Cholesterolsenkung: Auch im Alter noch nützlich?

Obwohl erhöhte LDL-Cholesterol-Werte weithin als kausaler Risikofaktor für Atherosklerose und Myokardinfarkt akzeptiert sind und Leitlinien in ihnen für alle Altersgruppen zwischen 40 und 75 Jahren eine Indikation zur Primärprävention sehen, wird der klinische Nutzen einer Cholesterol-senkenden Pharmakotherapie in höherem Lebensalter angesichts der kürzer werdenden erwartbaren weiteren Lebenszeit oft bezweifelt. Gleichzeitig steigt im Alter – vor allem unter einer Polymedikation – das Risiko unerwünschter Wirkungen, so dass häufig postuliert wird, das Nutzen-Risiko-Verhältnis werde „von beiden Seiten“ ungünstiger. Ohne Evidenz aus klinischen Studien lässt sich allerdings nicht entscheiden, ob das tatsächlich so ist.

Drei neue Studien dazu

Kürzlich sind drei Studien erschienen, die den Nutzen einer Cholesterol-senkenden Therapie im höheren Lebensalter untersucht haben. Wir stellen sie im Folgenden vor:

Gencer B et al.: Efficacy and safety of lowering LDL cholesterol in older patients: a systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. [1]

Dies ist ein Systematischer Review und eine Metaanalyse der veröffentlichten randomisierten klinischen Studien der Jahre 2015 bis 2020 in denen (auch) Patienten ≥75 Jahre mit Statin, Ezetimib oder PCSK9-Inhibitor behandelt wurden und schwerwiegende vaskuläre Vorkommnisse (kardial bedingter Tod, akutes Koronarsyndrom inkl. Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Eingriffe zur koronaren Revaskularisation), der Endpunkt waren.

21.492 Patienten in den eingeschlossenen 29 Studien (8,8% der gesamten Studienpopulation) waren ≥75 Jahre. 54,7% wurden mit einem Statin, 28,9% mit Ezetimib und 16,4% mit einem PCSK9-Inhibitor behandelt. Das Follow-up lag zwischen 2,2 und 6,0 Jahren. In der Meta-Analyse reduzierte die Cholesterolsenkung das Risiko für die genannten Endpunkte (Komposit sowie jeder einzelne) im Mittel um 26% (RR 0,74 [95% CI 0,61–0,89]; p=0·0019). Das Ausmaß war in der Gruppe der ≥75-Jährigen nicht signifikant anders als bei Jüngeren.

Die Autoren schlussfolgern, dass Ältere genauso von einer Cholesterolsenkung profitieren wie Jüngere.

Finanzierung der Studie: keine

Yourman LC et al.: Evaluation of Time to Benefit of Statins for the Primary Prevention of Cardiovascular Events in Adults Aged 50 to 75 Years A Meta-analysis. [2]

Dis ist die Meta-Analyse eines systematischen Reviews aus 2013 mit den 8 seither veröffentlichten randomisierten kontrollierten Studien. Ziel der Meta-Analyse war, die „time to benefit“ einer Statintherapie bei Patienten zwischen 50 und 75 Jahren bezogen auf das erste schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignis (‚MACE‘ – kardial bedingter Tod, Myokardinfarkt, Bypass-OP, stationäre Aufnahme wegen Herzinsuffizienz oder erneute PTCA) zu ermitteln. Hier ist die Studienpopulation folglich etwas jünger als in den beiden anderen hier vorgestellten Studien.

