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Aktuelles aus der Welt der Klinischen Pharmazie

© praetorianphoto | iStock

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Informative Seiten zu Nahrungsergänzungsmitteln und Komplementär- und Alternativmedizin

Suchen Sie Informationen zu NEM und KAM? Die Gesundheitsbehörden der USA unterhalten zwei Zentren, die sich mit wissenschaftlichen Informationen zu diesen Gebieten befassen und Informationen sowohl für Anwender als auch für Fachkreise zur Verfügung stellen (in englischer Sprache):

Über die Website des National Center for Complementary and Alternative Medicine (NCCAM) http://nccam.nih.gov/ sind kostenlos Monographien zu Heilpflanzen, Leitlinien, eine Sammlung von Reviews und eine Reihe von Vorträgen zu komplementärer und alternativer Medizin zugänglich.

Das Office of Dietary Supplements (ODS) bietet auf seiner Website http://ods.od.nih.gov/ ebenfalls Monografien an (z.T. sind diese auf die Monografien des NCCAM verlinkt, z.T. sind es eigene). Zudem gibt es Tabellen mit den empfohlenen täglichen Aufnahmemengen, Hinweise zur Erkennung valider Information im www sowie Listen mit Fragen und Antworten zu Nahrungsergänzungsmitteln.

von Dorothee Dartsch, CaP Campus Pharmazie GmbH, Hamburg

Protonenpumpeninhibitoren und Antibiotika

Die regelmäßige Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren führt zu einer Erhöhung des Magen-pH-Wertes auf über 4. Dies bedeutet, dass für viele Keime der Magen keine Barriere mehr darstellt – normalerweise tötet die Magensäure eindringende Bakterien zu einem großen Teil erfolgreich ab. So auch die vegetativen Formen von Clostridium difficile, nicht jedoch die Sporen. Clostridium difficile ist gegen zahlreiche Antibiotika resistent.

Erhalten Patienten, die regelmäßig Protonenpumpeninhibitoren einnehmen, nun ein Antibiotikum wie Clindamycin oder auch Amoxicillin, so werden viele der normalerweise vorhandenen Darmbakterien abgetötet und die resistenten Clostridien können sich ungehindert vermehren. Einige dieser Bakterien tragen das Gen zur Produktion eines Toxins in sich, das in dieser Situation zum Tragen kommt. Durch die Freisetzung des Toxins kommt es zu massiven Durchfällen bis hin zu einem Megakolon oder Darmperforation, die eine Sepsis auslösen kann.

(Quellen:
Fordtran
, John S.: Colitis due to Clostridium difficile toxins: underdiagnosed, highly virulent, and nosocomial. In: Baylor University Medical Center Proceedings, Vol. 19, Nr. 1/2006, S. 3 – 12,
Vetter, Christine: Starke Zunahme der Inzidenz. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg, 108, Heft 23, 10.6.2011 A 133,

http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/ucm290510.htm
– Stand 03.12.2012)

von Constanze Schäfer, Düsseldorf – Dankeschön!

Tipp zu besonderen Fragen der Galenik

Im Internetauftritt der Pharmazeutischen Zeitung (oder direkt dac-nrf.de) findet man unter DAC/NRF  -> NRF Neues Rezeptur Formularium  ->  Rezepturhinweise  -> Datenbank nach Eingabe des Codes aus dem aktuelle NRF eine Bibliothek von sehr informativen Blättern zu einzelnen Substanzen oder speziellen Rezepturproblemen zum Download.

In den Seiten finden sich nicht nur ausführliche Hinweise zur Galenik, Herstellungsweise, Inkompatibilitäten oder Stabilität. Auch zur Nutzen-Risiko-Bewertung oder pharmakologischen Fragen, wie der Auswahl des passenden Salzes oder Esters, sind alle wichtigen Hinweise vorhanden. Wenn vorhanden und notwendig werden auch Alternativ-Vorschläge gemacht. Abschließend ist eine Liste mit Literatur zu finden.

Diese Datenbank kann einem im Apothekenalltag (insbesondere seit Einführung der neuen ApoBetrO) bei der Herstellung von Rezepturen oder der Beratung von Ärzten hervorragende Dienste leisten.

von Carola Schmidt, Hannover – herzlichen Dank!

Adventskalender zur Klinischen Pharmazie: Zusammen mit ehemaligen Teilnehmern unserer Seminare schenken wir Ihnen im Advent nützliche Tipps rund um die Klinische Pharmazie: Jeden Tag öffnen wir auf unserer Website ein klinisch-pharmazeutisches Türchen für Sie: Fallbeispiele, Linktipps, Literaturempfehlungen… Lassen Sie sich überraschen.
Unser Weihnachtsgeschenk für Sie: Für jedes Seminar, das vor Weihnachten 2012 gebucht wird, gewähren wir einen Weihnachtsrabatt von 20%.  Machen Sie damit sich selbst oder Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein nachhaltiges Geschenk. Hier zu weiteren Rabatt- und Förderungsoptionen.
Abschluss des Seminars „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation: „Macht weiter so! Online-Learning ist die Zukunft und mit solch motivierenden Moderatoren sicher erfolgreich!“, so lautet ein Seminar-Abschlussgeschenk an uns. Von uns gibt es einen ganz besonderen Glückwunsch an die Teilnehmer: Alle haben die Anforderungen an das Zertifikat erfüllt. Welche Ziele die Teilnehmenden hatten und wie sie das Seminar bewerten. Hier mehr dazu.
Neues aus Österreich: Auch die Österreichische Apothekerkammer akkreditiert unsere Online-Seminare: Die Seminare „Arzneimittelinteraktionen“ und „Pharmakotherapie besonderer Altersgruppen“ werden mit je 25 Fortbildungspunkten bewertet. Die Bewertung ist der der Bundesapothekerkammer in Deutschland sehr ähnlich: pro 45min Seminaraktivität wird ein Punkt vergeben. Wir bereiten die Akkreditierung weiterer Seminare vor.Welchen Nutzen unserer Seminare auch für Apotheker/innen bringen, die nicht in Deutschland arbeiten, lesen Sie hier.
Campus-Tag in Berlin: Am 28.11.2012 fand der erste Campus-Tag in Berlin statt. Wie bei den vergangenen Campus-Tagen in Hamburg stellten wir anhand eines Fallbeispiels unser Konzept und die Zusammenarbeit im Seminar vor: zum Mitmachen und Ausprobieren. Die sehr engagierten Besucher befragten und erkundeten vor allem den Nutzen der Moderation und Betreuung sowie des zeitlich flexiblen Austauschs in festgelegten Zeiträumen. Herzlichen Dank für diesen anregenden Austausch!Sie wünschen sich einen Campus-Tag in Ihrem Kammerbezirk? Sprechen Sie uns an!

