Leitlinie: Arzneimittelbedingte Leberschädigung

Hepatotoxizität ist als Typ B-Nebenwirkung pro Arzneimittel sehr selten – aber es gibt viele Arzneimittel, Phytopharmaka und Nahrungsergänzungsmittel mit hepatotoxischen Potenzial. Würde man alles vom Markt nehmen, was hepatotoxisch ist, bliebe kaum etwas übrig. Apotheker und Ärzte brauchen daher Kriterien zur Vermeidung, zur Erkennung und zum Management der Hepatotoxizität. Diese Kriterien finden sich in der neuen Leitlinie zur Bewertung und zum Umgang mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf die Leber (drug-induced liver injury, DILI) der European Association for the Study of the Liver (EASL).

Intrinsische versus idiosynkratische Mechanismen

Von einer idiosynkratisch en Reaktion spricht man, wenn diese nur bei prädisponierten Menschen auftritt, dann allerdings schon bei bestimmungsgemäßer Anwendung. Darum ist sie unvorhersehbar. Eine intrinsische Reaktion ist dosisabhängig und tritt erst bei sehr hoher oder sogar Überdosierung auf, dies aber bei jedem exponierten Menschen.

Bekannte Beispiele für intrinsisch hepatotoxische Wirkstoffe sind Amiodaron, anabole Steroide, Ciclosporin, Valproat, HAART-Wirkstoffe, Heparine und Paracetamol. Häufig eingesetzte idiosynkratisch hepatotoxische Wirkstoffe sind zum Beispiel Allopurinol, Amoxicillin (v.a. mit Clavulansäure), Diclofenac, Ibuprofen, Lisinopril oder Sulfonamide. Amiodaron und Statine können sowohl intrinsische als auch idiosynkratische lebertoxische Reaktionen hervorrufen.

Die meisten intrinsisch hepatotoxischen Wirkstoffe sind lipophil und werden hepatisch eliminiert. Aber nicht jeder Wirkstoff, der über die Leber verstoffwechselt wird, ist automatisch hepatotoxisch – eine häufig anzutreffende Fehlannahme! Voraussetzung für intrinsische Hepatotoxizität ist, dass bei der Metabolisierung ein reaktiver Metabolit entsteht, der in klinisch relevantem Ausmaß direkt vor Ort mit Leberproteinen reagiert, lokal oxidativen Stress verursacht oder Signalwege stimuliert, die Hepatozyten in den Zelltod befördern. Manche Menschen neigen zu einer HLA-gebundenen adaptiven Immunantwort auf sub-klinische Veränderungen in der Leber. Bei ihnen können die o.g. Wirkstoffe idiosynkratisch hepatotoxisch wirken.

Ursachensuche im Pflanzenreich

Einen hohen Anteil an den Fällen von intrinsischer Hepatotoxizität haben pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel. Besonders Pyrrolizidinalkaloide, die in mehr als 6.000 Pflanzenarten vorkommen, sind problematisch. Die Leitlinie empfiehlt daher, bei Patienten mit Verdacht auf arzneimittelbedingte Leberschädigung auch nach pflanzlichen Arzneimittel inkl. TCM und nach Nahrungsergänzungsmitteln zu suchen.

Laborparameter und ihre Bewertung

Alanin-Aminotransferase (ALT), Alkalische Phosphatase (AP) und Bilirubin sind wichtige Laborparameter zur Erkennung der Hepatotoxizität, wenn sie eines der drei folgenden Kriterien erfüllen:

  • ALT erreicht oder überschreitet das Fünffache des oberen Referenzwertes (Upper Limit of Normal, ULN),
  • AP erreicht oder überschreitet 2 x ULN, v.a. wenn der AP-Anstieg nicht durch knochenbedingte Prozesse zu erklären ist oder zugleich die Gammaglutamyltransferase (GGT) erhöht ist, ODER
  • ALT erreicht oder überschreitet 3 x ULN und Gesamtbilirubin 2 x ULN

Für Patienten, deren Leberwerte ohne pathologische Bedeutung von sich aus erhöht sind (z.B. Bilirubin beim Gilbert-Syndrom) werden statt der ULN die individuellen Basiswerte verwendet.

Wenn ein als potenziell hepatotoxisch bekanntes Arzneimittel angesetzt werden soll, ist es ratsam, zuvor die o.g. Parameter als Basiswerte zu bestimmen. Zu Beginn der Therapie (in den ersten 8-12 Wochen) sollten die Werte ebenfalls ca. im 2-Wochenabstand gemessen werden. Danach können Messungen seltener erfolgen, wenn keine der folgenden Veränderungen erkennbar waren.

Hepatotoxizität Grad 1
ALT ≤3 x ULN
AST ≤3 x ULN
Bili ≤1,5 x ULN
AP ≤2,5 x ULN
Adaptive Phase mit guter Chance, sich im Verlauf zu normalisieren; unkritisch, sofern ein immunologisches bzw. allergisches Geschehen mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Therapie mit engmaschigem Follow-up fortsetzen
Grad 2
ALT 3–5 x ULN
AST 3–5 x ULN
Bili 1,5–3,0 x ULN
AP 2.5–5,0 x ULN
Vermuteten Auslöser / Therapie pausieren, ALT, AST, Bilirubin, AP, INR und Albumin 2x wöchentlich monitorieren. Bei Normalisierung innerhalb von 2 Wochen kann die Therapie fortgesetzt werden, bestehen die Veränderungen länger, nicht.
Grad 3 oder 4
Grad 3
ALT 5–20 x ULN
AST 5–20 x ULN
Bili 3–10 x ULN
AP 5–20 x ULN
Grad 4
ALT >20 x ULN
AST >20 x ULN
Bili>10 x ULN
AP >20 x ULN
Vermuteten Auslöser und alle potenziell hepatotoxischen Therapien absetzen bis die Hepatotoxizität vollständig abgeklungen ist. ALT, AST, Bilirubin, AP, INR und Albumin täglich monitorieren. Patienten mit Bilirubin ≥ 2,5 mg/dl und/oder INR ≥1,5 sollten wegen des Risiko eines bevorstehenden Leberversagens ins Krankenhaus eingewiesen werden. Abgesetzte Wirkstoffe einzeln und unter Monitoring wieder starten, den vermuteten Auslöser nach Möglichkeit dauerhaft vermeiden, da eine zweite solche Episode oft eine schlechtere Prognose hat.

