Newsletter Nr. 01/2021

Antikonvulsiva in der Schwangerschaft: In einer aktuellen Bewertung der Datenlage zu Fehlbildungen und Störungen der kindlichen neurologischen Entwicklung durch Antikonvulsiva während der Schwangerschaft hat die britische Commission on Human Medicines eine Empfehlung abgegeben, welche Wirkstoffe bevorzugt eingesetzt werden sollten. Die Empfehlungen haben wir für Sie zusammengestellt.

Und die Analgetika? Etwa 60% der Schwangeren verwenden in der Schwangerschaft OTC-Analgetika. Das ist lt. einer Auswertung der Aberdeen Maternity and Neonatal Databank mit einem höheren Risiko für das ungeborene Kind assoziiert. Wir haben die Auswertung für Sie zusammengefasst und berichten, welche Risiken erhöht sind und welches Analgetikum diese Assoziation nicht zeigt.

Achtung pharmakodynamische Interaktionen: Bei Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, besteht ein erhöhtes Risiko, durch eine Interaktion vom schmalen Grat zwischen Thrombose und Blutung abzukommen. Welche Interaktionen besonders relevant für die Praxis sind, haben wir für Sie anhand einer frisch publizierten Studie zusammengestellt.

Interessantes Tool für pharmakokinetische Interaktionen: Der „DDI Predictor“ ist ein in der akademischen Version kostenfreies Werkzeug, das quantitative Prognosen der Auswirkungen von Interaktionen über CYP-Enzyme und p-Glykoprotein sowie bei Polymorphismen der zugehörigen Gene und auch bei Leberzirrhose erlaubt. Auch für die Kopplung von Interaktionen mit Polymorphismen oder Zirrhose können Vorhersagen abgerufen werden. Im Blog haben wir eine relevante Interaktion in der Kombination mit einer Leberzirrhose durchgespielt.

Medikationsanalyse einführen, aber wie? Die Evidenz für den klinischen und ökonomischen Nutzen von Medikationsanalysen wird international immer besser. Dennoch werden Modellprojekte wie z. B. ARMIN, ATHINA und Apo-AMTS nicht automatisch in die Regelversorgung übernommen. Welche Rolle die Inhaber*innen von Apotheken dabei spielen, untersuchen wir derzeit gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern in Aberdeen. Wie Sie Ihre persönliche Einschätzung in die Studie einfließen lassen können, erfahren Sie in unserem Blog.

Fachapotheker-Akkreditierungen: Nach den Seminaren „Besondere Altersgruppen“ und „Arzneimittelinteraktionen“ hat nun auch das Seminar „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ die Akkreditierung für die Weiterbildung erhalten, und zwar beim Fachapotheker für Allgemeinpharmazie, Klinische Pharmazie und Arzneimittelinformation. Welche Seminare abgedeckt sind, lesen Sie auf unserer Website.

Seminar-Fahrplan 2. Hj. 2021: Nach der Sommerpause starten wir mit dem Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ (02.09. – 29.09.2021). Darauf folgen die „Angewandte Pharmakokinetik“ (14.10. – 10.11.2021) und die „Unerwünschten Arzneimittelwirkungen und Pharmakovigilanz“ (18.11. – 15.12.2021). Sie sind uns herzlich willkommen – melden Sie sich an.

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen erholsame Sommerwochen unter blauem Himmel. Bleiben Sie gesund!

Jasmin Hamadeh
(Mediendidaktik)
und das
Dr. Dorothee Dartsch
(Klinische Pharmazie)
Campus-Team

Details zu allen Themen auf unserer Website. Die hellblau hervorgehobenen Begriffe sind mit den entsprechenden Internetseiten verlinkt.