Was ist ein ‚moderiertes Online-Seminar‘?: Unsere Teilnehmer beschreiben das z.B. so:

„Seminare über eine Internetplattform mit Lernmaterial zum Lesen sowie Diskussionsforen, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und einem MC-Test zum Kursthema. Für jeden Teil konstruktives fachliches Feedback sowie organisatorische Unterstützung und zwar fast rund um die Uhr von den Moderatorinnen. Daneben anregender Austausch und Lernen von anderen Kollegen in Deutschland und im Ausland.“

„Es handelt sich um eine sehr interessante Alternative zu abendlichen oder Wochenendpräsenzseminaren. Der Kontakt mit einem Themenkomplex und den anderen Teilnehmern dauert länger und ist deshalb intensiver. Die Zeiteinteilung ist flexibler, erfordert aber Selbstdisziplin.“

Zimtstern und Pomeranzenschale: Die Rinde von Cinnamomum ceylanicum bzw. C. cassia und die Schale von Citrus aurantium sind in dieser Jahreszeit beliebte Gewürze. In „gewürzüblicher“ Dosierung geht von keinem der beiden eine Gefahr aus. Jedoch enthält Cassia Zimt Cumarine und Bitterorange das ephedrinähnliche Synephrin, weshalb beide nicht in übermäßigen Mengen konsumiert werden sollten. Recht deutlich widerlegt ist inzwischen, dass Zimt in höherer Dosierung den Blutzuckerspiegel senkt. Zimtsterne gleichen daher den glykämischen Effekt von Weihnachtsstollen leider nicht aus.

Einen angenehmen Jahresausklang
und einen guten Start in ein
erkenntnisreiches neues Jahr, wünschen Ihnen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Etwa 4,5% der Marcumar-Patienten erleiden eine schwerwiegende gastrointestinale Blutung. Die gerinnungshemmende Therapie muss dann umgehend abgesetzt werden.

Bei fortgesetztem Thrombose- oder Infarktrisiko ist die schwierige Entscheidung, ob und wann die Thromboseprophylaxe wieder aufgenommen wird. In anderen Worten:

  • Wie groß ist das Risiko einer erneuten Blutung, wenn Marcumar wieder angesetzt wird?
  • Wie groß ist das Risiko einer Thrombose, wenn die Therapie nicht fortgesetzt wird?
  • Und wie groß ist die Sterblichkeit im Vergleich in beiden Gruppen?

Eine amerikanische Studie unter klinisch-pharmazeutischer Federführung kommt aktuell zu dem Ergebnis, dass die gerinnungshemmende Therapie (mit Warfarin) fortgesetzt werden sollte. Zwar war die Häufigkeit weiterer Blutungen dann höher (nicht signifikant), aber die Zahl der Thrombosen und die Mortalität waren signifikant niedriger.

Einschränkungen der Studie sind ihr retrospektives, auf der Auswertung von Patientenakten basierendes Design und die Unterschiede zwischen der einen Studiengruppe, die die Cumarintherapie fortsetzte, und der anderen, die sie nicht wieder aufnahm.

Den Gruppenunterschieden (z.B. in Alter, Geschlecht, chronische Erkrankungen, Behandlung der initialen GIT-Blutung) wurde allerdings durch statistische Verfahren angemessen Rechnung getragen. Die 442 ausgewerteten Patienten waren im Mittel 74,2±12,1 Jahre alt und hatten in der Mehrzahl Vorhofflimmern, Venenthrombosen oder künstliche Herzklappen als Indikation für die antikoagulative Therapie.

Quelle: DM Witt et al.: Risk of Thromboembolism, Recurrent Hemorrhage, and Death After Warfarin Therapy Interruption for Gastrointestinal Tract Bleeding. Arch Intern Med. Published online September 17, 2012. doi:10.1001/archinternmed.2012.4261

Artikel von Dorothee Dartsch, CaP Campus Pharmazie GmbH, Hamburg

Welche Wirkstoffe kanzerogene, mutagene oder reproduktionstoxische Eigenschaften haben, bekommt man in der Regel durch die Gefährdungsbeurteilungen in der Apotheke und der Kenntnis über gewisse Gruppeneigenschaften bestimmter Wirkstoffklassen noch so einigermaßen zusammen. Doch schon bei der Einklassifizierung von Diclofenac oder Ranitidin wird es schwierig.

Da jedoch von Pflegepersonal und pflegenden Angehörigen immer häufiger Arzneimittel für die Sonde gemörsert werden, sollte man die Sensibilisierungsrisiken von Wirkstoffen einschätzen können. Dabei hilft eine Broschüre der bgw-Forschung weiter:

Hadtstein, C.: Arzneistoffe mit Verdacht auf sensibilisierende und CMR-Eigenschaften.Die Broschüre kann als pdf auf der Seite der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege heruntergeladen werden. Hier geht es direkt zum Link.

Tipp: Auf jeden Fall das Kapitel Ergebnisse – zumindest „quer“ – lesen (ca. fünf Seiten) bevor man sich der Arzneimitteliste zuwendet, um die dortigen Angaben einordnen zu können.

von Constanze Schäfer, Düsseldorf – herzlichen Dank!

Eine bekannte Apothekenkundin (74 J., schlank und ca. 160 cm groß) betritt mit einem Rezept die Apotheke. Anlässlich eines Krankenhausaufenthaltes wurde ihre Medikation geändert. Sie soll jetzt folgende Arzneimittel einnehmen:

Novodigal 1-0-1
Verapamil 80 mg 1-1-1
Pantoprazol 40 mg 1-0-1
Furosemid 40 mg 1-0-0
Prednisolon 5 mg 1-0-0     soll demnächst ausgeschlichen werden!
Marcumar nach Dosierplan (alle 3-4 Tage eine Überprüfung des INR, lt. INR-Pass schwankende Werte)

Auf Nachfrage erzählt sie, dass sie dies so bereits seit nunmehr einer Woche zusammen einnimmt.

Was kann hier möglicherweise geschehen und mit welchen Folgen?
Denken, kommentieren und diskutieren Sie gern mit, wenn Sie möchten: Die Überschrift „Tür 1“ anklicken und ins Kommentarfeld unter dem Artikel schreiben – oder per Mail an uns, die wir als Kommentar veröffentlichen: info(at)campus-pharmazie.de

Die Lösung veröffentlichen wir im Adventskalender am 08.12.2012.
von Carola Schmidt, Hannover – herzlichen Dank!

Danke, es war eine gute Zeit des kollegialen Austauschs und des
miteinander Lernens.
“ So hieß es in der Abschlussbewertung des Seminars  „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“.