Welcher Wirkstoff als Auslöser verdächtigt werden sollte, hängt einerseits vom zeitlichen Zusammenhang ab, andererseits von der Art der Leberschädigung, die durch zusätzliche Diagnostik charakterisiert wird, und dem Mechanismus der fraglichen Wirkstoffe. Beides wird in der Leitlinie detailliert dargestellt. Das dritte Kriterium ist die An- oder Abwesenheit alternativer Auslöser für die beobachteten Veränderungen wie z.B. das Vorliegen einer Hepatitis.

Ist die Leberschädigung irreversibel, entsteht daraus eine Eliminationsstörung für Wirkstoffe mit hoher hepatischer Clearance. Wenn Sie mehr über diese Thema wissen möchten, sind Sie uns herzlich willkommen im Online-Seminar „Arzneimitteltherapie für Patienten mit Eliminationsstörungen“ (nächster Lauf 16.04.-13.05.). Dann geht es außerdem um die Niereninsuffizienz.

Quelle

EASL Clinical Practice Guidelines 2019: Drug-induced liver injury. Journal of Hepatology 2019; 70:1222–1261

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Newsletter Nr. 01/2017

Hand einer jungen Frau vor weißem Hintergrund - Hand of a young woman isolated on white

Etabliert und gut vernetzt: Der Campus freut sich in seinem fünften Jahr über die zahlreichen mittlerweile fest etablierten Partnerschaften im offiziellen Netzwerk, über den intensiven und regelmäßigen Austausch mit Apotheken, Ärzten und vor allem natürlich mit den engagierten Apothekerinnen und Apothekern. Sie zeigen in unseren Online-Seminaren und sonstigen Veranstaltungen immer wieder, wie unverzichtbar kompetent unser Berufsstand agiert. Unser Jubiläumsjahr stellen wir daher ganz ins Zeichen dieser Unverzichtbarkeit. Mehr dazu im nächsten Newsletter.

 

Herzinsuffizienz und Eisenmangel treten gar nicht so selten gemeinsam auf und addieren sich in ihren ungünstigen Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung. Wie man Eisenmangel an Laborparametern erkennen kann, erfahren Sie auf unserer Website, was bei der Interpretation von Laborparametern allgemein wichtig ist, in unserem Seminar. Start: 25.05.2017; Last-Minute-Anmeldungen noch möglich.

 

Betablocker bei Asthma? Wann sollten Betablocker leitliniengemäß eingesetzt werden? Neue Studiendaten zum Risiko einer Verschlechterung des Asthmas durch Betablocker zeigen, in welchen Fällen die Kontraindikation in den Hintergrund treten darf. Die Verordnung kann aufgrund einer gut begründeten Nutzen-Risiko-Abwägung durchaus auch befürwortet werden. Wir haben für Sie die Erkenntnisse aus neun relevanten Quellen zusammengestellt.

 

Medikationsanalyse: Zum 4. Mal startet im Juli die gemeinsame Fortbildung mit unserem Netzwerkpartner Apothekerkammer Hamburg: „Medikationsanalyse, die Basis für das Medikationsmanagement“. Sie deckt die „Medikationsanalyse als Prozess“ gemäß BAK-Curriculum vollständig ab. Termine u.a. Details auf unserer Website.

 

Kompetenzkatalog: Was Apotheker in der direkten Patientenversorgung können sollen, hat das American College of Clinical Pharmacy neu formuliert. Der Kompetenzkatalog bezieht sich v. a. auf das Medikationsmanagement und beschreibt sehr gut, wie sich Apothekerinnen und Apotheker auch hierzulande nachhaltig als Heilberufler positionieren können. Für uns ist er eine kompakte Zusammenstellung der Ziele unserer Seminare und Case-Trainings. Wir haben den Katalog für Sie übersetzt und zusammengefasst.

 

Hypertonie-Therapie: ‚Je mehr, desto besser‘ gilt nicht. Eine sekundäre Auswertung zweier großer Studien zur Blutdrucksenkung mit Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Systems legt nahe, dass es ein Blutdruck-Optimum gibt, und zwar bei etwa 130/75mmHg. Die zentralen Ergebnisse haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Mit Hoffnung auf einen unverzichtbaren Sommer grüßen

Jasmin Hamadeh         Dr. Dorothee Dartsch

(Mediendidaktik)           (Klinische Pharmazie)

 

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Öfter mal den Eisenhaushalt untersuchen

Eine kürzlich erfolgte Auswertung von Registerdaten [1] zeigt: Knapp die Hälfte der untersuchten Herzinsuffizienz-Patienten hatte einen unerkannten Eisenmangel, knapp ein Fünftel sogar eine Anämie. Bei fast jedem zehnten Patienten lag beides vor. Nicht nur, dass Eisenmangel und Anämie mit eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit einhergingen, die verminderte Effizienz des Sauerstofftransports bedeutet auch eine zusätzliche Belastung des Herzens.

