Zukunftsmusik: Beitrag zur Weiterbildung „Medikationsmanagement im Krankenhaus“

Im November wurde das Curriculum für die neue Weiterbildung „Medikationsmanagement im Krankenhaus“, das v.a. die StationsapothekerInnen fit machen soll, von der Mitgliederversammlung der Bundesapothekerkammer verabschiedet. Es enthält ein Seminar (Nr. 6), das mit unserem Altersgruppen-Seminar sehr große Schnittmengen hat. Wir sind daher dabei, unser Seminar zu erweitern um dann die Akkreditierung zu beantragen.

Seminarthemen

Das bestehende Seminar umfasst die Themen Pädiatrie, Schwangerschaft & Stillzeit und Geriatrie. Es wird in dieser Form auch weiterhin angeboten werden, weil es so als Bestandteil des Masterstudiums „Clinical Pharmacy Practice“ anerkannt ist.

Das Seminar 6 der Weiterbildung umfasst die Pädiatrie und Geriatrie sowie die Indikationen Neurologie (Epilepsie und Parkinsonsyndrom) und Psychiatrie (Depression, Psychose und Bipolare Störung).

Zweigleisig

Unser Plan ist also, für diejenigen, die eine Anrechnung in der Weiterbildung anstreben, ein neues Skript zur Neurologie und Psychiatrie zu erstellen, das das Skript zu Schwangerschaft und Stillzeit ersetzt, und außerdem die MC- und Teamaufgaben hierzu durch Aufgaben zu diesen Indikationen zu ersetzen. Alle anderen Aufgaben und die Skript-Kapitel zur Pädiatrie und Geriatrie werden von allen Teilnehmenden gemeinsam bearbeitet, unabhängig, ob sie die eine oder die andere Option verfolgen. So soll für das Seminar dann bei der Bundesapothekerkammer (und natürlich auch bei der Zentralstelle für Fernunterricht) die Akkreditierung beantragt werden.

Wer nicht die Absicht hat, das Seminar im Masterstudium oder in der Weiterbildung anrechnen zu lassen, kann sich nach Neigung und Interesse aussuchen, ob er/sie sich lieber mit Schwangerschaft & Stillzeit oder Neurologie & Psychiatrie auseinandersetzen möchte. (Ein „und“ ist nicht vorgesehen, weil das das Seminar mit Sicherheit überfrachten würde.)

Hier finden Sie den voraussichtlichen Fahrplan für das „zweigleisige“ Seminar.

Wir werden Sie natürlich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten – hier auf der Website und in unseren Newslettern, für die Sie sich hier anmelden können.

 

Info-Veranstaltung zum Masterstudium in Münster

Sie haben unsere Info-Abende zum Masterstudiengang Clinical Pharmacy Practice in Hamburg und München verpasst? Kein Problem – kommen Sie doch einfach am 9. Januar 2019 nach Münster.

Dann werden die Studienkoordinatorin der RGU, Ina Donat, und ich Ihnen von 14:30 Uhr bis 17:00 Ablauf, Inhalte und Aufgabenformate im Masterstudiengang vorstellen.

Wer ab Januar mit den Campus-Pharmazie-Veranstaltungen beginnt, hat die Möglichkeit, im Herbst 2019 die zweite Stufe an der RGU zu beginnen und das Studium Anfang 2021 abzuschließen. Achtung: Es geht bereits sehr früh im Jahr los: mit dem Seminar „Arzneimitteltherapie für Patienten besonderer Altersgruppen“ am 10. Januar 2019. Anmeldungen nehmen wir jederzeit gerne an.

Vielleicht werfen Sie auch einen Blick in unseren Veranstaltungskalender und überlegen schon einmal, welche Seminare für Sie am besten passen – inhaltlich und zeitlich. Zur Anrechnung im Masterstudium brauchen Sie drei Seminare:

Hinzu kommen zwei Fallworkshops und eine Hospitation. Aber das erzählen wir auch alles am 9. Januar, 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr in Münster in der Bismarckallee 25. Ihre Anmeldung wird zwecks Planung erbeten über die Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Ich freue mich, Sie dort begrüßen zu können.