Die Evaluation des Seminars  „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„, an der sich 11 von 13 Teilnehmenden beteiligten, ergab auch für dieses Thema eine sehr positive Bewertung: Als Gesamtnote (gemessen an klassischen Schulnoten) wurde dem Seminar im Durchschnitt eine „1,5“ ausgestellt.

Ziele erreicht? 

Die inhaltlichen Zielsetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für dieses Seminar waren:

  • „Werkzeuge“ für die Literaturrecherche erhalten
  • Überblick über verwendbare Datenbanken gewinnen
  • vorhandene Recherche-Skills verfeinern und erweitern
  • Tipps für eine gute, gründliche aber trotzdem zeiteffiziente medizinische Literaturrecherche für die Beantwortung alltäglicher Fragestellungen erhalten
  • Studien interpretieren können

Ein weiteres Ziel war, mit motivierten Kollegen Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse zu bekommen.

Gut 80 % der Befragten gaben an, ihre eigenen Ziele voll erreicht zu haben.

Wir fragten nach dem Seminar, ob die folgenden Aussagen für die Teilnehmenden zutreffen. Bei jeder Aussage ist angegeben, wie viel Prozent der Befragten mit „voll oder überwiegend zutreffend“ antworteten.

  • Ich kann auf ausreichend verschiedene Quellen medizinisch-wissenschaftlicher Information zugreifen: knapp 75%.
  • Ich kann medizinische Originalliteratur zu einer arzneimittelbezogenen Fragestellung zu recherchieren und Kriterien anwenden, die zur Beurteilung der Qualität von Veröffentlichungen wichtig sind: gut 80%.
  • Ich kann arzneimittelbezogene Anfragen mithilfe der Recherche in geeigneten Informationsquellen adäquat zu beantworten: über 90%.

Moderation und Betreuung

Die fachliche Moderation und Betreuung wurde ausnahmslos mit „sehr gut“ bewertet, Die lernorganisatorische Betreuung mit durchschnittlich 1,18 (gemessen an klassischen Schulnoten).

Keiner der Befragten würde befürworten, die Moderation zugunsten einer niedrigeren Seminargebühr zu verringern.

Aussagen zum Seminarkonzept

Über 90% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden, dass (überwiegend) alle Themen, die ihnen zum Seminarthema wichtig waren, behandelt wurden – und das angemessen praxisorientiert Ebenfalls über 90% bestätigten, dass das Seminar durch die zeitliche Flexibilität und die Verzahnung mit der Berufspraxis als berufsbegleitende Fortbildung geeignet sei.

Wir baten die Teilnehmenden, interessierten Kolleginnen und Kollegen das Seminarkonzept in zwei oder drei Sätzen zu beschreiben, hier eine Auswahl:

„Seminare über eine Internetplattform mit Lernmaterial zum Lesen sowie Diskussionsforen, Einzelaufgaben, Teamaufgaben und einem MC-Test zum Kursthema. Für jeden Teil konstruktives fachliches Feedback sowie organisatorische Unterstützung und zwar fast rund um die Uhr von den Moderatorinnen und daneben anregender Austausch und Lernen von anderen Kollegen in Deutschland und im Ausland.“

„Die Seminare sprechen die Kollegen an, die sich in begrenzter Zeit fundiert und zeitlich flexibel weiterbilden möchten. Die Seminarinhalte sind in einer Form gestaltet, dass sie einen Beitrag dazu leisten, spezielle Probleme der täglichen Arbeit stärker zu analysieren und effizienter zu bearbeiten.“

„Sehr intensive, praxisorientierte und trotzdem berufsfreundliche Weiterbildung. Sehr kompetente und intensive Moderation.“


Nach dem Seminar ist vor dem Seminar

Die konstruktiven Bewertungen und Anregungen aller Evaluationen nutzen wir intensiv für die Qualitätssicherung unserer Seminare. Das Seminar „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ findet im kommenden Jahr wieder im Oktober/November statt (Do 10.10. – Mi 06.11.13) und kann wie alle anderen Seminare im Jahr 2013 noch bis Weihnachten 2012 mit 20% Rabatt gebucht werden.

An unseren moderierten online-Seminaren können Apothekerinnen und Apotheker von jedem Ort mit Internetanbindung teilnehmen.

Da es keine verpflichtenden Präsenzveranstaltungen gibt, sind keine Reisen zu Veranstaltungsorten notwendig und Entfernungen spielen keine Rolle. Daher interessieren sich auch deutschsprachige Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern für die Seminare.

Aber wie groß ist der Nutzen der Seminare für Apotheker/innen, die nicht in Deutschland arbeiten? Das haben wir diejenigen gefragt, die es am besten beurteilen können: Absolventen aus dem Ausland:

Teilnehmerstimmen…

„Als Schweizerin habe ich vom Seminar profitiert, weil ich ohne Aufwand bezüglich Reisen, Unterkunft und Kompensation am Arbeitsplatz während einem Monat jeden Tag durch den sehr lehrreichen und interessanten Kurs geschult wurde.“
Nadine Amsler, Spitalapotheke des Universitätsspitals in Zürich

„Die Seminare sind insofern interessant, dass man sich weiterbilden kann ohne drei Jahre Studium an das Pharmaziestudium anzuhängen wie es in den französisch sprechenden Ländern der Fall ist. Ich denke diese Art der online Weiterbildung hilft viel Zeit sparen und man kann trotzdem genau in die Details gehen“ ein Teilnehmer des Seminars „Laborparameter“ aus Luxemburg

„Ich habe für meine Arbeit hier in Wien vom Seminar schon profitiert. Während meines Studiums war Klinische Pharmazie noch kein selbstständiges Prüfungsfach im Staatsexamen und ich habe erst jetzt mit der Ausbildung in Richtung klinischer Pharmazie begonnen.

Durch das Seminar „Laborwerte“ konnte ich und kann ich mein Wissen über Laborwerte im Zusammenhang mit Arzneimitteln erweitern und vertiefen, sowie Erkenntnisse zur Beurteilungen von Laborwerten gewinnen.“
Eine Teilnehmerin des Seminars „Laborparameter“, aus Österreich

Akkreditierung in Österreich

Auch die Österreichische Apothekerkammer akkreditiert unsere Online-Seminare: Die zur Zeit laufenden Themen „Arzneimittelinteraktionen“ und „Pharmakotherapie besonderer
Altersgruppen
“ sind bereits mit jeweils 25 Fortbildungspunkten bewertet. Für die weiteren Seminare wird die Akkreditierung ebenfalls beantragt.