Ausgewertet wurden 65 383 Patienten (2/3 Männer), im Mittel zwischen 55 und 69 Jahre über einen mittleren Follow-up-Zeitraum von 2 bis 6 Jahren. Die mittleren LDL-C-Werte in den Studien lagen am Beginn zwischen 108 und 192mg/dl. 22% erhielten eine niedrig potente Therapie (Lovastatin 20-40 oder Pravastatin 10-20mg/d), 51% eine mittelgradig potente Therapie (Pravastatin 40, Atorvastatin 10 oder Rosuvastatin 10mg/d) und 27% eine hoch potente Therapie (Rosuvastatin 20mg/d). Es ist nicht angegeben, wie weit die Werte unter der Therapie sanken. Die Dauer der Cholesterol-senkenden Behandlung, die nötig war, um ein erstes o.g. Ereignis zu verhindern lag bei einer ‚Number needed to treat‘ (NNT) von 100 bei 2,5, einer NNT von 200 bei 1,3 und einer NNT von 500 bei 0,8 Jahren.

Der Nutzen der Statintherapie nahm mit der Dauer der Therapie stetig zu: Nach 1 Jahr verhinderte sie je 100 behandelte Patienten 0,3 ‚MACEs‘, nach 3 Jahren 1,3 und nach 5 Jahren 2,5.

In der Diskussion werden Beobachtungsstudien zur Statintherapie an Real-World-Populationen zitiert, die gezeigt haben, dass 10% bis 25% derjenigen, die ein Statin anwenden, muskuläre Beschwerden zeigt.

Eine Meta-Analyse ist ein generalisierender Ansatz. Für Patienten mit Co-Morbiditäten kann es sinnvoller sein, nach solchen Einzelstudien zu gehen, die ein passendes Studienkollektiv untersucht und insofern eine höhere externe Validität haben. Beispielsweise hat eine Studie mit älteren Diabetikern eine kürzere „time to benefit“ für eine NNT von 100 gezeigt, nämlich nur 1,4 Jahre. Bei Patienten, die eine niedrig potente Statintherapie anwenden, passt dagegen vielleicht eine andere Studie besser, in der unter Paravastatin 10-20mg/d eine „time to benefit“ von 6,5 Jahren ermittelt wurde.

Die Schlussfolgerung der Autoren lautet, dass Statine in der Primärprävention bei 50-75-Jährigen auf der Basis einer NNT von 100 ein erstes schwerwiegendes unerwünschtes kardiovaskuläres Ereignis verhindern können, sofern die weitere Lebenserwartung mehr als 2,5 Jahre beträgt.

Finanzierung der Studie: NIH, Veterans‘ Affairs (VA) Health Services Research & Development, San Francisco VA Health Care System

Mortensen MB et al.: Elevated LDL cholesterol and increased risk of myocardial infarction and atherosclerotic cardiovascular disease in individuals aged 70–100 years: a contemporary primary prevention cohort [3]

Hier wurde eine nicht-interventionelle Kohortenstudie mit Menschen zwischen 10 und 100 Jahren durchgeführt, die am Beginn der Studie weder Atherosklerose noch zuvor einen Myokardinfarkt erlitten hatten. Mittlere Follow-up-Zeit 7,7 Jahre. Im Schnitt war das Risiko für einen Myokardinfarkt pro 1mmol/l Anstieg des LDL-Cholesterols um den Faktor 1,34 erhöht. Wenn das LDL-Cholesterol über 5 mmol/l lag, war das hinsichtlich Alter, Geschlecht, Rauchen, HDL-Cholesterol, Hypertonie, Body-Mass Index und Nierenfunktion adjustierte Risiko für einen Myokardinfarkt gegenüber einem Wert von unter 3mmol/l bei 70-79-Jährigen um den Faktor 1,82 und bei 80-100 um den Faktor 2,99 erhöht.

Für eine moderat-intensive Statintherapie wurde die 5-Jahres-NNT, um einen Herzinfarkt zu vermeiden, in der Studie für Personen zwischen 80 und 100 Jahren mit 80, zwischen 70 und 79 mit 145, zwischen 60 und 69 Jahren auf 261, zwischen 50 und 59 Jahren mit 439 und zwischen 20 und 49 Jahren mit 1107 berechnet.