Mit herzlichem Gruß

Dorothee Dartsch

Bildnachweis: © CaP Campus Pharmazie GmbH

Einfach unverzichtbar

Letztes Jahr haben wir eine Umfrage in öffentlichen Apotheken zu ihren Kompetenzen aus Fort- und Weiterbildung und ihren klinisch-pharmazeutischen Leistungen durchgeführt. Über diese Initiative haben wir Tagebuch geführt. Und kamen aufgrund der bemerkenswerten Ergebnisse zu dem Schluss, dass Apothekerinnen und Apotheker unverzichtbar kompetent sind.

Darum haben wir eine eigene Internetseite „apotheker-unverzichtbar-kompetent“ für die Öffentlichkeit angelegt, auf der diese Ergebnisse dargestellt sind.

Wir freuen uns sehr, dass wir damit die aktuelle ABDA-Kampagne „Einfach unverzichtbar“ inspirieren konnten! Liebe ABDA, viel Erfolg damit – zugunsten aller Apothekerinnen und Apotheker!

Bild: © wavebreakmedia / istock

Apotheker in der Notaufnahme: Was bringt’s? [Studie 1]

Viele Patienten, die in die Notaufnahme kommen, haben zusätzlich zu ihrem akuten Problem bereits chronische Erkrankungen und eine Polymedikation, so dass insgesamt ein größeres Risiko für unerwünschte Wirkungen, erhöhte Morbidität und Mortalität besteht. Zugleich steht das medizinische Personal in überfüllten Notaufnahmen unter erheblichem Zeitdruck.

In dieser Situation kann die Beteiligung von Apothekern dazu beitragen, die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Das wird u.a. in vier Studien belegt, die wir hier  in vier sequenziellen Beiträgen beispielhaft vorstellen.

Zur Studie 2 geht es hier, zur Studie 3 hier und zur Studie 4 hier.

Studie 1: Interprofessionelles Aufnahme-Team

Knapp 900 Patienten, die in ein Allgemeinkrankenhaus in Melbourne eingewiesen wurden (davon fast 400 in der Notaufnahme), wurden entweder standardmäßig aufgenommen (also durch ein medizinisches Team, gefolgt von einer Vervollständigung der Arzneimittelanamnese durch Apotheker binnen 24h; Kontrollgruppe) oder durch ein interprofessionelles Team aus Ärzten und Apothekern (Interventionsgruppe) [1]. Hierbei führt ein erfahrener und dafür qualifizierter Apotheker die Arzneimittelanamnese durch, beurteilt das Thromboembolie-Risiko und diskutiert anschließend mit dem aufnehmenden Arzt die aktuelle Medikation und arzneimittelbezogene Probleme. Die gemeinsam festgelegte weitere Medikation überträgt der Apotheker in die Patientenakte und bespricht mit den Pflegekräften das Einnahmeschema, etwaige Notfallmedikamente, Monitoringmaßnahmen und ggf. Gründe für Medikationsänderungen. Am zweiten Tag wurde die Medikation durch einen unabhägigen Prüfer bewertet.

Ergebnisse

Bei den 473 Patienten in der Kontrollgruppe wurde in der nachträglichen Prüfung bei knapp 80% ein Medikationsfehler identifiziert, in der Interventionsgruppe war dies nur bei 3,7% der Fall. Damit lagen das relative Risiko für einen Medikationsfehler durch die standardmäßige Aufnahme bei 21,4 (95% CI: 13,0–35,0) und die Number Needed to Treat (NNT), um einen Fehler zu vermeiden, bei 1,3 (95% CI: 1,3–1,4). Das relative Risiko für einen schwerwiegenden Medikationsfehler durch die standardmäßige Aufnahme betrug 150,9 ((95% CI: 21,2–1072,9), mit einer NNT von 2,7 (95% CI 2,4–3,1).