Der Seminarkalender 2013 ist da! Das Seminarpaket für das kommende Jahr ist geschnürt: Mit den Basisseminaren: „Laborparameter“, „Arzneimittelinteraktionen“, „Angewandte Pharmakokinetik“ und „Unerwünschte Nebenwirkungen“, mit den Fachseminaren: „Altersgruppen“, „Patienten mit Eliminationsstörungen“, „Medizinische Literaturrecherche“ sowie dem Aufbauseminar „Onkologie“. Der aktuelle Seminarkalender ist jetzt online.
Weihnachts-Rabattaktion: Wenn Sie Ihre guten Vorsätze für 2013 schon jetzt in Angriff nehmen wollen: Für jedes Seminar, das vor Weihnachten gebucht wird, gewähren wir einen Weihnachtsrabatt von 20%. (zu weiteren Rabatt- und Förderungsoptionen)
Deutscher Apothekertag: Als Delegierte für die Hamburger Kolleginnen und Kollegen besuchte Dr. Dorothee Dartsch vom 11. bis 13. Oktober den Deutschen Apothekertag in München. Neben dem Hauptziel, der Vertretung berufspolitischer Interessen, gab es in den Pausen gute Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen und ein Wiedersehen mit ehemaligen Seminar- und Campus-Tag-Teilnehmer/innen.
2. Campus-Tag: Intensiv tauschten sich Apothekerinnen am 20. Oktober 2012 in Hamburg mit den Geschäftsführerinnen der Campus Pharmazie über das Seminar-Konzept aus, nahmen Einblick in Studienmaterial und testeten in einem Demo-Seminar die Lernplattform. So nutzten die Besucher die Gelegenheit, Vorbehalte, Vorteile und Herausforderungen der Teilnahme und der Moderation ausgiebig zu diskutieren. Der nächste „Campus Tag“ findet am 28.11.2012 in Berlin statt. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.
Gegen Arzneimittelfälschungen: Eine Untersuchung in den USA ergab, dass 97% aller Online-Apotheken illegal agieren. Drei Gegenmaßnahmen, die hierzulande Hilfestellung gegen Arzneimittelfälschungen und illegale Aktivitäten geben sollen, sind die securPharm-Initiative, das DIMDI-Siegel für korrekt arbeitende Versandapotheken und die European Alliance for Access to Safe Medicines. Hier mehr dazu.
Halbzeit im Seminar „Medizinische Literatur-recherche und Arzneimittelinformation: Und wieder feiern wir „Bergfest“. Alle Teilnehmer des Seminars haben nach der Vorbereitungs- und in den ersten zwei inhaltlichen Wochen bereits intensiv ihre Erfahrungen ausgetauscht und eine umfangreiche Liste von Arzneimittelinformationsquellen erarbeitet und ausprobiert. Aktuell üben sich die Teilnehmer in einer Teamaufgabe in der systematischen Medline-Recherche und erproben verschiedene Informationsquellen in selbst eingebrachten Arzneimittelanfragen.
Conference-Tour: Die „Conference-Tour Weiterbilden 2.0“ zeigte sich als gute Gelegenheit, Standort und Perspektiven der Campus Pharmazie auszuloten. Vorträge, Foren und Gespräche zeigten, dass viele Bildungsanbieter Motivation und nachhaltigen Praxistransfer als die größten Heraus-forderungen erleben. Unsere Lösung moderierter und kooperativer online-Seminare wurde mit goßem Interesse aufgenommen. Dennoch ist das kein Rezept für alle, u.a. wegen der erheblichen Moderationskosten – und weil es oftmals an Dozenten fehlt, die auch für die online-Lehre qualifiziert sind. Hier mehr dazu.
ASS in der Primärprävention? Für die kardiovaskuläre Sekundärprävention ist der Nutzen von ASS gut belegt. Unklar ist jedoch das Nutzen-Risiko-Verhältnis in der Primärprävention, also bei Patienten, die noch keine kardiovaskulären Erkrankungen haben. Ein aktueller Review von CW Nemerovski et al. (Pharmacotherapy 2012) gibt jetzt einen guten Überblick über die zu berücksichtigenden Faktoren und die wider-sprüchlichen Empfehlungen der relevanten Fach-gesellschaften. Hier mehr dazu.

Es grüßen Sie
– voller Impulse aus Seminaren
und Fachveranstaltungen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Für die kardiovaskuläre Sekundärprävention ist der Nutzen von ASS gut belegt. Unklar ist jedoch das Nutzen-Risiko-Verhältnis in der Primärprävention, also bei Patienten, die noch keine kardiovaskulären Erkrankungen haben: Zwar reduziert ASS möglicherweise Herz-Kreislauf-Zwischenfälle, ganz sicher aber erhöht es die Blutungsneigung.
 
Ein aktueller Review von CW Nemerovski et al.1 bestätigt erneut die kontroverse Studienlage und die widersprüchlichen Empfehlungen, die verschiedene Leitlinien zu diesem Thema geben.
 
So bleibt nach wie vor die Einzelfallbetrachtung mit der Fragestellung: wie groß ist das kardiovaskuläre Risiko eines (bisher gesunden) individuellen Patienten – ist es so groß, dass es das Blutungsrisiko durch ASS aufwiegt?
 
Verschiedene Scores können zur Einschätzung des individuellen Risikos eines Patienten herangezogen werden. Die o.g. Studie listet die folgenden auf:
 
Der Framingham Risk Score (FRS) berücksichtigt das Alter, Geschlecht, Gesamt-Cholesterol, HDL-Cholesterol,  Blutdruck und das Rauchen und errechnet das 10-Jahres-Risiko für einen Myokardinfarkt. Der Modifizierte Framingham Risk Score schließt zusätzlich noch eine Diabetes-Erkrankung ein.
Von einem hohen Risiko muss ab einem FRS von über 20%, von einem niedrigen bei einem Wert unter 10% ausgegangen werden.
 
Ähnliche – aber in Details durchaus verschiedene – Scores sind der Reynolds Score, ASSIGN score, Framingham stroke risk score, das Systematic Coronary Risk Evaluation (SCORE) system, QRISK scores, und das PROCAM-System.
 
Zusätzlich erhöhen die folgenden Erkrankungen das kardiovaskuläre Risiko und müssen neben den Risikoscores mit berücksichtigt werden: Diabetes mellitus, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Aneurysma der Abdominalaorta, symptomatische Stenose der Carotisarterien, chronische Niereninsuffizienz.
Nützlich ist der Überblick, den Nemerovski et al. über die Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften geben:

Fazit: Das Dilemma der fehlenden klaren Empfehlung löst der Review nicht, aber er zeigt die abzuwägenden Faktoren gut auf.
 
