherapie in Europa: Erstmals hat das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) die Zulassung eines Gentherapeutikums in Europa befürwortet. Mit Glybera® (Alipogene tiparvovec) sollen Erwachsene mit Lipoprotein-Lipase-Defizienz behandelt werden, wenn sie trotz Einhaltung der nötigen fettarmen Diät unter schwerer Pankreatitis leiden. Glybera® nutzt ein Adeno-assoziiertes Träger-Virus, um funktionierende LPL-Gene in Muskelzellen einzuschleusen. Die Zulassung durch die European Medicines Agency wird nun erwartet. Aus Sicherheitsgründen soll ein Register mit Patientendaten geführt werden, das auch der EMA unmittelbar zur Verfügung steht. [Quelle: http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Press_release/2012/07/WC500130146.pdf]

Sommerfrische Lernplattform: Pünktlich zum Seminarstart können wir – und damit natürlich auch unsere Teilnehmer –  vom neuesten Update unserer Lernplattform Moodle profitieren (Version 2.3). Wir haben es dort schon einmal hübsch gemacht. Unsere Teststudenten Konrad Klinik und Olivia Offizin fühlen sich schon wohl und haben die ersten Foren bereits mit ihren Beiträgen eröffnet.

BAK Akkreditierungen eingetroffen: Die Seminare ‚Medizinische Literaturrecherche‘ und ‚Angewandte Pharmakokinetik‘ sind je 26 Fortbildungspunkte „wert“. Pharmakokinetik ist eine wichtige Grundlage v.a. für das Verständnis der Pharmakotherapie bei besonderen Patientengruppen wie Kindern, Senioren oder Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankungen. Im Seminar ‚Literaturrecherche‘ geht es um valide und pragmatische Lösungen und Hilfsmittel für die Beschaffung und Weitergabe von Arzneimittelinformationen. Anmeldeschluss für beide Seminare ist der 09. August 2012.

 Wir wünschen allen Teilnehmern einen guten Start und auch allen anderen erkenntnisreiche Wochen und interessante Kontakte – bis zum nächsten Newsletter

  Jasmin Hamadeh  (Mediendidaktik),
Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)

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