Hier können Sie unseren Newsletter herunterladen: PDF-Datei

Bildnachweis: © CaP Campus Pharmazie GmbH

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Online-Tool für die quantitative Analyse von CYP-Interaktionen

Der „DDI Predictor“ ist ein in der akademischen Version kostenfreies Werkzeug, das quantitative Prognosen der Auswirkungen von Interaktionen über CYP-Enzyme und p-Glykoprotein sowie bei Polymorphismen der zugehörigen Gene und auch bei Leberzirrhose erlaubt. Auch für die Kopplung von Interaktionen mit Polymorphismen oder Zirrhose können Vorhersagen abgerufen werden.

Die Vorhersage basiert auf physiologiebasierten pharmakokinetischen (PBPK- )Modellen und kann auch für Kombinationen von Faktoren erfolgen, für die es noch keine Daten aus klinischen Studien gibt.

Ein Beispiel

Einer Brustkrebspatientin unter Tamoxifen wird Duloxetin 60mg/d neu verordnet. Tamoxifen ist ein Prodrug, das durch CYP 3A4 und 2D6 zum aktiven Metaboliten Endoxifen metabolisiert wird. Duloxetin ist ein moderater 2D6-Inhibitor. Vom starken 2D6-Inhibitor Paroxetin ist bekannt, dass er den Spiegel von Endoxifen um 65-75% senkt. Was heißt das für die aktuelle Verordnung?

Vom DDI Predictor erfahren wir, dass 2D6 einen Anteil von 75% des Tamoxifens metabolisiert. Duloxetin vermindert die 2D6-Aktivität um 79%. Das Verhältnis der Endoxifen-AUC ohne und mit Duloxetin wird mit 0,41 (41%), die 5. und 95. Perzentile mit 0,24 und 0,68 angegeben. Die bisher gut wirksame und verträgliche Tamoxifen-Dosis müsste also um den Faktor 1/0,41=2,4 erhöht werden.

Wie wirkt sich eine zusätzliche Leberzirrhose aus?

Falls die Patientin zudem eine Leberzirrhose aufweist, müssen zwei unterschiedliche Szenarien betrachtet werden:

Im o.g. Beispiel war für die zirrhotische Patientin eine passende Tamoxifendosis gefunden worden, bevor das Duloxetin hinzukommen sollte. Wenn die Zirrhose bereits fortgeschritten ist (Child-Pugh-Score C), ist die metabolische Kapazität inkl. der 2D6-Aktivität eingeschränkt, die Tamoxifendosis trägt dem bereits Rechnung, und eine Interaktion wirkt sich nicht mehr so stark aus. Dementsprechend ändert sich das Verhältnis der Endoxifen-AUC ohne und mit Duloxetin von 0,41 ohne Zirrhose auf 0,45 (CPS A), 0,61 (CPS B) und 0,82 (CPS C). Je höher der Schweregrad der Zirrhose, desto weniger ändert sich die AUC infolge der Interaktion. Die neue Tamoxifendosis für eine Patientin mit einem CPS C müsste bei Ansetzen des Duloxetins nur um den Faktor 1/0,82=1,2 erhöht werden.

Anders ist das, wenn die Patientin das Duloxetin bereits nimmt und Tamoxifen neu hinzu kommen soll. Das AUC-Verhältnis ändert sich dann von 0,41 ohne Zirrhose auf 0,3 (CPS A), 0,2 (CPS B) und 0,14 (CPS C). Die Tamoxifen-Initialdosis muss bei einer Patientin mit Zirrhose im Schweregrad CPS C, die Duloxetin einnimmt, gegenüber der empfohlenen Standarddosis um den Faktor 1/0,14=7 erhöht werden, um wirksame Endoxifenspiegel zu erreichen. Das Ausmaß der notwendigen Dosiserhöhung wirft dann sicherlich die Frage auf, ob es nicht bessere Alternativen als Duloxetin bzw. Tamoxifen gibt, aber das ist eine andere Geschichte.

Der DDI Predictor wird von der Genophar II Working Group unter der Leitung von Michel Tod (Univeristé Lyon) betrieben und wurde an einer Vielzahl von Wirkstoffpaaren, für die klinische Daten vorliegen, validiert. Nutzung, wie üblich, auf eigene Verantwortung.