Daher sollte bei Patienten mit Herzinsuffizienz in regelmäßigen Abständen der Eisenstatus bestimmt und auf eine Anämie hin untersucht werden. Wichtige Laborparameter dafür sind: Ferritin, Transferrin und die Transferrinsättigung für den Eisenhaushalt bzw. Hämoglobin, MCV, MCH und Retikulozyten für die Anämie.

Ein Eisenmangel bei Patienten mit Herzinsuffizienz sollte per Eisensubstitution behandelt werden, anstatt mit Erythropoietin, da Letzteres ein erhöhtes Risiko für Thromboembolien bedeutet [2].

Quellen:

[1] S von Haehling et al.: Prevalence and clinical impact of iron deficiency and anaemia among outpatients with chronic heart failure: The PrEP Registry. Clin Res Cardiol (2017). doi:10.1007/s00392-016-1073-y

[2] ESC-Leitlinie „Diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure“ (2016)

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Newsletter Nr. 05/2014

Herbstseminare ohne das Haus zu verlassen

Medikationsmanagement lohnt sich: Eine Studie zum Medikationsmanagement für psychiatrische Patienten belegt: Für 52% verbesserte sich durch das ‚MM‘ der Gesundheitszustand. 93% der Patienten bezeichneten es als ‘extrem’ oder ‘sehr’ hilfreich. Für jeden eingesetzten Dollar wurden 2,8 Dollar eingespart. Details dazu hier.

 

Praxisnahe Fortbildung Medikationsanalyse: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie war praxisnah und erfolgreich. Das zeigt die anonyme Evaluation der mit 40 Teilnehmern ausgebuchten Veranstaltung. Intensität der Auseinandersetzung und Zeitaufwand wurden als zwei Seiten der Medaille genannt – doch ganz überwiegend mit einem Fazit wie:

„Es hat mich wieder ein Stück nach vorne gebracht. Macht Lust auf mehr und meine Kunden in der Apotheke schaue ich auch schon ganz anders an (vor allem natürlich die Medikation)“ Lesen Sie mehr dazu hier.

 

„Die Kunst, die richtige Dosis zu finden“: Dieser Präsenzvortrag (Referentin: D. Dartsch) am 19.11. ist der nächste Termin der gemeinsamen Fortbildungen in Hamburg. Hier geht es um die angewandten Aspekte der Pharmakokinetik. Interessierte können dieses Thema im kommenden Jahr im korrespondierenden Online-Seminar vertiefen (23.04. – 20.05.2015). Der Vortrag steht allen kostenlos und ohne Anmeldung offen. Infos zu Zeit und Ort über die AKHH.

 

Benzodiazepingebrauch und Alzheimer: Eine aktuelle kanadische Fall-Kontrollstudie zeigt eine Korrelation des Einsatzes von Benzodiazepinen mit Alzheimer-Erkrankungen – ein ursächlicher Zusammenhang? Lesen Sie zu der Diskussion der Theorien mehr hier.

 

Patientenalter als Schnittstelle: Ein Drittel der jungen Rheumatiker bricht an der Schwelle zum Erwachsenwerden die Therapie ab. Das Berliner TransitionsProgramm (BTP) will mit 2-jährigen integrierten Versorgungspfaden Abhilfe schaffen. Den Link und weitere Informationen finden Sie hier.

 

Herbstseminare ohne das Haus zu verlassen: Am 13.11.2014 starten die Online-Seminare „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Bis zum 10.12. sind Sie in der Lage einzuschätzen, was bei Kindern, Schwangeren und Senioren beachtet werden muss, bzw. in der Lage, medizinische Literatur wie Leitlinien etc. zu finden und zu nutzen. Letzte Anmeldungen nehmen wir bis zum 03.11. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

Seminar „Interpretation von Laborparametern“ erfolgreich abgeschlossen: Anfang Oktober ging ein hochgradig engagierter Durchlauf dieses Seminars zu Ende. Die Teilnehmer bewerteten alle Elemente (Skript, Einzelaufgabe, Plenarforen, Teamaufgabe und Test) als sehr geeignet. Über die Rückmeldungen freuen wir uns sehr:

„Intensivste Fortbildung Apothekenpraxis-rele-vanter Themen vorbereitend für Medikationsmanagement aller Grade mit bester pharmazeutischer und pädagogischer Betreuung.“

„Toller fachlicher und inhaltlicher Austausch mit sehr engagierten Kollegen.“

 

Sichere Asthmatherapie in der Schwangerschaft: Neue Daten zum Einsatz des gegen IgE gerichteten Antikörpers Omalizumab bei schwangeren Frauen mit Asthma liefert die EXPECT-Studie. Details dazu hier.

 

Frisch bestärkt und
mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Newsletter Nr. 10/2013

besser gemeinsam

Fortbildungs-Interaktionen: Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe hat die moderierten Campus-Pharmazie-Seminare intensiv geprüft und entschieden, die Seminarteilnahme ihrer Mitglieder finanziell zu fördern. Die Kammer erweitert auf diesem Weg ihr Fortbildungsangebot um kompetenzorientierte E-Learning-Einheiten in patientenorientierter Pharmazie.Anmeldung zu den Seminaren ist ab sofort möglich. Weitere Netzwerkpartner Apothkerkammer Westfalen-LippeInformationen finden Sie hier und auf den Seiten der Apothekenkammer Westfalen-Lippe.