1 CW Nemerovski et al., Aspirin for Primary Prevention of Cardiovascular Disease Events. Pharmacotherapy 2012, DOI: 10.1002/phar.1127, published online 27 Sep 2012

Von einem besonders intensiven Austausch konnten unsere Besucher und wir am Sonnabend, 20.10.2012, beim 2. Campus-Tag profitieren.

Viele Fragen zu Inhalten, Zielsetzungen, Vorteilen und Herausforderungen unserer Seminare wurden in diesem Kreis diskutiert.

Die Teilnehmer lösten ein Fallbeispiel und vollzogen parallel in einem Demo-Seminar auf der Lernplattform nach, wie die Aktivitäten online organisiert sind.

Die Besucher berichteten unter anderem von dem regelmäßig aufkeimenden guten Vorsatz, sich intensiver mit Klinischer Pharmazie zu beschäftigen. Einem Vorsatz, der bei vielen vor allem dazu geführt hat, dass nun „schöne Bücher dazu weitgehend ungelesen im Schrank stehen“…

  • unter welchen Voraussetzungen eine berufsbegleitende Fortbildung Erfolg haben kann,
  • ob und wie sich eine Online-Fortbildung zeitlich einrichten lässt und
  • wie man über das reine Fachwissen hinaus die Brücke zu nachhaltiger Handlungs- und Anwendungskompetenz bauen kann.

Die Teilnehmerinnen erlebten, dass sich Einzelarbeit  für andere Zielsetzungen eignet als Team- oder Plenumsarbeit – und welche Vorteile der Austausch in so genannten „moderierten Diskussionsforen“ mit sich bringen kann:

Vom eigenen Tempo über Zeit zum Nachdenken, Recherchieren und Formulieren, zur Wahl der Lernzeiten und zu mehr Qualität und Motivation durch engmaschige fachliche Moderation.

Skeptisch waren einige Teilnehmer, was bei ihnen persönlich die zeitliche Vereinbarkeit der Fortbildung mit ihrem Arbeits- und sonstigen Alltag betrifft. Die Flexibilität innerhalb von Fristen und die Erfahrungen der bisherigen Absolventen, über die wir berichteten (siehe auch hier) konnten die Bedenken mildern.

Ein weiteres, auch für uns sehr wichtiges Thema war die Höhe der Seminargebühren, denen ein qualitativ und quantitativ angemessener Nutzen gegenüberstehen muss.

Den Nutzen und Mehrwert moderierter Online-Seminare gegenüber anderen Fortbildungsformaten haben wir mit den Besuchern an konkreten Beispielen diskutiert und die Ergebnisse hier noch einmal zusammengefasst.

Die Evaluation der letzten Seminardurchläufe bestätigt, dass diese Aspekte tatsächlich zum Tragen kommen.

Großes Interesse zeigten die Besucher auch an den Möglichkeiten der finanziellen Fort- und Weiterbildungsförderung– von denen bereits etliche unserer Teilnehmer profitieren konnten.

Für uns wurde aus der Diskussion einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, die Besonderheiten dieses – doch noch nicht sehr verbreiteten – Formats greifbar zu machen.

Wir freuen uns auch weiterhin über Anregungen und den offenen Austausch!

Ganz herzlichen Dank den Besuchern des 2. Campus-Tages!

Der nächste Campus-Tag findet am 28.11.12 in Berlin statt.
Anmeldungen nehmen wir gern entgegen.

Am Mittwoch 17.10.2012 gastierte die Conference Tour Weiterbilden 2.0 in Hamburg.

Große, mittlere und kleine Unternehmen berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von e-Learning in der Personalentwicklung und als Bildungsanbieter.

Eine gute Gelegenheit für uns zur Standortbestimmung – aber auch um auszuloten, welche Entwicklungen ggf. auch für die pharmazeutische Fortbildung interessant sein können.

Als große Herausforderung im e-Learning wird unverändert die Motivation der Lernenden benannt. Man setzt nach wie vor viel auf Animationen, ansprechende Aufbereitung, anregenden “Methodenmix” – meist im Sinne von: Wechsel von Text, Bild, ggf. Film und Wissensabfrage durch einfache Tests. Parallel wird jedoch zunehmend wahrgenommen, dass vielfach schlicht aufbereitetes Material den Lerner stärker und nachhaltiger anspricht – vor allem, wenn es authentisch ist und deutlichen Praxisbezug hat.

Mit anerkennendem Staunen wird immer wieder das Konzept moderierter und kooperativer Fortbildungsmaßnahmen aufgenommen.

Eine solches Format braucht erhebliche Ressourcen, das muss in die Planung und Kalkulation einbezogen werden: Die Moderation kostet viel Zeit und damit Geld – und es muss auch erst einmal jemand gefunden werden, der gleichzeitig fachlich ‚fit‘ ist und Lernprozesse online moderieren kann.

Mit großem Interesse fragten Teilnehmer an runden Tischen, in sogenannten Barcamp-Foren und in informellen Gesprächen nach der konkreten Umsetzung, dem Aufwand und dem Nutzen der Campus-Pharmazie-Seminare.

Im Gegensatz zu Fortbildungen, in denen jeder Lerner für sich allein Inhalte erarbeitet, wurden folgende Punkte als deutlicher Mehrwert von Moderation und kooperativem Lernen in Online-Seminaren eingeschätzt:

  • Ziele auf der Ebene von Handlungs- und Anwendungskompetenz können erreicht und geprüft werden
  • Geringe Abbrecherquote
  • Einbeziehen individueller Erfahrungen und Handlungsabläufe zum Nutzen aller.

Unsere Seminarauswertung bestätigt diese  Einschätzungen – und wir freuen uns, mit den moderierten Online-Seminaren ein so wirkungsvolles Format gefunden zu haben.

Zum Finale der Conference-Tour am 27.11.2012 in Berlin sind wir eingeladen, anhand unseres Seminarkonzepts an einem „World-Café-Tisch“ Entscheidungshilfen für die Einführung von moderierten Online-Seminaren zu geben – unter der Überschrift: Moderierte Online-Seminare in der berufsbegleitenden Bildung: von Nutzen & Notwendigkeiten, Praxisbezug und Pragmatismus.

Wir werden berichten.