Nach interprofessioneller Aufnahme traten zudem wesentlich weniger Medikationsfehler pro Patient auf (s. Abb.):

Methodik

Die Studie war randomisiert und kontrolliert, die beiden Gruppen hinsichtlich Alter, Geschlecht, Schwergrad des akuten Einweisungsgrundes, Polymedikation und Vorerkrankungen ausgewogen. Bei allen erhobenen Unterschieden in den Behandlungsergebnissen lag der p-Wert bei 0,01 oder darunter.

Fazit

Ein Aufnahmeteam, in dem Arzt und Apotheker zusammenarbeiten, reduziert die Häufigkeit von Medikationsfehlern bei Patienten mit komplexer Vormedikation wesentlich.

Quelle

Tong EY et al.: Partnered pharmacist charting on admission in the General Medical and
Emergency Short-stay Unit – a cluster-randomised controlled trial in patients
with complex medication regimens. J Clin Pharm Ther 2016; 41(4):414-8

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Klinisch-pharmazeutische Interventionen bei Diabetikern: mehr QALYs, weniger Kosten

Die klinisch-pharmazeutische Versorgung von Diabetespatienten durch öffentliche Apotheken reduziert in einer Modellberechnung über Zeithorizonte zwischen zwei und zehn Jahren die Häufigkeit kardiovaskuläre Ereignisse insgesamt, darunter Herzinfarkte, akute Herzinsuffizienz, Fuß-Ulzera und Fuß-Amputationen, verglichen mit Patienten, die ’nur‘ eine leitliniengerechte Standardtherapie erhielten [1]. Mithilfe des für Diabetes bereits validierten Archimedes Modells [2,3], das für US-Amerikaner mittlere Krankheitskosten über mehrere Jahre berechnet, wurde zudem gezeigt, dass die direkten Kosten insgesamt, die klinisch-pharmazeutische Versorgung eingeschlossen, durch die Intervention sanken [1].

Sowohl der Anstieg der QALYs (quality-adjusted life years) als auch die Einsparung der Kosten durch die pharmazeutischen Interventionen waren am stärksten und bereits bei einem Zeithorizont von 2 Jahren ausgeprägt, wenn Patienten am Beginn hohe HbA1c-Werte (≥10%) hatten. Bei Patienten mit HbA1c-Werten zwischen 9 und 10% waren die positiven Effekte ab einem Zeithorizont von fünf und bei Patienten mit HbA1c-Werten unter 9% ab einem Horizont von zehn Jahren erkennbar [1]. Diese Werte erwiesen sich in Sensitivitätsanalysen als robust.

A propos Diabetes: Die Amerikanische Diabetes-Gesellschaft hat gerade die Standards für 2018 veröffentlicht [4].

Quellen

[1] H Ourth et al.: Development of a Pharmacoeconomic Model to Demonstrate the
Effect of Clinical Pharmacist Involvement in Diabetes Management. J Manag Care Spec Pharm 2018; 24(5):449-57

[2] Schlessinger L, Eddy D: Archimedes: a new model for simulating health care
systems—the mathematical formulation. Journal of Biomedical Informatics 2002; 35:37–50

[3] Eddy D, Schlessinger L: Archimedes: a trial-validated model of diabetes. Diabetes Care. 2003;26(11):3093-101.

[4] American Diabetes Association: Standards of Medical Care in Diabetes—2018. Diabetes Care 2018 Jan; 41(Supplement 1).

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Mit CaP zum Master of Clinical Pharmacy Practice

Unser besonderes Weihnachtsgeschenk für Apothekerinnen und Apotheker in öffentlichen und Krankenhausapotheken in diesem Jahr:

Ab 2018 kooperiert der Campus Pharmazie mit der Robert Gordon University in Aberdeen. Die Zusammenarbeit ist Ihr vereinfachter Einstieg in den Masterstudiengang mit dem Abschluss ‚MSc Clinical Pharmacy Practice‘ – inhaltlich, sprachlich und technisch:

Inhaltlich: Unsere Seminare und Workshops holen Sie dort ab, wo Sie stehen, und bereiten Sie auf die Aufgaben des Masterprogramms vor. Für Absolventen unseres Campus-Pharmazie-Masterpakets bieten wir außerdem studienbegleitend ein Forum an, in dem sich die Teilnehmenden untereinander sowie mit Dr. Dorothee Dartsch über das Kursgeschehen austauschen können.