 

Campus-Tag in Münster: Zum Auftakt der „Fortbildungs-Interaktion“ veranstalten wir am 20.11.13 von 14 bis 18 Uhr mit der Apothekerkammer Westfalen-Lippe einen Campus-Tag in Münster. In diesem „echten“ Treffen führen wir interessierte Kolleginnen und Kollegen entlang einer Fallbearbeitung durch den typischen Ablauf der Campus Pharmazie-Seminare. Mehr Informationen zum Ablauf finden Sie hier. Anmeldung zu dieser kostenlosen, mit 5 Fortbildungs-Punkten für Apotheker/innen aller Kammerbezirke honorierten Veranstaltung über die über den online-Fortbildungskalender der AkWL.

 

Diabetes und Niere: Ein Viertel aller Typ 2-Diabetiker hat eine diabetische Nierenschädigung. Wie Sie Patienten mit dieser Eliminationsstörung durch eine Anpassung der Arzneimitteltherapie unterstützen können, erfahren Sie hier.

 

Adventskalender 2013: Auch dieses Jahr möchten wir Sie mit einem klinisch-pharmazeutischen Adventskalender erfreuen und laden Sie herzlich ein, sich an der Gestaltung zu beteiligen. Als Dankeschön verlosen wir unter allen teilnahmeberechtigten Einsendern von Kalenderbeiträgen Plätze zu den Seminaren „Patienten mit Eliminationsstörungen“ (16.01.-12.02.14), „Arzneimittelinteraktionen“ (13.03.-09.04.14) und zum Case-Training (23.-29.01.14). Nähere Informationen hier.

 

Glückwunsch den Absolventen des Seminars Interpretation von Laborparametern: Alle Teilnehmenden haben die Anforderungen mit Bravour erfüllt und sind nun in der Lage, die gängigen Laborparameter in der Optimierung von Arzneimitteltherapien anzuwenden. Die Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen für die 26 Fortbildungspunkte der Kammer sind sehr verdient und unterwegs. Wir freuen uns über den Zuwachs im Alumni-Netzwerk.

 

Don’ts in der Krebstherapie: Die ASCO hat fünf medizinische Maßnahmen benannt, die in der Krebstherapie unterbleiben sollten. Wir haben Sie hier für Sie zusammengefasst.

 

Medikamente in der Stillzeit: Viele Arzneimittel werden in der Stillzeit aus Angst vor Nebenwirkungen beim Kind abgesetzt, oder es wird auf Flaschennahrung umgestellt. Dies ist seltener nötig, als viele denken, sagt die American Academy of Pediatrics, AAP. Mehr Informationen haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

 

Bildungsprämie verlängert: Die Vergabe der „Bildungsprämie“ wurde verlängert. Mit dieser staatlichen Förderung für berufliche Fort- und Weiterbildungen können Teilnehmer mit einer Übernahme von bis zu 50% der Seminargebühren unterstützt werden. Nähere Informationen finden Sie unter www.bildungspraemie.info, allgemeine Informationen zu Fördermöglichkeiten der Campus Pharmazie-Seminare auch hier.

 

dpv-Treffen: Über Merkmale und Möglichkeiten verschiedener E-Learning-Formate sprach Dorothee Dartsch am 19.10.13 auf Einladung des Deutschen Pharmazeutinnen-Verbandes beim 9. Europäischen Pharmazeutinnen-Treffen. Besonderer Fokus des Vortrags lag auf kompetenzorientierten Konzepten. Intensiv diskutiert wurde im Anschluss nicht nur das Zusammenspiel aus Methoden und Lernzielen, sondern auch die Frage, ob Fort- und Weiterbildung für Apothekerinnen und Apotheker verpflichtend sein sollte. Die Vortragsfolien und Weiterführendes hier.

 

Wir wünschen Ihnen einen erkältungsfreien November!

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Newsletter Nr. 09/2013

Allen Newsletterlesern wünschen wir einen goldenen Herbst.

Fortbildungskalender 2014: Der Herbst läutet bei uns nicht das Jahresende ein, sondern das neue Jahr: Der neue Campus-Fortbildungskalender ist da. Hier zum Download als PDF für Sie.

Profitieren Sie von 20% Frühbucherrabatt bei Anmeldungen bis zum 31.10.2013.

Die Termine im Überblick finden Sie am Ende des Newsletters.

 

Optimale kardiovaskuläre Therapie bei Patienten über 85: Können Therapieempfehlungen, die auf Studien mit jüngeren Erwachsenen beruhen, auf Patienten jenseits der 80 angewandt werden? Für die Empfehlung, nach einem Herzinfarkt eine Kombination aus ASS, ACE-Hemmer / AT1-Blocker, Betablocker und Lipidsenker einzusetzen, scheint das zu gelten. Mehr Informationen hier.

 

„Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“: In diesem Seminar betrachten wir die besonderen pharmazeutischen Herausforderungen bei der Therapie der Patientengruppen Kinder, Senioren und Schwangere sowie Stillende. Neben der Frage der Übertragbarkeit von Studienergebnissen aus anderen Patientengruppen (s.o.) sind hier eine Reihe von pharmakokinetischen, ‑dynamischen und funktionalen Unterschieden zu beachten, um eine sichere Arzneimitteltherapie zu gewährleisten. Nächster Lauf: 07.11.–04.12.13. Mehr Informationen hier.

 

Copeptin: ein neuer Herzinfarktparameter Gerade in kritischen Situationen wie dem Verdacht auf einen Herzinfarkt wünscht man sich einen sensitiven und spezifischen Laborparameter, der sofort messbar reagiert. Copeptin, ein Glykoprotein, könnte sich als ein solcher Parameter erweisen. Erste Studien wurden jüngst beim Kongress der Europäischen Kardiologen vorgestellt. Ein Kurzbericht dazu hier.