Zu diesem Thema passen unsere Seminare…

Arzneimittelinteraktionen„, „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„, „Angewandte Pharmakokinetik“ und „Eliminationsstörungen„. Prüfen Sie doch gleich, ob eins davon Ihnen bei der täglichen Arbeit helfen kann. Termine finden Sie hier.

Bildnachweis: © A. Hartung / fotolia

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Literaturrecherche in der Weiterbildung 2021

Sie stehen auf der Warteliste für einen Platz im Fachapotheker-Seminar? Dann kommen Sie doch zu uns. Auch in diesem Jahr ist unser Seminar zur Literaturrecherche in drei Fachapotheker-Gebieten bzw. -Bereichen anerkannt:

Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation (Laufzeit 02.09.-29.09.2021)

  • Gebiet: Fachapotheker für Allgemeinpharmazie
  • anrechenbar als Veranstaltung (n. neuer Durchführungsempfehlung):
  • Seminar A.3: Arzneimittelinformation in der Apotheke (8h)
  • Seminar A.12: Klinische Studien (neu: 11h)
  • Gebiet: Fachapotheker für Klinische Pharmazie
  • anrechenbar als Veranstaltung:
  • Seminar 5: Arzneimittelinformation (20h)
  • Gebiet: Fachapotheker für Arzneimittelinformation
  • anrechenbar als Veranstaltung:
  • Seminar 1: Recherche, Bewertung und Weitergabe von Arzneimittelinformation (16h)

Wir freuen uns auf ein produktives Seminar mit den bereits angemeldeten Teilnehmern. Noch ist die maximale Anzahl nicht erreicht. Melden Sie sich hier an.

Bildnachweis: © magele-pictures / Fotolia

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Aktualisierte Opioid-Leitlinie

Die aktualisierte S3-Leitlinie zur „Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen Nicht Tumor-bedingten Schmerzen“ (LONTS) [1] hat einige Schmerzsyndrome (z.B. Restless Legs, Parkinson, Trigeminusneuropathie) neu aufgenommen. Und sie differenziert neuerdings zwischen einem 4-12 wöchigen, 13-26 wöchigen und > 26 wöchigen Einsatz. Opioide sollen grundsätzlich nicht die erste Wahl sein, und Therapieversuche dürfen bis zu 12 Wochen dauern. Nur, wenn das Medikament für den Patienten eine ausreichende Schmerzlinderung bzw. Funktionsverbesserung im Alltag bewirkt und wenn er es gut verträgt, darf das Opioid länger angewendet werden.

Praxiswerkzeuge

Zusätzlich zur Leitlinie werden 12 Praxiswerkzeuge zur Verfügung gestellt, u.a. zur Fahrsicherheit unter Opioiden, zu Opioid-begleitenden Antiemetika und Laxanzien, zur Opioidrotation und zu Interaktionen. Außerdem wird auf die Opioid-Gabe bei Patienten mit Erkrankungen eingegangen, die die Pharmakokinetik beeinflussen, d.h. Leber- und Niereninsuffizienz.

Opioide bei Leber– oder Niereninsuffizienz

Bei fortgeschrittener Einschränkung der hepatischen Exkretion (def. als Bilirubin > 3mgdl) und  Synthese (Quick <40%*) werden Fentanyl oder Hydromorphon, bei stark eingeschränkter glomerulärer Filtration (Kreatinin > 3mg/dl*, Harnstoff > 100mg/dl) Buprenorphin, Fentanyl oder Hydromorphon empfohlen. Diese Empfehlungen beruhen auf theoretischen pharmakokinetischen Überlegungen, da eindeutige Vorteile in (den wenigen) veröffentlichten Studien nicht nachweisbar sind. Für die Therapie bei Dialysepatienten werden Fentanyl, Buprenorphin oder Hydromorphon (mit Dosisreduktion) empfohlen.