Sprachlich: Mit dreien unserer Seminare, zwei Präsenzworkshops und einem Praktikum absolvieren Sie die zwei Module des ersten Abschnitts im Masterprogramm auf Deutsch und haben dabei Zeit, den erforderlichen Sprachtest zu absolvieren.

Technisch: Wie wir, arbeitet auch die Robert Gordon University mit der Lernplattform „moodle“. Wer unsere Seminare absolviert hat, kennt sich mit den Foren und Aufgabentools bestens aus.

Der Ablauf

Das Masterstudium ist dreistufig aufgebaut. Die erste Stufe kann über die Campus Pharmazie-Veranstaltungen (in blauer Schrift dargestellt) abgedeckt werden. Die Diplom- und Master-Stufen werden an der Robert Gordon University absolviert.

Das Beste zum Schluss: Bereits absolvierte Campus-Seminare werden im Rahmen des Masterprogramms anerkannt – Sie müssen lediglich darstellen, wie Sie die Kenntnisse seither aktuell gehalten haben (durch Ihre Berufspraxis z. B.).

Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie bei unserer Präsenz-Infoveranstaltung zum MSc Clinical Pharmacy Practice am 23. Februar 2018, 18.30-21.00 in Hamburg (genauer Ort wird noch bekannt gegeben). Abonnieren Sie gern unseren Newsletter, oder schicken Sie uns eine Nachricht über das Kontaktformular rechts, damit Sie nichts verpassen.

Aberdeen im Oktober 2017: RGU Senior Lecturer und Koordinatorin der klinisch-pharmazeutischen Studienmodule Dr. Anita Weidmann (links) und CaP-Geschäftsführerin Dr. Dorothee Dartsch (rechts) treffen sich zur strategischen Planung der Kooperation.

Bildnachweis: © eyetronic / Fotolia; Dorothee Dartsch

Initiative „apotheker.unverzichtbar.kompetent“

Sehr geehrte Kolleginnen und sehr geehrte Kollegen,

mit großer Freude informieren wir Sie ab heute über den Start unserer Initiative:

„apotheker.unverzichtbar.kompetent.“

Warum diese Initiative?

Seit fünf Jahren tragen wir mit unserem Campus Pharmazie dazu bei, dass Apothekerinnen und Apotheker Menschen kompetent zu Arzneimitteln beraten. Es ist auch für uns ein Schlag ins Gesicht, wenn unsere Berufsgruppe vom Medikationsplan ausgeschlossen bleibt und die patientenorientierte Beratungstätigkeit mit schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen quittiert wird.

Wir haben darum die Initiative „apotheker.unverzichtbar.kompetent“ enwickelt, mit der wir die Kompetenz und die Beratungsleistung der Apotheken nach außen darstellen möchten.

Um das faktenbasiert tun zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Wie unterstützen Sie uns dabei?

Dokumentieren Sie eine Woche lang, welche arzneimittelbezogenen Probleme Ihnen in Ihrem Apothekenalltag begegnen und wie diese gelöst werden konnten und beantworten Sie uns einige Fragen zu den Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der Apothekerinnen und Apotheker in Ihrer Apotheke.

Wenn Sie können und wollen: Nutzen Sie unsere vorbereiteten Kurzfragebögen und holen Sie Feedback von Kunden / Patienten und Ärzten zu Ihrer pharmazeutischen Beratungsleistung ein.

Wir wollen realistisch darstellen, wie viel heilberufliche Sachverständigkeit und Kompetenz in den Apothekerinnen und Apothekern in Deutschland steckt. Je mehr Apotheken sich beteiligen, je vollständiger die arzneimittelbezogenen Probleme dokumentiert werden, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.

Wie ist der Ablauf?

Hier sind die Bögen, die wir zu diesem Zweck entwickelt haben:

Bzgl. des Feedbacks zu Ihren Beratungsleistungen:

(Die Fragebögen an Ärzte und Patienten stellen wir im Word-Format zur Verfügung, so dass Sie die Formulierungen im Anschreiben verändern können.)