 

„Interpretation von Laborparametern: Dieses Seminar startet am kommenden Donnerstag mit Teilnehmenden aus öffentlichen und Krankenhausapotheken. Campus-Seminar-Erfahrene sowie „Neuzugänge“, Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bereits dabei, sich miteinander und mit dem Seminarmaterial vertraut zu machen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

 

„Angewandte Pharmakokinetik“ erfolgreich abgeschlossen: Noch drei Tage bis zum inhaltlichen Abschluss des Seminars „Angewandte Pharmakokinetik„, aber schon jetzt ist klar, dass alle Teilnehmerinnen sich weit mehr als im Rahmen der Mindestanforderungen für das Zertifikat im Seminar engagiert haben. Noch eine letzte Systematisierung und Abrundung des wichtigen Grundlagenthemas, dann versenden wir mit Freuden eine neue Runde Zertifikate.

 

Neues Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des BfArM erschienen: mit Informationen zu Methylphenidat, Masern- und HPV-Impfung und den ersten Erfahrungen zur Meldung von UAW-Verdachtsfällen durch Verbraucher.

 

Patienten mit Schlaganfallrisiko erkennen: Wenn Sie wissen möchten, an welchen Indikatorarzneimitteln Sie Patienten mit Vorhofflimmern erkennen und wie Sie deren Schlaganfallrisiko einschätzen können, finden Sie hier mehr Informationen dazu. Diese Informationen könnten Sie auch gleich im Online-Case Training (s.u.) anwenden.

 

Online-Case Training: Soll Frau R. mit Vorhofflimmern und KHK ein Statin einnehmen? Herr D. bekommt Furosemid, Quinapril und Metformin und fühlt sich akut unwohl – was ist da los? Kann Herr M., der unter Schlafstörungen, Depression und KHK leidet, mit einem Benzodiazepin behandelt werden?

 

Im Online-Case-Training eine Woche lang mit KollegInnen drei knifflige Fälle diskutieren und lösen: 14.-20.11.2013. Jetzt anmelden!

 

Mit herbstlichen, kollegialen Grüßen,

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Der Campus Pharmazie-Fortbildungskalender 2014

„Arzneimitteltherapie bei Patienten bei Eliminationsstörungen“

16.01. – 12.02.2014

„Arzneimittelinteraktionen“

13.03. – 09.04.2014

„Angewandte Pharmakokinetik“

01.05. – 28.05.2014

„Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“

01.05. – 28.05.2014

„Interpretation von Laborparametern“

04.09. – 01.10.2014

„Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“

13.11. – 10.12.2014

„Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“

13.11. – 10.12.2014

„Case Training“:  23. – 29.01.  |  03. – 09.04.  |  12. – 18.06.  |  18. – 24.09.2014

 

Newsletter Nr. 08/2013

Medikation unter der Lupe

Pertuzumab: Warum in fixer Dosis? Die meisten Krebstherapeutika werden individuell dosiert – entweder nach Körpergewicht oder nach Körperoberfläche. Nicht so Pertuzumab (Perjeta®). Hier ist die Dosis auf initial 840mg und anschließend 420mg festgelegt. Grund dafür ist die Tatsache, dass weder das Gewicht noch die Oberfläche die Korrelation zwischen Dosis und Pertuzumab-Plasmakonzentration beeinflussen. Mehr Informationen hier.

 

„Angewandte Pharmakokinetik“ ab Donnerstag erstmals am Start: Das neue Seminar „Angewandte Pharmakokinetik“ startet am kommenden Donnerstag. Es enthält wichtige Grundlagen zum Verständnis der Therapieoptimierung z.B. bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Übergewicht oder bei geriatrischen Patienten. Nähere Informationen zu den Zielen und Inhalten hier hier.

 

HDL als prognostischer Marker: High-density-Lipoprotein (HDL) gilt als „gutes“ Lipoprotein, weil es am Rücktransport von Cholesterol aus der Peripherie zur Leber beteiligt ist. Jedoch Vorsicht: evtl. ist ein hoher Spiegel nicht immer gleichbedeutend mit einer guten Prognose. Eine aktuelle [EXPAND Studie] [1] Dormann H et al., Adverse Drug Events in Older Patients Admitted as an Emergency. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(13): 213–9 [/EXPAND] hat gezeigt, dass Niacin zwar die HDL-Konzentration steigen ließ, aber die HDL-Funktion, gemessen an seiner Aufnahmefähigkeit für Cholesterol und seiner antioxidativen Kapazität, war nicht erhöht. Mehr Informationen hier.

 

Seminar „Interpretation von Laborparametern“: Laborparameter sind ein wichtiges Mittel, um die richtige Dosierung für einen Patienten festzulegen, die Wirksamkeit festzustellen oder das Auftreten unerwünschter Wirkungen zu verfolgen. Auch wenn Laborparameter nicht zur Verfügung stehen, ist es hilfreich zu wissen, nach welchen Werten Patienten gezielt gefragt werden sollten. Das Seminar läuft vom 10.10. bis 06.11.13. Mehr Informationen hier.

 

ABDA-Erfahrungsaustausch Medikationsmanagement: Ende August trafen sich Vertreter aller Landesapothekerkammern und -verbände in Berlin, um über Projekte zur Entwicklung des Medikationsmanagements in Deutschland zu beraten. Für Hamburg war Prof. Dr. D. Dartsch eingeladen, die Angebote des Campus Pharmazie vorzustellen und ihre Erfahrung in der berufsbegleitenden Fortbildung einzubringen. Ein wichtiges Fazit des Treffens war: Flächen-deckende, kompetenzorientierte Fortbildungen zum Medikationsmanagement werden sehr dringend gebraucht. Campus Pharmazie leistet mit seinen akkreditierten, evaluierten und industrieunabhängigen E-Learning-Angeboten hier bereits jetzt einen wichtigen Beitrag.