Die FDA hat kürzlich eine Studie der National Association of Boards of Pharmacy veröffentlicht, der zufolge 97% von 10.065 unter die Lupe genommenen Online-Apotheken in den USA illegal agieren. In Deutschland dürfte das Problem ähnlich groß sein, konkrete Zahlen sind allerdings schwer erhältlich.
Die folgenden Gegenmaßnahmen sollen das Problem bekämpfen helfen:

  • Die Marktpartner in Deutschland, u.a. die ABDA, haben mit securPharm eine Initiative zum Schutz des deutschen Arzneimittelvertriebs vor dem Eindringen gefälschter Arzneimittel gestartet, das auf den Aufdruck von Sicherheitscodes auf die Arzneimittelverpackung setzt. Diese Maßnahme zielt auf alle so genannten „counterfeit drugs“, nicht nur online vertriebene.
  • Das DIMDI vergibt ein Siegel für korrekt arbeitende Versandapotheken, das von der Apotheke beantragt und auf der Homepage gezeigt werden kann.
  • Die European Alliance for Access to Safe Medicines EAASM stellt eine Checkliste – auch für Verbraucher – zur Verfügung, die die Identifizierung unseriöser Online-Apotheken erleichtern soll.

 23 Apotheker/innen absolvieren erfolgreich die Auftaktseminare „Arzneimittelinteraktionen“ und „Laborparameter„: Hochzufrieden waren die Teilnehmer/innen unserer Auftaktseminare. Öffentliche wie Krankenhaus-Apotheker erreichten gleichermaßen ihre Seminarziele und waren begeistert von dem Praxisbezug sowie dem intensiven fachlichen Austausch, unabhängig davon, ob Klinische Pharmazie bereits Studienfach für sie war.

Als ein Erfolgsfaktor hat sich die zeitliche und räumliche Flexibilität erwiesen, v.a. im Zusammenspiel mit verbindlichen Fristen und – wie immer wieder betont wurde – mit der sehr engagierten Moderation. Wir freuen uns über die Gesamtnote: „Sehr gut“ (1,38) – und dass unser Leitziel „Vereinbarkeit“ so deutlich erreicht wird.

Eine ausführliche Auswertung der Abschlussbefragung lesen Sie hier.

Jetzt anmelden für „Arzneimittelinteraktionen und Pharmakotherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen: Die Seminare finden statt vom 08.11. – 05.12.2012; mit je einer zusätzlichen Woche zur Einführung und zur Nachbereitung.

Im Seminar Arzneimittelinteraktionen liegt der Fokus auf dem Erkennen von Interaktionen, der Einschätzung ihrer klinischen Relevanz und der Entscheidung über eine adäquate Intervention. Das „Altersgruppen-Seminar“ beleuchtet die Besonderheiten der Pharmakotherapie bei Kindern, Senioren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit. Die Seminare sind bei der Bundesapothekerkammer mit je 26 Fortbildungspunkten akkreditiert.

Wer das Jahr mit einer flexiblen Fortbildung zu Themen der klinischen Pharmazie ausklingen lassen möchte, meldet sich hier an.

Onkologische Pharmakotherapie bei älteren Menschen: Zu diesem Thema ist kürzlich eine sehr empfehlenswerte Übersichtsarbeit[1]von Arti Hurria, der Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für geriatrische Onkologie, erschienen.

Frau Dr. D. Dartsch stellte sie am 28.09.12 in einem Fortbildungsvortrag in Heidelberg vor. Sie enthält neben Algorithmen zur Therapieentscheidung in kurz gefasster Form die neusten Erkenntnisse zur Therapie der wichtigsten Tumorentitäten bei Senioren und zum geriatrischen Assessment.

Freischaltung Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformationen„, Start 11.10.2012: Die Teilnehmer/innen sind seit gestern freigeschaltet, um sich im Vorfeld zu orientieren und kennen zu lernen.

Wir freuen uns auch dieses Mal auf den anregenden Austausch mit und zwischen öffentlichen und Krankenhaus-Apothekern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker? Und! Beratung in der öffentlichen Apotheke ist oft dadurch eingeschränkt, dass die Patientendaten nicht zur Verfügung stehen. Eine neue Studie[2] zum Thema Polypharmazie zeigt nun, dass Medikationsdaten auch in Arztpraxen nicht vollständig vorliegen.

Die Gründe dafür sind u.a. Verordnung durch einen anderen Arzt und Unkenntnis der OTC-Medikation. Lesen Sie auch hier.

Einladung zum zweiten Campus-Tag am 20.10.2012: Lernen Sie Konzept, Lernplattform, Kollegen/innen – und uns – kennen: Am Sonnabend, 20.10., 11 – 15 Uhr bearbeiten wir mit interessierten Apotheker/innen und Blick auf die Hamburger Inennstadt, wieder ein gemeinsames Fallbeispiel, mit dessen Hilfe Sie den Seminarablauf „erleben“ und einen Eindruck vom fachlichen Miteinander bekommen.

Die Teilnahme ist kostenlos und wird mit fünf Fortbildungspunkten auf Ihr Fortbildungszertifikat der Apothekerkammer angerechnet. Für Verpflegung ist gesorgt.

Hier geht es zu Information und Anmeldung.

Es grüßen Sie nach und wieder
inmitten der Seminarmoderation

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)


[1] A Hurria et al., J Natl Compr Canc Netw 2012;10:162-209

[2] G Schiemann et al., Int J Clin Pharmacol Ther. 2012;50(8):614-7

Newsletter als PDF-Datei

„Bitte machen Sie genau so weiter!“

So lautet eine der vielen begeisterten Teilnehmer-Rückmeldungen aus unseren beiden Auftakt-Seminaren „Arzneimittelinteraktionen“ und „Interpretation von Laborparametern.

Vom 16.08. bis 12.09.12 nahmen insgesamt 23 Apotheker/innen an unseren Seminaren teil. Alle 23 haben die Mindestanforderungen (meist mehr als) erfüllt und damit die Seminare erfolgreich abgeschlossen. Wir freuen uns mit ihnen, dass wir allen ein Zertifikat sowie eine Teilnahmebescheinigung ausstellen konnten, mit der 25 bzw. 26 Fortbildungspunkten auf das persönliche Fortbildungszertifikat der Apothekerkammern angerechnet werden.

Die Evaluationsergebnisse liegen nun vor:

Teilnehmerstruktur

Die Teilnehmerschaft bestand zu ca. zwei Dritteln aus Apotheker/innen aus öffentlichen und zu einem Drittel aus Krankenhausapotheker/innen, davon 70% aus Deutschland und 30% aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg.

Ca. 80% der Teilnehmer (18 von 23) nahmen an der Abschlussbefragung teil.

Die Hälfte der Befragten brachte mehr als 10 Jahre Berufserfahrung ein, die weiteren 50% trugen mit ein bis zehn Jahren Apothekenpraxis zu einer anregenden Mischung aus Nähe zum Studium und Berufserfahrung bei.

Mit dieser Verteilung war gleichzeitig für genau die Hälfte der Teilnehmer das Fach Klinische Pharmazie bereits Bestandteil des Studiums.

Seminarverlauf

Abschlussquote 100%: Wir freuen uns außerordentlich, dass alle Teilnehmer/innen das Seminar erfolgreich absolviert haben.