Die Therapie soll generell mit einer niedrigen Dosis begonnen und entsprechend der klinischen Wirkung langsam gesteigert werden. Laborwerte können hierfür nicht herangezogen werden, TDM ist nicht üblich.

Eine Dosisreduktion wird empfohlen:

  • bei Leberinsuffizienz für: Buprenorphin, Fentanyl TTS, Hydromorphon, Morphin, Oxycodon, Tapentadol, Tilidin, Tramadol
  • bei Niereninsuffzienz für: Fentanyl TTS, Hydromorphon, Morphin, Oxycodon, Tilidin, Tramadol

Bei Leberzirrhose ist zu beachten, dass Opioide eine hepatische Enzephalopathie verschlechtern und maskieren können.

* Anm.: Warum die AutorInnen der Praxiswerkzeuge Kreatinin statt der Kreatininclearance oder eGFR und den Quick statt des INR-Wertes angeben, bleibt ihr Geheimnis.

Opioidrotation

Opioide können gegeneinander ausgetauscht werden, wenn…

  • die analgetische Wirkung nicht ausreicht
  • Opioid-induzierte Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Obstipation, Harnverhalt, Juckreiz, Verwirrtheit, Halluzinationen sowie bei Pflastern auch Hautreaktionen nicht in den Griff bekommen werden
  • Interaktionen mit anderen Arzneimitteln oder Veränderungen der Leber- und/oder Nierenfunktion einen anderen Wirkstoff geeigneter erscheinen lassen
  • eine Opioid-induzierte Hyperalgesie auftritt.

Die orientierenden Äquivalenzdosen der verschiedenen Wirkstoffe gemäß Konsensus der Leitlinien-Steuergruppe sind in der Umrechnungstabelle im Praxiswerkzeug enthalten.

Interaktionstabelle

Aufgeführt sind additive serotonerge, anticholinerge sowie gerinnungshemmende Wirkungen, außerdem CYP 2D6-Inhibition und CYP 3A4-Modulation in beide Richtungen.

Quelle

[1] Langfassung der S3-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS)“, Stand: 01.04.2020.

Alle Bestandteile der Leitlinie sind abrufbar bei der AWMF: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/145-003.html (Zugriff am 13.08.2020)

Bild: © bluedesign / Fotolia.com

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Newsletter Nr. 03/2018

 

Apotheker in die Notaufnahmen! Der Einsatz im interprofessionellen Aufnahmeteam in der Notaufnahme reduziert nachweislich die Häufigkeit von Medikationsfehlern sowie unbeabsichtigter Diskrepanzen zwischen vorbestehender Haus- und Klinikmedikation. Ein Apotheker initiiert dort außerdem im Schnitt alle 2,75 Stunden eine Therapieänderung, um Medikationsfehler zu korrigieren. In unserer Online-Serie fassen wir Studien zum Nutzen von Apothekern in Notaufnahmen für Sie zusammen.

 

Anerkennung des Seminars Arzneimittelinformation für Fachapotheker-Seminare: in der Klinischen Pharmazie, der Allgemeinpharmazie und der Arzneimittelinformation. Details zur Anerkennung lesen Sie in unserem Blog. Das Online-Seminar startet am 06.09.2018. Melden Sie sich gleich an.

 

Gut für Diabetiker: Die klinisch-pharmazeutische Versorgung von Diabetespatienten durch öffentliche Apotheken reduziert die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse. Das zeigt eine Modellrechnung über Zeithorizonte zwischen zwei und zehn Jahren.

 

Gut für Psoriasis-Patienten: Daten von „Real-World“-Patienten mit Psoriasis zeigen: Mit Biologicals ist das Risiko für schwere Infektionen nicht höher als mit Nicht-Biologicals. Die Studie stellen wir in unserem Blog vor.