 

Eliminationsstörungen“ und „Altersgruppen„: Diese beiden Seminare greifen besondere Patientengruppen heraus, die Gemeinsamkeiten hinsichtlich typischer Arzneimittel-bezogener Probleme aufweisen. In den Veranstaltungen werden diese Aspekte vorgestellt, diskutiert und die Lösung der Probleme an Fallbeispielen trainiert. „Eliminationsstörungen“ (darunter fallen Nieren- und Leberinsuffizienz und genetische Polymorphismen): 10.10. bis 06.11.13., „Altersgruppen“ (Kinder, Schwangere, Senioren): 07.11. bis 04.12.13.

 

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und Medikationsfehler (ME) bei Senioren: Eine [EXPAND Studie der Uni Erlangen-Nürnberg] [2] Khera AV et al., The Addition of Niacin to Statin Therapy Improves High-density Lipoprotein Cholesterol Levels but not Metrics of Functionality. J Am Coll Cardiol. 2013, Online-Veröffentlichung am 25.07.13 [/EXPAND] mit 752 Patienten in der Notaufnahme hat gezeigt, dass Senioren über 65 häufiger von UAW und den Folgen von ME betroffen sind als jüngere Patienten: von den Patienten mit mindestens einer UAW waren mehr als zwei Drittel älter als 65. Als ME galten fehlende Indikation, absolute Kontraindikation, falsche Dosierung, falsche Einnahme und Doppelverordnungen. Diese führten bei Senioren dreimal häufiger zu manifesten Beschwerden als bei Jüngeren. Andere Studien haben gezeigt, dass nicht nur ME, sondern auch bis zu 50% der UAW vermeidbar sind.

 

Nicht vergessen: Das nächste Online-Case-Training (eine Woche – drei Fälle): 14.-20.11.2013. Jetzt anmelden!

 

Mit spätsommerlichen, kollegialen Grüßen,

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

genannte Studien:

[1] Dormann H et al., Adverse Drug Events in Older Patients Admitted as an Emergency. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(13): 213–9

[2] Khera AV et al., The Addition of Niacin to Statin Therapy Improves High-density Lipoprotein Cholesterol Levels but not Metrics of Functionality. J Am Coll Cardiol. 2013, Online-Veröffentlichung am 25.07.13

Newsletter Nr. 06/2013

Online-Seminare - im Sommer auf der Wiese...

Kardioprotektion bei Krebstherapie: Nicht nur Dexrazoxan, sondern auch ACE-Hemmer, Statine und Betablocker könnten der Beeinträchtigung der Herzfunktion durch kardiotoxische Krebsmedikamente vorbeugen, wenn sie vor der Chemotherapie verabreicht werden. Darauf deutet eine [EXPAND eine australische Meta-Analyse hin.]K Kalam, TH Marwick: Role of cardioprotective therapy for prevention of cardiotoxicity with chemotherapy: A systematic review and meta-analysis. Eur J Cancer. 2013, Online-Veröffentlichung 25.05.2013[/EXPAND]

 

10% Frühbucherrabatt auf unser Angebot für Sie im 2. Halbjahr 2013:

Moderierte Online-Seminare

12.09. – 09.10. Angewandte Pharmakokinetik
10.10. – 06.11. Interpretation von Laborparametern
10.10. – 06.11. Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen
07.11. – 04.12. Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen

Angewandte Pharmakokinetik ist die ideale Grundlage für die Seminare um Eliminationsstörungen und Altersgruppen, weil viele Aspekte der Arzneimitteltherapie für diese Patientengruppen auf einer veränderten Pharmakokinetik beruhen.

Online-Case-Trainings
19.09. – 25.09. Fälle 01, 02, 03
14.11. – 20.11. Fälle 04, 05, 06Von den themenübergreifenden Case-Trainings profitieren Sie sowohl als Einstieg in die Seminare als auch zur vertiefenden Anwendung, wenn Sie Seminare abgeschlossen haben. Werden beide Formate gebucht, reduzieren sich die Teilnahmegebühren um bis zu 125,- €.

Bei Anmeldung bis zum 31.07.2013 erhalten Sie für alle Seminare und Case-Trainings 10% Frühbucherrabatt. Nähere Informationen zu den Inhalten, Zielen, Kosten, Nutzen und Rabatten auf der Website.

 

Was ist E-Learning? In der aktuellen Ausgabe der DAZ (Nr. 26 v. 27.6.13) beschreiben wir, was E-Learning ist, aus welchen Bausteinen es sich zusammensetzen kann und welche Szenarien sich für welche Ziele eignen. Wir haben außerdem einen Überblick über die aktuellen deutschsprachigen E-Learning-Angebote zu Themen der Patientenberatung für Sie zusammengestellt.

 

Gliflozine[EXPAND Eine neue Übersichtsarbeit] – SR Taylor, KB Harris: The Clinical Efficacy and Safety of Sodium Glucose Cotransporter-2 Inhibitors in Adults with Type 2 Diabe-tes Mellitus. Pharmacotherapy 2013, Online-Veröffentlichung 06.06.2013 – [/EXPAND] fasst die Erkenntnisse der Zulassungsstudien zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Wirksamkeit der Gliflozine der des Metformins entspricht. Anlass zur Sorge gibt jedoch das vielleicht erhöhte Krebsrisiko unter Dapagliflozin. Mehr Informationen hier.