Und das, obwohl die Teilnehmer sich während der Seminarlaufzeit zusätzlichen zeitlichen Herausforderungen wie Urlaubszeiten oder Erkrankung von Kollegen, Geschäftsreisen oder besonderen familiären Aufgaben gestellt haben.


Etwa die Hälfte der Befragten setzte 9 – 12 Stunden pro Woche für das Seminar ein, etwa ein Drittel kam mit 8 Stunden oder weniger aus.

Die übrigen Befragten setzten sich bis zu 16 Stunden pro Woche mit den Seminarthemen auseinander.

Lernorte / Lernzeiten: Relevante Lernorte waren in Reihenfolge ihrer Bedeutung: Zuhause, am Arbeitsplatz und auf Geschäftsreisen.

Die Teilnehmer beschreiben, dass sie unterschiedliche Zeiten für verschiedene Aktivitäten nutzen konnten: So verwendeten sie ruhige Morgen- oder Abendstunden zuhause sowie längere Bahnreisen eher für konzentriertes Bearbeiten des Studienmaterials oder der Fallbeispiele, während sich für ein Verfolgen der Forendiskussionen z. B. auch kürzere „Leerlaufzeiten“ am Arbeitsplatz anboten. Hier mehr zum Thema „Lernzeiten unserer Teilnehmer“

Lernplattform: Alle Befragten konnten sich – u. a. mit Hilfe der angebotenen Einführung – schnell im Seminar orientieren. Anregungen zu Details einiger Funktionen der Lernplattform haben wir gern bereits während der Laufzeit umgesetzt.

Seminarbewertung

Als Gesamtnote vergaben die Teilnehmer ein„Sehr gut“ (1,38).

Interessant ist, dass es zwischen Teilnehmern aus öffentlichen und Krankenhausapotheken oder Neueinsteigern und Kennern der Klinischen Pharmazie keine signifikanten Unterschiede in den Evaluationsergebnissen gab.

Didaktisches Konzept / Ziele / Inhalte: 95 – 100 % der Befragten waren der Meinung, folgende Aussagen treffen voll oder überwiegend zu:

  • Die Materialien, Aufgaben und Fragestellungen waren insgesamt angemessen praxisorientiert.
  • Der Austausch in den Plenarforen hat die Auseinandersetzung mit den dort diskutierten Themen vertieft.
  • Meine eigenen Ziele für dies Seminar habe ich erreicht.
  • Alle Themen, die mir zum Seminarthema wichtig waren, wurden behandelt.

Auf die Frage, ob die selbst gesteckten Lernziele erreicht wurden, antworteten fast alle Teilnehmer mit ‚vollständig‘ oder ‚überwiegend‘. Auch diese Einschätzung war unabhängig davon, ob Teilnehmer Klinische Pharmazie bereits als Fach im Studium hatten und ob sie in einer öffentlichen oder Krankenhausapotheke arbeiten.

Teamarbeit: Das Lösen eines komplexen Fallbeispiels im Team von drei bis fünf Kolleginnen/en wurde in den offenen Antworten mehrfach als besonders bereichernd und motivierend für eine intensive praxisnahe Auseinandersetzung benannt. 95 % der Befragten bewerteten die Aufgabenstellungen für Teams und die Diskussionen in den Teams als hilfreich für die Erarbeitung der Inhalte.

Moderation / Betreuung: Die fachliche sowie die lernorganisatorische Moderation und Betreuung wurde von 95 % der Befragten mit „sehr gut“, von 5% mit „gut“ bewertet.

Zwei Drittel der Befragten würden die Moderation nicht zugunsten niedrigerer Kursgebühren reduzieren wollen – kein Teilnehmer war der Meinung, die Moderation könne zugunsten geringerer Gebühren deutlich reduziert werden.

aus Moderatorensicht

Wir haben zwei sehr engagierte Teilnehmergruppen erlebt, die sich über die gesamte Seminarlaufzeit hinweg (vier Wochen Kern-Seminarzeit plus Einführungs- und Nachbereitungswoche) außerordentlich freundlich, wissbegierig und verbindlich fachlich ausgetauscht haben.

Durch die Lernplattform oder sonstige technischen Anforderungen ergaben sich keine lernhemmenden Hürden. Wo es Schwierigkeiten gab oder Einstellungen sich als unkomfortabel erwiesen, konnten wir Dank der Anregungen und Rückmeldungen der Teilnehmer in den meisten Fällen noch im Seminarverlauf optimieren.

Das grundlegende Konzept hat sich (erneut) deutlich bewährt: In Hinblick auf die engmaschige Moderation, die zeitliche Flexibilität sowie hinsichtlich der Verzahnung von Einzel-, Team- und Gesamtgruppen-Arbeit.

Natürlich gab es auch Wünsche und Anregungen, z.B. zu inhaltlichen Schwerpunktsetzungen und der Bearbeitungstiefe einerseits, und dem Bedürfnis nach wiederholter Einübung andererseits. Wir prüfen alle Anregungen – und wo Entscheidungen Kompromisse bleiben müssen, ermutigen wir die Teilnehmer durch Beiträge und Nachfragen im Seminar ihre eigenen Schwerpunkte verstärkt einzubringen.

Insgesamt zeigt die Evaluation, dass das Ziel der CaP Campus Pharmazie GmbH, ein Fortbildungsformat zu schaffen, das gut mit zeitlichen und sonstigen Belastungen zu vereinbaren ist (s. „Leitidee: Vereinbarkeit„), offensichtlich erreicht wird.

Teilnehmerstimmen

  • Ich finde das didaktische Konzept sehr effektiv. Die Kombination aus Selbststudium, Diskussion und der Möglichkeit Fragen zu stellen ist sehr lernfreundlich.
  • Ein durchweg gelungenes Konzept mit überaus kompetenten und sympathischen Moderatoren.
  • Sehr gutes Skript, interessante und lernreiche Fallbeispiele, super Betreuung.
  • Bitte machen Sie genau so weiter!!
  • Einen ganz besonderen Stellenwert bekommt das Seminar durch die sehr persönliche Betreuung, die gekennzeichnet ist durch eine stets freundliche Ansprache mit Witz und Herz.
  • Es hat wirklich viel Spaß gemacht, mit Ihnen Moderatorinnen und dem Team pharmazeutisch zu arbeiten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Seminarteilnehmern und freuen uns, dass viele schon jetzt entschieden haben, weiterhin miteinander und mit uns z.B. in unserem Alumni-Netzwerk der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbunden zu bleiben.