Die Autoren schlussfolgern, dass das Risiko für Myokardinfarkt und atherosklerotisch bedingte Erkrankungen mit höherem Lebensalter steigt und die NNT einer cholesterolsenkenden Therapie mit zunehmendem Alter günstiger wird.

Finanzierung der Studie: keine

Fazit

Zusammengenommen weisen die Studien darauf hin, dass Maßnahmen zur Senkung eines erhöhten Cholesterolspiegels auch im höheren Lebensalter noch einen Nutzen aufweisen. Keine der Studien ist eine randomisierte klinische Studie, die einzige Studienform, die den Nutzen tatsächlich belegen könnte. Andererseits beinhalten die Studienergebnisse die Daten von mehreren Tausend Patienten, was einzelne kontrollierte Studien selten leisten können. Außerdem scheint keine der Studien durch einen pharmazeutischen Hersteller finanziert zu sein. Mehr Sicherheit könnte die australische STAREE-Studie bringen: „A Clinical Trial of STAtin Therapy for Reducing Events in the Elderly“ (NCT02099123), die voraussichtlich in ca. 3 Jahren (Dez. 2023) beendet ist und in 2 Jahren (Dez. 2022) erste Zwischenergebnisse liefern soll.

Quellen

[1] Gencer B et al.: Efficacy and safety of lowering LDL cholesterol in older patients: a systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. Lancet 2020; November 10 (online). https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)32332-1

[2] Yourman LC et al.: Evaluation of Time to Benefit of Statins for the Primary Prevention of Cardiovascular Events in Adults Aged 50 to 75 Years. A Meta-analysis. JAMA Intern Med. doi:10.1001/jamainternmed.2020.6084 Published online November 16, 2020

[3] Mortensen MB et al.: Elevated LDL cholesterol and increased risk of myocardial infarction and atherosclerotic cardiovascular disease in individuals aged 70–100 years: a contemporary primary prevention cohort. Lancet 2020; 396:1644–52

Seminare zum Thema: Arzneimitteltherapie für besondere Altersgruppen, Literaturrecherche und Arzneimittelinformation

Bildnachweis: © Jürgen Fälchle / Fotolia

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Medikationsmanagement ist kosteneffektiv

In regelmäßigen 5-8-Jahres-Abständen werden systematische Reviews zur Kosteneffektivität klinisch-pharmazeutischer Dienstleistungen im Bereich des Medikationsmanagements veröffentlicht [1-5]. Der aktuelle Überblick über die Jahre 2011 bis 2017 [5] ist gerade erschienen.

Studien zum Medikationsmanagement

Bei der Literaturrecherche fanden sich 214 Treffer, die nach Sichtung der Titel, Abstracts und Artikel die Ein- und Ausschlusskriterien für den Review erfüllten. Wegen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen beschränkten die Autoren sich außerdem auf die 115 US-amerikanischen Treffer. Studien zum pharmakotherapeutischen Management machten 41% der eingeschlossenen Artikel aus. Sie zeigten in der Regel Kosteneinsparungen durch die Intervention durch die Vermeidung von arzneimittelbezogenen Problemen und Reduktion von Ausgaben für medizinischen oder pharmazeutische Maßnahmen.

Unter diesen Studien waren zwei mit als gering klassifiziertem Risiko für Bias: Die erste zeigte, dass das Medikationsmanagement in der öffentlichen Apotheke die Arzneimittelkosten eines Jahres für den Patienten (die in den USA sehr hoch sind) um 17% senken konnte. In der Kontrollgruppe waren es nur 13%, und der Unterschied war nicht signifikant.

Die zweite untersuchte ein zwischen öffentlicher und Krankenhausapotheke abgestimmtes Medikationsmanagement. Diese Intervention senkte die Häufigkeit arzneimittelbezogener Krankenhausaufnahmen im Vergleich zu Einrichtungen ohne die Intervention um 36,5%. Bei jährlichen Kosten für das Programm in Höhe von ca. 1,8 Mio $ und einer berechneten jährlichen Einsparsumme von 6,6 Mio $ betrug der Return on Investment 2,64.