 

Kongress für Patientensicherheit: Am 13. und 14.06 fand in Berlin der 4. Kongress zur Patientensicherheit unter medikamentöser Therapie statt. Die Tatsache, dass die Teilnehmerschaft zum Großteil aus Apothekern bestand, ist erfreulich, da die Patientensicherheit auch aus politischer Sicht ein beachtetes Thema ist. Sie darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass einige Krankenkassen gerade dabei sind, die pharmazeutische Kernkompetenz der Patientenberatung in die eigenen Hände zu nehmen. Ein Alarmsignal! Mehr Informationen hier.

 

Glückwunsch den Absolventen des Seminars Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz: Alle Teilnehmenden haben die Anforderungen glänzend erfüllt – und gehen der Abschlussbefragung nach sehr zufrieden aus dem Seminar: „Es ist eine hervorragende Möglichkeit, berufsbegleitend auf hohem Niveau Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern. Die Dauer von vier Wochen bewirkt eine Festigung der (neuen und alten) Kenntnisse, die in Tages- oder Wochenendseminaren so nicht zu erreichen ist“.

Die Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen für die 26 Fortbildungspunkte der Kammer sind sehr verdient. Wir freuen uns über den Zuwachs im Alumni-Netzwerk.

 

Wir wünschen Ihnen
schöne Sommerwochen!

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

genannte Studien:
Kalam, TH Marwick: Role of cardioprotective therapy for prevention of cardiotoxicity with chemotherapy: A systematic review and meta-analysis. Eur J Cancer. 2013, Online-Veröffentlichung 25.05.2013

SR Taylor, KB Harris: The Clinical Efficacy and Safety of Sodium Glucose Cotransporter-2 Inhibitors in Adults with Type 2 Diabetes Mellitus. Pharmacotherapy 2013, Online-Veröffentlichung 06.06.2013

Newsletter Nr. 04/2013

Was haben Pippi Langstrumpf und Campus Pharmazie gemeinsam? Sie verteilen Geschenke, wenn sie selbst Geburtstag haben – und gleich 20 Stück: Die ersten zehn und weitere zehn ausgeloste Anmelder werden unsere Geburtstagsgäste im neuen Case-Training-Format: eine Woche, drei Fälle zum Anwenden Ihrer klinisch-pharma-zeutischen Kenntnisse, zeitlich flexibel in moderierten online-Foren; Laufzeit 23.- 29.05.2013. Weitere Informationen und Anmeldung hier.

 

Patientenindividuelle Auswahl von Tyrosinkinase-Inhibitoren: In einer ganz frischen Übersichtsarbeit [1] geben E. Irvine und C. Williams Empfehlungen, welche Patientenfaktoren bei der Wahl des Tyrosinkinasehemmers in der Therapie der chronisch-myeloischen Leukämie berücksichtigt werden sollten. Details finden Sie hier.

 

Fallbeispiele auf der Campus Pharmazie-Website Haben Sie schon gesehen, dass wir seit einiger Zeit Fallbeispiele zu klinisch-pharmazeu-tischen Fragestellungen auf unserer Website zur Diskussion stellen? Mit Freude sehen wir, dass nach und nach immer mehr engagierte Kollegen/innen sich beteiligen. Mit dem nächsten Newsletter gibt es wieder einen neuen Fall. Alle Interessierten sind dann herzlich eingeladen, auf der Website mitzudiskutieren und einen ersten Eindruck zu gewinnen, wie sich ein moderierter fachlicher Austausch online „anfühlen“ kann. Den zuletzt diskutierten Fall finden Sie hier.

 

Pharmakogenetik in der Apotheke Sind Sie fit auf dem Gebiet der Pharmakogenetik? Genetische Polymorphismen, poor und rapid metabolizer ein alter Hut? Das ist gut, denn in Kürze will STADA DNA-Tests auf den Markt bringen, mit denen für ausgewählte Arzneimittel vor Therapiebeginn der genetische Hintergrund des Patienten beleuchtet werden soll, um die personalisierte optimale Dosierung festzulegen. Weitere Informationen finden Sie hier. Und sollten Sie doch den Wunsch haben, Ihr Wissen aufzufrischen: Pharmakogenetik ist Bestandteil des Seminars „Patienten mit Eliminationsstörungen„, weil die Mechanismen sich ähneln. Es findet vom 10.10. bis zum 06.11.2013 statt.

 

Seminare im 2. Halbjahr: Nach Ihrem Sommerurlaub setzen wir unser Seminarangebot mit folgenden Themen fort. „Pharmakokinetik„, „Pharmakotherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen„, „Interpretation von Laborparametern“ und „Pharmakotherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen„.
Haben Sie Themenwünsche für unsere Planung 2014 oder möchten einen kostenlosen Campus-Tag zur Information über das Seminarkonzept in Ihre Region holen? Sprechen Sie uns gern dazu an.

 

e-Learning ist nicht gleich e-Learning: Am Dienstag fand in Köln die Auftaktveranstaltung der „eLearning SUMMIT Tour“ in Köln statt. Unter dem Thema „Lernexzellenz 2.0“ wurde in der intensiven Diskussion vieler Best Practise-Beispiele namhafter Unternehmen auf eindrückliche Weise deutlich:
Die Möglichkeiten des e-Learnings sind vielfältig. Um so wichtiger ist es, die Wahl des e-Learning-Szenarios sorgfältig auf die Bedarfe der Zielgruppe und die damit zusammenhängenden Ziele der Maßnahme abzustimmen. Lesen Sie mehr dazu und diskutieren Sie mit uns hier.