 

Relevanz der QTc-Zeit-VerlängerungSie zu beurteilen und einen Konsens mit Ärzten zu erzielen, die QTc-verlängernde Kombinationen verordnen, ist oft nicht ganz einfach. Hilfestellung bietet eine Liste von patientenseitigen Risikofaktoren auf der Seite CredibleMeds – als Erweiterung der Wirkstofflisten.

 

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmazie: Am 3./4.11.18 geht es in Hamburg um das Thema „Auf Herz und Nieren geprüft – Pharmakotherapie bei Niereninsuffizienz“. Bis zum 01.09. können KollegInnen aus öffentlichen und Krankenhausapotheken Abstracts einreichen, die Anmeldung läuft bis 01. Oktober. Programm, Anmeldung und weitere Infos auf der Website der DGKPha. Dorothee Dartsch ist Tagungspräsidentin.

 

Seminartermine, 2. Halbjahr: Am 06.09. startet das Seminar „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“, am 11.10. „Interpretation von Laborparametern“ und am 08.11. „Unerwünschte Arzneimittelwirkungen“ mit unserem bewährten Gast-Experten Dr. med. Sven Schmiedl. Jetzt anmelden.

 

MSc Clinical Pharmacy Practice-Infoabend in München: am 12.10.18 von 19:30-21:00 nahe Messe München Ost, gut geeignet für alle Expopharm- und DAT-Besucher und KollegInnen aus München und Umgebung. Referentinnen: Dr. D. Dartsch (Hamburg), Dr. A. Weidmann (Aberdeen). Kostenlos, begrenzte Teilnehmerzahl, Ortsangabe folgt nach Anmeldung.

 

Mit herzlichen Grüßen!

Jasmin Hamadeh——Dr. Dorothee Dartsch
(Mediendidaktik)–__–(Klinische Pharmazie)
——-– mit dem Campus-Team –

Hier können Sie unseren Newsletter herunterladen: PDF-Datei

Bildnachweis: © D. Dartsch

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Links zu Arzneimittelinformationen

Lauter Fragen – wo gibt es schnell zuverlässige Antworten?

Jedes Jahr veröffentlicht UK Medicines Information eine Liste mit Linkempfehlungen zur Arzneimittelinformation und Literaturrecherche. So auch in diesem Jahr. Die Liste enthält etliche kostenfrei zugängliche Ressourcen (manche davon allerdings nur mit britischer IP-Adresse zugänglich), strukturiert nach Art der Fragestellung.

Beispielsweise finden sich Quellen zu unerwünschten Wirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Interaktionen, Stabilität, Palliativ-, Reisemedizin und mehr.

Wenn Sie mal eine ruhige Minute haben, stöbern Sie ein bisschen und setzen die Seiten in Ihre Lesezeichenliste, die Sie hilfreich finden. Im „Ernstfall“ geht es viel schneller, wenn man a) weiß, wo man am besten nachliest und b) die Struktur der jeweiligen Seite bereits kennt.

Bildnachweis: © Marco Rullkötter / Fotolia.com

 

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Newsletter Nr. 04/2016

Lunch and Learn Sign, A teal hanging sign with text Lunch and Learn and a fork on a keyboard

Der Seminarfahrplan 2017 ist da! Frühbucherrabatt bis 30.11.2016: Unser Seminarkalender 2017 ist ab sofort online. Bis zum 30.11.2016 erhalten Sie bei Ihrer verbindlichen Anmeldung 15% Rabatt auf jedes gebuchte Seminar.

 

Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Eliminationsstörungen 12.01. – 08.02.
Arzneimittelinteraktionen 26.01. – 22.02.
Angewandte Pharmakokinetik 27.04. – 24.05.
Interpretation von Laborparametern 25.05. – 21.06.
Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen 15.06. – 12.07.
Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation 07.09. – 04.10.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen 09.11. – 06.12.

 

Der Medikationsplan – jetzt verbindlich: Was der Patient dazu von Ihnen wissen muss: Seit zwei Wochen gibt es den Medikationsplan in „bundeseinheitlicher“ Form. Wie kann man den Plan für den Patienten in eine akkurate Arzneimitteltherapie übersetzen? Hilfen dazu finden Sie hier.