Insgesamt: Kosteneffektivität und große Heterogenität

Wie schon in den vorangegangenen Reviews belegte die Mehrzahl der eingeschlossenen Studien einen gesundheitsökonomischen Nutzen durch die klinisch-pharmazeutischen Dienstleistungen. Die Robustheit der Methodik und die Arten der untersuchten Kosten und Outcomes waren sehr unterschiedlich. Daher war es auch nicht möglich, die Studienergebnisse zu aggregieren und einen Gesamtnutzen zu berechnen. Ein Grund für die Variabilität mag der Umstand sein, dass die Dienstleistungen in der Regel auf die jeweilige Situation in der Patientenversorgung zugeschnitten und insofern kaum zu standardisieren sind.

Was ist ‚Klinische Pharmazie‘?

Das American College of Clinical Pharmacy definiert ‘Klinische Pharmazie’ als individualisierte Versorgung von PatientInnen durch ApothekerInnen, in der die Arzneimitteltherapie optimiert und die Gesundheit gefördert wird. Ferner setzt sie sich für die Prävention von Krankheiten ein. Sie erstreckt sich inzwischen auf das Management chronischer Erkrankungen im ambulanten Bereich, also in der öffentlichen Apotheke, Prävention durch Impfungen und Integration in Team-basierte Versorgungsmodelle [5].

Quellen:

[1] Schumock GT et al.: Economic evaluations of clinical pharmacy services—1988-1995. The Publications Committee of the American College of Clinical Pharmacy. Pharmacotherapy 1996; 16(6):1188–1208

[2] Schumock GT et al.: Evidence of the economic benefit of clinical pharmacy services: 1996-2000. Pharmacotherapy 2003; 23(1):113–132

[3] Perez A et al.: American College of Clinical Pharmacy. ACCP: economic evaluations of clinical pharmacy services: 001–2005. Pharmacotherapy 2009; 29(1):128

[4] Touchette DR et al.: Economic evaluations of clinical pharmacy services: 2006-2010. Pharmacother J Hum Pharmacol Drug Ther 2014; 34(8):771–793

[5] Talon B et al.: Economic evaluations of clinical pharmacy services in the United States: 2011-2017. J Am Coll Clin Pharm 2020; 3:793–806

Bildnachweis: © mohamed hassan / pixabay

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Newsletter Nr. 03/2015

Mit campus Pharmazie in den Sommer

 

Und es nützt doch! Frische Studien zum Medikationsmanagement aus Deutschland und Spanien belegen den klinischen Nutzen (s.u.). Das ist eine Honorierung des Aufwands wert.

 

Medikationsmanagement bei jugendlichen Diabetikern: In unserem Blog stellen wir Ihnen die aktuelle Veröffentlichung zur Diadema-Studie und ihre Ergebnisse vor. Die Studie zeigt: Der Apotheker in der medizinischen Versorgung von Diabetikern optimiert den HbA1c deutlich.

 

Medikationsmanagement für Chroniker: Aus einer Studie spanischer Kollegen erfahren wir: Klinisches Medikationsmanagement verbessert klinische Parameter bei chronisch Kranken. Die Ergebnisse sind deutlich und beeindruckend: Details dazu finden Sie hier.

 

Medikationsanalyse-Fortbildung mit der Apothekerkammer HH: Zum 2. Mal gab es ein Blended-Learning mit der Apothekerkammer HH zu diesem Thema. Ablauf und Bewertung haben wir auf unserer Website zusammengestellt. Ein O-Ton für Sie:

„Gefallen hat mir das Lernen durch Beiträge anderer Teilnehmer und die Moderation, das gemeinsame Ideen sammeln, die sich aufbauenden Fragestellungen.“

So soll es sein und das freut uns sehr. Vielleicht in der nächsten Runde mit Ihnen?