 

Noch Plätze im Seminar „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz“: Am 23.05.2013 startet das nächste online-Seminar zu dieser Thematik. Dort geht es um Arten und Mechanismen unerwünschter Wirkungen und um die Einschätzung, ob zwischen einer Arzneimitteleinnahme und einem berichteten Symptom ein Zusammenhang bestehen kann. Zentrales Thema ist auch die Abschätzung des Beratungsbedarfs zu unerwünschten Wirkungen. Zudem „übersetzen“ die Teilnehmenden eine Fallschilderung in eine Pharmakovigilanz-Meldung. Das Seminar ist von der BAK mit 26 Punkten akkreditiert. Anmeldung per sofort, nähere Information finden Sie hier.

 

Mit kollegialen Geburtstagsgrüßen

Prof. Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

 


[1] Irvine E & Williams C: Treatment-, Patient-, and Disease-Related Factors and the Emergence of Adverse Events with Tyrosine Kinase Inhibitors for the Treatment of Chronic Myeloid Leukemia. Pharmacotherapy, published online: 3 APR 2013

Erfahrungsbericht einer Krankenhausapothekerin

Nachdem wir Teilnehmerstimmen aus dem deutschsprachigen Ausland für Sie eingeholt haben, erweitern die Reihe um Erfahrungsberichte aus dem Inland.

Den Auftakt bildet das Interview mit einer Absolventin aus der Krankenhausapotheke:

Herzlichen Glückwunsch, Frau Sievers, zum erfolgreichen Abschluss des Seminars „Interpretation von Laborparametern„. Haben Sie zum ersten Mal ein moderiertes online-Seminar besucht? Was war für Sie das Besondere an diesem Format?

Ja, ich habe zum ersten Mal an einem derartigen online-Seminar teilgenommen und war begeistert von der Möglichkeit, eine umfassende Fortbildung über vier Wochen mit dem beruflichen und privaten Alltag vereinbaren zu können, ohne dafür den Wohnort verlassen zu müssen.

 

Sie haben während der Seminarlaufzeit 30,5 h / Woche in einer großen und sehr aktiven Krankenhausapotheke gearbeitet und dabei auch noch an Ihrer Promotionsarbeit geschrieben. Wie konnten Sie diese Fortbildung parallel dazu erfolgreich absolvieren?

Natürlich ist es abends oft spät geworden, aber es hat sich gelohnt!

Der große Vorteil einer derartigen Fortbildung ist die Möglichkeit, sich die Zeit völlig frei einteilen zu können. Dabei besteht nicht die Gefahr neben Apothekenarbeit und privaten Terminen das Seminar für längere Zeit aus den Augen zu verlieren. Frau Hamadeh erinnert regelmäßig an noch ausstehende Aktivitäten, so dass man gerne ins Forum zurückkehrt.

 

Ihr 2. Staatsexamen haben Sie 2008 abgelegt. Klinische Pharmazie war also bereits Bestandteil Ihres Studiums – haben Sie da noch Neues aus dem Seminar mitnehmen können?

Ja, wichtig ist es, am Ball zu bleiben und sein Wissen stets wieder aufzufrischen und zu erweitern. Die Interpretation von Laborparametern ist ein wichtiges Thema für Krankenhausapotheker und kommt im klinischen Alltag häufig zu kurz.

 


Die Seminargruppe setzte sich ja aus Offizin- und Krankenhausapothekern/innen zusammen. Welchen Nutzen hatte das Seminar generell und in dieser Mischung für Sie als Krankenhausapothekerin?

Die interdisziplinäre und internationale Zusammensetzung der Seminargruppe hatte den entscheidenden Vorteil, dass Fragestellungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, bearbeitet und gelöst wurden. Davon können im Allgemeinen alle Teilnehmer nur profitieren.

 


Wie würden Sie die folgenden Sätze aus Ihrer individuellen Wahrnehmung fortführen?

Die Moderation und Teilnehmerbetreuung im Seminar war…
…umfassend, persönlich, effektiv, motivierend und sehr charmant.

Der Austausch mit der Gesamtgruppe in den Foren bedeutete für mich…
…interessante Einblicke in die Berufspraxis anderer Apotheker und Ideenreichtum bei der Beantwortung verschiedener Fragestellungen.

Im Team mit anderen Kollegen/innen ein komplexes Fallbeispiel zu lösen, war…
…spannend, motivierend und erstaunlich strukturiert möglich.

In meine persönliche Praxis nehme ich aus dem Seminar mit…
…Wissen und Erfahrung im Umgang mit Laborparametern.

Das Besondere dieses Seminars war für mich…
…ein Höchstmaß an Flexibilität mit adäquater fachlicher und didaktischer Betreuung.

 

Und zum Abschluss: Was können Sie einer interessierten Kollegin / einem interessierten Kollegen als Entscheidungshilfe mitgeben, wenn sie / er überlegt, an einem solchen Seminar teilzunehmen?

Probieren Sie es aus! Es funktioniert, auch wenn man sich vor Seminarbeginn schwer vorstellen kann, wie man im Team und in den Plenarforen strukturiert und effektiv lernen kann.

 

Herzlichen Dank, Frau Sievers – und bis bald: im Alumni-Netzwerk der Absolventen/innen und/oder in weiteren Seminaren!

Unsere Interviewpartnerin war Anja Sievers, Apothekerin in der Zentralapotheke der Medizinischen Hochschule Hannover, Absolventin des Seminars „Interpretation von Laborparametern“ August/September 2012