 

Neue Regeln für Metformin: Die EMA hat den Einsatz von Metformin bei Niereninsuffizienz neu bewertet und kommt zu dem Schluss, dass es unter bestimmten Bedingungen bis zu einer glomerulären Filtrationsrate von 30ml/min angewandt werden kann. Wir haben Ihnen hier eine Übersicht dazu zusammengestellt.

 

Neu beim Campus: Lunch & Learn-Webinare! Auftakt: „Interprofessionelle Kommunikation“: Verständigung mit den Ärzten ist im niedergelassenen wie im Krankenhaus-Bereich extrem bedeutsam. Wir starten unser neues Webinarangebot am 17.11.16 um 12:30 mit einer einstündigen interaktiven Online-Veranstaltung. Unser Gast: Dr. Karen Lütsch, die in Australien die Einführung des Medikationsmanagements begleitet hat. Informationen zu Dr. Lütsch sowie zur Teilnahme hier.

 

Fachinformationsdienst Pharmazie: Kennen Sie PubMed? Nun gibt es auch PubPharm, seit dem vergangenen Monat zugänglich über die Unibibliothek Braunschweig. Beide ermöglichen die Recherche nach klinischen Studien, Übersichtsarbeiten etc. In unserem Online-Seminar „Literaturrecherche und Arzneimittelinformation“ lernen Sie vom 10.11. – 07.12.2016, wie das geht und schaffen Sie sich damit eine solide Grundlage für Ihre Medikationsanalysen.

 

Adventskalender 2016: Auch in diesem Jahr soll es auf große Nachfrage hin wieder einen Online-Adventskalender geben. Ihr persönliches Highlight zur patienten-orientierten Pharmazie nehmen wir gern mit auf. Sie sind herzlich willkommen, uns Ihren Beitrag bis zum 20.11.16 zu mailen.

 

Mit herbstlich-herzlichen Grüßen

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

Bildnachweis: © Karen Roach | fotolia.com

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Fachenglisch

Fachsprache Englisch

Wer sich mit Arzneimittelinformation, Evidenz-basierter Praxis und diesen Dingen beschäftigt, wird um englischsprachige Fachliteratur nicht herumkommen.

Da kann ein medizinisches Wörterbuch mitunter eine wertvolle Hilfestellung sein, weshalb wir hier ein paar Adressen für Online-Ressourcen für Sie zusammenstellen wollen. Manche dieser Ressourcen übersetzen sogar zusätzlich in andere oder aus anderen Sprachen.

Ein allgemeines (nicht-medizinisches) Wörterbuch ist LEOs Dictionary. LEO ist polyglott und übersetzt Deutsch in Englisch, Französich, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Russisch und Chinesisch und zurück. Die Forenfunktion erweitert den Wortschatz erheblich, dennoch stößt man mit Fachbegriffen natürlich irgendwann an die Grenzen.

Dann kann man sich z.B. Science Term (Anmerkung: dieses Online-Wörterbuch gibt es leider nicht mehr) zuwenden. Diese Ressource „spricht“ deutsch, englisch, französisch und spanisch und kann z.B. auch hypokalemia, hipopotasemia oder hypokaliémie in Hypokaliämie übersetzen.

Auch Beolingus von der TU Chemnitz kann helfen, z.B. wenn das Wort „shingles“ unbekannt ist. Neben Dachschindeln steht es auch für die Gürtelrose.

Ein rein englisches Dicitionary, in dem englische Begriffe auf englisch erklärt werden, ist Stedman’s Medical Dictionary, in dem man beispielsweise erfährt, dass der Begriff „drug-fast“ ein anderes Wort für Antibiotikaresistenz ist. Überhaupt ist dieses Werk hilfreich, um nach ähnlichen und synonymen Begriffen zu suchen, wenn man eine Literaturrecherche vorhat.