Der Aktionszeitraum ist der September 2017. Wählen Sie eine für Sie geeignete Woche im September, in der Sie dokumentieren, welchen arzneimittelbezogenen Problemen Sie begegnen.

Halten Sie auf dem Bogen fest, wie diese Probleme gelöst werden konnten. Schicken Sie die Dokumentations- und Fragebögen bis zum 10.10.17 per Post, Fax oder Email an uns zurück.

Wir zeigen die Ergebnisse auf der Website www.apotheker-unverzichtbar-kompetent.de und verbreiten sie in Pressemitteilungen innerhalb der Fachwelt und darüber hinaus.

Rückschlüsse auf Angaben der einzelnen Apotheke sind aus der Darstellung nicht möglich.

Haben Sie noch Fragen? Dann stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Schon jetzt danken wir Ihnen ganz herzlich fürs Mitmachen! Jeder soll es sehen: Sie sind
unverzichtbar.kompetent.

Mit kollegialem Gruß

Dorothee Dartsch und Jasmin Hamadeh

 

Bild: © wavebreakmedia / istock

Was Apotheker in der direkten Patientenversorgung können sollen

Das American College of Clinical Pharmacy hat die Anforderungen an Apotheker aktualisiert, die in der direkten Patientenversorgung tätig sind. Dabei versteht es unter „direkter Patientenversorgung“ nicht jedweden direkten Kontakt zwischen Apotheker und Patient, sondern:

„die direkte Betrachtung und Einschätzung des Patienten und seiner arzneimittelbezogenen Bedürfnisse, den Beginn, die Modifizierung oder die Beendigung seiner individuellen Arzneimitteltherapie sowie die laufende Begleitung seiner Pharmakotherapie, jeweils in Zusammenarbeit mit anderen Heilberuflern“.

Sehr viele der geforderten Kompetenzen halten auch wir für wichtig, um Apothekerinnen und Apotheker hierzulande nachhaltig als Heilberufler zu stärken. Darum verfolgen wie sie als Ziele in unseren Seminaren und Case Trainings.

Die in verschiedenen Bereichen vom ACCP geforderten Kompetenzen sind diese:

Direkte Patientenversorgung:

  • die arzneimittelbezogenen Probleme und Bedürfnisse des Patienten erkennen und priorisieren können
  • die Pharmakotherapie hinsichtlich Angemessenheit, Wirksamkeit, Sicherheit, Adhärenz und Wirtschaftlichkeit beurteilen können
  • arzneimittelbezogene Probleme lösen und Therapievorschläge entwickeln können
  • das Therapiergebnis verfolgen können
  • mit anderen Heilberuflern zusammenarbeiten können, um optimale Ergebnisse für den Patienten zu erzielen
  • die Rolle und Verantwortlichkeiten der beteiligten Heilberufler berücksichtigen können

Pharmakotherapie:

  • vertieftes Wissen der Pharmakologie, der Pharmakotherapie, der Pathophysiologie sowie der Anzeichen, der Symptome und des Verlaufs von Erkrankungen haben und anwenden können
  • relevante Information aus der biomedizinischen, klinischen, epidemiologischen und sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Literatur finden, bewerten, interpretieren und aufnehmen können
  • wissenschaftliche / klinische Evidenz als Basis für therapeutische Entscheidungen einsetzen können
  • über Wissen und Erfahrung verfügen, wie es für die Zertifizierung in einer oder mehrerer der „BPS specialties“ (US-spezifische Fortbildungsbereiche) verlangt wird
  • das Pharmakotherapiewissen aktuell halten und ausbauen können

Gesundheitsversorgung:

  • Versorgungssysteme und Gesundheits-Informatik nutzen können, um die Versorgung zu optimieren
  • an der Identifizierung system-basierter Fehler und deren Lösung mitwirken können
  • arzneimittelbezogene Probleme lösen können, um die allgemeine Gesundheit und Qualitätsindikatoren des Gesundheitswesens zu verbessern
  • Pharmakoökonomie und Kosten-Outcome-Analysen auf die Versorgung anwenden können
  • an der Entwicklung von Lösungen zur Schnittstellenproblematik mitwirken können
  • Prozesse entwickeln können, um die Arznbeimittelanwendung zu optimieren