 

Paracetamol – nicht so sicher wie gedacht? Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit zeigt: auch PCM scheint kardiovaskuläre, gastrointestinale und renale unerwünschte Wirkungen auszulösen.

 

Evaluation der Seminare 2014: Auch in diesem Jahr hatten wir auf der ADKA-Tagung Gelegenheit, unsere Evaluationsergebnisse zu präsentieren. Lesen Sie auch online, wie die Teilnehmerschaft unserer Online-Seminare 2014 aussah und wie sie die einzelnen Seminar-Bestandteile, die Moderation und nicht zuletzt ihren Lernerfolg einschätzt.

 

Online-Seminare in der 2. Jahreshälfte: Sie wollen noch 2015 Ihre Fähigkeiten im Medikationsmanagement ausbauen? Da haben wir drei gute Nachrichten für Sie:

„Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz“ 03.09.- 30.09.2015
„Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ 05.11.- 02.12.2015
„Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ 05.11.- 02.12.2015

Weiterführende Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Kollegial grüßen in die Sommerferien

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

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Medikationsmanagement für psychiatrische Patienten

Studie zeigt Kosteneffektivität:

Patienten: 154 psychiatrische Patienten in den USA, die in einem Zeitraum von 28 Monaten (2011-2013) durch Ärzte, Therapeuten, Berater, Freunde oder Familie zum Medikationsmanagement veranlasst wurden.

AMTS-ExperteMedikationsmanagement: Analyse aller verschreibungspflichtigen und OTC-Arzneimittel sowie Nahrungsergänzungsmittel unter Berücksichtigung der Therapieziele, Laborparameter, Lebensweise und Einstellung der Patienten zu ihrer Therapie durch Apotheker mit zusätzlicher Fortbildung in Medikationsmanagement und Pharmakotherapie psychiatrischer Erkrankungen. Berücksichtigte arzneimittelbezogene Probleme: unerwünschte Wirkungen, Interaktionen, Arzneimittel ohne Indikation, Indikation ohne Arzneimittel, suboptimale Arzneimittelwahl, inadäquate Einnahmevorschriften, falsche Dosierung, geringe Adhärenz. Intervention: Schriftliche Information der Ärzte und Patienten über die gefundenen Probleme und die Lösungsvorschläge.

Unterstützt wurden die Apotheker durch PTA (Terminvereinbarungen mit den Patienten,
Erinnerungsanrufe, Dateneingabe in die Software und Versand der Berichte).

Medikationsmanagement-Gespräche: Initial einstündiges Gespräch an einem vom Patienten präferierten Ort (Apotheke, Arztpraxis, Seniorenheim, zu hause); nach 4-6 Wochen Angebot für Follow-up-Gespräch, weitere Treffen nach Bedarf bis zur Lösung der gefundenen Probleme.

Ergebnisse (Mittelwerte): pro Patient erfolgten 1,7 Gespräche, wurden 13,7 Präparate analysiert (Range 2-33), 5,6 arzneimittelbezogene Probleme identifiziert (Range 1-20) und 586,55 US$ eingespart (für Arzneimittel, Arztbesuche, Notfallbehandlungen und Klinikeinweisungen). Das Medikationsmanagement kostete pro Patient 208,99 US$ an bezahlter Arbeitszeit. Für 52% verbesserte sich der Gesundheitszustand, bei 33% blieb er gleich, bei 14% verschlechterte er sich. 93% der Patienten bezeichneten das Medikationsmanagement als ‚extrem‘ oder ’sehr‘ hilfreich.

Schlussfolgerung der Autorin: Medikationsmanagement durch geschulte Apotheker kann in dieser Patientengruppe das Therapieergebnis verbessern und Kosten einsparen.

Quelle:

CD Cobb: Optimizing Medication Use with a Pharmacist-Provided Comprehensive Medication Management Service for Patients with Psychiatric Disorders. Pharmacotherapy 2014;**(**):**–**) doi: 10.1002/phar.1503 (early online view)

 

 

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