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Der Zugriff auf vollständige, aktuelle und richtige Patientendaten, der für eine umfassende Therapiebeurteilung essentiell ist, ist nicht nur für uns Apotheker, sondern auch für Ärzte ein Problem:

In einer aktuellen Studie der Universitäten Bremen, Hannover und Göttingen1  hat sich herausgestellt, dass bei niedergelassenen Ärzten insbesondere die Daten zur Medikation oft lückenhaft sind. In der Studie wurden die in den Arztpraxen vorliegenden Akten von 210 älteren Patienten, die mehr als vier Arzneimittel einnahmen, mit den Angaben der Patienten selbst zu ihrer aktuellen Medikation verglichen und Diskrepanzen anschließend im Gespräch mit dem jeweiligen Arzt verifiziert.

Bei 41% der Patienten fehlte in der Patientenakte mindestens ein Arzneimittel, im Schnitt waren es 2 Stück (± 1,2; Spannweite 1-6). Am häufigsten waren es Magnesium-Präparate, die fehlten, was vermutlich selten kritisch ist. Auf den nächsten Plätzen folgten dann aber Thrombozyten-Aggregationshemmer, Statine, Protonenpumpenhemmer und Calcium – Arzneimittel, bei denen in punkto Interaktionen und unerwünschte Wirkungen die Warnlampen blinken sollten!


Die häufigsten Gründe für die Datenlücken waren in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit

  1. fehlende Aktualität (in der Akte war zwar eine entsprechende Verordnung in der Vorgeschichte vermerkt, aber nicht in die aktuelle Medikationsliste übernommen worden),
  2. mangelnde Dokumentation (der Arzt wusste, dass der Patient das Arzneimittel einnimmt, hatte es aber nicht vermerkt),
  3. die Einnahme rezeptfreier Arzneimittel und
  4. die Verordnung durch einen Fach- oder Klinikarzt.

Möglicherweise ist die Erstellung vollständiger, aktueller und richtiger Patientendaten kein Unterfangen, das eine Berufsgruppe allein bewältigen kann, sondern die Kommunikation von Arzt und Apotheker erfordert. Für beide Seiten könnte das das Leben einfacher und die Therapie für die Patienten sicherer machen!

1 G Schmiemann et al., Differences between patient medication records held by general practitioners and the drugs actually consumed by the patients. Int J Clin Pharmacol Ther 2012, 50(8):614-7
[Prof. Dr. Dorothee Dartsch]

Im soeben kommunizierten Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des PEI ist die Datenlage zu Paracetamol (PCM) angesichts der Diskussionen um Wirksamkeit und Sicherheit zusammengefasst dargestellt.

Das Ergebnis ist:

  • PCM ist bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber erwiesenermaßen wirksam.
  • Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann es zwar zu einem – meist vorübergehenden – Anstieg der Leberparameter kommen, die aber nicht als Ausdruck einer Leberschädigung zu werten sind. Eine klinisch relevante Leberschädigung tritt bei Beachtung der Dosierungsvorschriften nicht auf.
  • Hinsichtlich des Risikos für gastrointestinale oder kardiale unerwünschte Wirkungen ist PCM den NSAR überlegen.
  • In der Schwangerschaft ist PCM nach wie vor das Mittel der Wahl bei Schmerzen und Fieber. Verdachtsmomente, dass PCM beim Kind zu Asthma oder Lageanomalien des Hodens führen könnten, haben sich nicht bestätigt. (Die Forderung, PCM nur wenn wirklich nötig und dann in der niedrigsten wirksamen Dosis und so kurz wie möglich anzuwenden, bleibt davon unberührt.)

Quelle: Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, Ausgabe 3/2012, 13.9.2012

Pro Seminar brauchen Sie etwa 32 Stunden „netto-Lernzeit“,
um die Lernziele für das Zertifikat zu erreichen – ca. 8 Stunden pro Woche.

   

Fortbildungen brauchen Zeit – und davon hat man mal mehr, meist weniger: Unsere Teilnehmer nutzen kürzere und längere Zeiträume  für unterschiedliche Seminar-Aktivitäten – integriert in ihren Arbeitsalltag:

  • z. B. eine konzentrierte Stunde morgens für das Studienmaterial und die Aufgaben, bevor es losgeht mit dem Alltag
  • z. B. eine halbe Stunde zwischendurch (bei Regenwetter und wenig Kundenverkehr) – um über Fragen und Erfahrungen im Forum zu diskutieren
  • z. B. tagsüber „Praxistest“ der neuen Erkenntnisse in der Apotheke
  • z. B. immer mal 10 – 20 min im Notdienst, um den Anregungen aus dem Forum nachzugehen
  • z. B. auf der Fahrt zur Arbeit das Fallbeispiel weiterdenken.
  • z. B. immer mal 20 min in der Mittagspause, um den aktuellen Stand der Teamaufgabe zu erfahren und eigene Beiträge einzustellen
  • z. B. zwei oder drei reservierte konzentrierte Lernstunden am Wochenende, um die neuen Erkenntnisse zu verinnerlichen
  • z. B. abends, wenn die Kinder im Bett sind, mit Ruhe Artikel nachlesen und Aufgaben lösen

…und wer kann und will, tauscht sich auch viele weitere Stunden mit Kollegen/innen und den Moderatoren aus.

Aktuell auf der Zielgeraden

Die beiden STARTER-Seminare „Laborparameter“ und „Arzneimittelinteraktionen“ sind auf der Zielgeraden – und wir freuen uns sehr über die Zwischenmeldungen, die uns zeigen, dass das Seminarkonzept in Hinblick auf Praxisbezug, Anwendungsorientierung und kollegialen Austausch auch dieses Mal aufgeht.

Vorweg: Ganz spannend war auch zwischen den Zeilen zu lesen, wann und wo sich unsere Teilnehmer mit den Seminarinhalten und -aktivitäten auseinandergesetzt haben. Ein paar Eindrücke dazu finden Sie hier.

Der Blick nach vorn

Bis zum 20.09. nehmen wir Anmeldungen an für die Seminare „Angewandte Pharmakokinetik“ und „Medizinische Literaturrecherche; Laufzeit Do 11.10. bis Mi 07.11.2012.

In den beiden Seminarbeschreibungen finden Sie nun auch Seminarfahrpläne, die die Aktivitäten der Seminars illustrieren.

Für beide Seminare erhalten Sie jeweils bis zu 26 Fortbildungspunkte der BAK.

Aus didaktischen und organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt.

Aus aktuellem Anlass auch noch einmal der Hinweis auf Fördermöglichkeiten für die Teilnahme an unseren Seminaren: Etliche Teilnehmer konnten bereits von öffentlichen Förderungen in Höhe bis zu 50% der Seminargebühren profitieren.

Und natürlich stehen wir bei Fragen – wie immer – gern zur Verfügung.