Kommunikation:

  • effektiv mit Patienten, versorgenden Anghörigen, anderen Heilberuflern und Interessenvertretern kommunizieren können
  • klare und knappe Mitteilungen für anderen Heilberufler erstellen können
  • professionelle und zielgruppengerechte schriftliche Mitteilungen erstellen können
  • mündliche Komunikation der jeweiligen Zielgruppe und dem jeweiligen Kontext angemessen gestalten können
  • mit der angemessenen Durchsetzungsfähigkeit und Empathie sowie dem angemessenen Selbstvertrauen und Respekt für den Adressaten kommunizieren können

Professionalität:

  • die höchsten Standards der Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit einhalten
  • sich für ein vertrauensvolles Miteinander mit dem Patienten einsetzen und dessen Wohl zum Ziel haben
  • Vorbild gegenüber Studierenden, Auszubildenden und Kollegen sein
  • die klinische Pharmazie durch professionelle Nachwuchsarbeit und Engagement in Fachgesellschaften voranbringen

Lebenslange Fort- und Weiterbildung:

  • sich der Exzellenz und dem lebenslangen Lernen verpflichten
  • sich selbst und seine Kompetenzen kritisch einschätzen und weiterentwickeln können
  • Strategien für die persönliche Weiterentwicklung durch lebenslange Fortbildung entwicklen und verfolgen können
  • fachliches Wissen an Studierende, Auszubildende und andere Heilberufler weitergeben können
  • Zertifizierungen aufrecht erhalten, um sicherzustellen, dass das therapeutische Wissen stets aktuell ist

Quelle:

JJ Saseen et al.: ACCP Clinical Pharmacist Competencies. Pharmacotherapy 2017; doi: 10.1002/phar.1923

Bildnachweis: © kebox / Fotolia.com

Der Fortbildungskalender 2016 ist da!

Sie wünschen sich eine umfassende, intensive und wirksame Fortbildung in patientenorientierter Pharmazie? Die Sie in der pharmazeutischen Beratung, Betreuung und beim Medikationsmanagement unterstützt? Und die Sie berufsbegleitend absolvieren können?

Hier haben Sie sie gefunden:

Auch in 2016 sind wir mit unseren Online-Fortbildungen wieder für Apothekerinnen und Apotheker da.

Grafik_FbK_2016Schauen Sie sich hier unseren Fortbildungskalender an. (zum Download im PDF-Format).

Möchten Sie wissen, wie unsere Seminare im vergangenen Jahr evaluiert wurden? Die Ergebnisse finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie!

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie) und

Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

9. Europäisches Pharmazeutinnen-Treffen

Wie kann man den Herausforderungen des Berufsstandes und seines Fortbildungsbedarfs angemessen begegnen – auch mit Blick auf den großen Anteil an Frauen in der Apothekerschaft, die Fortbildungen in besonderem Maße neben Beruf und familiären Verpflichtungen koordinieren müssen?

Anlässlich des 9. Europäischen Pharmazeutinnen-Treffen präsentierte Prof. Dr. Dorothee Dartsch auf Einladung des Deutschen Pharmazeutinnen-Verbandes am 19.10.13 Merkmale und Möglichkeiten verschiedener E-Learning-Formate unter besonderer Berücksichtigung kompetenzorientierter Konzepte.

Hier die Folien:
Vortrag dpv-Treffen 10/2013tartfolie

Intensiv diskutiert wurde im Anschluss nicht nur das Zusammenspiel aus Methoden und Lernzielen, sondern auch die Frage, ob Fort- und Weiterbildung für Apothekerinnen und Apotheker verpflichtend sein sollte, wie es in einigen Ländern Europas der Fall ist. Dagegen spricht der Aufwand – dafür, dass von der Kompetenz der Apotheker das Wohlergehen der Patienten abhängt.

Nutzen Sie gern die Kommentarfunktion für Ihre Anmerkungen und Einschätzungen.