Wenn Sie weitere Online-Wörterbücher kennen und empfehlen möchten, nutzen Sie gern die Kommentarfunktion unten und schreiben Sie uns und allen Lesern.

Herzliche Grüße,

Dorothee Dartsch

Bildnachweis: © fotomek / Fotolia.com

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Newsletter Nr. 05/2014

Herbstseminare ohne das Haus zu verlassen

Medikationsmanagement lohnt sich: Eine Studie zum Medikationsmanagement für psychiatrische Patienten belegt: Für 52% verbesserte sich durch das ‚MM‘ der Gesundheitszustand. 93% der Patienten bezeichneten es als ‘extrem’ oder ‘sehr’ hilfreich. Für jeden eingesetzten Dollar wurden 2,8 Dollar eingespart. Details dazu hier.

 

Praxisnahe Fortbildung Medikationsanalyse: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie war praxisnah und erfolgreich. Das zeigt die anonyme Evaluation der mit 40 Teilnehmern ausgebuchten Veranstaltung. Intensität der Auseinandersetzung und Zeitaufwand wurden als zwei Seiten der Medaille genannt – doch ganz überwiegend mit einem Fazit wie:

„Es hat mich wieder ein Stück nach vorne gebracht. Macht Lust auf mehr und meine Kunden in der Apotheke schaue ich auch schon ganz anders an (vor allem natürlich die Medikation)“ Lesen Sie mehr dazu hier.

 

„Die Kunst, die richtige Dosis zu finden“: Dieser Präsenzvortrag (Referentin: D. Dartsch) am 19.11. ist der nächste Termin der gemeinsamen Fortbildungen in Hamburg. Hier geht es um die angewandten Aspekte der Pharmakokinetik. Interessierte können dieses Thema im kommenden Jahr im korrespondierenden Online-Seminar vertiefen (23.04. – 20.05.2015). Der Vortrag steht allen kostenlos und ohne Anmeldung offen. Infos zu Zeit und Ort über die AKHH.

 

Benzodiazepingebrauch und Alzheimer: Eine aktuelle kanadische Fall-Kontrollstudie zeigt eine Korrelation des Einsatzes von Benzodiazepinen mit Alzheimer-Erkrankungen – ein ursächlicher Zusammenhang? Lesen Sie zu der Diskussion der Theorien mehr hier.

 

Patientenalter als Schnittstelle: Ein Drittel der jungen Rheumatiker bricht an der Schwelle zum Erwachsenwerden die Therapie ab. Das Berliner TransitionsProgramm (BTP) will mit 2-jährigen integrierten Versorgungspfaden Abhilfe schaffen. Den Link und weitere Informationen finden Sie hier.

 

Herbstseminare ohne das Haus zu verlassen: Am 13.11.2014 starten die Online-Seminare „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Bis zum 10.12. sind Sie in der Lage einzuschätzen, was bei Kindern, Schwangeren und Senioren beachtet werden muss, bzw. in der Lage, medizinische Literatur wie Leitlinien etc. zu finden und zu nutzen. Letzte Anmeldungen nehmen wir bis zum 03.11. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

Seminar „Interpretation von Laborparametern“ erfolgreich abgeschlossen: Anfang Oktober ging ein hochgradig engagierter Durchlauf dieses Seminars zu Ende. Die Teilnehmer bewerteten alle Elemente (Skript, Einzelaufgabe, Plenarforen, Teamaufgabe und Test) als sehr geeignet. Über die Rückmeldungen freuen wir uns sehr:

„Intensivste Fortbildung Apothekenpraxis-rele-vanter Themen vorbereitend für Medikationsmanagement aller Grade mit bester pharmazeutischer und pädagogischer Betreuung.“

„Toller fachlicher und inhaltlicher Austausch mit sehr engagierten Kollegen.“

 

Sichere Asthmatherapie in der Schwangerschaft: Neue Daten zum Einsatz des gegen IgE gerichteten Antikörpers Omalizumab bei schwangeren Frauen mit Asthma liefert die EXPECT-Studie. Details dazu hier.

 

Frisch bestärkt und
mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen:

Newsletter Nr. 04/2014

CaP-Logo in Tablet vor Meer

Medikationsmanagement: Die gemeinsame Fortbildungsmaßnahme der Apothekerkammer Hamburg und von Campus Pharmazie (wir haben berichtet) ist mit maximaler Teilnehmerzahl angelaufen. 40 Hamburger Apotheker/innen profitieren damit schon zum Auftakt von der neuen Netzwerkpartnerschaft. Am Präsenztermin stand die Kommunikation im Vordergrund. Um die Klinische Pharmazie wird es im Online-Teil gehen: In einem einwöchigen moderierten Case-Training nehmen die Teilnehmer drei Fälle unter die Lupe. Wir werden berichten.

 

Spannende Themen im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 2/2014: Kein Codein für Kinder – neue Risikobewertung wegen Morphinintoxikation bei schnellen Metabolisierern von CYP2D6-Substraten. Nach Einnahme von Zolpidem sollen mindestens acht Stunden lang keine Tätigkeiten ausgeführt werden, die Reaktionsvermögen erfordern. Weitere Themen und Links hier.

 

NOAK überlegen und sicher: So lautet das Fazit einer Klarstellung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung. Weitere Details dazu hier.

 

Neue Adipositas-Leitlinie: Orlistat wird als einzige medikamentöse Option in der neuen interdisziplinären S3-Leitlinie zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ genannt. Die Indikation besteht, wenn ein Basisprogramm mit Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie nach 6 Monaten zu weniger als 5% Gewichtsabnahme geführt hat. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

ESC-Leitlinie zur peri-operativen kardio-vaskulären Therapie: Die Behandlungsoptionen bei schwerem Asthma nach neuer ERS/ATS-Guideline sind: hochdosierte systemische Corticoide, LABA, Tiotropium, Omalizumab. Für Interleukin-Antikörper müssen Wirksamkeit und Sicherheit erst noch gezeigt werden. Schlecht ist die Datenlage bei Kindern mit schwerem Asthma.

 

Ebenfalls ganz neu ist die ESC-Leitlinie zum Einsatz kardialer und gerinnungsaktiver Medikamente bei chirurgischen Eingriffen außerhalb des Herzens. Mehr dazu hier.

 

Neues Fallbeispiel: Auf unserer Website stellen wir Ihnen den Fall eines 86-jährigen Alzheimer-Patienten vor und diskutieren die Optionen seiner Schmerztherapie. In unseren Veranstaltungen erarbeiten die Teilnehmenden die Lösung für solche Kasuistiken und stärken so ihre Kompetenz in der patientenorientierten Pharmazie. Verschaffen Sie sich einen Eindruck anhand dieses Beispiels hier.

 

Noch Plätze frei: Was muss bei Kindern, Schwangeren und Senioren anders gemacht werden als bei Erwachsenen mittleren Alters? Wie finde und nutze ich medizinische Literatur wie Leitlinien etc.? Antworten darauf erhalten Sie vom 13.11. bis 10.12.14 in den Online-Seminaren „Arzneimitteltherapie bei Patienten besonderer Altersgruppen“ bzw. „Medizinische Literaturrecherche und Arzneimittelinformation„. Anmeldungen nehmen wir z. B. über das Online-Anmeldeformular oder per E-Mail entgegen.

 

CaP Logo geschützt ist jetzt eine Marke: Haben Sie das ® in unserem Bild oben bemerkt? Seit Juli genießt Campus Pharmazie Markenschutz, damit Sie sicher sein können: Wo unser Logo drauf ist, stecken auch wirklich wir dahinter.

Mit kollegialen Grüßem

Dr. Dorothee Dartsch (Klinische Pharmazie)
Jasmin Hamadeh (Mediendidaktik und Lernorganisation)

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann teilen Sie ihn doch mit Kollegen: